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Havoc
Ich versuche schon seit einiger Zeit mir ein Bild über Nordkorea zu verschaffen und habe beim durchstöbern des Internets festgestellt dass hier wenig brauchbares Material gibt.
Daher habe ich die Idee hier einen Sammelthreat auf zu machen, in dem alles zum Thema Nordkorea gepackt wird (Bilder, Analysen, Daten zu Waffen, politische Entwicklung, wirtschafliche Entwicklung, Mögliche Kriegsszenarien- die soweit wie möglich auf Fakten basieren sollten). Um den Umfang einzuschränken schlage ich vor auf den Koreakrieg 1950-1953 zu verzichten, da dieser recht gut dokumentiert ist.

Bild: http://img429.imageshack.us/img429/8644/7b2fca21c26e3b42a19a6fd920577ecaaa7diw6.gif (Bild automatisch entfernt)

ZITAT
Erklärung des Außenministeriums der KDVR vom 3. Oktober 2006

Infolge der immer zunehmenden Drohungen der USA mit einem Nuklearkrieg und ihrer verruchtsten Machenschaften für Sanktionen und Druck werden heute auf der koreanischen Halbinsel die höchsten Interessen und die Sicherheit unseres Staates ernsthaft beeinträchtigt, und es entsteht eine harte Lage, in der es um Existenz oder Untergang unserer Nation geht.

In der letzten Zeit gaben die USA durch die Annahme einer räuberischen „Resolution“ des UNO-Sicherheitsrates tatsächlich eine „Kriegserklärung“ gegen uns ab und inszenieren im Anschluss daran auf der koreanischen Halbinsel und in deren Umgebung noch tobender ihre Militärmanöver und Aufstockung militärischer Streitkräfte.

Gleichzeitig versuchen die USA verzweifelt, mit ihrem Wahnsinn, durch ökonomische Isolierung und Strangulierung unseres Landes die von unserem Volk gewählte sozialistische Ordnung zu zerstören, mit allerlei niederträchtigen Mitteln und Methoden ihre Sanktionen und Blockade gegen uns zu internationalisieren.

Gegenwärtig ging die Bush-Administration soweit, dass sie uns ein Ultimatum im Sinne stellten, uns zu züchtigen, falls wir in von ihr festgesetzter Frist nicht in die Knie gehen.

Die Machenschaften der USA zur Isolierung und Strangulierung unserer Republik gehen über die äußerste Grenze hinaus, was die übelste Lage nach sich zieht. In all dieser Situation können wir über die Entwicklung der Lage nicht mehr hinwegsehen.

Wir erklärten schon, dass wir angesichts der verruchten feindseligen Handlungen der Bush-Administration alle notwendigen Gegenmaßnahmen zur Verteidigung der Souveränität des Landes und der Würde der Nation treffen werden.

Das Außenministerium der KDVR erklärt im Auftrag in Bezug darauf, dass wir eine neue Maßnahme zur Stärkung unserer den Krieg hemmenden Abschreckungskraft für die Selbstverteidigung einleiten, ernsthaft wie folgt:

Erstens wird im wissenschaftlichen Forschungsbereich der KDVR in absehbarer Zeit ein Atomtest mit absoluter Sicherheitsgarantie durchgeführt.

Unter der Bedingung, dass die gegenwärtige USA-Administration das KDVR-USA-Rahmenabkommen über Bord warf und unsere Souveränität und unser Existenzrecht ernsthaft bedrohte, traten wir unabwendbar aus dem Atomwaffensperrvertrag aus.

Gemäß der Eskalation der Drohungen der USA mit einem Atomkrieg und ihrer Machenschaften für Sanktionen gegen uns und für Druck auf uns erklärten wir offiziell, dass wir im Laufe der transparenten Gegenmaßregeln und gesetzmäßig moderne Atomwaffen herstellten.

Die Verkündung des Nuklearwaffenbesitzes setzt den Atomtest voraus.

Die extremen Drohungen der USA mit einem Nuklearkrieg und ihre Machenschaften für Sanktionen gegen uns und Druck auf uns nötigten uns dazu, einen Atomtest, ein unabdingbares Erfordernis des Prozesses der Bereitstellung einer den Atomkrieg verhindernden Abschreckungskraft, als dementsprechende sich verteidigende Gegenmaßnahme in die Wege zu leiten.

Zweitens wird die KDVR niemals als Erste Nuklearwaffen anwenden und sich erlauben, mit Atomwaffen zu drohen und Atomwaffen zu übertragen.

Wenn es keine eigene zuverlässige einen Krieg verhindernde Abschreckungskraft gibt, wird das eigene Volk bedauerlich geopfert und die Souveränität des Staates erbarmungslos erdrosselt. Das ist eine bittere Lehre aus blutigen Tragödien überall in der Welt, wo das Wolfsgesetz wirkt.

Unsere Atomwaffen werden als zuverlässige, den Krieg verhindernde Abschreckungskraft bleiben, die bezweckt, von A. bis Z. vor aggressiven Drohungen der USA die höchsten Interessen unseres Staates und die Sicherheit unserer Nation zu schützen, auf der koreanischen Halbinsel den Ausbruch eines neuen Krieges zu verhindern und den Frieden und die Stabilität zu verteidigen.

Wir werden immer als ein verantwortlicher Atomwaffenstaat unsere Pflicht gegenüber der internationalen Gesellschaft im Bereich für Atomwaffensperre aufrichtig erfüllen.

Drittens wird sich die KDVR in jeder Weise dafür anstrengen, die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu realisieren und weltweite atomare Abrüstung und die entgültige Abschaffung der Nuklearwaffen zu beschleunigen.

Über ein Halbjahrhundert lang waren wir direkt atomaren Drohungen und Erpressungen der USA ausgesetzt. Daher schlugen wir als Erste die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel vor und unternahmen maximale Anstrengungen für deren Realisierung.

