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> Nordkorea, Stoffsammlung
Schwabo Elite
Beitrag 6. Dec 2017, 15:22 | Beitrag #991
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Richtig. Das macht man nur, wenn man einen Erstschlag Nordkoreas direkt voraussehen kann.


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Almeran
Beitrag 6. Dec 2017, 15:32 | Beitrag #992
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ZITAT(Schwabo Elite @ 6. Dec 2017, 15:22) *
Richtig. Das macht man nur, wenn man einen Erstschlag Nordkoreas direkt voraussehen kann.

Der kleine, aber feine Unterschied zwischen präventiv und präemptiv.


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Der Grad unserer Erregung wächst in umgekehrtem Verhältnis zu unserer Kenntnis der Tatsachen - je weniger wir wissen, desto aufgeregter werden wir.
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xena
Beitrag 6. Dec 2017, 16:09 | Beitrag #993
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Das sind nur Begrifflichkeiten. Wenn einer zuschlägt, reagiert der andere, egal wie man es nennt. In den USA spielt man mit dem Gedanken die Atomanlagen auszuschalten. Natürlich sind das nur Verbalkeulen, um genau so verbal zurück zu schlagen, wie NK seinerseits laut herum tönt. Man darf das aber nicht ernst nehmen, denn beide Seiten wissen was daraus entstehen kann.


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SailorGN
Beitrag 6. Dec 2017, 20:37 | Beitrag #994
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@xena: Glaubst du wirklich, dass die NK-Bomben a) so technisch ausgereift sind, dass man sie "verschussbereit" dauerhaft lagert und b) bei "x-beliebigen" Raketeneinheiten ablegt? Wichtiger als jeder Sieg über äussere Gegner ist totalitären Regimes die interne Kontrolle über ihr Spielzeug. Neben der Ego-Komponente für Kim ist die politische Bedeutung für seine Herrschaft derart, dass diese Waffen (die Bomben mehr noch als die Raketen) nur durch die zuverlässigsten und ergebensten Truppen geschützt werden. Diese Garden sind idR nicht so zahlreich, dass man sie überall im Land hat. Ich tippe eher auf Zweite Linie als "Ermunterung" für die Wehrpflichtigen und Arbeitermilizen vorn, sowie eben der Schutz wichtiger Infrastruktur. Wenn man woher auch immer weiss, welche Einheiten sich der Gunst Kims erfreuen kann man über deren Standorte und Bewegungen erahnen, wo wichtige Dinge gerade sind. Bspw. könnte man auswerten, wie oft welche Einheiten offiziell besucht werden, welche bei jedem KaiserKimmanöver dabei sind, etc.

Die Frage ist doch nicht, ob Kim die Möglichkeit eines Nuklearschlages im Kriegsfall hat, sondern vielmehr, ob er die Möglichkeit nutzt. Denn diese Kiste ist zweischneidig und rasiermesserscharf. In einer rein defensiven Situation (also einem Angriff von "aussen") ist es sehr wohl möglich. Dabei ist wichtig zu wissen, was als angriff gesehen wird: NK posaunt bei jedem Manöver, aber "glaubt" Kim auch seine eigene Propaganda? Was wäre bspw. mit plötzlichen, chirurgischen Schlägen mit Marschflugkörpern, die aus "Richtung Russland+China" erfolgen und nicht eindeutig USA/SK zuzuordnen sind? Was ist mit Sabotage durch SF im Küstengebiet (übrigens eine Spezialität der NK SF)? Zwischen Nixtun und Atomkrieg ist eine Menge Platz, schon allein bei "harten", sprich militärischen Maßnahmen. Wirklich interessant wäre ein internationales Vorgehen gegen die klandestinen Netze der Nordkoreaner in den Diasporagemeinden und bei den "Schattengeschäften" der Botschaften.


