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> FCAS/Nachfolger Eurofighter
Fox2
Beitrag 13. Jul 2018, 03:10 | Beitrag #31
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Fähnrich
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ZITAT(Kameratt @ 12. Jul 2018, 20:07) *
Das was Du im letzten Satz schreibst, betrifft die Wendigkeit. Ein A320 ist wohl kaum weniger kontrollierbar als eine F-16, nur weil er stabiler und nicht so wendig ist. Theoretisch könnte man wahrscheinlich auch einen Eufi manuell fliegen. Nur wäre der notwendige Konzentrationsaufwand und die notwendige Frequenz an korrigierenden Steuereingaben viel zu hoch, als dass es aus praktischer Sicht zumutbar wäre.
Was heißt theoretisch manuell fliegen? Wenn man theoretisch manuell fliegen kann, setzt das vorraus, dass die Hand des Menschen (daher manuell), die Frequenz der notwendigen Steuereingaben auch bewältigen kann. Da dies nicht der Fall ist, kann man auch theoretisch den EF nicht manuell fliegen! Mit Zumutbarkeit hat dies nichts zu tun. Denn der Schwerpunkt liegt bei Unterschallgeschwindigkeit hinter dem Druckpunkt, was ein sofortiges Aufbäumen oder Abkippen zur Folge hätte und bis zum Bemerken und Eingreifen des Piloten der Flugzustand schon zu kritisch wäre. Dazu gab es bereits am Starfighter diverse Versuche. Etwas OT hier zum F104-CCV-Programm:
ZITAT
Between December 1977 and December 1981, MBB completed more than 120 flights. Tests covered the complete flight envelope. including supersonic speeds, in neutral, unstable and highly unstable configurations. MBB studies indicated that artificial longitudinal and directional stability would reduce overall drag by 20 to 30 per cent while increasing overall lift, resulting in a reduction in combat-aircraft take-off weight of 15 per cent relative to a stable design.

Other advantages of active flight controls include: direct lift and side-force control to improve weapon delivery accuracy; flutter suppression to eliminate flight-envelope restrictions; gust alleviation for greater crew comfort; and gust and maneuver load control to increase airframe life. The test results from this program have been used in the conception and development of the European Fighter Aircraft that became the Eurofighter Typhoon."


ZITAT(xena @ 12. Jul 2018, 22:51) *
Interessant wird ein Nurflügler, weil dieser allgemein als nicht so richtungsstabil gilt. Für einen Bomber wie die B-2 ist das kein großes Problem, aber für einen Jäger schon eher. Wenn man die Bordkanone wegrationalisiert und man auf BVR setzt und davon ausgeht, dass es zu keinen Luftkämpfen mehr kommt, mag ein Nurflügler/Tailless funktionieren. Ansonsten hat man die Arschkarte gezogen, wenn die Theorie doch nicht funktoniert. Bei Außenlasten wird es dann haarig, was bei einer B-2 kein Problem ist, bei einem Jabo mit nur interner Beladung gehts auch, aber externe Lasten sind kaum sinnvoll beherrschbar. Da fehlt die stabilisierende Funktion des Leitwerkes.

Ich bin gespannt was für ein Design heraus kommen wird.

Um zum Thema zurückzukommen und nicht weiter über die Sinnhaftigkeit von Einzel-oder Doppelleitwerken zu kommen... Die Stabilität des Nurflüglers hängt wieder vom allgemeinen Konzept ab. Bei einer B2 wird die Stabilität um die Hochachse beispielsweise über Störklappen erreicht, die im Flug ständig geöffnet sind, also zusätzlichen Widerstand erzeugen. Auf einigen Videos sieht man, dass die Bremsklappen an den Tragflächenenden immer leicht gespreitzt sind. Andere Nurflügler werden durch Verwindung der Tragfläche, glockenförmige Auftriebsverteilung, unterschiedliche Profile auf dem Flügel oder gar übergroße Winglets, also eher Seitenleitwerke stabilisert. Meist sind es aber Kombinationen aus mehreren dieser Dinge. Man muss also immer den Einsatzzweck betrachten, um zu beurteilen, ob die Verwendung eines oder mehrerer Seitenleitwerke nicht mehr Stabiliät bringt und nur geringfügig höheren Luftwiderstand und Gewicht als die o.g. Maßnahmen. Dann handelt es sich bei dem Konzept ja nicht um einen Nurflügler, sondern um ein schwanzloses Flugzeug. Der Rumpf stellt also auch eine Stabilität dar, wie auch das Vorhandensein von zwei Triebwerken. Trotzdem wird sich das Konzept meiner Meinung nach für einen Luftüberlegenheitsjäger als nicht praktikabel herausstellen.

