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> "Russia Today" - Nachrichten aus Russland, Ehemals "Die Wirtschaft Russlands"
Merowinger
Beitrag 13. Oct 2017, 11:10 | Beitrag #2341
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ZITAT(Crazy Butcher @ 12. Oct 2017, 20:38) *
Ökonomisch handelt gerade Russland recht kompetent.

Fiskalisch wahrscheinlich ja, ökonomisch nein z.B. wegen der neuen Welle von quasi-Verstaatlichungen (Stand jetzt bei beinahe 70%) und der unveränderten Rohstoffexportwirtschaft mit ungenügenden Investitionen in die dafür benötigte Technik und Infrastruktur. Hier treffen auch die Sanktionen.

Mangelnde Rechtssicherheit, Überregulierungen, Korruption und generell das Recht des Stärkeren sind weiterhin starke Hindernisse.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 13. Oct 2017, 11:13
 
Schwabo Elite
Beitrag 13. Oct 2017, 12:20 | Beitrag #2342
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ZITAT(Crazy Butcher @ 13. Oct 2017, 05:05) *
Da zaristische oder stalinistische Verbindungen zu suchen kann auch nur dir einfallen...

Wieso? Der Ort ist eine Ansammlung architektonischer Juwele aus der Zeit von 1905 bis 1939. Natürlich will man sich bei Olympia lieber damit als mit Beton Brutalismus der Chruschtschow-Ära präsentieren. Und dass Putin bewusst an das zaristische Russland anknüpft und Stalin als Führer rehabilitiert, ist weder eine neue noch meine Idee.


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"He uses statistics as a drunken man uses lamp-posts... for support rather than illumination." –- Andrew Lang (1844-1912)
"Seit ich auf deutsche Erde trat, durchströmen mich Zaubersäfte – Der Riese hat wieder die Mutter berührt, Und es wuchsen ihm neue Kräfte." -- Heinrich Heine (1797-1856), Deutschland ein Wintermärchen, Caput I
Quidquid latine dictum, altum videtur. -- Nενικήκαμεν! -- #flapjackmafia
 
Crazy Butcher
Beitrag 13. Oct 2017, 13:24 | Beitrag #2343
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Weil die Architektur in dem Fall allenfalls optisch den Austragungsort aufwerten und nicht irgendwelche Ideologien repräsentieren soll.


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Nite
Beitrag 13. Oct 2017, 13:58 | Beitrag #2344
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Das Drumherum der oylmpischen Spiele ist immer auch Repräsentation von Politik, in Diktaturen umso mehr.


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Merowinger
Beitrag 13. Oct 2017, 14:11 | Beitrag #2345
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Diktatur trifft es nicht: Russland liegt irgendwo zwischen "defekter Demokratie" und "autoritärem Regime".

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 13. Oct 2017, 14:12
 
Crazy Butcher
Beitrag 13. Oct 2017, 14:18 | Beitrag #2346
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Sieh das bloß nicht so differenziert, das könnte ihn belasten.

Sotschi hat landschaftlich und klimatisch großes Potential auch für ausländische Touristen interessant zu sein /werden. Daher wurde es als Austragungsort ausgewählt. Nicht, weil man damit zaristischen oder stalinistischen Prunk propagieren wollte.

Der Beitrag wurde von Crazy Butcher bearbeitet: 13. Oct 2017, 14:20


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Schwabo Elite
Beitrag 14. Oct 2017, 00:00 | Beitrag #2347
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ZITAT(Crazy Butcher @ 13. Oct 2017, 14:24) *
Weil die Architektur in dem Fall allenfalls optisch den Austragungsort aufwerten und nicht irgendwelche Ideologien repräsentieren soll.
Architekur ist immer ideologisch aufgeladen. Sie ist Zeitgeist, Menschenbild und politisches Programm der Bauherren in Form gebracht.


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Crazy Butcher
Beitrag 14. Oct 2017, 15:12 | Beitrag #2348
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Für Architekten und Geschichtsinteressierte vielleicht. Für den Durchschnittsbürger ist ein Gebäude entweder schön oder nicht. Solange es keine besondere Sehenswürdigkeit ist, ist es den meißten egal wann es erbaut wurde oder welcher Baustil Pate gestanden hat. Ebenso die politische Ausrichtung zum Zeitpunkt der Grundsteinlegung. Meiner Wissens hat auch keiner Sotschi als Austragungsort beworben und dabei die Architektur der Stalinzeit herausgestellt. Klima, Berge, Strand und Party - das zählt für Touristen.
Mit Inszenierung unter Rückgriff auf die stalinistische Ära hat das nichts zu tun.