Doch traten die USA systematisch all unsere Großzügigkeit und Aufrichtigkeit mit Füßen und missbrauchten das Ideal unserer Entnuklearisierung für Isolierung und Strangulierung der von unserem Volk gewählten Idee und Ordnung.

Unser Endziel besteht nicht in der „Denuklearisierung“, die unsere einseitige Entwaffnung auf der koreanischen Halbinsel führt, sondern in der Entnuklearisierung, die darauf gezielt ist, feindselige Beziehungen zwischen der KDVR und den USA zu liquidieren und auf der koreanischen Halbinsel und in deren Umgebung den Herd aller atomaren Bedrohungen zu beseitigen.

Durch Dialoge und Verhandlungen die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu realisieren – das ist unser unveränderlicher und prinzipienfester Standpunkt.

Wir werden allerlei Herausforderungen und Schwierigkeiten mutig überwinden und aktive Anstrengungen dafür unternehmen, in unserer Weise die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu realisieren.

Den 3. Oktober 2006
Pyongyang


Quelle: Nordkorea-info.de

Für den Anfang hier ein Link zur Website der US- Regierung North Korea
und eine offizielle Website der DPR Korea
Havoc
ZITAT
North Korea Leader Stages Military Reshuffle To Bolster Power

by Staff Writers
Seoul (AFP) May 21, 2007
North Korean leader Kim Jong-Il has reshuffled the National Defence Commission which he heads to strengthen his grip on power in the communist state, news reports and analysts said Monday. The reshuffle increases the number of full-time senior staff at the commission which has become the North's most powerful body under Kim's "army-first" policy, Seoul's Yonhap news agency and newspapers said.

General Ri Myong-Su, formerly armed forces operations director, was recently named to serve exclusively as a standing member of the commission, Yonhap said quoting an unnamed source.

It followed the April appointment of Vice Marshal Kim Yong-Chun as full-time vice chairman of the commission after he quit as military chief of staff, it said.

The military top brass of the nuclear-armed nation had previously usually assumed dual posts, both at the commission and with the armed forces.

The National Intelligence Service, Seoul's main spy agency, refused to confirm the news reports. "We are still checking it," a spokesman told AFP.

Local media said the reshuffle heralds a further strengthening of the already powerful National Defence Commission (NDC).

"The NDC seems to have become, at least externally, the North's highest decision-making body as a number of top military officials have recently been appointed to permanent posts of the defence commission," the source told Yonhap.

"We believe the NDC may become an actual (properly structured) organisation in the near future with hundreds of resident staff like the other top decision-making bodies" such as the ruling Workers' Party, the official added.

Nam Sung-Wook, a North Korea expert at Korea University, said the reshuffle was part of Kim's long-standing policy of checks and balances.

"Kim has regularly conducted military reshuffles to foil any possible challenge from the military and thus further tighten his grip on power," Nam told AFP. "He never tolerates a powerful number two."

The latest reshuffle also affected some key army posts, Yonhap said.

General Kim Myong-Kuk has replaced Ri as military operations director and Lieutenant General Chung Tae-Keun was newly named as deputy propaganda chief at the military's political bureau, it said.

The National Defence Commission, led by Kim Jong-Il since 1998, reportedly has full power to name key generals, mobilise troops and even declare a state of war or emergency.

Kim has built up his power base within the all-powerful 1.1 million-strong military by pushing a Songun (army-first) policy, which prioritises the welfare of troops over civilians.

Source: Agence France-Presse


Kim Jong-Il hat die Nationale Verteidigungskommision die er vorsitzt neu struckturiert. Diese Maßnahme soll nach Einschätzung Nam Sung-Wook - Nord Korea - Experte an der Korea Universität mögliche Veränderungen innerhalb der Armeeführung verhindern und diese enger an ihn binden.
Palatin
Ein merkwürdiger wie schauderlicher Aspekt- Entführung von Japanern. (und Bürgern anderer Staaten?) durch Nordkorea:
http://www.youtube.com/watch?v=9LgUuRNIqxI
Holzkopp
Von Kim Jong Il ist bekannt, dass er einen südkoreanischen Spielfilmregisseur entführen liess, damit der ihm Filme dreht. Vielleicht finde ich noch irgendeine Seite darüber, passt aber auch dazu.
Palatin
Auf youtube gibt es auch eine Reportage über Nordkorea:
Teil1 : http://www.youtube.com/watch?v=ScNMPliM9a8
2: http://www.youtube.com/watch?v=k7Qe58TS37U
3: http://www.youtube.com/watch?v=lLrqgUE44mQ
4: http://www.youtube.com/watch?v=Bmd6Ex8wQUQ
5: http://www.youtube.com/watch?v=1cFaFNBrkQo

Bleibt nur eine Frage: was für ein Modell ist Honeckers Pistole? (Teil 4 bei etwa 2 Minuten)
Holzkopp
ZITAT(Palatin @ 22. Aug 2007, 15:50) [snapback]895604[/snapback]
Bleibt nur eine Frage: was für ein Modell ist Honeckers Pistole? (Teil 4 bei etwa 2 Minuten)


ne ganz normale Makarov

Bild: http://img207.imageshack.us/img207/1134/erichua6.jpg (Bild automatisch entfernt)
Havoc
ZITAT
USA und Nordkorea suchen Kompromiss im Atomstreit


Genf. DPA/baz. Vertreter der USA und Nordkoreas sind am Sonntag in Genf erneut zu Beratungen über einen Kompromiss im Atomstreit zusammengekommen. Beide Seiten hatten sich am Samstag nach einer ersten Gesprächsrunde in der amerikanischen UN-Botschaft zuversichtlich gezeigt, dass es an diesem Wochenende zu weiteren Annäherungen kommen wird. Schon jetzt sei man sich einig, wie man auf dem Weg zu einer Lösung weiterkommen wolle, hatte der amerikanische Chefunterhändler Christopher Hill am Abend erklärt. Ziel ist die Einstellung des nordkoreanischen Atomprogramms.