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Schwabo Elite
Beitrag 6. Dec 2017, 20:59 | Beitrag #995
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ZITAT(SailorGN @ 6. Dec 2017, 20:37) *
@xena: Glaubst du wirklich, dass die NK-Bomben a) so technisch ausgereift sind, dass man sie "verschussbereit" dauerhaft lagert und b) bei "x-beliebigen" Raketeneinheiten ablegt? Wichtiger als jeder Sieg über äussere Gegner ist totalitären Regimes die interne Kontrolle über ihr Spielzeug.

[...]

Die Frage ist doch nicht, ob Kim die Möglichkeit eines Nuklearschlages im Kriegsfall hat, sondern vielmehr, ob er die Möglichkeit nutzt.


Das lässt sich auch umdrehen. Nur weil Kim den Knopf drücken will, heißt das nicht, das man ihn unbedingt lässt.


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Warhammer
Beitrag 6. Dec 2017, 22:00 | Beitrag #996
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Die andere Frage ist allerdings, wie sehr ist man bereit darauf zu wetten. Ich denke auch, dass es für das Regime aus o.g. Gründen nicht so einfach ist seine Atomwaffen vor einem konventionellen Angriff zu schützen. A

Aber ist es das Risiko wert? Am Ende fliegt doch eine SRBM nach Seoul, eine MRBM nach Tokyo und eine ICBM nach LA. Klar gibt es auch noch die Raketenabwehr, aber auch die ist nicht 100% safe.

Von den potenziellen Zerstörungen durch ausbrechende konventionelle Kämpfe auf der Halbinsel mal ganz zu schweigen.

So blöd es ist, aber am Ende des Tages sehe ich eine präventive militärische Lösung nicht als realistisch an.


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xena
Beitrag 6. Dec 2017, 22:51 | Beitrag #997
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Vor allem geht es hier nicht darum was man selbst glaubt, sondern was tatsächlich ablaufen kann. Man weiß so gut wie nichts über NK, da muss man mit allem rechnen. NK ist auch nicht blöd und ihre bisherig gebauten Atombomben dürften sonst wo lagern, weil sie genau wissen, dass die USA jeder Zeit einen Präventivschlag durchführen könnten, um ihnen ihr Spielzeug weg zu nehmen.


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PilotPirx
Beitrag 7. Dec 2017, 10:48 | Beitrag #998
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ZITAT(Schwabo Elite @ 6. Dec 2017, 14:17) *
@Pilot
Das sind völlig normale Überlegungen, von denen ich mir sicher bin, dass sie in Planspielen und Stabsbesprechungen durchgeführt werden. Wer erst Pläne macht, wenn ein Aggressor vollendete Tatsachen schafft, zahlt mehr oder alles. Bestes Beispiel ist die Kriminvasion.

Das Thema vertiefen wir hier aber nicht. Entweder Du kommt mit Argumenten oder wir lassen es ganz.

Sicher, es ist ein TEIL der Überlegungen. Bei dir fehlt allerdings der Teil, der die Gegenprobe beinhaltet - Chance und Risiko - fehlt bei dir völlig edit: nagut größtenteils. Daher sehe ich deine Ausführungen als deine Meinung zur richtigen Vorgehensweise an und diese halte ich für unverantwortlich.

Der Beitrag wurde von PilotPirx bearbeitet: 7. Dec 2017, 10:57
 
SailorGN
Beitrag 7. Dec 2017, 11:28 | Beitrag #999
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@Schwabo: Leider gibt es weltweit keinen "Helikopterelternmechanismus", der kleinen wütenden Jungs die Streichhölzer einfach so wegnehmen kann. Selbst die USA haben dazu kein Recht (und leider auch keine Gelegenheit auf der Empfängerseite zu sitzen, aber da würden schon ein paar Wochen Smartphoneverbot für den kleinen Trump reichen). Solange es keinen UN-Beschluss gibt (der wird bei China und Russland nicht durchkommen), kann Kim pöbeln und basteln so viel er will. Präventive militärische Lösungen sind erst möglich, wenn ein Schlag/Angriff seinerseits unmittelbar bevorsteht und danach sieht es derzeit nicht aus. Nur aus einem Gefühl der Bedrohung heraus ist Gewaltanwendung völkerrechtlich nicht möglich und hätte massive Konsequenzen auf allen Ebenen und in allen Bereichen internationaler Beziehungen des Angreifers. Kim plustert seine Rolle nur deswegen auf, weil ein Trump mitspielt. Die USA haben das Niveau aber gar nicht nötig, selbst wenn eine Rakete bis auf den Kontinent kommt. Es ist wie mit Eltern im Supermarkt: Nur weil Junior schreit heisst das noch lange nicht, dass er den Lolli auch bekommt. Bisher lief das ja auch mehr oder weniger, die Kims wurden größtenteils ignoriert...