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SailorGN
Beitrag 14. Oct 2017, 16:27 | Beitrag #2349
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Architektur und Machtinszenierung in ausgewählten Räumen interessieren den Durchschnittbürger nicht bewusst, beeinflussen ihn aber. Gerade jemand wie Putin beherrscht dieses Konglomerat von Raum, Ausstattung, Ritual, Persönlichkeit und vorbestimmter Wirkung perfekt. Allein die Fernsehberichte über irgendwelche Reden/Sitzungen in "alten" zaristischen Räumen, Kadetten, die ihm die Türm öffnen, der Kontrast alter Pracht und seinem biznez-schlichtem Auftreten... Da steckt ne Menge drin. Auf Sotchi bezogen geht es wohl weniger um die internationale Wirkung als vielmehr intern die Kontinuität von Stalins liebster Dacha, der "Sommerhauptstadt" der sowj. Nomenklatura hin zum jetzigen Machthaber aufzuzeigen. Die dortigen Investitionen stehen in keinem Verhältnis zu den rational zu erwartenden Touristenzahlen... Wenn die Gelder überhaupt so verwendet wurden. Um Sotchi wirklich dauerhaft als (internationalen) Touri-Spot zu etablieren braucht es mehr als nur Infrastruktur... nämlich eine Servicekultur und grundsätzliche Offenheit. Diese zu entwickeln hat auch an anderen Plätzen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte gedauert... oder man konnte sich nur durch massives Preisdumping als Spot etablieren.


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Kameratt
Beitrag 14. Oct 2017, 16:45 | Beitrag #2350
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Was wäre denn die Alternative zu Sotschi? Moskau und Sankt Petersburg wäre zu einfältig und von der Geografie nicht passend. Und Ural oder Sibirien ist mitten im nirgendwo und alleine mit den Begriffen kann man vielen Menschen Angst einjagen. Daher war die Entscheidung für Sotschi nur folgerichtig, weil der Ort sowohl eine bestehende Tourismus-Infrastruktur als auch Potential für weiteren Ausbau mitbringt.
Ich glaube übrigens nicht, dass Sotschi sich über Preisdumping etablieren können wird. Die Russen selbst präferieren ja eher die Türkei oder Ägypten, wenn es billig sein soll und es die Sicherheitslage zulässt.
 
xena
Beitrag 14. Oct 2017, 17:33 | Beitrag #2351
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Die Krim hätte die Chance für russische Massentouristen attraktiv zu werden. Aber das kann erst was werden, wenn die Brücke fertig ist und der Durchschnittsrusse mit Bus/Bahn und eigenem Auto anfahren kann. Die Insel hat ein mildes Klima und eine schöne Landschaft an der Küste. Wenn sie das richtig anpacken, kann ein guter Teil des Touristengeldes im Land bleiben...


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Eine komplette Waffenübersicht (naja, fast komplett... ...naja auch nicht fast komplett, aber sehr vieles...):

waffen-der-welt.alices-world.de

 
Kameratt
Beitrag 14. Oct 2017, 18:07 | Beitrag #2352
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Es ist eine Halbinsel, verdammt nochmal! mad.gif
Der Vorteil der Krim ist, dass sie wesentlich trockener ist als Sotschi mit 400 vs 1700mm Jahresniederschlag.
Der Nachteil: Sie eignet sich nicht für Wintersport und kommt aufgrund der politischen Lage nicht als Austragungsort für internationale Sportereignisse infrage.
 
Seneca
Beitrag 14. Oct 2017, 19:54 | Beitrag #2353
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Der deutsche Schauspieler Lars Eidinger, Darsteller des Zaren Nikolaus II. im Film "Mathilde" des russische Regisseur Alexej Utschitel, wird massiv bedroht und verzichtet deshalb an der Premiere des Filmes in Russland teilzunehmen.
Besonders aktiv bei der Diffamierung Edingers ist die Ex-Ukrainerin Natalja Poklonskaja, die 2014 nach der russischen Besetzung der Krim von Moskau zur "Generalstaatsanwältin" der Krim ernannt wurde. Mittlerweile ist sie Duma-Abgeordnete der Pro-Putin-Partei "Einiges Russland".
Lars Eidingers offener Brief an den Regisseur wurde in der ZEIT veröffentlicht:
ZITAT
Wie Du weißt, bezichtigt mich Natalja Poklonskaja hartnäckig, ich sei ein schwuler deutscher Pornodarsteller und Satanist. Im Internet kursieren Videos, in denen man sieht, wie sie Bilder von mir in die Kamera hält. Obwohl ich nicht genau verstehe, was sie sagt, sehe ich einen Hass in ihrem Gesicht, der mich wirklich erschreckt. Ich habe Angst vor diesen Leuten, weil ihr Hass so irrational und fanatisch ist. Sie ist umgeben von Menschen, die sie gegen mich aufhetzen könnte. Menschen, die offensichtlich nicht davor zurückschrecken, Häuser und Autos anzuzünden, und die dabei in Kauf nehmen, Leute wie mich zu verletzen. Sie hat mich zu ihrem Feind auserkoren und zur Zielscheibe ihres Hasses gemacht.

http://www.zeit.de/2017/42/lars-eidinger-a...age=10#comments
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 21. October 2017 - 20:24