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> Artillerie in der Bundeswehr, Ausgelagert aus dem GG-Fragenthread
Delta
Beitrag 28. Sep 2017, 22:22 | Beitrag #271
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ZITAT(Forodir @ 27. Sep 2017, 22:46) *
Das mit den JFST bei den mechanisierten Truppen versteht auf der Arbeitsebene keiner, das ist ein reines Politikum. es gab da recht hitzige Debatten und ein recht einseitiger Vortrag (rant) vom General der Artillerie dazu.
Sinn würde es machen alle Kampftruppen eigene JFST auf den entsprechenden Fzg zu haben und für schwerpunktbildung und die Divisionartillerie noch ein paar schwere Teams in der Artillerietruppe. Ausbildung kann und sollte dann in der Schule für STF stattfinden.


Ich bin bei sowas mittlerweile sehr skeptisch und für Kompetenzbündelung im Grundbetrieb und den Organisationsstrukturen. Eine taktisch sinnvolle Truppeneinteilung sollte aus der Grundgliederung heraus nur dann eingenommen werden, wenn auch eine taktische Aufgabe zu lösen ist, auch wenn das mehr Fahrerei für Einzelne bedeutet. Die tatsächliche Zusammenarbeit von JFST mit den Kampftruppen beschränkt sich auf Übungen, die Vorausbildung dazu und Einsatz. Dabin ich sehr für Coleurverhältnisse, also dass eine PzKp nach Möglichkeit "für eine Saison" immer das gleiche JFST, zumindest aber ein Team aus dem gleichen ArtBtl erhält. Als ich noch PzZgFhr im PzBtl 363 war, war zuletzt das PzArtLehrBtl 345 aus Kusel das ArtBtl der Brigade. Im Bataillion kannte wir "unseren" FUO und in der Kp "unseren" AB für das Jahr. Nach spätestens einer gemeinsamen Übung lief das ganz hervorragend. Wir sahen uns auf Übungsplätzen, Erkundungen, Planübungen, bei Offizierweiterbildungen des Btl, der Brig und der Div und wurden selbstverständlich immer ins gleiche Team gesteckt. Mehr braucht das nicht. Das ArtBtl hat seinen Ausbidungs/Übungsplan dementsprechend an die Jahresausbildungspläne der KpfTrBtl der Brigade angepasst. Das war gutes Arbeiten.

Wenn man Beobachter ins KpfTrBtl steckt, erhält ein KpfTrBtl 3 JFST (schwer) und 1 JFSCT. Das sind 3 Boxer oder Fennek/Marder als Substitut, 1-2 wasauchimmerdieJFSCTjetztbekommen und nen gutes Dutzend Soldaten, davon einige Fahrer etc.
Die könnte man bündeln als Feuerleitzug/gruppe des Btl oder noch mehr zersplittern und direkt auf die Kp'n verteilen.
Und damit bekommt die Kampftruppe jede Menge Probleme, die mit organischen hochspezialisierten Teileinheiten im Grundbetrieb immer einhergehen, weil das Gesetz der kleinen Zahl voll zuschlägt.
Selbst bei annähernder Vollausstattung muss nur einer krank werden und ein anderer in Elternzeit sein und man muss Btl-intern verschieben und sehr schnell beim Nachbar-Btl um Hilfe rufen.
Das Fachpersonal muss fachlich aus-und weitergebildet werden: Der S3 des Btl oder die KpTrpFhr der Kp'n müssen die passenden (Fach)Lehrgänge anfordern; mal davon abgesehen, dass das manchmal schon an den handelnden Personen scheitert, ist eine vernünftige Priorisierung kaum möglich. Dafür ist es möglich, dass das Btl mal ne ganze Zeitlang keine Ausbildungsplätze zugewiesen bekommt und dann ohne Kompetenz da steht.
Für Material gilt ähnliches. Das beginnt bei der Zuweisung des passenden Großgeräts und endet bei der Instandhaltung und dem notwendigen Fachpersonal und Sonderwerkzeugsätzen, weil es die Autos sonst im Btl nicht gibt.
Selbst bei annähernder Vollausstattung bedeuten geringe Ausfälle und Nichtverfügbarkeiten einen erheblichen Einbruch der Fähigkeiten. Bei 4 Trupps gesamt ist man effektiv schnell auf 50% oder noch weniger runter. Innerhlb der JFST könnte man ggf.noch etwas verschieben, beim JFSCT siehts schnell sehr mau aus.

