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> ISAF, Teil II rund um Afghanistan
Ironfawks
Beitrag 27. Dec 2011, 22:52 | Beitrag #2401
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LKW MULTI 2 (A3)

http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/...dFAJ4iLBI!/

Da blickt doch keiner mehr durch woh ist denn der Unterschied zwischen Multi 2 A3 bzw A4
 
PzBrig15
Beitrag 27. Dec 2011, 23:24 | Beitrag #2402
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Die Variante Multi 2 FSA ist ja noch leicht erklärbar und nachlesbar . Aber die Unterschiede zwischen Version A2/A3/A4 ist mir auch nicht bekannt. Hat da jemand was greifbares/lesbares ???
Anmerkung an die Mods: Wenn möglich in den Thread Radfahrzeuge 8x8 verschieben.Danke
 
Praetorian
Beitrag 27. Dec 2011, 23:31 | Beitrag #2403
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MULTI A3 und MULTI A4 sind "MULTI 2", d.h. die zweite Fahrzeuggeneration mit herstellerseitig fest verbauter geschützter Kabine (Fahrzeugschutzausstattung, FSA) und 36 t zulGG. Der A4 verfügt zusätzlich über einen Containergreifer zum Auf-/Absatteln von ISO-Containern (20') ohne Zusatzausrüstung.


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stillermitleser
Beitrag 30. Dec 2011, 13:15 | Beitrag #2404
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Vor einiger Zeit wurde ein US-Amerikanischer Soldat von den Aufständischen gefangen genommen. Von ihm hieß es später das er übergelaufen sei. Ich glaube sein Name war Bowe Bergdahl. Gibt es zu dem Fall neue Erkenntnisse? Ist er wirklich übergelaufen?


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ZITAT
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Malik
Beitrag 30. Dec 2011, 14:39 | Beitrag #2405
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Reports of joining the Taliban

Fox News reported that the Taliban and Afghanistan Intelligence indicated that Bergdahl was helping to train the Taliban in bomb making and infantry tactics. The Pentagon dismissed the reports as Taliban propaganda.

In December 2011, it was reported that Bergdahl tried to escape three months earlier but was recaptured after three days

Bowe Bergdahl Wiki


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stillermitleser
Beitrag 30. Dec 2011, 17:32 | Beitrag #2406
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Danke für den Tipp. Die Quellenangabe bei WIki verweist auf diesen Bericht:

U.S. Prisoner Bowe Bergdahl’s Failed Attempt to Escape From Taliban

ZITAT
According to one Taliban source close to senior Haqqani commanders, Bergdahl told them after his recapture that he had hoped to find villagers who might shelter him and help get word of his whereabouts to U.S. officials. The mountain tribes’ code of honor, Pashtunwali, requires them to protect and care for any stranger who seeks their assistance. But it was no use: civilians had abandoned the area long ago, squeezed out by the militants’ ever-growing presence and the unrelenting danger of Predator drone strikes. Bergdahl could find no one to help him.


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ZITAT
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stillermitleser
Beitrag 19. Jan 2012, 17:43 | Beitrag #2407
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Deutsche Truppen ziehen aus Afghanistan ab

ZITAT
Die Reduzierung wird nach den Worten de Maizières nicht als Abzug einer Einheit erfolgen, sondern im Rahmen des ohnehin anstehenden Kontingentwechsels. Die 100 Soldaten würden also nicht so abgezogen, „dass man sie sozusagen mit großen Bahnhof begrüßen könnte“.

Auch halte er es für „unangemessen“, irgendetwas zu zelebrieren, „um am Flughafen in Köln irgendwie dann aus reiner Symbolik Soldaten zu begrüßen. Das geben die Zahlen nicht her und dafür stehe ich nicht zur Verfügung.“


Für was steht er dann zu Verfügung?


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ZITAT
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Nite
Beitrag 19. Jan 2012, 17:51 | Beitrag #2408
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Wo er recht hat, hat er recht.
Warum soll man hier jetzt einen Aufriss machen weil 100 Stellen nicht nachbesetzt werden?

Mal abgesehen davon: als Ich aus dem Einsatz kam gab es für mich nach der Landung nur ein Ziel: Mietwagen empfangen und ab nach Hause. Wenn da irgendein Politiker oder jemand aus der höheren Führung gemeint hätte sich profilieren zu müssen und daher große Bambule zu veranstalten wäre vermutlich nicht nur mir ganz schnell der Geduldsfaden gerissen.