Nordkorea will sein Atomwaffenprogramm aufgeben, wenn es wirtschaftliche Hilfe, Energielieferungen, ein Ende der Sanktionen und eine Normalisierung seiner auswärtigen Beziehungen in Aussicht gestellt bekommt. Dazu gehört auch die Streichung von der Liste der sogenannten Terrorismus- oder Schurkenstaaten.


Basler Zeitung


Hier noch ein Link zu einem Stern Artikel

Dr. Seltsam und die Bombe
revolution
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,503550,00.html
ZITAT
Nordkorea verkündet Ende des Schurken-Status

Die "Achse des Bösen" bröckelt: Laut nordkoreanischem Außenministerium wollen die USA das Land von Staatschef King Jong Il jetzt von der Liste der Schurkenstaaten streichen. Das soll Ergebnis eines Treffens zwischen Atomunterhändlern beider Länder sein.


rofl.gif
Palatin
Pjöngjang und Seoul wollen Frieden schaffen
ZITAT
Mehr als 50 Jahre nach dem Korea-Krieg (1950-53) wollen Süd- und Nordkorea eine neue Friedensordnung auf der koreanischen Halbinsel schaffen. Die Staatschefs beider Länder unterzeichneten zum Abschluss des zweiten innerkoreanischen Gipfeltreffens in Pjöngjang eine Erklärung zu Frieden und Kooperation.

Unter anderem rufen darin Südkoreas Präsident Roh Moo-hyun und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-il zu multilateralen Verhandlungen über einen Friedensvertrag auf, wie südkoreanische Medien berichteten. „Der Süden und der Norden sind sich einig, dass sie das derzeitige System des Waffenstillstands beenden und ein dauerhaftes Friedenssystem schaffen sollten“, wurde aus dem Dokument zitiert.

Auch soll an der umstrittenen Grenzlinie zwischen beiden Ländern im Gelben Meer eine Friedenszone eingerichtet werden. Beide Staaten befinden sich formell noch im Kriegszustand, da seit dem Krieg noch kein Friedensabkommen zustande gekommen ist.

Die Staats- und Regierungschefs der beiden koreanischen Staaten halten trotz ideologischer Differenzen am Fernziel einer Wiedervereinigung fest. "Diese Mauer wird fallen", sagte der südkoreanische Präsident beim Überqueren der Demarkationslinie zwischen Süd und Nord. Beide Seiten äußerten sich nach den vierstündigen Gesprächen vom Mittwoch zufrieden mit den Ergebnissen.

Offene Gespräche
Nach den Treffen mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il sei klar, "dass wir beide fest auf den Frieden und eine neue Richtung für die Zukunft verpflichtet sind", sagte Roh in Pjöngjang. Roh bezeichnete die Gespräche als "offen und ehrlich". Der Besuch Rohs hatte am Dienstag in unterkühlter Atmosphäre begonnen. Dabei kamen die beiden Präsidenten lediglich zu einer zwölfminütigen Begrüßungszeremonie zusammen. Vor dem Treffen am Mittwoch präsentierten sich beide Politiker den Fotografen dann aber in besserer Laune. Als Geschenk überreichte Roh seinem Gastgeber ein Regal mit südkoreanischen DVDs. Kim gilt als Kinofan.

Neben Fragen der Abrüstung sei es dabei auch um die Entwicklung einer gemeinsamen Wirtschaftszone in der Grenzstadt Kaesong gegangen, sagte Roh. Diese Art der wirtschaftlichen Zusammenarbeit war eines der Ergebnisse des ersten koreanischen Gipfeltreffens im Jahr 2000. Roh sagte, eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Norden sei von großer Bedeutung für den regionalen Wettbewerb mit Japan und China.

Er könne bestätigen, dass Kim zum Frieden entschlossen sei, sagte Roh nach Angaben seines Sprechers weiter. Kim schlug vor, das Gipfeltreffen um einen Tag bis Freitag zu verlängern. Wenig später zog er das Angebot jedoch zurück und erklärte, man habe ausreichend diskutiert. Es war nicht klar, ob Roh das Angebot zuerst ablehnte oder Kim es auf eigene Initiative zurückzog.


Interessant finde ich einen Leserkommentar zu dem Artikel:
ZITAT(Weberhaft)
Die letzten Ereignisse sind jene Sorte Historie, die sehr leise daherkommen und in sich einen lauten Schrei tragen. Die nordkoreanische Idelogie des "Juche", die in allen Belangen totale Autarkie fordert, gemixt mit der kruden Quasireligosität eines totalitaristischen Stalinkultes hat dieses Land zu einer politischen Kuriosität erster Güte werden lassen. Obgleich nur ein Schritt über eine gelbe Linie durch Südkorea, ist dieses Treffen ein Offenbarungseid der nordkoreanischen Kaste, den es unter "normalen" Umständen so nie gegeben hätte. Es bleibt also zu vermuten, dass Kim Jong Il in allen politischen, wirtschaftlichen Bereichen das Wasser bis zum Hals steht. Dass ihm hunderttausende jedes Jahr unter der Hand wegsterben, hat diesen Despoten sicher nicht dazu bewogen. Vielmehr dürfte es tatsächlich die eigene Position sein, die gefährdet ist, sowie die Interessenartikulation von hohen Machthabern im Apparat (Militär, Beamte usw.), die ihn drängten. Nordkorea wird in weniger als 10 Jahren absolute Vergangenheit sein. Der große Bruder im Norden, die Volksrepublik China hat kein Interesse mehr an ideologischer Brüderlichkeit. Nordkorea verdankt seine Geburt und seinen Erhalt der Feindschaft verschiedenster Lager. Diese ist nun Stück für Stück zur Normalität her abgebaut. Die USA und China gehen, allein schon handelsbedingt, lieber aufeinander zu, als direkte Konfrontationen militärischer Natur zu suchen. Südkorea kann mit Japan, trotz der schlimmen Geschichte, mehr zusammen, als getrennt erreichen. Dieser Handschlag, dieses Gespräch ist aus europäischer Sicht "nur" das, was es zu sein scheint. Aus asiatischer Perspektive ist dies ein historisches Erdbeben, dessen Resultat die Trümmer des "Juche-Regimes" bedeutet.
Hier fand vielleicht das wirkliche Ende des asiatischen Schauplatzes des II.Weltkriegs und des Kalten Kriegs gerade statt.