Das gilt aber nur bei annähernder personeller und materieller Vollausstattung. Wenn der personelle und materielle Befüllungsgrad bei 60% oder darunter liegt, mit einer Einsatzbereitschaft von ebenfalls nur 60% davon, dann bekommt man mit 3 Trupps auf einmal gar nichts mehr hin, weil dann keinerlei Verteilungsspielraum und Reserven mehr sind. Und das ist eher die Realität.

Und nein, man kann das nicht "besser organisieren". Mir fällt zumindest nicht ein, mit welchem Zaubertrick das gelingen sollte.

Ich habe das selbst als KpChef einer Führungsunterstützungskompanie erlebt und erlitten: Zu meiner Chefzeit waren die FüUstgKp der SKB in DCM-Struktur gegliedert (Deployable Communication Information System Module). Nach der Theorie sollte ein DCM in der Lage sein, alle Fähigkeiten für eine Einsatzliegenschaft/verband abzudecken. Ich hatte in meiner Kp auf dem Papier SATCOM MK, SATCOM EK, FüInfoSysSk mob, VANBw, HF, RBM, DigRiFu, MobKomSys, TETRAPOL und aus Altbeständen der Heeres Kabelbau und AUTOKO (die dafür mit einem nicht versorgbaren HRF-Auftrag). Je ein bis zwei Trupps. Bei einem globalen Ausstattungsgrad von 0-60% je Fähigkeit/System innerhalb der Truppengattung. Viele der Trupps, die ich eigentlich hätte haben sollen, hab ich nie gesehen. Viele meiner Leute haben ihr Material, das sie haben sollten nie gesehen. Für viele haben wir nicht mal die Ausbildung organisieren können. Die Ausbildung an einem System war meist nur auf Btl-Ebene möglich, wenn überhaupt. In Lehrgangsgebundene Ausbildung war kaum hinein zu kommen, wenn man nur 1-2 Lehrgagsplätze im Jahr braucht, aber man zweimal wegpriorisiert wird. Das alles war richtig, richtig scheisse. Der vermeintliche taktische Vorteil, die mögliche Truppeneinteilung von Enablern bereits in der Grundgliederung einzunehmen, hatte desaströse Nebenwirkungen, die uns nach meiner festen Überzeugung einen guten Teil von 4-5 Jahresbändern Fachdienstfeldwebel gekostet hat, weil die Burschen nie an ihrem System ausgebildet wurden, nie gut beurteilt werden konnten und dewegen nie Berufssoldat geworden und zudem im Einsatz nie dafür verwendet wurden, wofür man sie eingestellt hat.

Don't do it!
Lieber zu den Übungen, Erkundungen und Besprechungen 15 mal im Jahr 200km fahren.

Der Beitrag wurde von Delta bearbeitet: 28. Sep 2017, 22:29


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Forodir
Beitrag 29. Sep 2017, 08:54 | Beitrag #272
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kurtze Antwort aus meiner sicht: Nö

Die gleichen Probleme die her geschildert worden sind hat die Artillerie genauso, man hat ja eben nicht (viel) mehr Trupps als die Kampftruppen. Sinnvollerweise hat jede Kp eine Team und man hat noch zwei Reserve. Die JFSCT Teams bleiben natürlich bei der Artillerie da sie in den Kampftruppen nichts verloren haben, sie sind ja eben die Bündlung oberhalb des Anforderers.

Die Schnittstellen zwischen JFST und Artillerie sind deutlich geringer als andersherum, zu 90% müssen die Soldaten einen eher Kampftruppenlastigen Auftrag durchführen und da unterscheiden sich die Konzepte deutlich! Das Coloeur Verhaltniss wird dadurch in keinster weise beeinträchtigt, da man für das ganze system ja immer noch beide seiten braucht.
Das ganze hat auch Null etwas mit einem DCM Konzept zu tun in der die Zersplitterung viel größer war (das ich bedauerlicherweise kenne und hier voll zustimme das das Blödsinn war und ist).
Das logistische Konzept lasse ich auch nicht mehr gelten da heutzutage sowieso schon sehr viele Spezialfahrzeuge in den Btl drin sind, eins mehr oder weniger ist da nicht Entscheidend.

