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> Landwirtschaft in Ost und West, vom Biobauern über die Kolchose zum Agrarunternehmen, ausgelagert aus dem "Autokratische Regime" Thread
SailorGN
Beitrag 27. Aug 2014, 19:15 | Beitrag #1
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ZITAT(xena @ 27. Aug 2014, 15:59) *
Schlimm finde ich den derzeitigen Zustand der Landwirtschaft. Anscheinend sind nach Auflösung der Kolchosen alle dort Beschäftigten in alle Windrichtungen weg gezogen und man hat es nicht geschafft eine bäuerliche Basis aufzubauen. Russland hätte genug landwirtschaftliche Flächen um sich selbst zu ernähren. Kann es aber nicht. In den Kolchosen gab es nur Landarbeiter, Maschinenführer und -Techniker, Landwirtschafts-Ingenieure und -Techniker, aber keine klassischen Bauern. Auch da ist noch ein großes Entwicklungspotential.

Wer hat denn diese Kolchosen übernommen? Wurden die aufgeteilt? An wen? Wer werkelt denn heute da rum?



Und was bitteschön soll diese Bemerkung zu klassischen Bauern? Ein "klassischer" moderner Bauer hat heutzutage auch entsprechende Ausbildungen, viele sind Agraringenieure oder haben entsprechende Ausbildungsberufe... geht bei der heutigen Verwissenschaftlichung der Landwartschaft auch nicht anders. Oder meinst du, ein klassischer Bauer kann dir etwas über PH-Wert des Bodens und die verschiedenen Methoden zur Optimierung desselben erzählen... oder das Dutzend verschiedene Geräte zumindest auf unterer Stufe bedienen und warten??
In RU sind die Leute aus den Kolchosen verschwunden, weil sie woanders mehr verdienen, weil die Landwirtschaft der SU einfach nicht kosteneffizient produzieren konnte und große Flächen einfach kaputt waren... der Aralsee trocknet aus, weil die SU mitten in der Wüste Baumwolle für den Weltmarkt angebaut hat und diese Flächen teuer bewässern musste. Selbst zu SU-Zeiten waren die Ernten nicht immer stabil, es musste Weizen importiert werden. Letztendlich war auch die Entkoppelung von Land und Bauer ein Grund für den Zusammenbruch der Landwirtschaft: Die Bauern waren idR Lohnarbeiter der Kolchose/Sowchose, hatten keine persönliche Verantwortung und nur einen symbolischen Besitz über das Land. Damit gab es keine emotionale Bindung und das Leben/Verdienstmöglichkeiten in den Städten waren attraktiver.

Der Beitrag wurde von goschi bearbeitet: 28. Aug 2014, 14:59
Bearbeitungsgrund: Wegen Thread-Teilung Beitrag gesplittet


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xena
Beitrag 27. Aug 2014, 20:33 | Beitrag #2
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ZITAT(sailorGN @ 27. Aug 2014, 18:15) *
Und die Revolutionsbetrachtung ist eigentlich nur Schwachfug.


Nein, es ist kein Schwachfug, weil diese Aufstände nach langer Unterdrückung statt fanden und ein Ventil gefunden haben. Zuerst durch die Zaren und Konsorten, später durch die Partei und ihre Handlanger.
Die Chinesen haben Unruhen viel besser unter Kontrolle gebracht und auch ausdauernder. Während die Russische Führung das in den 90ern nicht konnte, wollte, nicht weitsichtig genug war. So hat sich eine große Unzufriedenheit in einem großen Clash entladen und zum Ende der UDSSR geführt. So eine Unzufriedenheit kommt nicht einfach so von ungefähr. Es gibt überall da und dort Unruhe, die sich irgend wann zu einer großen akkumuliert. Das haben die Chinesen z.B. nie zugelassen, weil sie immer gleich auf solche Zeichen reagiert haben.


ZITAT(sailorGN @ 27. Aug 2014, 18:15) *
Und was bitteschön soll diese Bemerkung zu klassischen Bauern? Ein "klassischer" moderner Bauer hat heutzutage auch entsprechende Ausbildungen, viele sind Agraringenieure oder haben entsprechende Ausbildungsberufe... geht bei der heutigen Verwissenschaftlichung der Landwartschaft auch nicht anders. Oder meinst du, ein klassischer Bauer kann dir etwas über PH-Wert des Bodens und die verschiedenen Methoden zur Optimierung desselben erzählen...


