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> "Russia Today" - Nachrichten aus Russland, Ehemals "Die Wirtschaft Russlands"
Glorfindel
Beitrag 9. Aug 2022, 08:39 | Beitrag #4261
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ZITAT(Sparta @ 25. Jul 2022, 18:11) *
Die Yale-Uni hat sich mit der RU-Wirtschaft und die Auswirkungen der Sanktionen beschäftigt.

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ZITAT(400plus @ 26. Jul 2022, 21:48) *



ZITAT(400plus @ 28. Jul 2022, 12:41) *
Ein paar mehr Statistiken zum Vergleich Juni 2022 mit Juni 2021

Russische Produktion von
... Autos: -89%
...LKW: -40%
...Waschmaschinen: -58.4%
...Kühlschränke und Gefriertruhen: -52.3%

mehr im Twitter-Thread


ZITAT
Der 118-seitige Bericht will gleich mit mehreren Mythen aufräumen, die Moskau seit der Invasion Ende Februar streut.
- Mythos 1: Russland kann Gasexporte statt nach Europa nach Asien verkaufen. (...)
«Die Produktion des russischen Gaskonzerns Gazprom ist um 30 Prozent zurückgegangen, weil sie das Gas nicht mehr loswerden», sagt Studienautor Sonnenfeld. Denn mittlerweile kaufe Europa, das einst 43 Prozent seines Gases aus Russland bezog, dieses aus den USA, Norwegen, Australien und Aserbeidschan. (...)
- Mythos 2: Da Ă–l handelbarer ist als Gas, kann Putin mehr nach Asien verkaufen. (...)
Dass die monatlichen Einnahmen durch Ölexporte die russische Wirtschaft über Wasser hielten, sei ebenfalls falsch (...). Tatsächlich seien die Energieeinnahmen Russlands in den vergangenen drei Monaten sogar gesunken – was wenig erstaunt, bedenkt man, dass bisher 83 Prozent der russischen Energieexporte nach Europa gingen. (...)
- Mythos 3: Russland kompensiert die Verluste westlicher Unternehmen und Importe, indem es sie durch Importe aus Asien ersetzt.
(...) die Importe sind stark eingebrochen – und selbst aus dem befreundeten China führt Russland um die Hälfte weniger ein (...)
«Wenn man bedenkt, dass China siebenmal so viel in die Vereinigten Staaten exportiert wie nach Russland, scheint es, dass selbst chinesische Unternehmen mehr Angst haben, mit den US-Sanktionen in Konflikt zu geraten, als marginale Positionen auf dem russischen Markt zu verlieren, was die schwache wirtschaftliche Position Russlands gegenüber seinen globalen Handelspartnern widerspiegelt.»
- Mythos 4: Der russische Binnenkonsum ist weiterhin stark.
Im Vorjahresvergleich sanken die Umsätze im Einzelhandel und die Konsumausgaben um 15 bis 20 Prozent. (...)
- Mythos 5: Die Flucht von Unternehmen, Kapital und Wissen aus Russland wird ĂĽberbewertet. (...)
Der Wegzug von rund 1200 ausländischen Unternehmen zieht einen hohen Verlust von Arbeitsplätzen im Land nach sich. (...)
«Wenn wir aber nur von der russischen Zahl ausgehen und die indirekt verbundenen Arbeitsplätze anschauen, dann haben wir es mit etwa 40 Prozent der Arbeitskräfte in Russland zu tun, die aufgrund des Rückzuges der Unternehmen nicht mehr beschäftigt sind. (...)»
- Mythos 6: Putin erwirtschaftet dank der hohen Energiepreise einen HaushaltsĂĽberschuss.
(...) Nach Angaben des russischen Finanzministers wird Russland in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von zwei Prozent des BIP verzeichnen (...) «Putins rücksichtslose Ausgaben bringen die Finanzen des Kremls eindeutig unter Druck.»
- Mythos 7: Der Rubel ist in diesem Jahr die Währung mit der stärksten Performance weltweit.
Der Rubel ist wirklich so stark wie seit einem halben Jahrzehnt nicht mehr. Das liegt daran, dass der Rubel nicht mehr durch die Marktkräfte getrieben wird, sondern durch Massnahmen der Putin-Regierung und der russischen Zentralbank, die die Nachfrage nach der Währung künstlich hoch halten. (...) Die Stärke des Rubels in Verbindung mit den Anstrengungen der Regierung und der Banken, um die Auswirkungen der Sanktionen zu begrenzen, könnte das Leben der einfachen Russen noch mehr erschweren als die Sanktionen selbst.