Also genau andersherum wird ein schuh draus, lieber für den Erhalt der Befähigung Steilfeuer ein zwei mal im Jahr nach Idar oder Munster fahren, die Kampftruppe sollte eh mehr mit der Artillerie zusammenarbeiten.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 3. Oct 2017, 11:20


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Glorfindel
Beitrag 29. Sep 2017, 10:02 | Beitrag #273
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Mich verwirrt die Diskussion etwas. Ist es denn nicht so, dass in der Schweren Kompanie sich JFST befinden? Jemand muss ja auch das Mörserfeuer leiten.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kustvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Forodir
Beitrag 29. Sep 2017, 11:47 | Beitrag #274
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Die schweren Einheiten haben ja keine Mörser mehr...die Infanterie schon, dort sind auch JFST in der Struktur. Gibt noch den sonderfall der Panzermörser bei der Gebirgsjägertruppe.
Aber Panzer und Grenadiere bekommen die von uns zugewiesen und das ist eben nicht besonders zielführend. Der Kampftruppenchef bekommt irgendwelche Leute und wir müssen uns ständig auf neue Führer einstellen. Erschwerend kommt hinzu das beide seiten von den Einsatzgrundsätzen des anderen nur die hälfte kennt.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 3. Oct 2017, 11:21


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Ta152
Beitrag 1. Oct 2017, 18:28 | Beitrag #275
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ZITAT(Warhammer @ 28. Sep 2017, 06:20) *
Richtig, Havoc hat mich verstanden.

NEMO, AMOS und co. sind ziemlich teure Systeme. Das in Kombination mit dem Boxer Chassis würde meiner Einschätzung nach dafür sorgen, dass die Chancen auf eine echte breite Beschaffung sinken.

Ich denke zwar immer noch, dass wir etwas wie das G5 chassis vom FFB brauchen um nicht jedes Mal vor der Entscheidung zu stehen, dass man zwar für den Zweck gerne ein Kettenfahrzeug hätte, das Puma Gestell aber eigentlich zu überdimensioniert ist. Aber in Ermangelung dessen, würde halt auch Boxer halbwegs passen.


Bei dem Preis des Boxers sehe ich wenig Chancen, billiger wäre der Nemo Hakenliftcontainer auf Multi.
https://www.patria.fi/en/products-and-servi...-nemo-container
Speziell die Geländegängigkeit wäre aber zu hinterfragen. Bei Einsätzen wie Afghanistan wo man von Festen Stützpunkten ausgehen kann ist ein Container im Vorteil wäre. Im V-Fall wäre der Vorteil das das Hakenliftsystem auch im Zivilen weit verbreitet ist (ich hoffe mal das das bei der BW verwendete System trotz der zusätzlichen Aufnahme vorne Kompatibel ist).

Nachteil bei AMOS/NEMO ist das man immer noch Ladekanoniere benötigt. Ich würde mir ja zumindest ein Zwischenmagazin mit 4-10 Granaten wünschen. Dann könnte man vermutlich auch ohne all zu große Einschränkungen auf einen der Ladekanoniere verzichten.


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Praetorian
Beitrag 1. Oct 2017, 19:10 | Beitrag #276
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ZITAT(Ta152 @ 1. Oct 2017, 19:28) *
Nachteil bei AMOS/NEMO ist das man immer noch Ladekanoniere benötigt. Ich würde mir ja zumindest ein Zwischenmagazin mit 4-10 Granaten wünschen. Dann könnte man vermutlich auch ohne all zu große Einschränkungen auf einen der Ladekanoniere verzichten.

Ladeschützen. Für AMOS steht ein Ladeautomat zur Verfügung.


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Forodir
Beitrag 1. Oct 2017, 20:03 | Beitrag #277
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Ich würde den Preis des Boxers nicht so negativ sehen. Man bekommt ja auch ne ganze menge dafür. Ich gehe fest davon aus das der Boxer über kurz oder lang die größeren Rüstträger ersetzen wird.
Vier Boxer mit AMOS/NEMO würden als Feuerunterstützungskompanie sehr wahrscheinlich ausreichen da sie flexibler, schneller und mehr Feuerkraft einsetzten können.