Dann geh mal in ein landwirtschaftliches Gebiet und rede mit den Bauern. Bauer ist kein Beruf den man einfach nur lernt und ausübt. Man wächst da quasi hinein. Dass jeder Beruf mit der Zeit immer größeren Anforderungen ausgesetzt ist, ist logisch und kein Argument gegen den klassischen Weg zum Bauern/Landwirt.


ZITAT(sailorGN @ 27. Aug 2014, 18:15) *
oder das Dutzend verschiedene Geräte zumindest auf unterer Stufe bedienen und warten??


Für die Wartung gibt es Dienstleister. Hatte gerade mit dem Neubau eines solchen zu tun. Bedienen, dafür braucht es kein Diplom. Das lernen die Leute nebenher, weil sie damit aufwachsen. Nur, wenn es kein bäuerliches Leben mit allem drum und dran gibt, kann man nicht mit dem Aufwachsen auf dem Hof das alles so nebenbei mit lernen. Genau das fehlt in Russland. Wobei das nicht heißt es gäbe überhaupt keine. Aber entschieden zu wenige und anscheinend nicht genug gefördert, wenn überhaupt. Da kann Putin noch so davon träumen sich selbst zu versorgen...


ZITAT(sailorGN @ 27. Aug 2014, 18:15) *
In RU sind die Leute aus den Kolchosen verschwunden, weil sie woanders mehr verdienen, ... Landwirtschaft: Die Bauern waren idR Lohnarbeiter der Kolchose/Sowchose, hatten keine persönliche Verantwortung und nur einen symbolischen Besitz über das Land. Damit gab es keine emotionale Bindung und das Leben/Verdienstmöglichkeiten in den Städten waren attraktiver.


Nichts anderes erzähle ich doch.


ZITAT(sailorGN @ 27. Aug 2014, 18:15) *
weil die Landwirtschaft der SU einfach nicht kosteneffizient produzieren konnte und große Flächen einfach kaputt waren... der Aralsee trocknet aus, weil die SU mitten in der Wüste Baumwolle für den Weltmarkt angebaut hat und diese Flächen teuer bewässern musste.


Der Aralsee und die umliegenden Flächen sind ein Extrem, was nicht für ganz Russland gilt. Es gibt noch jede Menge Fläche, die sich nutzen lässt.

Man hat es verpasst das Land sinnvoll zu verteilen oder die Gründung von Agrarbetrieben voran zu treiben, die diese Solchosen übernehmen (nichts anderes sind ja in den USA die Großbauern).
 
MajorPayne
Beitrag 27. Aug 2014, 21:09 | Beitrag #3
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ZITAT(xena @ 27. Aug 2014, 21:33) *
Dann geh mal in ein landwirtschaftliches Gebiet und rede mit den Bauern.

Das kann ich dir nur empfehlen. Diese "Bauern-Romantik" mit ganzen Generationen an Landwirten innerhalb der Familien ist ja nett anzuhören, die Realität geht aber mitlerweile in eine ganz andere Richtung. Für's Bauer werden bedarf es keiner Kindheit auf dem Hof mehr, auch wenn man der Romantik wegen gerne an dieser Sicht festhält. Es gibt auch Dienstleister die dir die Jauche nach dem Weizen direkt ins Feld pumpen und parallel umpflügen. Oder mit hochspezialisierten Monstergeräten deine Rüben ernten. Bauerhöfe sind zu Wirtschaftsunternehmen geworden, zumindest in Deutschland. In den Staaten der ehemaligen UdSSR mag das noch anders aussehen, aber hier geht man schon längst andere Wege. "Klassische Bauernhöfe" mit allem drum und dran sind heute höchstens noch die Aushänger von Bio © und sog. Erlebnis-"Urlauben".
 
Schwabo Elite
Beitrag 27. Aug 2014, 21:29 | Beitrag #4
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ZITAT(MajorPayne @ 27. Aug 2014, 22:09) *
Bauerhöfe sind zu Wirtschaftsunternehmen geworden, zumindest in Deutschland. In den Staaten der ehemaligen UdSSR mag das noch anders aussehen, aber hier geht man schon längst andere Wege.