https://www.20min.ch/story/wladimir-putin-l...en-468641682651


--------------------
"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
ramke
Beitrag 9. Aug 2022, 08:50 | Beitrag #4262
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Mir nichts bekannt. Wenn ich mir aber die Propaganda Filme aus NK ansehe, ist die Menschliche Welle mit Bajonettangriff sehr wörtlich zu nehmen.


--------------------
...die Grundausbildung bereitet auf den Krieg vor,
die Truppenküche auf die Gefangenschaft.
 
Phade
Beitrag 9. Aug 2022, 16:09 | Beitrag #4263
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Interview mit Nawalny-Vertrautem Wolow in der FAZ zur russischen Innenansicht. Die wichtigsten Aussagen.
ZITAT
Umfragen des Lewada-Zentrums zeigen aber, dass Putin durch den Krieg noch populärer geworden ist.
Diese Umfragen waren unprofessionell. Man kann die Leute doch nicht einfach fragen: „Bist du für den Krieg oder nicht“, wenn die wissen, dass die falsche Antwort sie ins Gefängnis bringen kann. Bei einer Telefonumfrage wissen die Leute nicht, wer mit ihnen spricht. Wir, also Nawalnyjs Antikorruptionsstiftung, machen auch Umfragen. Früher wollten etwa 20 Prozent der Leute sprechen, heute nur noch sechs bis sieben Prozent. Man kann allerdings durch indirekte Fragen die wirklichen Einstellungen sichtbar machen. Zum Beispiel fragen wir: Wenn der Staat mehr Geld hätte, wie sollte das ausgegeben werden? Wir stellen diese Frage an Menschen, denen die Propaganda ständig sagt: Es gibt einen Dritten Weltkrieg, Russland kämpft gegen die NATO. Und trotzdem wollen weniger als sieben Prozent mehr Militärausgaben. Wichtiger sind ihnen Gesundheit, Bildung, Renten, Straßen. Und selbst wenn man die Fragen von Umfrageinstituten zum Krieg für systematisch falsch hält, kann man eines an ihnen ablesen: Die Unterstützung für den Krieg geht jeden Monat zurück. Und an den Wehrämtern gibt es keine Warteschlangen.

[bzgl. "Z" und "V"]
Man kann in Moskau stundenlang spazieren gehen, und man sieht es nirgendwo, außer an öffentlichen Gebäuden. Putin hat keine Unterstützung. Die russische Präsidialkanzlei ist datensüchtig, die machen unglaublich viele Umfragen. Es gab zum Beispiel zuletzt Gerüchte über eine Mobilmachung. Sie brauchen das, denn sie haben in der Ukraine nicht mehr genug Soldaten. Trotzdem hat es bis heute keine Mobilmachung gegeben. Sie haben Umfragen gemacht, und sie haben gesehen, dass das extrem unpopulär wäre. [...]