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Warhammer
Beitrag 1. Oct 2017, 20:41 | Beitrag #278
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Wie viele Rohre hatten die PzMrs auf M113 nochmal? Waren das nicht auch schon nur 4?


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Forodir
Beitrag 1. Oct 2017, 20:57 | Beitrag #279
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Da mag ich mich irren, da bin ich von 6 Rohren ausgegangen.


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Merowinger
Beitrag 1. Oct 2017, 23:23 | Beitrag #280
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ZITAT(Ta152 @ 1. Oct 2017, 19:28) *
Bei dem Preis des Boxers sehe ich wenig Chancen, billiger wäre der Nemo Hakenliftcontainer auf Multi.
https://www.patria.fi/en/products-and-servi...-nemo-container

Interessant und auf einer K130, einer F125 oder einem Tender für ein Southern Cross Szenario vorstellbar. Ist NEMO zum Ausgleich von Schiffsbewegungen vollständig stabilisiert?
 
Havoc
Beitrag 2. Oct 2017, 00:22 | Beitrag #281
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ZITAT(Merowinger @ 1. Oct 2017, 23:23) *
ZITAT(Ta152 @ 1. Oct 2017, 19:28) *
Bei dem Preis des Boxers sehe ich wenig Chancen, billiger wäre der Nemo Hakenliftcontainer auf Multi.
https://www.patria.fi/en/products-and-servi...-nemo-container

Interessant und auf einer K130, einer F125 oder einem Tender für ein Southern Cross Szenario vorstellbar. Ist NEMO zum Ausgleich von Schiffsbewegungen vollständig stabilisiert?


Das System ist aus meiner Sicht eher für den Lager- und Küstenschutz interessant. Aber als Steilfeuerwaffe bei Jäger und Panzertruppen halte ich den Nemo- Container für suboptimal.
Da ist ein Mörser mit dem Boxer als Trägerfahrzeug deutlich besser geeignet.
 
Reitlehrer
Beitrag 2. Oct 2017, 07:11 | Beitrag #282
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ZITAT(Forodir @ 1. Oct 2017, 21:57) *
Da mag ich mich irren, da bin ich von 6 Rohren ausgegangen.



In der Heeresstruktur 4 waren es sechs Mörser.

In den folgenden Strukturen wuchs mit der Reduzierung der Einheiten die Zahl auf zehn.


Vergleichbar zu den Panzerartilleriebattalionen, bei denen die Anzahl von 18 M109 auf 24 M109 anstieg.
 
Forodir
Beitrag 2. Oct 2017, 11:33 | Beitrag #283
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Das kann sein, aber ich glaube wir haben eigentlich nie mehr als sechs Rohre hier in Baumholder zum Schießen gehabt, Naja die werden die gleichen Probleme haben, wenn nicht sogar schlimmer , wie wir mit den Haubitzen.


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PzArt
Beitrag 2. Oct 2017, 17:08 | Beitrag #284
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Mein letzter Kenntnisstand ist 8 Rohre auf Wolf bei den Jägerbataillonen. Warum ausgerechnet die Gebirgsjäger noch Panzermörser haben ist mir schleierhaft, ebenso deren Anzahl Rohre in der schweren Kompanie. Auch unbekannt ist mir die Anzahl der Rohre in den schweren Fallschirmjägerkompanien. Aber es sollten eigentlich mehr wie 8 sein, da diese beiden ja ein Regiment mit bis zu 6 Kampfkompanien unterstützen sollen.
 
Black Hawk
Beitrag 2. Oct 2017, 17:37 | Beitrag #285
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Die 7./31 verfügt laut K-ISOM Spezialausgabe "Luftlandebrigade 1" über 8x120 mm Mörser.

Es scheint wohl so zu sein, dass die schweren Kompanien der beiden Regimenter im Rahmen der Umgliederung keine zusätzlichen Mörser oder Wiesel (20mm & TOW) erhalten haben.


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Was mach ich hier?
 