Havoc
Dieser Blick (Leserkommentar) in die Glaskugel ist Quatsch.

Die Wiedervereinigung wird schon von den Südkoreaner nicht gewollt weil Nordkorea abgewirtschaftet ist und sie befürchten zurecht weit aus größere Herausforderungen als wir sie mit unserer Wiedervereinigung hatten.

Zahlen stand 2002:
Südkorea ( 2,9%) gibt prozentual weniger für Rüstung aus als Nordkorea (31,3%)
Wegen dem höheren Bruttosozialprodukt bedeutet das aber:

Süd:
$865 Milliarden -> Militärausgaben: $12.8 Milliarden

Nord:
$21.8 Milliarden -> Miltärausgaben: $5.12 Milliarden

Auf konventioneller Ebende ist die Nordkoreanische Armee ein Papiertieger. Zahlenmäßig klar überlegen aber technisch Veraltet und von fragwürdigem Klarstand. Die nordkoreanische Trumpfkarte ist lediglich die Tatsache, das Seol in Reichweite der norkoreanischen schweren Artillerie liegt. Diese "Annäherung" ist wohl eher damit zu erklären, dass nach dem sich Nordkorea zur Atommacht erklärt hat Kim Jong-il sich eine bessere Verhandlungsposition erhofft hat.

Realpolitisch hat keine der Mächte Interesse an eine koreanische Wiedervereinigung.
China: Nordkora ist wirtschaftlich uninteressant und auch für die Chinesen ist Kim Jong-il ein nicht führbarer Versalle.
Aber alleine die Existenz Nordkoreas verhindert, das Korea zu einer Regionalmacht aufsteigen, die in direkter Konkurrenz zu ihnen steht.
USA: Nordkorea sichert den USA die Truppenstationierung in Südkorea und Japan und daß diese sich politisch, wirtschaftlich und militärisch an die Staaten binden. Damit zeigen sie Präsenz im Pazifik.
Russland: Profitiert von den Waffeneinkäufen durch Südkorea (T 80; BMT3; Kamov KA 32; 3 Murena-E - Luftkissenboote; METIS-M Manpats; Igla Manpads). eine Wiedervereinigung würde den Verlust dieses Marktes bedeuten, da Südkorea weder einen Bedarf noch die finanziellen Resoursen für weitere Waffeneinkäufe hätte.
Südkorea: fürchten die Kosten einer Wiedervereinigung und das Szenario, dass es eine Massenbewegung von Wanderarbeitern aus dem Norden in den Süden gibt, ein Kollabieren den Sozialsysteme und daß das Land sich destabiliseren könnte.
Nordkorea: Südkorea würde als Bezahler der Wiedervereinigung diese unter Kim-Jong-ils Führung nicht annehmen.
Er würde mit einer vollzogenen Vereinigung praktisch selbst entmachten.
Das Land ist nach alle Richtungen abgeschottet und es wird ein regelrechter sektenhafter Personenkult um Kim und seinem Vater betrieben. Die einzige ernste Gefahr für Kim ist das Militär, die er sich aber mit seiner "Army first"- Politik gefügig hält.

sailorGN
@Havoc: xyxthumbs.gif

Schon allein der Blick auf die deutschen Erfahrungen bei der Wiedervereinigung sollte Südkorea vor einer übereilten Wiedervereinigung abschrecken. Eine solche Sache könnte Südkorea allein nie stemmen. Dazu wäre Korea in dem Fall für min 20 Jahre als Regionalmacht neutralisiert. Wirtschaftlich gesehen würde eine Vereinigung auf eine Assimilation wie im Falle Deutschlands hinauslaufen, da NK ausser dem Militär/Atomwaffe keinerlei Verhandlungsmasse hat, was letztendlich auf eine Demokratisierung hinauslaufen würde.... die Möglichkeiten sind da nicht so zahlreich.

Bei der Intention NK zu diesen Gesprächen kann man nur spekulieren: Nach der A-Waffe könnte Kim jetzt darauf spekulieren mehr ausländische Hilfe zu bekommen, indem er die Atomanlagen einstampft (welche ja auch Geld kosten), weil er die Waffe ja hat... und er das Geld für Hennessy braucht biggrin.gif
Reservist
Man sollte halt in NK ne Sonderwirtschaftszone einführen bei einer eventuellen Wiedervereinigung... nicht so wie bei uns überstürzt. Aber wer mag es einem verdenken, daß damals noch nicht so weit gedacht wurde.
Schwabo Elite
http://www.tagesschau.de/ausland/atomtestnordkorea102.html

Atomtest heute Nacht um ca. 3 Uhr deutsche Zeit.
Godfather_A
Nun scheints es also offiziell zu sein. Beim letzten nordkoreanischen Atomtest war doch damals nicht klar, ob es nicht doch nur 1 Kilotonne TNT war, die in Luft gejagt worden ist?

Und was wird jetzt passieren? Strikte Ablehnung und scharfe Verurteilung?
Panzerfuchs
Na was wohl ?

Der UN-SR tagt und verurteilt,
die Politik verurteilt und es werden weitere Embargos ausgesprochen / verschäft
Südkorea erhöht die Alarmbereitschaft der Armee

Nordkoreas Führung feiert sich und das Volk hat weiter nichts zu Fressen.