An der X-31 wurde das Wegfallen eines Seitenleitwerks jedoch nicht praktisch erprobt, sondern nur ein kleineres Seitenleitwerk simuliert und im Windkanal getestet.
Das auch hier im Forum verlinkte Bild ist nur eine Bildmontage

https://www.waffenhq.de/specials/experimental/x-31.html

Da es bisher jedoch keinen Anhaltspunkt für die Verwendung einer Schubvektorsteuerung im FCAS gibt, gibt es keinen Grund, das hier weiter auszudiskutieren. Dieser schlechten, also wirklich schlecht gemachten CAD Skizze wird hier viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Jeder Student im entsprechenden Fachbereich kriegt so ein Modell in wenigen Stunden hin.
 
Praetorian
Beitrag 18. Jul 2018, 23:38 | Beitrag #32
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Nach Ansicht des CEO der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH werden sich die beiden in etwa gleichzeitig angestoßenen europäischen Entwicklungsvorhaben für neue Kampfflugzeuge der 5./6. Generation (SCAF/FCAS, Tempest) mittel- bis langfristig in einem gemeinsamen Programm konsolidieren.

Jane's


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Dave76
Beitrag 24. Oct 2018, 13:54 | Beitrag #33
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ZITAT
Dassault Unveils ‘New-Gen Fighter’ Mockup
Oct 23, 2018



LYON, France—At the Euronaval show in Paris, Dassault is exhibiting a small-scale model of the “New-Generation Fighter” (NGF) France and Germany intend to build as a successor to the Rafale and Eurofighter [...]

http://aviationweek.com/defense/dassault-u...-fighter-mockup








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Praetorian
Beitrag 25. Oct 2018, 20:50 | Beitrag #34
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Wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass Belgien für etwa 4 Milliarden Euro 34 F-35A als Nachfolger der derzeit genutzten F-16 beschaffen wird, kommt jetzt diese Meldung: Belgien wird sich mit rund 370 Millionen Euro am deutsch-französischen FCAS-Programm zur Entwicklung eines Nachfolgers für Rafale und Eurofighter beteiligen. Diese Mittel sind Teil von rund 650 Millionen Euro, die für die Nachfolgebeschaffung der F-16 ursprünglich zusätzlich zur Verfügung standen und dafür nicht mehr benötigt werden.

De Tijd (niederländisch)


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xena
Beitrag 26. Oct 2018, 05:04 | Beitrag #35
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La Tribune hält immer wieder mal Foren über Verteidigungsfragen ab. Dieses mal wurde über das zukünftige Frankodeutsche Jägerprogramm gesprochen. Da bekommt man Einblicke über die Ziele, die man erreichen will. Interessant ist, dass die Franzosen weiterhin einen agilen Jäger haben wollen, trotz BVR Szenarien. Sie setzen auch weiterhin auf einen möglichst kleinen, kompakten Jäger.