Eben darum ist Russland und davor die UdSSR trotz den ertragreichsten Böden der Alten Welt (Ukraine) kein Stück in der Lage sich selbstzuversorgen. Wer nicht investiert und modernisiert, verhungert. Oder muss teuer importieren. smile.gif


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schießmuskel
Beitrag 27. Aug 2014, 21:50 | Beitrag #5
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Also wen du recht hast Sailor, dann brauchen wir uns über Russland und Putin und das ganze System nicht zu echauffieren. Denn es ja das was die Russen kennen und da ihnen die Voraussetzungen fehlen wie sie in anderen Ländern geben waren, ist Russland dazu verdammt ein rückständiges Land zu bleiben mit einer autoritären Führung und Doppeldenk.


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General Gauder
Beitrag 27. Aug 2014, 21:53 | Beitrag #6
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ZITAT(MajorPayne @ 27. Aug 2014, 22:09) *
ZITAT(xena @ 27. Aug 2014, 21:33) *
Dann geh mal in ein landwirtschaftliches Gebiet und rede mit den Bauern.

Das kann ich dir nur empfehlen. Diese "Bauern-Romantik" mit ganzen Generationen an Landwirten innerhalb der Familien ist ja nett anzuhören, die Realität geht aber mitlerweile in eine ganz andere Richtung. Für's Bauer werden bedarf es keiner Kindheit auf dem Hof mehr, auch wenn man der Romantik wegen gerne an dieser Sicht festhält. Es gibt auch Dienstleister die dir die Jauche nach dem Weizen direkt ins Feld pumpen und parallel umpflügen. Oder mit hochspezialisierten Monstergeräten deine Rüben ernten. Bauerhöfe sind zu Wirtschaftsunternehmen geworden, zumindest in Deutschland. In den Staaten der ehemaligen UdSSR mag das noch anders aussehen, aber hier geht man schon längst andere Wege. "Klassische Bauernhöfe" mit allem drum und dran sind heute höchstens noch die Aushänger von Bio © und sog. Erlebnis-"Urlauben".

Hier hake ich mal ein, die richtig großen Betriebe (z.B. 10000 Schweine+ oder 1000 Rinder/Bullen) haben oft gar keinen Führpark mehr und vergeben die Arbeiten auf dem Acker vollkommen an Lohnunternehmenrer.
Unsere kleine Farm hier ist ja nur noch Hobby von meinem Vater vor 15 Jahren hätte man davon noch sehr gut leben können heute wie gesagt nur noch +/- 0 Hobby.
Der Trend geht dahin das immer mehr Landwirte aufhören und ihr land an größere verpachten, ich schätze in 10-15 Jahren gibt es das was man heute noch als Klassische Landwirtschaft als Familienbetrieb nicht mehr.
Es gibt ja jetzt schon die ersten Landwirtschaftlichen GmbHs und dieser trend wird sich vortsetzen.
Übrigens lernen mitlerweile hier in der Gegend recht viele Landwirt und arbeiten dann als Angestellte auf Höfen.


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xena
Beitrag 27. Aug 2014, 22:32 | Beitrag #7
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Da gibts ein Nord-Süd Gefälle. In unserer Gegend gibt es noch die klassischen Bauern, dafür aber kaum Agrarunternehmen. Nur weil es in Norddeutschland so ist, muss es nicht in ganz Deutschland so sein. Natürlich werden auch hier die Höfe immer größer, weil Bauern aufgeben und ihre Wiesen und Felder anderen Bauern verpachten, die ihrerseits immer größer werden. Aber die kommen nahezu alle aus Bauernfamilien, also eine durchgehende Bauernlinie. Nur wenige sind aus anderen Bereichen in die Landwirtschaft gewechselt. Und nein, das sind keine Biohöfe.

Wie auch immer, allein, dass die Kolchosen nicht in Agrarfirmen übergegangen sind, war schon ein Fehler, oder wenn man diese zumindest in sinnvolle Größen aufgeteilt hätte und an ehrgeizige Landwirte übergeben hätte. Irgend wie ist die Lage dort eh etwas undurchsichtig. So kommen die jedenfalls auf keinen grünen Zweig und da hilft auch kein autokratischer Putin mehr.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 27. Aug 2014, 22:33
 
Kameratt
Beitrag 28. Aug 2014, 06:49 | Beitrag #8
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ZITAT(xena @ 27. Aug 2014, 15:59) *
Russland hätte genug landwirtschaftliche Flächen um sich selbst zu ernähren. Kann es aber nicht.