Und ein paar westliche "Geschäftsmänner" freuen sich auf weitere lukrative Aufträge. xyxthumbs.gif

Zu gut deutsch : Nichts weltbewegendes wallbash.gif


lastdingo
ZITAT(Godfather_A @ 25. May 2009, 11:09) *
Nun scheints es also offiziell zu sein. Beim letzten nordkoreanischen Atomtest war doch damals nicht klar, ob es nicht doch nur 1 Kilotonne TNT war, die in Luft gejagt worden ist?

Und was wird jetzt passieren? Strikte Ablehnung und scharfe Verurteilung?


Eine weniger...
Black Arrow
Ist an der Agenturmeldung was dran, das kurz nach dem Atomwaffentest eine Krzstreckenrakete von Nordkorea getestet wurde?
Panzerfuchs
Angeblich sollten es sogar zwei gewesen sein. hmpf.gif

Hab ich aber bisher noch nirgendwo sonst gelesen.

Wird auf jedenfall spannend, wie es jetzt weitergeht. tock.gif

/* edit

gerade bei ntv gefunden.
ZITAT
Nach Berichten der südkoreanischen Agentur Yonhap ließ Nordkorea dem Test einer Boden-Luft-Rakete zwei weitere Raketenstarts folgen.
Diese beiden Raketen könnten den Zweck gehabt haben, US-Spionagejets von Flügen zur Beobachtung des Ortes im Nordosten des Landes
abzuhalten, hieß es unter Berufung auf nicht genannte Quellen.


Sind unsere Waffenbrüder da schon am nachschauen, wenn ja warum nicht per Satelit ?

http://www.n-tv.de/politik/meldungen/Erst-...icle302523.html
Ta152
ZITAT(Panzerfuchs @ 25. May 2009, 16:59) *
< snip >

Sind unsere Waffenbrüder da schon am nachschauen, wenn ja warum nicht per Satelit ?

http://www.n-tv.de/politik/meldungen/Erst-...icle302523.html


Weil höhere Auflösung und je nach Postion der Satelliten auch schneller.
Ironhead haynes
ZITAT(Panzerfuchs @ 25. May 2009, 16:59) *
Sind unsere Waffenbrüder da schon am nachschauen, wenn ja warum nicht per Satelit ?

http://www.n-tv.de/politik/meldungen/Erst-...icle302523.html


Man wird in der Luft nach Radioaktiven Isotopen suchen die entgültig Beweisen das es sich um eine Atombombe gehandelt hat.
DarkmanSB
Mal eine generelle Frage:

Wieso fliegen nicht die Amis, Koreaner oder Japaner hin und bomben die Anlagen in Schutt und Asche? Mit Osirak hat es auch funktioniert!
Ta152
ZITAT(DarkmanSB @ 25. May 2009, 21:59) *
Mal eine generelle Frage:

Wieso fliegen nicht die Amis, Koreaner oder Japaner hin und bomben die Anlagen in Schutt und Asche? Mit Osirak hat es auch funktioniert!


Weil Nordkorea rund eine Millionen Mann unter Waffen hat und einige Südkoreanische Städte in Artilleriereichweite liegen.

//Edit:
Wenn man sich mal die Zahlen durchlesen will
http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/milint...&table_id=1

3500 Kampfpanzer, 3500 gezogenen Artilleriegeschütze und 4400 Selbstfahrlafetten... sind schon ziemeliche Zahlen, ach wen das größstenteils wohl ins Museum gehört.
revolution
Der Irak war schon im Krieg und hatte noch keine Atomwaffen. In Nordkorea ist das anders.
Schwabo Elite
ZITAT(Ta152 @ 25. May 2009, 22:05) *
ZITAT(DarkmanSB @ 25. May 2009, 21:59) *
Mal eine generelle Frage:

Wieso fliegen nicht die Amis, Koreaner oder Japaner hin und bomben die Anlagen in Schutt und Asche? Mit Osirak hat es auch funktioniert!


Weil Nordkorea rund eine Millionen Mann unter Waffen hat und einige Südkoreanische Städte in Artilleriereichweite liegen.

//Edit:
Wenn man sich mal die Zahlen durchlesen will
http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/milint...&table_id=1

3500 Kampfpanzer, 3500 gezogenen Artilleriegeschütze und 4400 Selbstfahrlafetten... sind schon ziemeliche Zahlen, ach wen das größstenteils wohl ins Museum gehört.


Rund 60% des Heeres sind innerhalb von 100km zur Grenze stationiert, weitere knapp 5 Millionen könnten rekrutiert werden, auch wenn die Wirtschaft keinen Krieg aufrecht erhalten könnte wäre der Schaden immens. Seoul liegt IIRC 30km von der Grenze, voll in Reichweite von ein paar Tausend Geschützen und Raketen. Japan wäre ebenfalls in Reichweite, der Schlag gegen den Norden könnte der größte Schlag gegen die Weltwirtschaft werden, den wir je erlebt haben.
Palatin
Jegliche Militäraktion gegen Nordkorea hätte außerdem nicht kalkulierbare Folgen im Verhältnis zu China - ganz gleich was die Führung in Peking von den nordkoreanischen Treiben tatsächlich hält, sie könnten prinzipiell keine derartige Operation so nah an ihren Grenzen tatenlos hinnehmen.
TrueKosmos

bei 30 km liegt kaum etwas von Seul in der Reichweite von den meisten koreanischen Geschützen und Raketen, aber grundsätzlich wäre das natürlich eine äußerst blutige Angelegenheit, der Punkt ist auch, viele in Süd Korea wollen insgeheim gar keine Vereinigung in naher Zukunft denn die Kosten der deutschen Wiedervereinigung sind allen bekannt und im Falle der Nordkorea könnte es noch kostspieliger werden......
Schwabo Elite
Für die vermutete handvoll nuklearen Sprengköpfe könnte es reichen, die Raketen ebenso. Desweiteren liegen nördlich von Seoul auch noch Ballungszentren. Auch wenn die Artillerie wohl tatsächlich nicht 30 km käme.