French defense leadership discusses future air combat systems


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Eine komplette Waffenübersicht (naja, fast komplett... ...naja auch nicht fast komplett, aber sehr vieles...):

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Merowinger
Beitrag 26. Oct 2018, 13:12 | Beitrag #36
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SPON sagt: Es gibt Dissenz wegen der Rüstungsexportpolitik und Frankreich droht mit Abbruch.
ZITAT
Die harte Verhandlungstaktik geht aus einem vertraulichen Kabelbericht des deutschen Botschafters Nikolaus Meyer-Landrut über ein Treffen hochrangiger Beamter beider Regierungen am 21. September in Paris hervor, der dem SPIEGEL vorliegt.
[...]
Bei dem Treffen sagte Claire Landais, Generalsekretärin für Verteidigung und Nationale Sicherheit, der uneingeschränkte Export sei "zentraler Bestandteil der Finanzierung der Gesamtprojekte". Für Frankreich seien "langfristige Garantien für künftigen Export der Systeme daher unabdingbar". Die Drohung ist unverhohlen: "Erst wenn solche Garantien gegeben sind, könne der politische Startschuss für Milliardeninvestitionen abgegeben werden", so der Kabelbericht.
Am Freitag sprach sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in scharfen Worten gegen einen Stopp der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien aus. Entsprechende Forderungen im Zusammenhang mit dem Fall des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi seien "reine Demagogie".

Nachtrag von SPON:
ZITAT
SPD und Grüne fordern die Bundesregierung nachdrücklich auf, bei gemeinsamen Rüstungsprojekten mit Frankreich strenge Regelungen für die spätere Ausfuhr in Drittstaaten wie Saudi-Arabien durchzusetzen. Geschehe dies nicht, so Sicherheitspolitiker beider Partien, müsse Deutschland aus den Projekten für einen Kampfjet und einen neuartigen Panzer aussteigen.


Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 26. Oct 2018, 21:58
 
Praetorian
Beitrag 21. Nov 2018, 21:49 | Beitrag #37
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ZITAT
"In June, France and Germany decided to develop, together, the combat aircraft of the future. [There was a] decisive step today with the agreement to begin the studies of architecture and design and the launch of demonstrators (aircraft and engine) by mid-2019. It's moving!", [French defence minister Florence] Parly tweeted.
[..]
This NGWS will form part of a wider future combat air system (FCAS, or Système de Combat Aérien Futur [SCAF]) that will include the European medium-altitude long-endurance (MALE) remotely piloted aircraft system (RPAS); an ultra-low observable (LO) unmanned combat aerial vehicle (UCAV); future cruise missiles; and other legacy airborne platforms operating in the future battlespace. When the project was approved, it was decided that France and Dassault should be the lead nation for the NF/NGF component, with Germany and Airbus taking charge of the other FCAS systems. According to Reuters, French engine manufacturer Safran is to announce a joint venture with Germany's MTU to develop the aircraft's powerplant.

Jane's


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Dave76
Beitrag 30. Nov 2018, 18:01 | Beitrag #38
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ZITAT
The Road to FCAS

Published 15th November 2018
Over the last 12 months Airbus Defence & Space has built an organisation to coordinate their burgeoning FCAS programme. In this edition of Eurofighter World we talk to Bruno Fichefeux who leads it, to find out about how they see the future battlespace taking shape.

https://world.eurofighter.com/articles/the-road-to-fcas



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Praetorian
Beitrag 5. Dec 2018, 22:26 | Beitrag #39
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Spanien möchte sich FCAS anschließen. Den Ausschlag für FCAS und gegen eine ebenfalls geprüfte Beteiligung am britischen Projekt Tempes hat der höhere Anteil an Industriebeteiligung gegeben.

Jane's


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evil-twin
Beitrag 13. Dec 2018, 11:53 | Beitrag #40
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Airbus will Großbritannien bei FCAS dabei haben.
ZITAT
Trotz EU-Austritt - Airbus will neuen Kampfjet mit Briten bauen

Seit 2003 wird der Eurofighter in Serie produziert. Nun ist ein Nachfolger in Planung. Wenn es nach Flugzeughersteller Airbus geht, sollen sich auch die Briten an der Entwicklung beteiligen - obwohl das Königreich aus der EU ausscheidet.