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Arrrrr!

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goschi
Beitrag 19. Jan 2012, 17:56 | Beitrag #2409
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Die meisten Soldaten mögen weder Paraden noch irgendwelche grosse Ansprachen noch anderes was dazu führt, dass man ewig rumstehen oder rumstelzen muss, komischerweise meinen viele wichtige Personen, dass Soldaten das mögen und legen dann speziell viel Wert darauf (O-Ton: "ich sehe die Freude und den Stolz in euren Gesichtern, dass ihr hier stehen dürft mit mir" hätte der die Gesichter richtig angguckt, hätte er gemerkt, dass den Soldaten kalt war und alle lieber in der Bar gesessen wären als im Regen zu stehen....)
also nicht sehr stiler Mitleser, wieso sollta man also wegen ein paar Heimkehrenden ein Geschiss machen, wenn sich im Grossen und Ganzen eh nichts ändert?


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ZITAT(Garst @ 28. Apr 2014, 19:28) *
faschistische Putinisten!

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Ironfawks
Beitrag 20. Jan 2012, 16:10 | Beitrag #2410
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Ein Heimkehren zu feiern halte ich für sehr unpassend ,dass könnte man vielleicht beim Abzug 2014 machen, wenn dann auch mind 4/5 der Truppe auch wirklich Abziehen und nicht wieder DA runter müssen.
Wenn man das jetzt machen würde währe das schon ziemlich komisch, zum einem ist die Mission in keinster Weise abgeschlossen, zum Anderen kann es ja gut sein das einige bis sehr viele von den 100 Mann durchaus noch 2 oder 3 mal zurückmüssen, nur vielleicht nicht mehr für 6-8 Monate sondern nur noch für 4 Monate oder so.
 
stillermitleser
Beitrag 20. Jan 2012, 17:06 | Beitrag #2411
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Frankreich stoppt Militäroperation in Afghanistan

ZITAT
Den Abzug des französischen Militärs aus Afghanistan hat Präsident Nicolas Sarkozy bereits im Sommer angekündigt. Nun wurden die Militäroperationen vorerst suspendiert – ein vorzeitiger Abzug ist nicht ausgeschlossen.

Nach dem Tod von vier französischen Soldaten in Afghanistan hat die französische Regierung alle unterstützenden Kampfeinsätze für die afghanische Armee vorerst eingestellt. Auch die Hilfe bei der Ausbildung sei ausgesetzt, teilte Präsident Nicolas Sarkozy am Freitag mit. Er schloss zudem einen vorzeitigen Abzug der französischen Armee nicht aus. Der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet reise „unverzüglich“ nach Afghanistan.

Bei einem Angriff auf die internationale Afghanistantruppe Isaf waren im Osten des Landes vier französische Soldaten getötet und 16 weitere verletzt worden. Sarkozy bestätigte, dass die Franzosen von einem afghanischen Soldaten erschossen wurden. Nach Angaben von Sicherheitskräften hatte ein Mann in der Uniform der afghanischen Armee im Distrikt Tagab der östlichen Provinz Kapisa das Feuer auf die Soldaten eröffnet.


Mögen die getöteten französischen Soldaten in Frieden ruhen und die Verwundeten wieder vollständig genesen.

Ich denke nicht das Frankreich seine Truppen frühzeitig abziehen wird. Das würde nur Verwirrung stiften. Unter den Bündnispartnern und auch innerhalb der ANA.


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ZITAT
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Hummingbird
Beitrag 20. Jan 2012, 18:54 | Beitrag #2412
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A Crisis of Trust and Cultural Incompatibility (PDF: 364 KB)
ZITAT
A Red Team Study of Mutual Perceptions of Afghan National Security Personnel and U.S. Soldiers in Understanding and Mitigating the phenomena of ANSF-Commited Fracticide-Murders

May 12, 2011



Man hört ja immer wieder von Anschlägen auf ISAF seitens der Verbündeten Afghanen. Das tatsächliche Ausmaß dieser Übergriffe ist alarmierend, wenn man mal die harten Zahlen präsentiert bekommt.