Die Wiedervereinigungsproblematik ist in der Tat gegeben, zumal ein Krieg das nicht verbessern würde.
Reservist
ZITAT(DarkmanSB @ 25. May 2009, 20:59) *
Mal eine generelle Frage:

Wieso fliegen nicht die Amis, Koreaner oder Japaner hin und bomben die Anlagen in Schutt und Asche? Mit Osirak hat es auch funktioniert!


Weil es dann mit nem Atompilz über Seoul enden könnte.
Glorfindel
Nein, würde es nicht. Es würde aber möglicherweise trotzdem mit Verheerungen enden.
Reservist
Kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, aber ich will den Nordkoreanern nicht grundsätzlich die Fähigkeit absprechen, einen Kernsprengkopf 40m weit zu transportieren.
Redeagle
Nordkorea provoziert mit neuem Raketentest

Bei aller Aufregung, kann ich mir nicht vorstellen das Nordkorea einen Krieg anzetteln würde. Selbst mit A Waffen. Ich denke man würde eher auf eine Aufhebung der Sanktionen bestehen.

Ist der Süden Demokratisch ? Ich habe etwas gelesen das Südkorea den Kora-Krieg von damals begonnen hat indem es die nordkoreanische Stadt Haeju angegriffen hat um seine Diktatur zu festigen. Ist da was dran?
Elliot
ZITAT(Redeagle @ 26. May 2009, 09:03) *
Ist der Süden Demokratisch ? Ich habe etwas gelesen das Südkorea den Kora-Krieg von damals begonnen hat indem es die nordkoreanische Stadt Haeju angegriffen hat um seine Diktatur zu festigen. Ist da was dran?

Ja, der Süden ist laut freedomhouse demokratisch. Was hat Demokratie mit Beginn eines Krieges zu tun? Und: Du weißt, der Korea Krieg ist eine Weile her?!
Redeagle
Klar ist mir das bekannt. Ich kenne die Geschichte von Südkorea nicht. Aus dem Grunde frage ich ja.
Und Du hast recht bei der Menge Angriffskriegen die durch demokratische Staaten geführt würde das das gar nicht auffallen wink.gif........Aber das wäre ein anderes Thema.

Edit:
Laut Wiki hat Nordkorea angefangen:
Südkorea demnach ist Südkora erst seit 1988 demokratisch

BTT
Starscream
Kleiner Einwurf:
Südkorea hat den Koreakrieg (mit)verursacht.
1950 war es faktisch eine Diktatur unter Syngman Rhee.
Rhee tönte schon vor dem Koreakrieg, das seine Armee in drei Tagen in Pyöngyang stehen könne, und ließ es auch an militärischen Provokationen nicht fehlen.
Natürlich hatte Nordkorea irgendwann genug, und plante eine gewaltsame Wiedervereinigung. Es ist wohl nicht zu weit von der historischen Realität entfernt, wenn man vermutet, das ab einem bestimmten Zeitpunkt vor dem Ausbruch des Koreakrieges beide koreanische Staaten eine gewaltsame Wiedervereinigung planten.
Nordkorea schloss seine Rüstungen jedenfalls früher ab und eröffnete den Koreakrieg - womit es einer südkoreanischen Invasion in Nordkorea wohl lediglich zuvorkam.
Syngman Rhee ist einer der weniger bekannten Tyrannen der jüngeren Geschichte. Er ist zusätzlich auch für das Cheju-Massaker verantwortlich, und unterhielt ebenfalls ein System an Konzentrationslagern - so wie die Kim-Dynastie bis heute in Nordkorea.

@Redeagle
Woher hast du die Info, das Südkorea Haeju angegriffen haben soll? Bin ganz interessiert...

@Reservist
Jener nordkoreanische Mitarbeiter, dem die Welt die Drohung verdankt, Nordkorea würde Seoul in "ein Meer aus Feuer" verwandeln, wurde rascher seines Postens enthoben als man auf koreanisch "sch**ße!" sagen kann. Bedenke, das Seoul die traditionelle Hauptstadt von Korea ist und Nordkorea während des Korea-Krieges Seoul zeitweilig zu seiner Hauptstadt erhob! Seoul mit einer Atomwaffe zu belegen wäre aus nordkoreanischer Sicht das gleiche, wie wenn die BRD in einem Krieg zwischen NATO und Warschauer Pakt eine Atombombe auf Berlin abgeworfen hätte.

@SchwaboElite
Ich vermute, das Nordkorea seine Atomwaffen als nukleare Landminen verwenden könnte. Nordkorea hat Angst vor einer möglichen Invasion aus dem Süden, und mit einer atomaren Landmine ließe sich einer der wenigen Invasionskorridore in den Norden verschließen.
Havoc
Nordkorea hat gar nicht genug waffenfähiges Material um automare Minen herzustellen. Das macht auch von der Beschaffenheit des Landes keinen Sinn, da das potentielle Schlachtfeld sehr gebirgig ist. Seaol hat überhaut kein Interesse in Nordkorea einzumaschieren es gibt lediglich Planungsspiele falls N-Korea in sich zusammenfällt und da schätzen sie, das min. 400.000 Soldaten nötig wären um das Land stabil zuhalten ohne das es zu einer militärischen Auseinandrsetzung kommt.