Airbus-Chef Tom Enders möchte auch nach einem Brexit den geplanten deutsch-französischen Kampfjet als Nachfolger für den Eurofighter zusammen mit den Briten entwickeln. "Die Auffassung, man könne mit den Briten keine Kampfflugzeuge mehr bauen, wenn sie aus der EU aussteigen, ist kompletter Unfug", sagte Enders der "Augsburger Allgemeinen".
(...)

https://www.teleboerse.de/aktien/Airbus-wil...le20770657.html
 
Phade
Beitrag 6. Feb 2019, 23:47 | Beitrag #41
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Konzeptstudie FCAS auf den Weg gebracht. Zeitraum: Zwei Jahre.

https://esut.de/2019/02/meldungen/luft/1053...bat-air-system/
 
KSK
Beitrag 7. Feb 2019, 09:23 | Beitrag #42
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ZITAT(Phade @ 6. Feb 2019, 23:47) *
Konzeptstudie FCAS auf den Weg gebracht. Zeitraum: Zwei Jahre.

https://esut.de/2019/02/meldungen/luft/1053...bat-air-system/

Um das nochmal zu verdeutlichen: FCAS ist nicht als Nachfolger für den Tornado gedacht sondern deutlich später für den Eurofighter. Von daher wäre das im News-Thread oder einem eigenen FCAS-Thread deutlich besser aufgehoben, bevor wir hier ein Durcheinander bekommen.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Schwabo Elite
Beitrag 7. Feb 2019, 11:05 | Beitrag #43
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ZITAT(KSK @ 7. Feb 2019, 09:23) *
ZITAT(Phade @ 6. Feb 2019, 23:47) *
Konzeptstudie FCAS auf den Weg gebracht. Zeitraum: Zwei Jahre.

https://esut.de/2019/02/meldungen/luft/1053...bat-air-system/

Um das nochmal zu verdeutlichen: FCAS ist nicht als Nachfolger für den Tornado gedacht sondern deutlich später für den Eurofighter. Von daher wäre das im News-Thread oder einem eigenen FCAS-Thread deutlich besser aufgehoben, bevor wir hier ein Durcheinander bekommen.


Und um das nochmal ganz klarzustellen, FCAS wird nicht die Nachfolge für den EF sein. FCAS steht für Future Combat Air System. Dabei handelt es sich um einen Systemverbund, der aus

  • einer (optional) bemannten Commandplattform (Command Fighter Advanced),
  • unbemannten Komponenten (Remote Carriers) sowie
  • seit 2018 dem New Generation Fighter (NGF).

Ziel ist es im Future Operating Environment ab 2040 das erforderliche Fähigkeitsspektrum abzudecken. Deswegen wird der NGF als Teil des FCAS ein Jäger der 6. Generation und auch die Tornado-Nachfolger ersetzen. Vgl. dazu diesen Link: https://www.bmvg.de/resource/blob/24288/654...system-data.pdf
Mit dem Tornado-Nachfolger hat FCAS daher nichts zu tun.


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Beitrag 11. Feb 2019, 10:10 | Beitrag #44
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Spanien macht beim FCAS mit und will am Donnerstag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen:
https://elpais.com/politica/2019/02/09/actu...840_712994.html
 
Schwabo Elite
Beitrag 11. Feb 2019, 19:51 | Beitrag #45
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Gut, allmählich kriegt das Projekt europäisches Gewicht.


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400plus
Beitrag 13. Feb 2019, 11:03 | Beitrag #46
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Sogar in der Schweiz gibt es Interesse, wobei mir das aber sehr unrealistisch erscheint, da die Schweizer Hornet dann bis 2040+ in Dienst bleiben müssten:
https://www.nzz.ch/schweiz/die-sp-traeumt-v...fjet-ld.1459386
 
Kampfhamster
Beitrag 13. Feb 2019, 19:12 | Beitrag #47
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Dass die SP Schweiz überhaupt Flugzeuge anschaffen will erscheint mir doch sehr unrealistisch. Mir scheint das eher darauf abzuzielen die Beschaffung eines Hornet-Ersatzes möglichst lange herauszuzögern, um dann am Schluss gar nichts zu beschaffen.