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Redeagle
Beitrag 7. Dec 2017, 11:58 | Beitrag #1000
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Nordkorea nennt Krieg unausweichlich

Nun das liest sich eigenartig. Würde bedeuten das NK den Krieg sucht, .... oder will sich die Führung mal irgendwann feiern lassen das sie den Krieg verhindert haben? (wenn es nicht dazu kommt)

Kim müsste eigentlich klar sein, dass er einen Krieg nicht überstehen würde.

Der Beitrag wurde von Redeagle bearbeitet: 7. Dec 2017, 12:04


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Dave76
Beitrag 7. Dec 2017, 13:05 | Beitrag #1001
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ZITAT(Redeagle @ 7. Dec 2017, 11:58) *
Nordkorea nennt Krieg unausweichlich

Nun das liest sich eigenartig. Würde bedeuten das NK den Krieg sucht, .... oder will sich die Führung mal irgendwann feiern lassen das sie den Krieg verhindert haben? (wenn es nicht dazu kommt)

Kim müsste eigentlich klar sein, dass er einen Krieg nicht überstehen würde.

Das ist absolut nichts Neues, die ständige Kriegsrhetorik ist integraler Bestandteil des nordkoreanischen Systems, in deren Logik kann die Wiedervereinigung der beiden Koreas eigentlich nur durch einen Krieg vonstatten gehen. Darauf wird die Bevölkerung seit über 60 Jahren ununterbrochen eingestimmt, Südkorea und die USA als kriegslüsterne Unrechtsregime dämonisiert. Diese von außen wirkende, konstruierte Bedrohung wird ja als ständige Legitimierung der absolutistischen Herrschaft der Kim-Dynastie herangezogen.


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SailorGN
Beitrag 7. Dec 2017, 13:42 | Beitrag #1002
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Sie dient nicht nur zur Legitimisierung der Herrschaft, sondern vor allem auch der Legitimisierung der Maßnahmen: 5% der Gesamtbevölkerung sind im Militär, idR die produktivsten Altersgruppen. Weitere 30% der Gesamtbevölkerung sind in Reserveeinheiten, bzw. in paramilitärischen Einheiten vorgesehen. Darüber hinaus genießt das Militär absolute Priorität bei allen Ressourcenzuteilungen, was sich wiederrum massiv auf die Sicherung der Grundbedarfe auswirkt. Treibstoffe, Basischemikalien, selbst Zugmaschinen/Traktoren werden bevorzugt dem Militär gegeben, die Landwirtschaft erhält davon kaum was, was wiederrum die Hungersnöte erklärt. Das muss gerechtfertigt werden und am besten gelingt das über die Aufrechterhaltung des Kriegzustandes.


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Schwabo Elite
Beitrag 7. Dec 2017, 18:25 | Beitrag #1003
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ZITAT(PilotPirx @ 7. Dec 2017, 10:48) *
Sicher, es ist ein TEIL der Überlegungen. Bei dir fehlt allerdings der Teil, der die Gegenprobe beinhaltet - Chance und Risiko - fehlt bei dir völlig edit: nagut größtenteils. Daher sehe ich deine Ausführungen als deine Meinung zur richtigen Vorgehensweise an und diese halte ich für unverantwortlich.


Okay, also keine Argumente und auch keinen Wunsch Beiträge miteinander verknüpft zu lesen. Beenden wir das.