 
Nite
Beitrag 21. Jan 2012, 14:00 | Beitrag #2413
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ZITAT(stillermitleser @ 20. Jan 2012, 18:06) *
Frankreich stoppt Militäroperation in Afghanistan

ZITAT
Den Abzug des französischen Militärs aus Afghanistan hat Präsident Nicolas Sarkozy bereits im Sommer angekündigt. Nun wurden die Militäroperationen vorerst suspendiert – ein vorzeitiger Abzug ist nicht ausgeschlossen.

Nach dem Tod von vier französischen Soldaten in Afghanistan hat die französische Regierung alle unterstützenden Kampfeinsätze für die afghanische Armee vorerst eingestellt. Auch die Hilfe bei der Ausbildung sei ausgesetzt, teilte Präsident Nicolas Sarkozy am Freitag mit. Er schloss zudem einen vorzeitigen Abzug der französischen Armee nicht aus. Der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet reise „unverzüglich“ nach Afghanistan.

Bei einem Angriff auf die internationale Afghanistantruppe Isaf waren im Osten des Landes vier französische Soldaten getötet und 16 weitere verletzt worden. Sarkozy bestätigte, dass die Franzosen von einem afghanischen Soldaten erschossen wurden. Nach Angaben von Sicherheitskräften hatte ein Mann in der Uniform der afghanischen Armee im Distrikt Tagab der östlichen Provinz Kapisa das Feuer auf die Soldaten eröffnet.


Mögen die getöteten französischen Soldaten in Frieden ruhen und die Verwundeten wieder vollständig genesen.

Ich denke nicht das Frankreich seine Truppen frühzeitig abziehen wird. Das würde nur Verwirrung stiften. Unter den Bündnispartnern und auch innerhalb der ANA.

Die Überschrift ist mal wieder sehr unglücklich gewählt.
Faktisch hat Frankreich lediglich die Ausbildungsunterstützung für ANA eingestellt.

Womit die Taliban natürlich ihr Ziel erreicht haben. Hinsichtlich der Wahl zeigt die ganze Geschichte wieder einmal wie gezielt die Taliban wirklich vorgehen.


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400plus
Beitrag 21. Jan 2012, 14:58 | Beitrag #2414
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Bin mir nicht sicher, ob das hierher oder in den Afghanistan-Strang im anderen Unterforum gehört, aber ich stelle es einfach mal hier ein:
Der Spiegel mit einem Bericht über die amerikanischen Hubschrauber in Afghanistan, die nun doch etwas länger als geplant dort bleiben.

Der Beitrag wurde von Praetorian bearbeitet: 21. Jan 2012, 16:16
Bearbeitungsgrund: Verschoben.
 
Hummingbird
Beitrag 21. Jan 2012, 20:49 | Beitrag #2415
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Dazu sei gesagt das die Amerikaner für den Zeitraum des aktuellen deutschen ISAF Mandates zugesagt haben. Es ist also nicht so zu verstehen das die Hubschrauber Anfang 2013 abgezogen werden, sondern das man weitersehen wird, wenn das deutsche Mandat Anfang 2013 ausläuft, bzw. verlängert wird.

Der Beitrag wurde von Hummingbird bearbeitet: 21. Jan 2012, 20:56
 
PzBrig15
Beitrag 21. Jan 2012, 23:31 | Beitrag #2416
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Das ist erstmal für die deutschen Soldaten eine sehr gute Nachricht , weil man auf bewährtes Material und eingespieltes Equipment incl. Man-Power der US-Armee bauen kann. Dazu mal eine Frage : Wird das medizinische Personal unter den Ländern gemischt oder sind auch/ nur deutsche Sanitäter und Ärzte an Bord. Immerhin hat man bei der Erstversorgung unterschiedliche Auffassungen von Stabilisieren und/oder sofortigem Transport.

und als Schlusszitat : Da hat man auf der militärisch-politischen Ebene scheinbar viel Überzeugungsarbeit geleistet. Bin mal gespannt ob die fällige Entscheidung eines zukünftigen Marinehubschraubers eventuell auf ein amerikanisches Muster hinausläuft. Eine solche etwaiige Entscheidung hätte
sicherlich die amerikanische Entscheidung etwas verständlicher gemacht .
 
stillermitleser
Beitrag 22. Jan 2012, 10:35 | Beitrag #2417
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ZITAT(PzBrig15 @ 21. Jan 2012, 23:31) *
Da hat man auf der militärisch-politischen Ebene scheinbar viel Überzeugungsarbeit geleistet.