Warhammer
Beitrag 3. Oct 2017, 07:20 | Beitrag #286
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ZITAT(Reitlehrer @ 2. Oct 2017, 08:11) *
ZITAT(Forodir @ 1. Oct 2017, 21:57) *
Da mag ich mich irren, da bin ich von 6 Rohren ausgegangen.



In der Heeresstruktur 4 waren es sechs Mörser.

In den folgenden Strukturen wuchs mit der Reduzierung der Einheiten die Zahl auf zehn.


Vergleichbar zu den Panzerartilleriebattalionen, bei denen die Anzahl von 18 M109 auf 24 M109 anstieg.


Danke für die Info, da hat mir die Erinnerung einen Streich gespielt. Da ist das Argument, von einem modernen Turmsystem mit hoher RoF (und am besten Autolader zum Personal sparen), mit nur 4 Systemen pro Btl schon gut nachvollziehbar.


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Black Hawk
Beitrag 3. Oct 2017, 08:51 | Beitrag #287
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Da haben wir es ja wieder: Um relativ schnell bei vorhandenen Material neue Einheiten aufzustellen, wäre es dann nicht angebracht die Batterien von 8 auf 6 Geschütze zu reduzieren?
Schon hätte man mindestens 6 anstatt 4 Btl (sofern man bei den anvisierten 113 PzH bleibt und die restelich ca. 30 Geschütze nicht auch noch aus der Versenkung holt).
Mit Fähigkeiten wie MRSI müsste doch der Verlust von 2 PzH2000 pro Batterie verschmerzbar sein? Oder lieg ich in diesem Punkt daneben?


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Was mach ich hier?
 
Forodir
Beitrag 3. Oct 2017, 11:19 | Beitrag #288
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Es gibt nur noch maximal 123 Geschütze und 113 werden davon in Nutzung sein. Man wird sehr wahrscheinlich wie du angesprochen hast auf 3 Geschütze pro Batt. runtergehen aber das viel größere Problem ist eben nicht das Material sondern das Personal, da gibt es leider viel zu große Lücken. Hätten wir alles Material gleichzeitig auf dem Hof stehen was tatsächlich im Btl vorhanden ist (ArtLehrBtl345, ich rede nicht von 100% Ausstattung) dann könnten wir es noch nicht mal komplett mit Personal besetzten. Dabei steht unser Btl sogar im Vergleich zu den anderen noch gut da.

MRSI ist ne nette Sache aber taktisch kaum umsetzbar, man steht einfach zu lange in der Feuerstellung rum. Bei Blenden ist es schon gefährlich lange aber da hat man leider keine andere Möglichkeit es sei den man möchte ein ganzes Btl dafür hernehmen.


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KSK
Beitrag 3. Oct 2017, 11:40 | Beitrag #289
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ZITAT(Forodir @ 3. Oct 2017, 12:19) *
3 Geschütze pro Batt.

eek.gif Du meinst hoffentlich pro Zug?


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Forodir
Beitrag 3. Oct 2017, 11:45 | Beitrag #290
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Äh ja, natürlich pro Zug! Also 6 pro Batterie


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PzArt
Beitrag 4. Oct 2017, 22:31 | Beitrag #291
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Hinsichtlich des erwähnten Personalproblems bei der Artillerie:

Ist denn dort in der aktiven Truppe wirklich so noch rein gar nichts von der "Trendwende Personal" zu spüren? Wenn man echt solche Probleme hat, bestehende 4 Bataillone mit Personal voll auszustatten, dann braucht man zunächst in der Tat als letztes an neue Verbände zu denken, bevor dies geschehen ist. Selbst wenn neue Bataillone nach den Planungen aus dem BMVG eigentlich ja zwingend notwendig wären.

Ich gehe dann im Weiteren auch davon aus, dass hinsichtlich des hinzu kommenenden "neuen" Materials (wieder in Betrieb genommene Haubitzen und Ergänzungsbeschaffung MARS II) erstmal ebenfalls die bestehenden Bataillone aufgefüllt werden und ggf. jeweils eine weitere Panzerartilleriebatterie erhalten. Das wäre personell sicher immer noch leichter zu stemmen als gleich gänzlich neue Bataillone aufzustellen.