Wie kommst du denn darauf? Russland gehört zu den weltweit größten Produzenten und Exporteuren von Getreide. Die meisten Menschen wollen sich jedoch von mehr als nur Brot und Kartoffeln ernähren, Bananen und Zitrusfrüchte wachsen jedoch sehr schlecht in Russland.
 
Schwabo Elite
Beitrag 28. Aug 2014, 07:58 | Beitrag #9
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Es geht um Importe, nicht um Netto-Importe. Russland hat immer Getreide importiert, auch wenn es mehr exportiert hat. Der Getreidemarkt ist schon sehr lange so global, dass es günstiger sein kann den eigenen Weizen zu exportieren und anderes Getreide zu importieren, statt auf Autarkie in allen Bereichen zu setzen. Allerdings hat die Dürre 2010 Russland kurzfristig sogar zum Netto-Importeur werden lassen und man musste den eigenen Bedarf aus Importen decken, hauptsächlich wohl aus Kasachstan.


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Kameratt
Beitrag 28. Aug 2014, 08:14 | Beitrag #10
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Wenn man mehr exportiert als importiert, dann deckt man doch den eigenen Bedarf und exportiert den Überschuss und somit war die Aussage, Russland könne sich nicht selbst ernähren, falsch.
Was das Jahr 2010 angeht, so ist die Ernte in Russland aufgrund klimatischer Bedingungen traditionell sehr schwankend. Wenn ich mir die Zahlen der letzten 10 Jahre für Getreide anschaue, so lag das Minimum 2010 bei 60 Mio Tonnen und das Maximum 2008 bei 110 Mio Tonnen. Der Mittelwert liegt bei ca. 83 Mio Tonnen.

Der Beitrag wurde von Kameratt bearbeitet: 28. Aug 2014, 08:17
 
Schwabo Elite
Beitrag 28. Aug 2014, 08:50 | Beitrag #11
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Ja, im Normalfall exportiert Russland mehr Getreide als es importiert. Das heißt aber eben nicht, dass sie sich mit allen Getreiden komplett selbst versorgen können. Im Gegenteil, es wird von allen Getreiden auch importiert, selbst Weizen. Das Bild aus den 1980ern hat sich aber geändert: Damals war Russland, bzw. die UdSSR ein Großimporteur von Getreide, vor allem Weizen, obwohl die Ukraine ja viel produziert hat. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR änderte sich das aber, ich vermute daher, dass vieles davon nicht in Russland verbraucht wurde und die Statistiken manchmal nicht sauber zwischen UdSSR und Russland trennen.

Statistiken zu Weizen: http://www.indexmundi.com/agriculture/?cou...p;graph=imports
Und Gerste: http://www.indexmundi.com/agriculture/?cou...p;graph=imports


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Glorfindel
Beitrag 28. Aug 2014, 10:01 | Beitrag #12
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Mit Weizen alleine kann vielleicht die Bevölkerung ernähren, so dass sie nicht verhungert, aber eine ausgewogene Ernährung verlangt auch nach anderem (Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, etc.). Das alles wird in Russland nicht in genügender Menge produziert. Gerade wenn ich an die 80er Jahre zurückdenke, mit den langen Schlangen vor den Lebensmittelgeschäften in der Sowjetunion, so denke ich, dass Autarktie nicht im Vordergrund stehen darf bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Putin will mit dem Lebensmittelimportverbot Druck, insbesondere auf die krisengeschüttelten Staaten Ost- und Südeuropas ausüben, er schadet jedoch v.a. auch seiner eigenen Bevölkerung. Autarktie ist imho kein sinnvolles Ziel. Wichtig sind finanzielle Mittel, den solange Geld vorhanden ist, gehen einem auch die Lebensmittel nicht aus. Sinnvoll dagegen ist, das Anlegen von Notvorräten.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Schwabo Elite
Beitrag 28. Aug 2014, 10:18 | Beitrag #13
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Russland hat ja bereits einige Importverbote aufgehoben, weil es keinen Ersatz gibt.