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Beitrag 7. Dec 2017, 18:30 | Beitrag #1004
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ZITAT(SailorGN @ 7. Dec 2017, 11:28) *
Kim plustert seine Rolle nur deswegen auf, weil ein Trump mitspielt. Die USA haben das Niveau aber gar nicht nötig, selbst wenn eine Rakete bis auf den Kontinent kommt. Es ist wie mit Eltern im Supermarkt: Nur weil Junior schreit heisst das noch lange nicht, dass er den Lolli auch bekommt. Bisher lief das ja auch mehr oder weniger, die Kims wurden größtenteils ignoriert...


Das sehe ich genau so. Die Linie zwischen präventiv und präemptiv ist sehr, sehr schmal und da liegt der Haken an einer Eskalationsstrategie, wie sie Nordkorea im Moment fährt. Die USA währen zwar im Unrecht, wenn sie die Linie überschritten und es hätte gravierende Konsequenzen, Nordkorea hätte aber den größeren Schaden. Und das nicht nur militärisch. Wenn in den USA z. B. ein falscher Personenkreis dem Präsidenten weißmachen kann, dass Nordkorea einen Angriff plant (und sei es nur, weil man, wie 2002 gegen den Irak, eigene Fehlinterpretationen extrapoliert und überschätzt), dann würde das Kim-Regime so einen konventionellen Schlag wohl nicht überleben. Vor der eigenen Machtelite entwaffnet zu werden ist für solche Regime schnell das Ende.


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SailorGN
Beitrag 7. Dec 2017, 18:41 | Beitrag #1005
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Hmm, ich denke nicht, dass es wieder zu einer Situation wie vor Golfkrieg 3 kommen könnte. Dazu haben die USA, bzw. das mittlere Management zuviel "Erfahrung" im Nationbuilding mit Blut bezahlt. Darüber hinaus ist Trump eine andere Persönlichkeit als GWB jr. Letzterer hatte genauso wenig das geistige Rüstzeug für die Rolle, hatte aber deutlich mehr Mut (und auch ne deutlich kleinere Klappe). Darüber hinaus: Es ist eben nicht klar, inwiefern es in NK Spaltungslinien gibt, welche nach dem Beseitigen der Führung aufbrechen. Irak und Afghanistan sind deutlich andere Gesellschaften, Nordkorea hat nicht nur drei Generationen Kim hinter sich, sondern deutlich ältere nationale Wurzeln (sprich Idee von Nation). Zusammen mit der Verfügbarkeit von militärischem Gerät, weitverbreiteter militärischer (Basis-)Ausbildung, operativen Fokus auf Volkskrieg und Propaganda kann es sein, dass die Nordkoreaner wortwörtlich bis zum letzten Mann kämpfen. Sie können nicht "gewinnen" (weil der "ewige Krieg" Selbstzweck ist und eine eindeutige Mission fehlt), aber sie können auch ohne Nukes massiven Schaden anrichten. Dort wird Trump einknicken, seine Botschaft ist ja gerade, das GIs nicht mehr horizontal nach Hause kommen sollen... Jeder tote Soldat ist für sein Isolationismus einer zuviel.

Eine militärische "Lösung" gibt es sowieso nicht, höchstens einen militärischen Ansatz, der auch nur unter sehr engen Voraussetzungen überhaupt denkbar ist und in jedem Fall für alle Beteiligten teuer.


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Schwabo Elite
Beitrag 7. Dec 2017, 18:43 | Beitrag #1006
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ZITAT(SailorGN @ 7. Dec 2017, 13:42) *
Treibstoffe, Basischemikalien, selbst Zugmaschinen/Traktoren werden bevorzugt dem Militär gegeben, die Landwirtschaft erhält davon kaum was, was wiederrum die Hungersnöte erklärt. Das muss gerechtfertigt werden und am besten gelingt das über die Aufrechterhaltung des Kriegzustandes.