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Dave76
Beitrag 13. Feb 2019, 19:41 | Beitrag #48
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ZITAT
Hard Brexit would doom future merger of UK, Franco-German fighter projects-Airbus defense

BERLIN, Feb 13 (Reuters) - Britain's departure from the European Union without a deal would doom the prospects for a Franco-German next-generation fighter jet with a rival project in Britain, the head of Airbus Defence and Space told the Handelsblatt German newspaper.

Dirk Hoke told the newspaper he considered it "absolutely imperative" that the EU reach an agreement with Britain on security, defense and space given the closely interwoven ties between Europe and Britain.

"I consider it extremely dangerous to develop a system like FCAS (the Franco-German fighter program) without the British," he said, noting that potential order quantities would rise if Britain participated, making future aircraft more competitive.
[...]
https://www.cnbc.com/2019/02/13/reuters-ame...us-defense.html


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Beitrag 13. Feb 2019, 20:04 | Beitrag #49
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Das heißt, er hofft, dass FCAS und BAE Tempest fusionieren?
 
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Beitrag 15. Feb 2019, 01:16 | Beitrag #50
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Airbus-Chef Enders im ARD-Interview:
ZITAT
[...]
Sorge, dass Dassault sich verstärkt den Briten zuwendet

Offene Zweifel formuliert Enders hingegen an der Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich: Airbus und Dassault sollen gemeinsam einen Kampfjet bauen. Zudem haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron kürzlich im "Aachener Freundschaftsvertrag" eine engere Zusammenarbeit vereinbart - dabei liegen die Positionen beider Länder in puncto Rüstungsexporte an Drittländer deutlich auseinander.

"Wir begrüßen natürlich, dass es diesen Aachener Vertrag gibt", sagte Enders. "Die Intentionen sind gut, aber das muss mit Substanz gefüllt werden - und da kann man mitunter schon Zweifel haben, ob auf der deutschen Seite tatsächlich auch der Wille besteht."

Die Bundesregierung nähme für sich in Anspruch, die einzige in Europa mit einer verantwortungsvollen Rüstungs-Exportpolitik zu sein, was zu sehr großer Verärgerung in Frankreich führe: "Wenn Deutschland auf diesem Wege fortfährt, wird es zu wirklichem Fortschritt bei gemeinsamer Sicherheit, Verteidigung und Rüstungskooperation kaum kommen." Airbus' französischer Partner werde sich dann wahrscheinlich wieder mehr den Briten zuwenden.
[...]
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/interv...airbus-101.html
 
Praetorian
Beitrag 15. Feb 2019, 18:10 | Beitrag #51
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Spanien ist offiziell als gleichberechtigter Partner (!) in das vormals deutsch-französische FCAS-Programm eingestiegen.

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Beitrag 15. Feb 2019, 18:59 | Beitrag #52
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In Spanien gibt's Gerüchte dass man statt F-35 etwa 40 Eurofighter kaufen möchte als Ersatz F-18. Das würde mit der Meldung oben passen, da dann gleiche Zeitrahmen wie die Partnernationen als Ersatz Eurofighter.
 
Dave76
Beitrag 17. Feb 2019, 13:20 | Beitrag #53
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ZITAT
Taking sides: Italian defense industry rep attacks Franco-German fighter deal

February 16, 2019
ROME — Plans by France and Germany to team up on a next-generation fighter are an affront to Italy and will weaken the European Union, according to the head of an Italian defense industry association.

In a strong attack on the Future Air Combat System, or FCAS, deal, Guido Crosetto told Defense News that Italy would seek closer ties with the U.K. as a consequence, despite the U.K.’s pending exit from the EU.
“The fighter deal between Germany and France leaves all others on the margins. And since the only other country with equal industrial capabilities is Italy, the deal is clearly against Italy,” he said.