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Kameratt
Beitrag 28. Aug 2014, 10:53 | Beitrag #14
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Natürlich kann Russland auch Getreide importieren, aber ist eben für die grundlegende Versorgung nicht wirklich relevant, wenn angesichts von über 80 Mio Tonnen Eigenproduktion ein paar Mio Tonnen vermutlich spezieller Sorten für spezielle Zwecke importiert werden. Genauso natürlich produziert Russland auch Fleisch, Gemüse, Milch usw., das bedeutet jedoch auch nicht, dass man auf den Import dieser Güter verzichten muss. Wenn man die Pressemeldungen verfolgt hat, dann ging es da meistens um sehr spezielle Erzeugnisse wie italienischen Parmesankäse u.Ä. Es ging auch nicht um eine vollständige Autarkie, sondern Umorientierung auf andere Herkunftsländer als EU oder USA.

http://www.dw.de/lateinamerika-will-russla...hren/a-17841887
 
SailorGN
Beitrag 28. Aug 2014, 12:01 | Beitrag #15
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Auch wenn die Diskussion um die Landwirtschaft eher in den Thread Russische Wirtschaft gehört:

Ein Teil der Importe wird den geografischen Gegebenheiten wie der Verteilung von Bevölkerungszentren und Produktionsgebieten geschuldet sein. Es ist einfacher, Moskau mit Produkten aus Osteuropa zu versorgen als aus den Gebieten jenseits des Urals. Die reine Mengenbetrachtung kann allerdings zu Verzerrungen führen, weil darin nicht die Wertigkeit der unterschiedlichen Produkte einfliesst. Milchprodukte zB können von der Bevölkerung als "wichtiger" gesehen werden als Weizen. Gleiches gilt natürlich für jede wirtschaftliche Bilanzierung.

Die Illusion der Autarkie stammt ja auch aus der Zeit des Kalten Krieges und wurde von den meisten RGW-Ländern geteilt. Siehe auch die "Ernteschlachten" in der DDR, wo der Hektarertrag gemäß Plan das Maß aller Dinge war. Daraus resultierte, dass der Quantität alles andere untergeordnet wurde und auch auf Verarbeitung und Verteilung nicht sehr viel Wert gelegt wurde. Beispiel in der DDR: Die geerntete Menge an Äpfeln konnte gar nicht komplett vweiterverarbeitet werden, so dass zwischen Ernte- und Verbrauchszahlen ein deutlicher Unterschied bestand. Aber nur die Erntezahlen waren für die Wirtschaftsplaner ausschlaggebend.
Ausserdem führt eine Autarkiepolitik im Agrarsektor dazu, dass man, wenn nicht teuer und aufwändig Forschung betrieben wird, man eine Sortenverarmung erzeugt. Sprich man betreibt "Inzucht", was auf mittlere Sicht die Erträge senkt, Schadensanfälligkeit steigert und damit das Ziel gefährdet. Russland dürfte aufgrund seiner Größe ein großes Sortenportfolio haben, aber selbst zu SU-Zeiten hinkten die Sortenerträge dem Westen hinterher.
Drittens wäre es interessant, wie die Mechanisierung der LW zur Zeit aussieht: Woher stammen die Maschinen, die derzeit eingesetzt werden, wie werden sie gewartet und vor allem, gibt es russische Unternehmen, die selbst F&E in diesem Bereich betreiben? In wie weit hängt die LW dort am Tropf des Westens?



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goschi
Beitrag 28. Aug 2014, 15:00 | Beitrag #16
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Thema ausgelagert


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
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goschi
Beitrag 28. Aug 2014, 15:06 | Beitrag #17
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ZITAT(xena @ 27. Aug 2014, 23:32) *
Da gibts ein Nord-Süd Gefälle. In unserer Gegend gibt es noch die klassischen Bauern, dafür aber kaum Agrarunternehmen. Nur weil es in Norddeutschland so ist, muss es nicht in ganz Deutschland so sein. Natürlich werden auch hier die Höfe immer größer, weil Bauern aufgeben und ihre Wiesen und Felder anderen Bauern verpachten, die ihrerseits immer größer werden. Aber die kommen nahezu alle aus Bauernfamilien, also eine durchgehende Bauernlinie. Nur wenige sind aus anderen Bereichen in die Landwirtschaft gewechselt. Und nein, das sind keine Biohöfe.