Ja und nein. Das Militär ist mittlerweile wohl selbst einer der größte Agrarproduzenten. Truppen rotieren wohl durch lange Phasen des Arbeitsdienstes, der vielfach Feldarbeit ist. Das ermöglicht dem Regime offenbar eine viel zentralere Steuerung der Agrarwirtschaft als über zivile Strukturen unabhängiger Kleinbauern, bzw. Parteistrukturen. Zugleich kann man so bestimmte Bereiche des Militärs gezielt fördern: "Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht" mal wörtlich.


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Beitrag 7. Dec 2017, 18:46 | Beitrag #1007
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ZITAT(SailorGN @ 7. Dec 2017, 18:41) *
Hmm, ich denke nicht, dass es wieder zu einer Situation wie vor Golfkrieg 3 kommen könnte.

[...]

Eine militärische "Lösung" gibt es sowieso nicht, höchstens einen militärischen Ansatz, der auch nur unter sehr engen Voraussetzungen überhaupt denkbar ist und in jedem Fall für alle Beteiligten teuer.


Ich glaube das auch nicht. Ich halte das Militär und den Geheimdienstapparat insgesamt dafür auf zu großer Distanz von Trump. Bush hatte damals praktisch kein Porzellan zerbrochen. Mein Einwand war eher, dass so eine Linie eben sehr dünn ist und unberechenbare Akteure unberechenbar sind. Aber insgesamt halte ich die US Stäbe auch für zu professionalisiert für dieses Szenario.


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SailorGN
Beitrag 7. Dec 2017, 18:50 | Beitrag #1008
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Dir ist schon klar, dass in einer "wahren sozialistischen Gesellschaft" keine wirklichen Kleinbauern mehr existieren, alles Land dem Staat gehört und bevorzugt Großbetriebe eingerichtet werden? wink.gif In jedem Fall hat Die Partei immer die zentrale Steuerung über die Landwirtschft. Arbeitsdienste von Wehrpflichtigen waren ebenfalls immer Bestandteil sozialistischer Wirtschaft und die Unterstellung der Landwirtschaft unter das Militär macht spätestens seit den Hungersnöten der 90iger auch Sinn: Die Truppe erhielt immer Priorität, besonders eben während der Krisen. Da kann man die Läden gleich ganz übergeben, das verhindert, dass auf dem Weg vom Kombinat zur Kaserne etwas "vom Laster fällt". Gleichzeitig ist die Verfügungsgewalt über Grundnahrungsmittel ein effektives Loyalitätswerkzeug sowohl ggü. der Zivilbevölkerung (Arbeite für den Sieg, Genosse, oder verhungere) als auch ggü. dem Militär (Verteilung von Macht innerhalb der staatlichen Strukturen).


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Beitrag 8. Dec 2017, 10:00 | Beitrag #1009
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ZITAT(SailorGN @ 7. Dec 2017, 18:50) *
Dir ist schon klar, dass in einer "wahren sozialistischen Gesellschaft" keine wirklichen Kleinbauern mehr existieren, alles Land dem Staat gehört und bevorzugt Großbetriebe eingerichtet werden? wink.gif In jedem Fall hat Die Partei immer die zentrale Steuerung über die Landwirtschft. Arbeitsdienste von Wehrpflichtigen waren ebenfalls immer Bestandteil sozialistischer Wirtschaft und die Unterstellung der Landwirtschaft unter das Militär macht spätestens seit den Hungersnöten der 90iger auch Sinn: Die Truppe erhielt immer Priorität, besonders eben während der Krisen. Da kann man die Läden gleich ganz übergeben, das verhindert, dass auf dem Weg vom Kombinat zur Kaserne etwas "vom Laster fällt". Gleichzeitig ist die Verfügungsgewalt über Grundnahrungsmittel ein effektives Loyalitätswerkzeug sowohl ggü. der Zivilbevölkerung (Arbeite für den Sieg, Genosse, oder verhungere) als auch ggü. dem Militär (Verteilung von Macht innerhalb der staatlichen Strukturen).