“Have France and Germany tried to get Italy involved? It doesn’t look that way,” he added. “Additionally, if two European stakeholders strike deals together, how should the others react? This risks weakening the EU, while giving more justification to those trying to weaken the EU.”
Crosetto is the head of the Italian defense industry association AIAD.
[...]
https://www.defensenews.com/global/europe/2...n-fighter-deal/



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Merowinger
Beitrag 17. Feb 2019, 13:35 | Beitrag #54
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Klappern gehört zum Handwerk, aber gute Frage - eine für Europa einheitliche Entwicklung geht nicht wirklich ohne den UK, und auch nicht wirklich ohne das industriell starke Italien. Wie es ausschaut geht es ersteinmal darum wer Koch und Kellner ist, und danach kommen dann weitere Firmen an Bord. Die gerade vergifteten Beziehungen zwischen FR und IT helfen Italien nicht.

War ist aber auch: Die Rechnung für die italienische F-35 Montage geht offensichtlich nicht auf. Sogesehen hat Italien sich frühzeitig selbst für die "andere" Seite entschieden und nun das Nachsehen.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 17. Feb 2019, 14:10
 
400plus
Beitrag 17. Feb 2019, 13:41 | Beitrag #55
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"The fighter deal between Germany and France leaves all others on the margins."

Das wenige Tage nach Spaniens Beitritt als Partner in den Äther zu hauen ist- nun ja, sagen wir originell
 
xena
Beitrag 17. Feb 2019, 15:33 | Beitrag #56
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Wobei FCAS ja erst einmal den EF ersetzen soll und somit egal ist ob die Italiener F-35 beschaffen. Die derzeitige Regierung in Italien ist eh komisch und kann sich jeder Zeit wieder ändern. Es steht Italien frei sich zu beteiligen, so wie es Spanien jetzt auch machen will. Man muss nur fragen, ob man mitmachen darf. Es kann durchaus passieren, dass sich FCAS mit Tempest verbindet. Da die Briten kaum noch nennenswerte Luftfahrtindustrie haben ist fraglich ob sie ihr Tempest Programm tatsächlich gestemmt bekommen. Andererseits sind deren wichtigste Produktionsstätten im Airbus Konzern aufgegangen. Ich bin gespannt, ob sich am Ende nicht doch wieder alle Verdächtigen unter einem Hut wieder finden.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 17. Feb 2019, 15:41


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Beitrag 17. Feb 2019, 16:52 | Beitrag #57
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ZITAT(xena @ 17. Feb 2019, 15:33) *
Wobei FCAS ja erst einmal den EF ersetzen soll und somit egal ist ob die Italiener F-35 beschaffen. Die derzeitige Regierung in Italien ist eh komisch und kann sich jeder Zeit wieder ändern. Es steht Italien frei sich zu beteiligen, so wie es Spanien jetzt auch machen will. Man muss nur fragen, ob man mitmachen darf. Es kann durchaus passieren, dass sich FCAS mit Tempest verbindet. Da die Briten kaum noch nennenswerte Luftfahrtindustrie haben ist fraglich ob sie ihr Tempest Programm tatsächlich gestemmt bekommen. Andererseits sind deren wichtigste Produktionsstätten im Airbus Konzern aufgegangen. Ich bin gespannt, ob sich am Ende nicht doch wieder alle Verdächtigen unter einem Hut wieder finden.


Wenn man sich auf irgendwelche gemeinsame Systemanforderungen einigen kann. Anders als beim Tornado, der als Bomber geplant wurde und die Engländer erstmal einen Jäger draus machten :-)
 
xena
Beitrag 17. Feb 2019, 17:11 | Beitrag #58
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Deswegen wurde das Ding ja auch Mehrzweckkampfflugzeug genannt und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von über 2 Mach, was man als Jabo gar nicht wirklich brauchte. Im Falle von FCAS und Tempest haben wir aber andere Voraussetzungen.