Die Testzündung und die Raketentests sind "nur" Drohgebärden. Nordkorea hat im Systemstreit klar verloren und deren einzige Spielkarte ist die des unberechenbaren Irren.
Schaut doch mal die geoppolitsche Lage N-Koreas an: witschaftlich am Boden mit kaum Devisen, die miitärische Ausrüstung gehört zum Großteil ins Museum und die mechanisierten Kräfte einschließlich Luftwaffe sind wegen Treibstoffmangel schlecht ausgebildet. Das Militär hat nur die große Masse an Artillery und Soldatn die so fanatisiert sind, das sie bereitwillig in Massen für ihren geliebten Führer zu sterben bereit sind. Südkorea kann aber dafür sorgen, dass sie dieses auch tun in einem Krieg auch werden. Die Bruderländer sind Geschichte. Russland mahct lieber Geschäfte gegen hartesGeld mit dem Süden als Kim auch nur eine Patrone als Waffanhilfe zu schenken und die Chinesen sehen ihn auch ur als Last. Das Land ist kann sich nicht selbst ernähren und ist von Hilfslieferungen seiner Todfeinde abhängig. ImPrinzip könnten Japan, USA und Südkora mit der Getreidebelieferung Kim zwingen Reformen einzuleiten die ihn am Ende an den Galgen bringen können. So lange Nordkorea mit Raketen rum ballert und sich als Atommacht gibt, ist Kim davor sicher. Keiner kann mit Sicherheit sagen, dass Kim damit am Ende nicht doch Amok läuft.
Panzerfuchs
Klar das ist alles nur Theater xyxthumbs.gif

Quelle : http://www.tagesschau.de/ausland/nordkorea216.html
ZITAT
Nordkorea droht Südkorea militärisch

Nordkorea hat die Beteiligung Südkoreas an einer internationalen Initiative zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen als Kriegserklärung bezeichnet. Die Streitkräfte erklärten, sie würden mit militärischen Mitteln reagieren, wenn Südkorea im Rahmen dieses Programms nordkoreanische Schiffe aufbringen und durchsuchen würde. Jeder "feindliche Akt gegen unsere Republik" werde einen "starken Militärschlag" nach sich ziehen. In der von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung heißt es weiter, man fühle sich nicht länger an den nach dem Koreakrieg vereinbarten Waffenstillstand von 1953 gebunden.


Na da bin ich mal auf den nächsten Akt gespannt. hmpf.gif

Das letzte mal als die Welt so einen Irren machen hat lassen, war es ein blutiger Preis der anschließend gezahlt wurde. mad.gif

Redeagle
ZITAT(Starscream @ 26. May 2009, 20:43) *
@Redeagle
Woher hast du die Info, das Südkorea Haeju angegriffen haben soll? Bin ganz interessiert...


Ich auch lol.gif Leider hab ich das von einer politisch nicht korreckten linkslastischen Quelle (Mein Parteibuch oder so ähnlich, ich bin durch Zufall drüber gestoplert als ich nach dem Agressor des Korea Krieges gesucht habe) . Politisch korreckte Quellen sprechen von einem nordkoreanischen 1. Angriff.

.......und wenn ich gezielt nach Haeju suche bekomm ich leider nur den Reisewetterbericht rofl.gif
Glorfindel
Das Kim sicher ist, glaube ich nicht. Das ganze Theater deutet doch eher auf eine Schwäche Nordkoreas hin. Die Chinesen befinden sich in einer Zwickmühle. Für sie wäre ein befreundetes Nordkorea, welches sich friedlich gebährdet ideal. Eine Einverleibung des Nordens durch den Süden würde dazu führen, dass Sie die Amis direkt vor der Grenze haben. Das ist nicht in ihrem Interesse. Ein Zusammenbruch Nordkoreas mit anschliessendem Chaos ist auch nicht in ihrem Interesse. Niemand hat das gerne vor der Haustüre. Drohegebärden Nordkoreas sind auch nicht in ihrem Interesse. Erstens weil Krisen der Wirtschaft schaden und zweitens, weil dies zu einem Aufrüsten von Südkorea und Japan führt, welche beide schon starke Streitkräfte haben (bei den Japanern wenigstens Luftwaffe und Marine).

Das Kim irgendeinen Krieg anzettelt, glaube ich auch nicht, kann es natürlich nicht ausschliessen. Ein Krieg würde er nicht überleben und dass weiss er vermutlich auch. Ich glaube auch nicht, dass der Grossteil der Nordkoreaner besonders fanatisch ist und hinter dem Regime steht. Falls es sich tatsächlich um einen Spinner handelt (und nicht bloss um einen normalen "Kriminellen"), so Appeasement-Politik wohl auch fehl am Platz.

Was Massenvernichtungswaffen angeht, so machen Atomminen eh keinen Sinn. Was die Atombomben angeht, so kann man nach den zwei Tests noch nicht sicher sein, ob Sie überhaupt zuverlässig funktionnieren. Ausserdem sind sie im Moment wohl noch zu schwer und zu gross für die nordkoreanischen Raketen, welche die meisten eine Nutzlast um die 1000kg haben. Käme noch die Variante mittels Trägerflugzeug. Ist aber auch nicht wirklich zuverlässig.

Ein Nuklearschlag bedeutet auch, dass man damit rechnen muss, dass man bald selber sowas auf seinem Kommandobunker hat. Deshalb wird davor wohl auch eher zurückgeschreckt.
Schwabo Elite
Man kann sich fast nur wünschen, dass die Volksrepublik China mal für 10 Jahre dort einmarschiert und die Aufbaukosten übernimmt. Danach wäre eine Wiedervereinigung bezahlbarer und unter den dortigen politischen Kadern aufgeräumt. Aber das wäre wohl politisch nicht duchzusetzen...
Ta152
Die interessante frage währe zu wissen wie einheitlich die Nordkoreansiche Regierung/Militär die Handlungen sieht bzw. in wie weit überhaupt Kim Jong-il herscht. Ein innerer umsturz ist bei solchen Regimen immer durchaus möglich.
Glorfindel
Kim ist ja Vorsitzender des Nationalen Verteidigungskommitee (welches den Streitkräften vorsteht) und Regierungschef. Präsident ist ein über 80 jähriger Altkader. Regierung und Militär sind demnach in der Hand Kims. Die Chefs der Streitkräfte bzw. Teilstreikräfte sind alle über 70. Die wollen sicher keine Veränderungen. Die Zahl der tatsächlichen Profiteure des Regimes ist sehr klein (habe mal die Zahl von 400 gelesen), die Zahl der fanatischen Sympathisanten wird auf irgendwie 50'000 geschätzt. Zumindest bei den mittleren und unteren Ränge der Volksarmee dürfte die dauerhafte Wirtschaftskrise wohl schon auch aufs Gemüt geschlagen haben. Ob ein Umsturz möglich ist, wer weiss das schon? Der innere Machtzirkel von Regierung/Partei/Militär ist wohl sehr klein (ähnlich wie bei der DDR), ich gehe davon aus, dass die grundsätzlich hinter Kim stehen bzw. alles zu verlieren haben.
Ta152
Selbst die alten Opas die eigentlich keine Veränderung wollen könnten einen Sturz von Kim anleihern, denn wenn der gute Kim so weiter mach wie in den letzten beiden Tagen dann knallt es bald, ist nur die Frage wer als erstes schießst. Ein Krieg gefährdet aber die Position der jetzigen Profiteure. Gerade von der Seite China könnte ich mir eine unterstützung eines solchen Putsches vorstellen. Also tausche verückten Kim gegen nicht ganz so verückten Diktator.
Panzerfuchs
Also Teufel gegen Beelzebub ?