Oder einfach die Hosen runter gelassen und hinter den Kulissen offen und ehrlich gesagt das man es als eine der grössten Industrienationen diese Planeten nicht auf die Reihe bekommt

1. ein leichten militärischen Transporthubschrauber anständig zum funktionieren zu bringen.
2. das ganze Projekt ordentlich zu finanzieren.
3. diesen in ausreichender Stückzahl zu produzieren.
4. den besagten Hubscharuber auch aus eigener Kraft ins Einsatzgebiet zu schaffen.

Alles in allem. Mal wieder (oder besser: immer noch) ein Armutszeugnis für die Bundesrepublik Deutschland und deren Wehrindustrie, als eine der grössten Wirtschaftsnationen dieser Welt.

Ja ja, ich hör hier schon einige wieder mal nach Luft schnappen. Das kann man so nicht sagen. Das stimmt so nicht. Das sit völlig falsch. Du siehst dies nicht, Du siehst das nicht... Eure "Argumente" in aller Ehren. Aber jeder Zeuge Jehova vor meiner Haustür ist da glaubwürdiger.



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PzBrig15
Beitrag 22. Jan 2012, 11:32 | Beitrag #2418
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ZITAT(stillermitleser @ 22. Jan 2012, 10:35) *
ZITAT(PzBrig15 @ 21. Jan 2012, 23:31) *
Da hat man auf der militärisch-politischen Ebene scheinbar viel Überzeugungsarbeit geleistet.

Oder einfach die Hosen runter gelassen und hinter den Kulissen offen und ehrlich gesagt das man es als eine der grössten Industrienationen diese Planeten nicht auf die Reihe bekommt


Wenn ich alles glaube , aber nicht das man offen und ehrlich was sagt . Ab einer bestimmten Ebene wird nur der große Schein gewagt und sich gewunden wie es nur geht. Die Eitelkeit und der Hang zum Bescheißen sind die wahren Gründe für Uneffizienz und Misswirtschaft .......und das zu einem nicht unerheblichen Teil. Weder die Ingenieure noch die Arbeiter an den Maschinen können für das Desaster von NH90 über Tiger bis hin zum A 400M etwas für diese unsäglichen Abweichungen.
Das letztendlich die Amerikaner mit Ihren Medevac BlackHawks im Einsatzgebiet verbleiben ist ja gut. Hat es dann auch Auswirkungen auf die weitere Planungen wieviele NH90 und UHT Tiger ins Einsatzland gehen sollen
 
Janus
Beitrag 26. Jan 2012, 12:23 | Beitrag #2419
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Es verwundert mich, daß diese Neuigkeit hier keinen Niederschlag findet:

Hochrangige Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes BND, darunter ein von der Bundeswehr gestellter Offizier im Dienstgrad eines Oberst, sollen - als Mitarbeiter einer deutschen Entwicklungsorganisation getarnt und mit entsprechenden, gefälschten Dokumenten ausgestattet - an der pakistanisch-afghanischen Grenze spionieren, sind aber nach wenigen Tagen von der pakistanischen Fremdenpolizei Special Branch dabei ertappt worden. Sie wurden zunächst in Peschawar in "Polizeigewahrsam genommen", wie die pakistanischen Medien seit Tagen ausführlich und süffisant berichten. Nun gilt der BND in Pakistan seit dem sowjetisch-afghanischen Krieg der 80er-Jahre nicht als die "Crème de la crème" unter den westlichen Geheimdiensten. Deutsche Hilfsorganisationen dagegen sind effizient und engagiert.

Eine Tarnung deutscher Spione als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Pakistan ist nicht nur neu, sondern auch noch besonders dümmlich und folgenschwer. Während die ertappten BND-Angehörigen nach einem vermutlich kurzen "Erlebnis-Urlaub" in einem pakistanischen Polizeigewahrsam nach Deutschland ausgewiesen werden, ist dieser Vorfall für die Arbeit "echter" Entwicklungshelfer in seiner Konsequenz schädlich, im Einzelfall unter Umständen auch lebensgefährlich. Schon in der Vergangenheit mussten sich vor allem US-Hilfsorganisationen gegen den Vorwurf der Spionage für die CIA verteidigen. Nun gilt dies - dank bodenloser Dummheit des BND - auch für deutsche Helfer. Islamistische Extremisten in Pakistan fackeln nicht lange, wenn sich ihnen eine Gelegenheit - wie die jetzige - bietet, westliche Entwicklungshelfer als Spione und Saboteure zu "entlarven" und mit Entführung und Tod zu bestrafen.