Woran erkennen Sie die Stimmung der inneren Kreise? An solchen Dingen wie dem zeitweisen Verschwinden von Verteidigungsminister Schojgu?
Es gibt öffentliche Streitereien. Ramsan Kadyrow, Putins Statthalter in Tsche­tschenien, greift Putins Unterhändler Medinskij und Putins Sprecher Peskow an. Ein öffentlicher Skandal in ein und demselben Boot. Das hätte es vorher so nie gegeben. Konflikte wären von Putin gelöst worden. Jetzt ist er offenbar nicht mehr als Schiedsrichter anerkannt.

https://www.faz.net/aktuell/ukraine-konflik...73.html?premium (Paywall)
 
Phade
Beitrag 10. Aug 2022, 08:30 | Beitrag #4264
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ZITAT(Glorfindel @ 9. Aug 2022, 09:39) *
ZITAT
Der 118-seitige Bericht will gleich mit mehreren Mythen aufräumen, die Moskau seit der Invasion Ende Februar streut.
- Mythos 1: Russland kann Gasexporte statt nach Europa nach Asien verkaufen. (...)
«Die Produktion des russischen Gaskonzerns Gazprom ist um 30 Prozent zurückgegangen, weil sie das Gas nicht mehr loswerden», sagt Studienautor Sonnenfeld. Denn mittlerweile kaufe Europa, das einst 43 Prozent seines Gases aus Russland bezog, dieses aus den USA, Norwegen, Australien und Aserbeidschan. (...)
- Mythos 2: Da Ă–l handelbarer ist als Gas, kann Putin mehr nach Asien verkaufen. (...)
Dass die monatlichen Einnahmen durch Ölexporte die russische Wirtschaft über Wasser hielten, sei ebenfalls falsch (...). Tatsächlich seien die Energieeinnahmen Russlands in den vergangenen drei Monaten sogar gesunken – was wenig erstaunt, bedenkt man, dass bisher 83 Prozent der russischen Energieexporte nach Europa gingen. (...)
- Mythos 3: Russland kompensiert die Verluste westlicher Unternehmen und Importe, indem es sie durch Importe aus Asien ersetzt.
(...) die Importe sind stark eingebrochen – und selbst aus dem befreundeten China führt Russland um die Hälfte weniger ein (...)
«Wenn man bedenkt, dass China siebenmal so viel in die Vereinigten Staaten exportiert wie nach Russland, scheint es, dass selbst chinesische Unternehmen mehr Angst haben, mit den US-Sanktionen in Konflikt zu geraten, als marginale Positionen auf dem russischen Markt zu verlieren, was die schwache wirtschaftliche Position Russlands gegenüber seinen globalen Handelspartnern widerspiegelt.»
- Mythos 4: Der russische Binnenkonsum ist weiterhin stark.
Im Vorjahresvergleich sanken die Umsätze im Einzelhandel und die Konsumausgaben um 15 bis 20 Prozent. (...)
- Mythos 5: Die Flucht von Unternehmen, Kapital und Wissen aus Russland wird ĂĽberbewertet. (...)
Der Wegzug von rund 1200 ausländischen Unternehmen zieht einen hohen Verlust von Arbeitsplätzen im Land nach sich. (...)
«Wenn wir aber nur von der russischen Zahl ausgehen und die indirekt verbundenen Arbeitsplätze anschauen, dann haben wir es mit etwa 40 Prozent der Arbeitskräfte in Russland zu tun, die aufgrund des Rückzuges der Unternehmen nicht mehr beschäftigt sind. (...)»
- Mythos 6: Putin erwirtschaftet dank der hohen Energiepreise einen HaushaltsĂĽberschuss.
(...) Nach Angaben des russischen Finanzministers wird Russland in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von zwei Prozent des BIP verzeichnen (...) «Putins rücksichtslose Ausgaben bringen die Finanzen des Kremls eindeutig unter Druck.»
- Mythos 7: Der Rubel ist in diesem Jahr die Währung mit der stärksten Performance weltweit.
Der Rubel ist wirklich so stark wie seit einem halben Jahrzehnt nicht mehr. Das liegt daran, dass der Rubel nicht mehr durch die Marktkräfte getrieben wird, sondern durch Massnahmen der Putin-Regierung und der russischen Zentralbank, die die Nachfrage nach der Währung künstlich hoch halten. (...) Die Stärke des Rubels in Verbindung mit den Anstrengungen der Regierung und der Banken, um die Auswirkungen der Sanktionen zu begrenzen, könnte das Leben der einfachen Russen noch mehr erschweren als die Sanktionen selbst.