Ich denke mal zu einem Krieg im Sinne von kleiner Vaterländischer wird es wohl nicht so schnell kommen.
Da haben beide Seiten zu viel zu verlieren und es hängen zuviel aussenstehende dran.

Auch in der Vergangenheit wurde da schon öfter schwer mit den Säbeln gerasselt.
Ta152
ZITAT(Panzerfuchs @ 27. May 2009, 14:21) *
Also Teufel gegen Beelzebub ?

Ich denke mal zu einem Krieg im Sinne von kleiner Vaterländischer wird es wohl nicht so schnell kommen.
Da haben beide Seiten zu viel zu verlieren und es hängen zuviel aussenstehende dran.

Auch in der Vergangenheit wurde da schon öfter schwer mit den Säbeln gerasselt.


Nur haben China (und Russland) schon mal so klar einen UN-resolution gegen Nord-Korea unterstützt? Und hat Nord-Korea dann auch weitergemacht? Einen Krieg halte ich da nicht für unmöglich. Wenn es zu einem Krieg kommt könnte ich mir sogar vorstellen das China in Nordkorea einmarschiert um ein neues Chinafreundliches Regime an die macht zu bringen.
EK 89/2
Man betrachte das ganze doch mal aus der Sicht Chinas
Falls es zu einer Wiedervereinigung in Korea kommen sollte, da haben die Chinesen plötzlich eine Außengrenze zu einer amerikafreundlichen Demokratie.
Da ist für die ein trotz aller Muskelspiele aus Nordkorea leicht zu kontrollierender geliebter Führer doch das kleinere Übel.
An der chinesisch koreanische Grenze gibt es meines Wissens auch einige Betriebe in denen Nordkoreaner von Chinesen fürn Appel und ein Ei ausgenommen werden und solange China da auch noch Geld verdient...
Hat der Westen mit seinen "guten" Diktatoren doch auch gemacht.
KäpnBlaubär
[ironie]
Na dann haben wir wenigstens einen Sommerlochfüller und ich bin mitten drin, statt nur dabei xyxthumbs.gif
[/ironie]
Glorfindel
Ich glaube auch nicht unbedingt an, dass jemand bewusst einen Krieg dort auslöst, wobei der Glauben ja noch niemanden sicherer gemacht hat. In Anbetracht dessen, dass sich dort zwei doch zahlenmässig sehr grosse feindlichgesinnte Streitkräfte mehr oder weniger kriegsbereit gegebenüber stehen, ist es auch möglich, dass ein Krieg unbeabsichtigt von den Führer ausbricht, weil irgend einem Grenzsoldat oder Leutnant oder so, die Sicherung durchbricht oder weil sich z.B. auf See die Parteien unbeabsichtigt in die Quere kommen. Je höher die Alarmbereischaft desto eher passiert was.

Was die Chinesen anbelangt, so ist zwar ein amerikafreundliches wiedervereinigtes Korea nicht wünscheswert, aber noch lange nicht der worst case, deshalb haben die an einem pragmatischen Kurs der Nordkoreaner alles Interesse. Der worst case wäre für China wohl ein Zusammenbruch Nordkoreas mit anschliessendem Bürgerkrieg der nordkoreanischen Diadochen. Auch ein Nuklearbewaffnung Japans oder Südkoreas oder ein Krieg in Nordkorea ist für China einiges schlimmer. Von einem Nuklearkrieg in Korea ganz zu schweigen, mit einem solchen ist allerdings nicht zu rechnen, da die nordkoreanischen Atombomben wohl kaum einsatzbereit sind. Auch angesichts der heutigen weltwirtschaftlichen Verflechtung Chinas haben die garantiert kein Interesse daran, dass dort ein permanenter Krisenherd entsteht. Ich glaube auch, China hat genug Arbeitskräfte zur Ausbeutung um auf ein paar Nordkoreaner verzichten zu können.
xena
Ein Krieg in Korea würde so manche Elektronikpreise in die Höhe treiben, da Südkorea wichtiger Lieferant einiger Komponenten ist. Südkorea ist auch wichtiger Handelspartner und gerade in der derzeitigen Witschaftskrise wäre ein Totalausfall Südkoreas fatal. Allein deswegen wird der Westen alles tun, um einen Krieg zu verhindern.
SoldierofFortune
Naja, dann gibt es halt mehr anständige Autos auf unseren Straßen ... rofl.gif
Elliot
Ist schon interessant wie viele Menschen hier wissen was Nordkorea, Südkorea und die Welt im allgemeinen so tun werden. Und vor allem warum sie es tun oder nicht tun.

Mal eine kleine Anmerkung: Vor allem in Sicherheitsfragen waren ökonomische Überlegung meist nachrangig. Als Beispiel: Im Film 13. Days, der die Kubakrise anhand von amerikanischen Originaldokumenten nacherzählt gibt es keine einzige Erwähnung ökonomischer Faktoren.
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