Eine Tarnung deutscher Spione als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation hat schwerwiegende Folgen - vor allem für andere.
Mitarbeiter einer christlichen, deutschen Hilfsorganisation im südlichen Pakistan haben daher leider erklärt, sie müssten aus Sicherheitsgründen ihre Arbeit für Flutopfer zunächst einstellen. Tausende Opfer der Jahrhundertflut vom vorvergangenen Jahr, ( z.B. im nordpakistanischen Swat-Tal) noch immer obdachlos, vertrieben aus ihren zerstörten Dörfern, sind also ein weiteres Opfer des BND.

Das neue Jahr startet gar nicht gut für NATO, Bundeswehr und die deutsche Wiederaufbauhilfe in Afghanistan:
Dreißig westliche Soldaten sterben schon in den ersten 14 Januar-Tagen, ein neuer "Rekord" am Hindukusch. US-Marines urinieren lachend auf "frisch erlegte" afghanische Aufständische. Der Gouverneur von Texas, republikanischer Präsidenten-Kandidat, spielt dieses Verbrechen gegenüber der amerikanischen Presse zu einer "kindlichen Dummheit" herunter. Britische Elitesoldaten werden wegen sexuellen Missbrauchs neunjähriger afghanischer Kinder angeklagt.

Im Jahresbericht der katholischen Militärseeelsorge der Bundeswehr wird gemeldet: "Unsere Militärpfarrer stellen fest, dass die Soldaten in Afghanistan zunehmend verrohen". Der Wehrbeauftragte beklagt in seinem Bericht auch eine deutliche Zunahme der Verunsicherung und Unzufriedenheit und eine extrem hohe Scheidungsrate der Soldaten.

Heute stimmt der Bundestag erneut über eine "Verlängerung" des Bundeswehrmandats in Afghanistan ab.
Es wäre angebracht, er würde stattdessen über eine "Verbesserung" des Gesamt-Konzeptes befinden.
 
mr.trigger
Beitrag 26. Jan 2012, 13:07 | Beitrag #2420
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http://www.whq-forum.de/invisionboard/inde...showtopic=29750 wink.gif


--------------------
There was a young man from Moldavia
Who couldn’t believe in the savior
So he erected instead, with himself at the head
The religion of decorous behavior

 
Sgt. Sanderson
Beitrag 26. Jan 2012, 13:38 | Beitrag #2421
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ZITAT(stillermitleser @ 22. Jan 2012, 10:35) *
ZITAT(PzBrig15 @ 21. Jan 2012, 23:31) *
Da hat man auf der militärisch-politischen Ebene scheinbar viel Überzeugungsarbeit geleistet.

Oder einfach die Hosen runter gelassen und hinter den Kulissen offen und ehrlich gesagt das man es als eine der grössten Industrienationen diese Planeten nicht auf die Reihe bekommt



4. den besagten Hubscharuber auch aus eigener Kraft ins Einsatzgebiet zu schaffen.




FETT

Kannst Du mir das mal genauer erläutern?


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"Soldaten sind cool und Kinder sind süß, da war es für mich nur logisch das zu kombinieren. Aber seit ich Kony 2012 kenne hat das Ganze irgenwie ein.... Geschmäckle."

Das Sozialverhalten der meisten Mitmenschen ähnelt immer mehr einem intensiven Betteln um Schläge!
 
Nite
Beitrag 26. Jan 2012, 13:58 | Beitrag #2422
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ZITAT(Janus @ 26. Jan 2012, 13:23) *
Es verwundert mich, daß diese Neuigkeit hier keinen Niederschlag findet:

Hochrangige Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes BND, darunter ein von der Bundeswehr gestellter Offizier im Dienstgrad eines Oberst, sollen - als Mitarbeiter einer deutschen Entwicklungsorganisation getarnt und mit entsprechenden, gefälschten Dokumenten ausgestattet - an der pakistanisch-afghanischen Grenze spionieren, sind aber nach wenigen Tagen von der pakistanischen Fremdenpolizei Special Branch dabei ertappt worden. Sie wurden zunächst in Peschawar in "Polizeigewahrsam genommen", wie die pakistanischen Medien seit Tagen ausführlich und süffisant berichten. Nun gilt der BND in Pakistan seit dem sowjetisch-afghanischen Krieg der 80er-Jahre nicht als die "Crème de la crème" unter den westlichen Geheimdiensten. Deutsche Hilfsorganisationen dagegen sind effizient und engagiert.