Wie auch immer, allein, dass die Kolchosen nicht in Agrarfirmen übergegangen sind, war schon ein Fehler, oder wenn man diese zumindest in sinnvolle Größen aufgeteilt hätte und an ehrgeizige Landwirte übergeben hätte. Irgend wie ist die Lage dort eh etwas undurchsichtig. So kommen die jedenfalls auf keinen grünen Zweig und da hilft auch kein autokratischer Putin mehr.

Ach ich bitte dich, selbst Kleinbauern sind heute mehrheitlich keine "Erbbauern" mehr, die da handwerk "in die Wiege gelegt kriegten" soondern ausgebildete Bauern, mehrheitlich Diploma-Landwirte und ähnliches, teils auch studierte Agrar-Ökonomen.
Ein landwirtschaftlicher Betrieb ist heute genau das, ein Betrieb, und durchaus hoch professionell, auch wenn man das dem Bauern unter seiner schmutigen Kleidung zuweilen nicht sofort ansieht.

Ich spreche hierbei nichtmal von grossen Landwirtschaftsbetrieben (die gibt es in der Schweiz nicht), sondern von "dem klassischen Bauern".
Ich kenne zig bauern in diversen Regionen der Schweiz, vom Gemüsegrossbetrieb bis zum Hochgebirgsbauern, die Herkunft ist komplett gemischt, von Familientradition über Einsteigern mittels Berufslehre bis hin zu zweitem Bildungsweg im fortgeschrittenen Alter, aber gemein haben sie, dass ordentlich Ausbildung dahinter steckt.


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
General Gauder
Beitrag 28. Aug 2014, 16:47 | Beitrag #18
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Übrigens sieht man viele Betrieben von außen nicht an wie groß sie wirklich sind.
Wir haben bei uns jemanden in der Nachbarschaft der hatte vor 20 Jahren nur 60h Heute ca. 200h die Gebeude sehen von außen immer noch gleich aus von innen wurde aber alles auf links gedreht.


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SailorGN
Beitrag 28. Aug 2014, 21:32 | Beitrag #19
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Ein Nachklapp zu "Neuland unterm Pflug": Die agrarisch nutzbaren Flächen Russlands zu erschließen wäre ein Aufwand, den ein "klassischer" Bauer gar nicht leisten könnte. Einfach umpflügen reicht nicht, es kommt Infrastruktur wie Straßen, Be/entwässerung, Flurschutz und Lager/Wartungsgebäude dazu. Insbesondere die Anbindungen an überregionale Transportwege zur Anlieferung von Saatgut, Masinen, Agrarchemie und Abholung der Produkte... Dazu brauchen tiefe Schwarzerdeböden sehr schwere Geräte, nicht umsonst gab es in der SU Kettentraktoren. Mit leichten Fordtraktoren (Lizenzproduktion der 30iger) hat man schlechte Erfahrungen gemacht. Die Anfangsinvestitionen sind beträchtlich und durch einzelne Personen kaum zu leisten. Je größer die erschlossenen Flächen, desdo effizienter können die Mittel eingesetzt werden, also sind Großbetriebe mit hunderten Hektar einfach überlebensfähiger als "Kleinbauern".


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xena
Beitrag 28. Aug 2014, 22:32 | Beitrag #20
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Da gehe ich absolut mit dir. Infrastruktur zu schaffen in Sache des Staates. Genau das passiert aber anscheinend nicht oder kaum. Aus Russland ließe sich so viel machen, aber anscheinend gibt es dort Kräfte, die das nicht wollen oder meinen die dafür vorgesehene Kohle selbst einzustreichen.
 
Schwabo Elite
Beitrag 28. Aug 2014, 22:46 | Beitrag #21
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Es würde die Oligarchen viel Geld kosten und weniger Rendite bringen. Die haben schon im Kalten Krieg verstanden, was ihnen die meiste Kohle bringt.


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Kameratt
Beitrag 29. Aug 2014, 05:55 | Beitrag #22
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Angesichts wachsender Weltbevölkerung sehe ich die Zukunft russischer Landwirtschaft eigentlich gar nicht mal so schlecht. Da gibt es dringendere Baustellen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83504573.html
 
SailorGN
Beitrag 29. Aug 2014, 08:06 | Beitrag #23
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xena: verwechsele diese Agrarinfrastruktur nicht mit öffentlicher. Was meinst du, wer in D die Drainage von Nutzflächen, Zufahrtswege und Scheunen bezahlt? Ganz bestimmt nicht der Staat. Ein "Bauernhof" ist ein Agrarunternehmen, also für seine Spezialbedürfnisse selbst verantwortlich. Weder hier noch in Ru wird irgendein Beamter fertige Nutzflächen mit Steuergeldern in die Heide setzen... gibt höchstens Subventionen, und da sind in D diejenigen für Flächenstilllegung immer noch höher.