Wie sieht es denn eigentlich mit den Reserven an Material bei der aufklärenden Artillerie aus? Wenn man zusätzliche Bataillone aufstellen möchte, benötigt man ja auch zusätzliche Drohnen (KZO), Radar (gibt es noch genügend Abra, kommt BÜR auf Dingo?), SchallMess und weitere und vor allem auch neue und schwere JFST/ JFSCT.








 
400plus
Beitrag 5. Oct 2017, 08:11 | Beitrag #292
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ZITAT(PzArt @ 4. Oct 2017, 23:31) *
Ist denn dort in der aktiven Truppe wirklich so noch rein gar nichts von der "Trendwende Personal" zu spüren? Wenn man echt solche Probleme hat, bestehende 4 Bataillone mit Personal voll auszustatten, dann braucht man zunächst in der Tat als letztes an neue Verbände zu denken, bevor dies geschehen ist. Selbst wenn neue Bataillone nach den Planungen aus dem BMVG eigentlich ja zwingend notwendig wären.


Bisher scheint die ganze Trendwende Personal sehr schleppend zu laufen. Im Juni 2016 hatte die BW 176.015 aktive Soldaten, im August 2017 waren es 178.641.
 
Schwabo Elite
Beitrag 5. Oct 2017, 09:54 | Beitrag #293
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Was heißt schleppend? Das sind in einem Jahr über 2.500 neu besetzte Dienstposten, bei gleichzeitiger Wiederbesetzung aller frei gewordenen Dienstposten nach alters- und vertragsbedingten Dienstzeitenden. Also knapp 1,5 Prozent Wachstum bei brummender Wirtschaft, also großer Konkurrenz. Das ist keine Wiederaufrüstung im Stile von 1933 folgende oder 1953 folgende, aber dafür dürfte die Qualität auch stabil bleiben.


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Quidquid latine dictum, altum videtur. -- Nενικήκαμεν! -- #flapjackmafia
 
Forodir
Beitrag 5. Oct 2017, 16:04 | Beitrag #294
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Naja viel wirde schlicht über Verlängerungen erkauft. Da wurden viele mit Prämien zur Verlängerung gelockt.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 5. Oct 2017, 18:54


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MeckieMesser
Beitrag 6. Oct 2017, 11:06 | Beitrag #295
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ZITAT(Forodir @ 5. Oct 2017, 17:04) *
Naja viel wirde schlicht über Verlängerungen erkauft. Da wurden viele mit Prämien zur Verlängerung gelockt.


Fluktuation ist jetzt auch nicht billiger.
Was die BW nach 12 Jahren immer gehen lässt ist schon beachtlich.
Das System hab ich nie ganz verstanden.
 
Forodir
Beitrag 6. Oct 2017, 12:28 | Beitrag #296
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Das hat jetzt eher weniger was mit Artillerie zu tun, das sollten wir eher im PUG besprechen. Es hat halt auch extreme Nachteile gerade als Armee wenn der Personalkörper überaltert und jemand der seine Dienstzeit beendet möchte nicht unbedingt 45 sein und dann was auf dem freien Arbeitsmarkt suchen.


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Forodir
Beitrag 6. Oct 2017, 12:48 | Beitrag #297
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ZITAT(PzArt @ 4. Oct 2017, 23:31) *
Hinsichtlich des erwähnten Personalproblems bei der Artillerie:

Ist denn dort in der aktiven Truppe wirklich so noch rein gar nichts von der "Trendwende Personal" zu spüren? Wenn man echt solche Probleme hat, bestehende 4 Bataillone mit Personal voll auszustatten, dann braucht man zunächst in der Tat als letztes an neue Verbände zu denken, bevor dies geschehen ist. Selbst wenn neue Bataillone nach den Planungen aus dem BMVG eigentlich ja zwingend notwendig wären.

Ich gehe dann im Weiteren auch davon aus, dass hinsichtlich des hinzu kommenenden "neuen" Materials (wieder in Betrieb genommene Haubitzen und Ergänzungsbeschaffung MARS II) erstmal ebenfalls die bestehenden Bataillone aufgefüllt werden und ggf. jeweils eine weitere Panzerartilleriebatterie erhalten. Das wäre personell sicher immer noch leichter zu stemmen als gleich gänzlich neue Bataillone aufzustellen.