Eine Tarnung deutscher Spione als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Pakistan ist nicht nur neu, sondern auch noch besonders dümmlich und folgenschwer. Während die ertappten BND-Angehörigen nach einem vermutlich kurzen "Erlebnis-Urlaub" in einem pakistanischen Polizeigewahrsam nach Deutschland ausgewiesen werden, ist dieser Vorfall für die Arbeit "echter" Entwicklungshelfer in seiner Konsequenz schädlich, im Einzelfall unter Umständen auch lebensgefährlich. Schon in der Vergangenheit mussten sich vor allem US-Hilfsorganisationen gegen den Vorwurf der Spionage für die CIA verteidigen. Nun gilt dies - dank bodenloser Dummheit des BND - auch für deutsche Helfer. Islamistische Extremisten in Pakistan fackeln nicht lange, wenn sich ihnen eine Gelegenheit - wie die jetzige - bietet, westliche Entwicklungshelfer als Spione und Saboteure zu "entlarven" und mit Entführung und Tod zu bestrafen.

Eine Tarnung deutscher Spione als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation hat schwerwiegende Folgen - vor allem für andere.
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Gibt es dazu auch Quellen oder ist das Hörensagen?
Die Pressemeldungen weichen doch in einigen grundlegenden Details von deinen Behauptungen ab.
Antwort gerne im passenden Topic.


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Janus
Beitrag 27. Jan 2012, 00:39 | Beitrag #2423
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In rund 30 Jahren "im Dienste Deutschlands" hat man doch viele Kontakte aufgebaut die einen mit Informationen aus erster Hand versorgen die absolut glaubwürdig sind und man ist nicht auf Hörensagen oder auf propagandistische Pressemitteilungen angewiesen.

Solche Kontakte bestehen auch in/zu AFG. Unter anderem versorgt mich auch Hr. Erös, ein guter Bekannter und Nachbar, mit den neuesten Infos zur Lage, sowohl der militärischen als auch der humanitären und ich denke, er dürfte auch für euch glaubwürdig sein.
Für mich ist er es auf jeden Fall.
 
Freestyler
Beitrag 27. Jan 2012, 01:34 | Beitrag #2424
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Nachdem ich Herrn Erös mal live auf einem Vortrag erlebt habe, hat er leider einiges an Seriösität eingebüst hmpf.gif Hat eigentlich jemand schonmal eines seiner unzähligen Hilfsprojekte besucht, eventuell sogar ohne seine Begleitung? Ich kenne bisher nur Berichte, die auf seinen Aussagen beruhen... Zum Rest:

ZITAT(Janus @ 26. Jan 2012, 12:23) *
Hochrangige Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes BND, darunter ein von der Bundeswehr gestellter Offizier im Dienstgrad eines Oberst, sollen - als Mitarbeiter einer deutschen Entwicklungsorganisation getarnt und mit entsprechenden, gefälschten Dokumenten ausgestattet - an der pakistanisch-afghanischen Grenze spionieren, sind aber nach wenigen Tagen von der pakistanischen Fremdenpolizei Special Branch dabei ertappt worden. Sie wurden zunächst in Peschawar in "Polizeigewahrsam genommen", wie die pakistanischen Medien seit Tagen ausführlich und süffisant berichten. Nun gilt der BND in Pakistan seit dem sowjetisch-afghanischen Krieg der 80er-Jahre nicht als die "Crème de la crème" unter den westlichen Geheimdiensten. Deutsche Hilfsorganisationen dagegen sind effizient und engagiert.

Abgesehen von den diversen Militärgeheimdiensten sind mir aus Pakistan nur die Federal Investigation Agency und das Intelligence Bureau bekannt, von einer Special Branch im Sinne der Commonwealth-Bezeichnung ist mir nichts bekannt. Zur Effizienz deutscher Hilfsorganisationenen: lol.gif Ich empfehle dazu mal Die Mitleidsindustrie und das entsprechende Kapitel aus Unter Beschuss.
Schonmal darüber nachgedacht, dass die pakistanische Regierung ein dringendes Bedürfnis hat, von ihren Problemen abzulenken? Da kommt so ein Vorfall gerade recht. Gut zu erkennen auch daran, dass über die Hinrichtung eines Dutzend pakistanischer Soldaten durch pakistanische Taliban geschwiegen wurde, während Fälle unter ausländischer Beteiligung wie dieses Beispiel oder der Beschuss pakistanischen Grenzgebiets ausführliche Beachtung findet. Nach Informationen in der Presse war diese deutsche "Vertretung" den Pakistanis bekannt, man hat sie gewähren lassen (u.U. sogar mit halb-offizieller Erlaubnis) und auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um das ausschlachten zu können.