https://www.20min.ch/story/wladimir-putin-l...en-468641682651

Die FAZ mit der rhetorischen Frage, weshalb "Russland nicht zusammenbricht":
ZITAT
Reeder aus Griechenland und Malta verdienen sich eine goldene Nase am Transport russischen Ă–ls, dessen Export die EU unterbinden will. [...]

Dabei spielen Länder wie die Türkei eine Rolle: Sie gilt als eines der wichtigsten Drehkreuze für den Transport von Waren nach Russland. Und zwar auch von solchen Gütern, die eigentlich wegen der seit Ende Februar verhängten westlichen Sanktionen nicht mehr nach Russland gelangen sollten – wie Ersatzteile für Flugzeuge. Von den Sanktionen betroffen ist ebenso Technik, die in der Raum- oder Schifffahrt, in Ölraffinerien oder für die russische Rüstung eingesetzt werden kann. [...] Da Russland auch nicht auf jene Produkte verzichten will, deren Hersteller den russischen Markt verlassen, hat die Regierung Ende März den „parallelen Import“ offiziell erlaubt – die Einfuhr von Originalwaren auf Vertriebswegen, die vom Hersteller nicht genehmigt sind. Diese Importe werden häufig über die Türkei abgewickelt.

Allerdings:
ZITAT
Die Importe nach Russland sind trotz neuer Transportwege seit dem Überfall stark gesunken. Wie schwerwiegend der Rückgang genau ist, lässt sich schwer ermitteln, da Russland kaum noch Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat aber kürzlich ermittelt, die Exporte nach Russland seien seit Kriegsausbruch „signifikant” gefallen, insbesondere aus Ländern, die die Sanktionen mittragen: Demnach hätten die US-Ausfuhren im Mai um 85 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum gelegen; diejenigen aus der Eurozone um 45 Prozent. Aber sogar aus Ländern wie China, das keine Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt hat, wurden im Mai demnach 23 Prozent weniger Waren verkauft als im Vorjahresmonat.

Ein Name tauchte in türkischen Medien auf. Der von Bosch. [...] Bosch hat anders als viele andere Betriebe seine Russlandgeschäfte nicht völlig eingestellt. Heizkessel etwa würden weiter geliefert, sagte Bosch-Chef Stefan Hartung im April. Aktivitäten, die nicht von Sanktionen betroffen sind, will der Stiftungskonzern nicht einstellen, auch wenn die Geschäfte kaum ins Gewicht fallen.

Und dann noch etwas deutsche Beamtenmentalität
ZITAT
In Berlin teilte das Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) mit, zu möglichen Umgehungen der Sanktionen lägen „keine spezifischen Informationen vor“. Die Rechtslage sei aber eindeutig: „Sofern nach dem gegenüber Russland beschlossenen Sanktionsregime der unmittelbare oder mittelbare Export bestimmter Güter nach Russland verboten ist, dürfen diese Güter auch über Drittländer nicht nach Russland exportiert werden.“ Die Ermittlung und Verfolgung möglicher Verstöße gegen das Außenwirtschaftsrecht einschließlich der Embargovorschriften obliege den deutschen Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden. So überwache der Zoll die EU-Sanktionen, insbesondere bei der Ein- und Ausfuhr. Beteiligt sei auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Es wollte sich am Dienstag nicht weiter äußern.