In der Theorie ja, in der Praxis nein, und das seit mindestens 20 Jahren nicht mehr. In den 2000ern waren die Schätzungen bereits, dass die durchschnittliche nordkoreanische Familie 80 Prozent des Einkommens aus dem privaten Kleinhandel generiert. Der war damals noch illegal, wurde aber nicht verfolgt. Seit 2013 werden Märkte alle 10 Tage abgehalten. Das völlige Fehlen der Mechanisierung führt eben dazu, dass die typischen sozialistischen Strukturen völlig kollabierten und sich scheinbar nach dem Verhungern von 5-10 Prozent der Bevölkerung auch nicht wieder etablieren konnten. Das ist im Prinzip das Szenario, das die UdSSR immer verhindern wollte, weshalb man sich so schwer tat trotz Mangelwirtschaft private Erwerbsformen zuzulassen. Der Begriff "Sozialismus" passt eben nicht mehr auf Nordkorea und man erkennt das ja auch selbst ein Stück weit an. Die Staatsform und -politik wird mit "Juche" und "Songun" beschrieben, und "Juche" ist soviel Sozialismus, wie die NS-Diktatur. Es ist halt staatlich gelenkter Militärfaschismus. "Songun" hat das nochmal unterstrichen. Sozialismus wird nur als bunte Patina noch übriggelassen, um einen ideologischen Unterschied zu Südkorea, Japan und den USA weiterhin herbeireden zu können. Man ist ja eigentlich gegen Faschismus und wirft ihn diesen drei Ländern immer vor.

Durch die Songun-Politik ist für mich auch fraglich, ob die Koreanische Arbeiterpartei überhaupt noch eine nennenswerte Einflüse in der Agrarwirtschaft hat. Wenn ich das richtig überblicke, leistet jeder Nordkoreaner im Alter von 17-27 zehn Jahre Militärdienst, Frauen von 17 bis 23 sechs Jahre. Da Familien neben der Subsitenzwirtschaft sehr stark auch für den eigenen Bedarf produzieren (eben 80 Prozent), bleiben nicht viele Anteile für Arbeiten in nicht dem Militär gehörenden, aber staatlichen Betrieben. Im Prinzip dürfte sich das auf komplexere Berufe in Industrie, Verwaltung und Exekutive (einschließlich Bildungssektor) beschränken.


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SailorGN
Beitrag 8. Dec 2017, 12:21 | Beitrag #1010
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Die Wirtschaftskrisen der 90iger haben zur Kollabierung der vorherigen Strukturen gesorgt, insbesondere der Wegfall hochsubventionierter Importe aus "Bruderländern". Kuba ging es ja ähnlich. Ohne Sprit, Agrochemie und Ersatzteile lässt sich eine industrialisierte Landwirtschaft nicht aufrechterhalten, Subsitenz und Schwarzhandel (insb. mit China) sind die Folgen. Dass die Führung dies indirekt legalisiert und gleichzeitig Autonomie predigt, passt dazu... darüber hinaus hat die Priorisierung bei der Verteilung knapper Ressourcen natürlich auch zu einem Streben in die priviligierten Funktionen geführt, ergo zu einer Landflucht. Weiterhin brauchte man nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Blocks dieses Label ja auch nicht mehr, um Support zu erhalten. Insofern hast du recht, "Sozialismus" in Buchform ist das nicht. Es ist Anpassung an ein grundsätzlich dysfunktionales Wirtschaftssystem, das die Realität in die Doktrin pressen will. Hier zeigt sich der Überlebensinstinkt des Regimes, da man reaktiv auf die Anpassungen der Bevölkerung hin die Verstöße gegen die reine Lehre legitimiert.