ZITAT
Eine Tarnung deutscher Spione als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Pakistan ist nicht nur neu, sondern auch noch besonders dümmlich und folgenschwer. Während die ertappten BND-Angehörigen nach einem vermutlich kurzen "Erlebnis-Urlaub" in einem pakistanischen Polizeigewahrsam nach Deutschland ausgewiesen werden, ist dieser Vorfall für die Arbeit "echter" Entwicklungshelfer in seiner Konsequenz schädlich, im Einzelfall unter Umständen auch lebensgefährlich. Schon in der Vergangenheit mussten sich vor allem US-Hilfsorganisationen gegen den Vorwurf der Spionage für die CIA verteidigen. Nun gilt dies - dank bodenloser Dummheit des BND - auch für deutsche Helfer. Islamistische Extremisten in Pakistan fackeln nicht lange, wenn sich ihnen eine Gelegenheit - wie die jetzige - bietet, westliche Entwicklungshelfer als Spione und Saboteure zu "entlarven" und mit Entführung und Tod zu bestrafen.
Eine Tarnung deutscher Spione als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation hat schwerwiegende Folgen - vor allem für andere.
Mitarbeiter einer christlichen, deutschen Hilfsorganisation im südlichen Pakistan haben daher leider erklärt, sie müssten aus Sicherheitsgründen ihre Arbeit für Flutopfer zunächst einstellen. Tausende Opfer der Jahrhundertflut vom vorvergangenen Jahr, ( z.B. im nordpakistanischen Swat-Tal) noch immer obdachlos, vertrieben aus ihren zerstörten Dörfern, sind also ein weiteres Opfer des BND.

Mir kommen die Tränen rolleyes.gif Den Terrorgruppen ist vollkommen gleichgültig ob es sich um Entwicklungshelfer, Journalisten oder Spione handelt. Wenn eine betont (!) christliche Hilfsorganisation meint in Pakistan helfen und missionieren zu müssen, dann sind sie so oder so Anschlagsziel. Einen ähnlichen Fall gab es IIRC mal mit einer südkoreanischen Organisation im Irak.

Mal ernsthaft: Beim nächsten internationalen Zwischenfall jammern dann wieder die üblichen Verdächtigen warum man denn keine eigenen (unabhängigen) Quellen vor Ort hätte und stattdessen auf die Informationen von Verbündeten angewiesen wäre rolleyes.gif

Der Beitrag wurde von Freestyler bearbeitet: 27. Jan 2012, 01:35


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ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
mr.trigger
Beitrag 27. Jan 2012, 01:46 | Beitrag #2425
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ZITAT(Freestyler @ 27. Jan 2012, 01:34) *
Einen ähnlichen Fall gab es IIRC mal mit einer südkoreanischen Organisation im Irak.

Es gab einen Vorfall mit 20(?) südkoreanischen Missionaren Mitte '07 in Afgahnistan. Haben sogar die meisten überlebt wenn ich mich recht erinnere.


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There was a young man from Moldavia
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Hummingbird
Beitrag 27. Jan 2012, 18:39 | Beitrag #2426
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ZITAT(Freestyler @ 27. Jan 2012, 01:34) *
Mir kommen die Tränen rolleyes.gif
Diese Hilfsorganisationen sind existenziell davon abhängig das ihre Arbeit weitestgehend akzeptiert wird. Solche Spionagestorys stören diese Akzeptanz. Mir kommen da die Tränen wenn ich solche ignoranten Kommentare lese. rolleyes.gif
 
jooogii
Beitrag 28. Jan 2012, 18:16 | Beitrag #2427
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Tagesthemen vom 26.01.2012: Afghanistan: Film und Realität
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt3672.html

Krimiserie soll Image der afghanischen Polizei aufpolieren
 
muckensen
Beitrag 29. Jan 2012, 01:32 | Beitrag #2428
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ZITAT(Nite @ 21. Jan 2012, 14:00) *
Faktisch hat Frankreich lediglich die Ausbildungsunterstützung für ANA eingestellt.