„Hinweise auf Sanktionsverstöße nimmt die Bundesregierung sehr ernst“, versicherte eine Sprecherin des BMWK genannten Ministeriums. „Sofern das BMWK Kenntnis erhält von tatsächlichen Anhaltspunkten für Sanktionsverstöße, werden hierüber die zuständigen Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden informiert.“ Die EU, die Bundesregierung und ihre Partner – insbesondere in der Ländergruppe G 7 – stünden stets im Austausch mit Drittländern, „auch zu Fragen der Sanktionsumgehung“.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ukra...96.html?premium (Paywall)
 
xena
Beitrag 10. Aug 2022, 15:18 | Beitrag #4265
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Man glaubt es nicht, aber es gibt in den USA tatsächlich extrem linke Publikationen. Aus dem Jacobin mal ein interessanter Artikel eines russischen Soziologen.

Putin ist gescheitert


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Schon seit 20 Jahren: Waffen der Welt
 
Glorfindel
Beitrag 10. Aug 2022, 16:19 | Beitrag #4266
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Ja, interessanter Einblick.

Dass viele Russen durch die Politik Putins quasi gelähmt sind und ihnen alles gleich ist, habe ich schon von verschiedenen Leuten gehört. Viele sind nicht wirklich gegen den Krieg, unterstützen ihn aber auch nicht. Sie wissen, dass wenn sie die falsche Meinung haben, sie Probleme bekommen. Viele glauben zwar nicht der "freien Presse", aber sie glauben auch nicht der Regierungspropaganda.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
TheLibrarian
Beitrag 10. Aug 2022, 17:22 | Beitrag #4267
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Grenadier
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Die Menschen in Rußland sind so abgestumpft, weil sie seit Jahren nur noch von der Propaganda des Kremls umgeben sind. Wer wollte, konnte sich auch anderweitig informieren. Doch auch diese Möglichkeiten wurden nach und nach genommen.
Das European Journalism Observatory hat vor ein paar Tagen einen Artikel veröffentlicht, welcher sich mit der Pressefreiheit in Rußland beschäftigt. Interessant auch der Rückblick auf die Entwicklung seit 2014 und der unerbittlichen Beschneidung der unabhängigen Berichterstattung im Land bis zur Kriminalisierung von Medienschaffenden und Medienhäusern per Gesetz (Stichwort "ausländischer Agent").

Im Artikel wird eine Studie zitiert, wonach die Hauptinformationsquelle der Russen mit 62% immer noch das Fernsehen ist. Der Zugang zu Sozialen Medien oder das Internet wird immer weiter eingeschränkt, zuletzt wurden vor allem VPN-Anbieter gesperrt. Einzig über Telegram kann man sich noch unabhängig informieren, da die russische Regierung kaum Kontrolle auf den Dienst ausüben kann. Exilmedien existieren zwar auch, doch durch den Wegfall von Unterstützern aus Rußland sind diese finanziell arg gebeutelt und versuchen über Crowdfunding Mittel zu generieren.
 
Luzertof
Beitrag 10. Aug 2022, 18:23 | Beitrag #4268
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Es besteht doch gar kein Interesse an alternativer Medienkultur. Das zeigt doch das Verhalten vieler Russen in Deutschland, ob mit oder ohne deutschen Pass. Die Satellitenschüssel auf dem Hausdach oder am Balkon für RT ist das erste Möbelstück, welches einzieht.

Sein Schicksal wählt man eben selbst. Anstatt darüber zu Debattieren, was die Ursachen sind, muss überlegt werden, wie wir uns diese Propagandabhängigkeit zum Vorteil machen können.
 
SailorGN
Beitrag 14. Aug 2022, 12:53 | Beitrag #4269
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Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Ein russisches Notebook hat entgegen aller westlichen Sanktionen das Licht des russischen Marktes erblickt:

Sanktionen: Russland entwickelt Notebook mit zehn Jahre altem Prozessor und Smartphone-Grafik (standard)


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist.
 