Wie sieht es denn eigentlich mit den Reserven an Material bei der aufklärenden Artillerie aus? Wenn man zusätzliche Bataillone aufstellen möchte, benötigt man ja auch zusätzliche Drohnen (KZO), Radar (gibt es noch genügend Abra, kommt BÜR auf Dingo?), SchallMess und weitere und vor allem auch neue und schwere JFST/ JFSCT.


Also "Trendwende" Personal ist halt sehr überschaubar, momentan behilft man sich damit das vor allem SaZ verlängert werden mehr BS übernommen werden, so weit so gut. Der Nachwuchs ist faktisch nicht mehr geworden und benötigt ja auch noch seine Zeit bis er Einsetzbar ist, angefangen vom Geschützführer bis zu den JF Teamleitern, aber mal schauen es ist noch zu früh um da wirklich was sagen zu können.

Reserven an Material ist eher dünn: COBRA gibt es 10 Geräte und diese sind alle in der Nutzung, ABRA ist immer noch im Dienst das BÜR wird nicht beschafft, man arbeitet an einem neuen System das leichter sein soll. Schallmess ist gerade der Nachfolger in der Erprobung, das jetzige System hat auch keine Reserven mehr weil es jahrelang kanibalisiert wurde. KZO geht aus der Nutzung raus, auch hier wird ein Nachfolger schon anvisiert, da geht es aber in erster Linie um den fliegenden Anteil, man möchte soviel wie möglich vom Bodensegment übernehmen, also in erster Linie BKS und Sende/Empfangseinheit und das Berge und Wartungsfahrzeug. Das Startfahrzeug wird dann wohl auch was neues. Das soll schon 2021 passieren.

Joint Fire ist jetzt die große Diskussion was man will und wie es aufgebaut sein soll und wer was bekommt gut möglich das die Artillerie diese Posten in Zukunft eher gehen lässt wenn man sowieso Aufwächst da ist aber alles noch im Fluss.

Wenn also neue Einheiten aufgestellt werden müssen die vorhandenen Systeme abgeben bis neues Material zuläuft, es gibt keine Reserven.


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Beitrag 6. Oct 2017, 14:27 | Beitrag #298
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ZITAT(MeckieMesser @ 6. Oct 2017, 12:06) *
ZITAT(Forodir @ 5. Oct 2017, 17:04) *
Naja viel wirde schlicht über Verlängerungen erkauft. Da wurden viele mit Prämien zur Verlängerung gelockt.


Fluktuation ist jetzt auch nicht billiger.
Was die BW nach 12 Jahren immer gehen lässt ist schon beachtlich.
Das System hab ich nie ganz verstanden.


Angeblich ist das auch im Wandel.


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PzArt
Beitrag 8. Oct 2017, 17:35 | Beitrag #299
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ZITAT(Forodir @ 6. Oct 2017, 13:48) *
Reserven an Material ist eher dünn: COBRA gibt es 10 Geräte und diese sind alle in der Nutzung, ABRA ist immer noch im Dienst das BÜR wird nicht beschafft, man arbeitet an einem neuen System das leichter sein soll.


Danke für die Infos. Das BÜR nicht mehr beschafft werden soll ist mir dabei neu. Gilt das denn nur für die Artillerie oder auch für die Aufklärer? Da ging ich bisher davon aus, dass diese das BÜR schon nutzen.
Ist denn bekannt um welches leichtere System es sich in der Entwicklung handelt? Eventuell eine Weiterentwicklung des LEGAR, welches die Luftlandeaufklärer nutzen?

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 8. Oct 2017, 21:29
 
Forodir
Beitrag 8. Oct 2017, 19:00 | Beitrag #300
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Leutnant
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Das BÜR gibt es nur als Demonstrator wurde aber nie eingeführt. Wenn ich es richtig verstanden habe ist es (Der Nachfolger) tatsächlich eine Weiterentwicklung des LEGAR das in der Aufklärungstruppe genutzt wird (es gibt sogar noch ein paar wenige RASIT), leider sind unsere ABRA Leute gerade alle unterwegs aber werde mal Fragen was das Nachfolgesystem sein soll.


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