Wenn ich mir so die Konzepte beider Aspiranten so anschaue, dann sind die sich recht ähnlich und beide bedienen gleiche Aufgaben. Beide integrieren das Schwarmkonzept. Die Briten wollen allerdings eine Drohne, die auch auf Trägern stationiert werden kann. Die Franzosen wollen einen Flieger, der klein genug ist, um auch auf Trägern stationiert werden zu können. Den Deutschen, Spaniern und Italienern dürfte beides egal sein, Hauptsache das Ding macht was es soll. Es sieht so aus, zumindest was man bisher an Modellen vorgestellt hat, dass die Größen von FCAS und Tempest nahe beianander liegen. Nun kann man verschiedene Drohnen entwickeln. Jedes Land kann ja seine spezielle Drohne beifügen, Die Deutschen spezielle CAS Drohnen, die Engländer spezielle trägertaugliche Drohnen usw. Und falls die Engländer in 30 Jahren ihre QE in ein CATOBAR umbauen sollten (nur so ein Gedankenspiel), haben sie auch gleich das passende Flugzeug und die Franzosen profitieren von der trägertauglichen Drohne, denn letztere können sowohl Engländer wie auch Franzosen gut brauchen. Da kann eigentlich jeder nur gewinnen.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 17. Feb 2019, 17:14


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Beitrag 28. Feb 2019, 19:52 | Beitrag #59
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ZITAT
An Update on the Future Combat Air Systems Program: February 2019
02/25/2019

https://sldinfo.com/2019/02/an-update-on-th...-february-2019/


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Edding321
Beitrag 4. Apr 2019, 09:44 | Beitrag #60
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Hier mal ein lesenswerter Artikel (leider hinter Bezahlschranke) zum EF als Tornadoersatz.

https://esut.de/2019/04/fachbeitraege/ruest...ado-nachfolger/

Auszug:

Fazit
An der grundlegenden Eignung des Eurofighters für die Nachfolge des Tornados besteht kaum ein Zweifel. Seine aerodynamische Leistungsfähigkeit sowie die Modernität und das Wachstumspotenzial seiner Ausrüstung lassen erwarten, dass er den mit den eingangs genannten Operationsformen verbundenen Anforderungen auch für die nächsten Jahrzehnte gerecht werden kann. Dazu ist es aber erforderlich, die Geschwindigkeit bei der Integration von Luft-Boden-Fähigkeiten deutlich zu erhöhen. Wenn man die bisherige Entwicklung zugrunde legt, dann wird es eine erhebliche Herausforderung darstellen, auch nur den Kern der Luft-Boden-Fähigkeiten (in etwa umrissen mit den Operationsformen CAS, AI und OCA) rechtzeitig zur Außerdienststellung des Tornados in robuster Form zur Verfügung zu stellen.

Die Abdeckung des gesamten bisher vom Tornado abgedeckten Spektrums erfordert noch umfangreichere und komplexere Anpassungs- und Weiterentwicklungsmaßnahmen. Einige von diesen sind mit erheblichen technischen, zeitlichen und finanziellen Risiken verbunden – besonders im Bereich SEAD und Nukleare Teilhabe. Zudem muss dies in einem Zeitraum geleistet werden, in dem auch andere Bereiche der Luftwaffe großen Modernisierungsbedarf haben und zugleich große Entwicklungsvorhaben erste Ansprüche an die Ressourcen stellen.

Daher wäre es durchaus sinnvoll, die Entwicklung von plattformunabhängigen Technologien und Fähigkeiten für neue Kampflugzeuge mit einer Art von Spiral Development für den Eurofighter zu verbinden. Auf diesem Wege könnte es gelingen, die Wirksamkeit des Eurofighters für den Rest seiner Lebensdauer relativ kostengünstig auf einem hohen Niveau zu halten und gleichzeitig das Entwicklungsrisiko und die Kosten für den Next-Generation Fighter besser zu beherrschen.

Der Beitrag wurde von Edding321 bearbeitet: 4. Apr 2019, 09:45
 
 
 

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