Madner Kami
Beitrag 14. Aug 2022, 15:17 | Beitrag #4270
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Wird bestimmt so eine Erfolgsgeschichte wie das Yotaphone. Und kostet glatt mal das russische Äquivalent von 1.600€ rofl.gif

Der Beitrag wurde von Madner Kami bearbeitet: 14. Aug 2022, 15:17


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"If you get shot up by an A6M Reisen and your plane splits into pieces - does that mean it's divided by zero?" - xoxSAUERKRAUTxox
 
Oknos
Beitrag 14. Aug 2022, 16:37 | Beitrag #4271
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Das Notebook ist...wild
Wer sich mit dem Innenleben von den Dingern etwas auskennt, wird sich wundern, Das ist einzigartig auf dem Markt. In vielerei Hinsicht.

Teardown auf yt
 
Panzermeyer
Beitrag 14. Aug 2022, 16:57 | Beitrag #4272
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Das erinnert mich an so alte Experimentiercomputer aus den 80er und frühen 90er Jahren. VEB Robotron lässt grüßen.


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SLAP
Beitrag 14. Aug 2022, 16:59 | Beitrag #4273
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Ich bin irgendwie enttäuscht, dass da kein Raspberry Pi oder einer der vielen Imitationen drin steckt.


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Sparta
Beitrag 14. Aug 2022, 17:01 | Beitrag #4274
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ZITAT(SLAP @ 14. Aug 2022, 17:59) *
Ich bin irgendwie enttäuscht, dass da kein Raspberry Pi oder einer der vielen Imitationen drin steckt.



Das ist das tolle Teile fĂĽr der Presse, die Serienteile sind dann mit Pi


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Du kannst im Inet alles sein - ein Einhorn, Superman, Harry Potter etc - warum sich allerdings soviel entscheiden ein Arschloch zu sein entzieht sich meiner Kenntnis
 
SLAP
Beitrag 14. Aug 2022, 17:05 | Beitrag #4275
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Ein Ruspberry Pi.


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hanuta
Beitrag 14. Aug 2022, 19:08 | Beitrag #4276
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Bastelfreundlich, sonst beschweren sich doch alle immer dass man nichts mehr selber reparieren und austauschen kann tounge.gif
 
Oknos
Beitrag 14. Aug 2022, 19:36 | Beitrag #4277
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ZITAT(hanuta @ 14. Aug 2022, 20:08) *
Bastelfreundlich, sonst beschweren sich doch alle immer dass man nichts mehr selber reparieren und austauschen kann tounge.gif

Auch deswegen meinte ich, einzigartig. Das ist nicht per se negativ gemeint. Dafür sind Volumen und Akkulaufzeit eher so 2007. Dagegen spricht halt der Preis. Auf einem Selfmade/Modding Contest wäre das Ding ne Headline wert. So ist es halt....wild.
 
Xizor
Beitrag Heute, 06:57 | Beitrag #4278
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Putin hat eine Ansprache auf einer RĂĽstungsmesse nahe Moskau gehalten und dabei neue Kundenkreise fĂĽr RĂĽstungsexporte umworben.

ZITAT
However, the Kremlin leader, addressing an arms show outside Moscow, insisted Russian armaments were years ahead of the competition.

Russia cherishes its strong ties with Latin America, Asia and Africa, “and is ready to offer partners and allies the most modern types of weapons – from small arms to armoured vehicles and artillery, combat aircraft and unmanned aerial vehicles”, said Putin.

“Almost all of them have been used more than once in real combat operations,” he added.

He said Russia could offer new models and systems: “We are talking about high-precision weapons and robotics, about combat systems based on new physical principles. Many of them are years, or maybe decades ahead of their foreign counterparts, and in terms of tactical and technical characteristics they are significantly superior to them.”

https://www.aljazeera.com/news/2022/8/15/mo...d-weapons-putin

Realitätsverlust much?
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 16. August 2022 - 14:03