Was Juche/Songun angeht: Die Wurzeln dieser Doktrinen liegen bereits vor den 90igern und sind im Zusammenhang mit den erzstalinistischen Grundzügen der Kims zu sehen. Zwar sieht man Arbeiter und Bauern als Basis der Revolution, aber das nur, weils "in den Büchern" steht. In der SU, VRCh und NK waren immer die revolutionären Soldaten, sprich das Militär maßgebliche Triebfedern und Garanten der Revolution. Insofern ist Songun die Konsequenz aus den revolutionären Erfahrungen... zumal in jeder "sozialistischen Revolution" selbst der dümmste Bauer irgendwann gemerkt hat, was "Sozialismus" für ihn bedeutet, womit wiederrum das Militär gebraucht wurde. Insgesamt sehe ich die Entwicklung in NK eher als Evolution des Stalinismus, die Parallelen bzw. Fortschreibungen sind mehr als deutlich.


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Schwabo Elite
Beitrag 8. Dec 2017, 13:43 | Beitrag #1011
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Ja, das würde ich auch so sehen. Wobei Stalinismus ja nicht notwendigerweise evolutionär fortegeführt werden müsste. Die UdSSR und China haben beide den Weg verlassen, Kuba im Prinzip auch. Man kann eben öffnen oder schließen nach einer Zäsur. Nordkorea ist den Weg der Schließung gegangen und man sieht, wie dysfunktional das alles ist. Das System kann nur am Leben bleiben auf Kosten der eigenen Bevölkerung und der Nachbarn.


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Dave76
Beitrag 10. Dec 2017, 10:35 | Beitrag #1012
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ZITAT
US foresaw a costly victory in war with North Korea — in 1994

By Matthew Pennington | Associated Press | Published: December 8, 2017

WASHINGTON — In a nuclear standoff with North Korea more than two decades ago — long before the reclusive government had atomic weapons that could threaten America — U.S. officials planned for war.

Declassified documents published Friday show the United States believed its military and South Korea's forces would "undoubtedly win" a conflict on the divided Korean Peninsula, with the understanding it would cost many casualties.

The Pentagon estimated at the time that if war broke with Korea, some 52,000 American servicemembers would be killed or wounded in the first three months. South Korean military casualties would total 490,000 in that time. And the number of North Korean and civilian lives claimed would be enormous, according to "The Two Koreas" by Don Oberdorfer, a definitive modern history of Korean Peninsula.

Today, with North Korea almost able to directly threaten the U.S. mainland with nuclear strikes, the possibility of conflict looms as it had in 1994. President Donald Trump has vowed to stop the North Koreans from reaching such capability.

Twenty-three years ago, the stakes were different.

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ZITAT
Engaging North Korea II: Evidence from the Clinton Administration

Published: Dec 8, 2017
Briefing Book #612
Edited by Robert A Wampler, PhD


Perry: U.S. Planned for War during 1994 Nuclear Crisis, but Understood “War Involves Many Casualties”

U.S. Confronted Pyongyang on Missiles but Also Worried a “Starving North Korea” Could Create a “Dangerously Chaotic Situation”

Declassified Transcripts, Reports and Cables Spell Out U.S. and Allied Concerns, Options

Washington, D.C., December 8, 2017 – The Clinton administration made plans for war against North Korea during the 1994 nuclear crisis. While U.S. officials believed they could “undoubtedly win,” however, they also understood “war involves many casualties,” according to documents posted today by the George Washington University-based National Security Archive.

President Bill Clinton’s negotiators took a tough stance in meetings with North Korean leaders, including warning of “serious, negative consequences” if Pyongyang continued to pursue its “unacceptable” missile program. At the same time, the administration decided flexibility was critical given the unpredictability of events, including the prospect that a “starving North Korea” might create a “dangerously chaotic situation.”

Today’s posting features declassified cables, background papers, and reports of meetings involving former Defense Secretary William Perry, other senior Americans, and North and South Korean officials. Together, the documents describe key moments and thinking during the course of the complex negotiations of the 1990s. Perry and others had hopes the incoming Bush team would carry the effort forward (as Colin Powell indicated they would), but President Bush quickly informed President Kim he would be terminating all talks with the North.

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Engaging North Korea: Evidence from the Bush I Administration


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