Womit die Taliban natürlich ihr Ziel erreicht haben. Hinsichtlich der Wahl zeigt die ganze Geschichte wieder einmal wie gezielt die Taliban wirklich vorgehen.
Tatsache ist, dass es genug Vorfälle gab bei denen ANSF-Personal im Streit o.ä. die Waffe gegen ISAF-Kräfte richtete und die Taliban wohl nicht die Hand im Spiel hatten. 2009 tötete ein ANA-Soldat Mentoren, nachdem die sich über seinen Drogenkonsum beschwert hatten, ein Jahr später kamen in einer ähnlichen Situation vier Marines ums Leben, die einen Polizeioffizier wegen dessen Lustknaben veräppelt hatten. Selbst von unseren Mentoren im angeblich sehr fortschrittlichen ANA-Bereich Nord hört man da ja Haarsträubendes, ich hab mal mit einem Raketenmann gesprochen (FlaRak stellte letztes oder vorletztes Jahr eine OMLT-Einheit), der seinen Schützlingen so sehr "vertraute" dass er bildlich gesprochen nur mit der geladenen Wumme unterm Kopfkissen schlafen wollte.
Dass es im Krieg Verluste gibt und man sich in Europa dabei sehr unwohl fühlt, ist klar, aber solche Vorfälle muss man m.E.n. wirklich nicht tolerieren.
Die Frage ist, inwieweit die ANA-Führung beziehungsweise Kabul dafür zu verantwortlich machen ist, und nicht auch die Politik der Koalition. Solche Situationen entstehen halt, wenn man jeden Depp einstellt, nur, um die Quote zu erfüllen und den Transition-Prozess nicht zu verzögern.
 
PzBrig15
Beitrag 29. Jan 2012, 11:50 | Beitrag #2429
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Man wird nie zu vollen 100% Ihre Mentalität und Denkweise nachvollziehen können . Das sind andere Gesellschaften mit anderen historischen und religiösen Hintergründen . Das ist seit tausenden von Jahren und wird sicherlich nicht mit der Denkweise und dem Vorgehen der westlichen Welt sich zu 100% ändern lassen . Ein Restrisiko wird immer bleiben. Das man diese tragischen Verluste natürlich medienwirksam vermarktet und auch politisch nutzt ist ebenso klar wie es in unserer Welt auch immer ein Restrisiko geben wird.So tragisch das ist . In U-Bahnen , bei getrennt lebenden Elternteilen und auf Autobahnen / Bundesstraßen wo nach einer geheimen Statistik viele Unfälle auf Suizidfälle zurückzuführen sind. In die Köpfe der Menschen kann man nicht hineingucken .
 
ElDuderino
Beitrag 31. Jan 2012, 16:44 | Beitrag #2430
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ZITAT(PzBrig15 @ 29. Jan 2012, 11:50) *
Man wird nie zu vollen 100% Ihre Mentalität und Denkweise nachvollziehen können . Das sind andere Gesellschaften mit anderen historischen und religiösen Hintergründen . Das ist seit tausenden von Jahren und wird sicherlich nicht mit der Denkweise und dem Vorgehen der westlichen Welt sich zu 100% ändern lassen . Ein Restrisiko wird immer bleiben. Das man diese tragischen Verluste natürlich medienwirksam vermarktet und auch politisch nutzt ist ebenso klar wie es in unserer Welt auch immer ein Restrisiko geben wird.So tragisch das ist . In U-Bahnen , bei getrennt lebenden Elternteilen und auf Autobahnen / Bundesstraßen wo nach einer geheimen Statistik viele Unfälle auf Suizidfälle zurückzuführen sind. In die Köpfe der Menschen kann man nicht hineingucken .



Ach das ist doch Gefasel mit der "anderen Denkweise und anderen Kultur". Die Denkweisen der meisten Afghanen sind für jeden, der ein wenig Menschenkenntnis, Geschichtskenntnis und Kenntnis der Situation der Afghanen besitzt, durchaus auch aus westlicher Perspektive wunderbar nachvollziehbar. Erfordert freilich ein wenig Intelligenz und Einfühlungsvermögen.


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"Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben" (Arthur Schopenhauer)
 
 
 

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