In der Tat ist es interessant, dass Agrarkonzerne eher in Afrika Neuland "aquirieren" als in Russland... Anscheinend ist es in Afrika lohnenswerter/sicherer als in Ru, Grund und Boden zu erwerben. Mich würde interessieren, wie die Grundrechtsentwicklung der SU nach dem Dekret über den Grund und Boden aussah und wie man die Eigentumsfrage nach dem Zusammenbruch der SU löste. War ja auch in D nicht ganz unkompliziert...


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Schwabo Elite
Beitrag 29. Aug 2014, 09:56 | Beitrag #24
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ZITAT(sailorGN @ 29. Aug 2014, 09:06) *
In der Tat ist es interessant, dass Agrarkonzerne eher in Afrika Neuland "aquirieren" als in Russland... Anscheinend ist es in Afrika lohnenswerter/sicherer als in Ru, Grund und Boden zu erwerben.


Das und man kann bei den klimatischen Verhältnissen mehr machen. In Russland dürfte viel auch in Oligarchen-Hand sein.


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xena
Beitrag 29. Aug 2014, 15:03 | Beitrag #25
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ZITAT(sailorGN @ 29. Aug 2014, 08:06) *
xena: verwechsele diese Agrarinfrastruktur nicht mit öffentlicher. Was meinst du, wer in D die Drainage von Nutzflächen, Zufahrtswege und Scheunen bezahlt? Ganz bestimmt nicht der Staat.


Der Staat (jetzt im allgemeinen Sinne) bezahlt die öffentlichen Wege zu den landwirtschaftlichen Gebieten, bezahlt die Strom- und Internetanbindung und die Wasser- und Abwasserversorgung. Ohne Infrastruktur kann man nicht gescheit wirtschaften und seine Produkte abführen, gerade in der heutigen globalisierten Welt. Wer die bessere Infrastruktur hat, gewinnt. Sicherlich, ein Agrarunternehmen kann auf seinem Land alles selbst bauen, aber dann hört es schon auf. Wenn man die Wasserversorgung und das Abwasserwesen und selbst die Stromerzeugung selbst in die Hand nehmen und bezahlen muss, dann hört die Wirtschaftlichkeit irgend wann mal auf.
Übrigens, selbst im Land der angeblich absoluten wirtschaftlichen Freiheiten, selbst vom Staat gegenüber seinen Schäfchen, wird die Landwirtschaft subventioniert.
 
General Gauder
Beitrag 29. Aug 2014, 15:15 | Beitrag #26
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Ist ja nicht so als wenn die Bürger nicht zur Kasse gebeten werden wenn eine neue Kanalisation gebaut wird, hier vor 5 Jahren geschehen.
Du hast aber insofern recht das die Straßen vom Staat angelegt werden, die Be und entwässerung der ländereien wird aber von den Landwirten selbst getragen.
Hier bei uns haben sich die Landwirte darauf geeinigt das Geld von den Jagdpächtern dafür zu nutzen die Gräben in schuss zu halten.
Die Ortsnetze (Strom, Gas und Wasser) werden übrigens auch von den Kunden bezahlt und nich vom Staat.


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xena
Beitrag 29. Aug 2014, 15:33 | Beitrag #27
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Der Staat (Gemeinden usw) organisiert die öffentliche Versorgung aber und der Bürger (Landwirt) ist Zwangsmitglied.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 29. Aug 2014, 15:34
 
Madner Kami
Beitrag 29. Aug 2014, 15:35 | Beitrag #28
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ZITAT(General Gauder @ 29. Aug 2014, 16:15) *
Die Ortsnetze (Strom, Gas und Wasser) werden übrigens auch von den Kunden bezahlt und nich vom Staat.


Aber nicht ausschließlich. Der Staat subventioniert in der Regel ganz gut mit (wobei das freilich auch wieder das Geld des Kunden wäre, wenn man so will).


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