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Reservist
ZITAT(SoldierofFortune @ 31. May 2009, 17:02) *
Ich hab mit einigen Rekruten gesprochen, da hab ich mit erschrecken festgestellt, dass da große Lücken in der Ausbildung vorzuherschen scheinen. Das Eine ist, dass man (wie oben beschrieben) die Waffe nicht mehr vollständig zerlegt werden darf, bzw dies nicht mehr ausgebildet wird. An anderer Stelle wurde erwähnt, dass eine MG-Ausbildung nicht mehr stattfindet. Wieder andere haben beschrieben, dass die Ausbildung an Handgranaten oder mit der Gasmaske nicht mehr erlaubt währe bzw nicht stattfindet und so weiter.


Dafür bestand vor 15 Jahren die Standard-Schießausbildung darin, auf 300m liegend aufgelegt zu schießen ... wink.gif
Nite
da hat sich in weiten Teilen aber nicht viel gebessert
KSK
ZITAT(sdw @ 31. May 2009, 19:54) *
Was meinst du jetzt mit "herkömmliche" Spinde? mata.gif


Spinde in der alt hergebrachten Bauart: 2 Türen, die gemeinsam über ein Schloss an der rechten verschlossen werden. Insgesamt sind die etwas schmaler und haben die alte Aufteilung, sprich größtenteils die Kleiderstange und an der rechten Seite dann einige Fächer. Der Aufsatz entfällt hierbei auch.
KäpnBlaubär
ZITAT(Xizor @ 31. May 2009, 19:49) *
ZITAT(KäpnBlaubär @ 31. May 2009, 18:44) *
@Xizor

Wie das? Tinitus?


Wie meinen?



Mir fällt nichts anderes ein was es erklären kann das man nie geschossen hat. (berichtige mich wenn ich zu viel oder falsch hinein interpretiert habe!) Außerdem war Tinitus der Grund warum ich nachträglich ausgemustert wurde und warum ich im vorfeld nicht Scharf schießen durfte (Platzpatronen sahen die komischerweise als nicht krietisch an mata.gif smile.gif
Xizor
ZITAT(KäpnBlaubär @ 31. May 2009, 21:11) *
Mir fällt nichts anderes ein was es erklären kann das man nie geschossen hat. (berichtige mich wenn ich zu viel oder falsch hinein interpretiert habe!) Außerdem war Tinitus der Grund warum ich nachträglich ausgemustert wurde und warum ich im vorfeld nicht Scharf schießen durfte (Platzpatronen sahen die komischerweise als nicht krietisch an mata.gif smile.gif


Kein Tinnitus, wir haben die Waffen nur nie eingeschossen und beim Schießen habe wir nur vier Waffen genutzt. Meine war nicht darunter. Ergo habe ich mit meiner Waffe nie scharf geschossen.
kato
ZITAT(SoldierofFortune @ 31. May 2009, 19:35) *
Für was zur Hölle soll ein Satelitenhandy bei einem Nachtmarsch gut sein? Zum Pizza bestellen???

Zum Unimog bestellen, wenn man dank Bw-Karte von 1976, seitdem fünfmal verlegten Feldwegen und nicht unbedingt ortskundigem Gruppenführer, 18 km von der Kaserne entfernt, 5 Kilometer außerhalb jeder Funkreichweite und Handy-Zelle nachts um 2:30 Uhr noch im Feld sitzt.
Panzerfuchs
@kato
So schlecht sind dieKarten auch nicht, dürfte eher am Gruppenführer gelegen haben
Prinzipiell werden die eingestrichenen Wege schon mal ungenau, aber die zweigestrichenen
sind in der Regel sicher.
Panzermaus
ZITAT(kato @ 31. May 2009, 21:38) *
ZITAT(SoldierofFortune @ 31. May 2009, 19:35) *
Für was zur Hölle soll ein Satelitenhandy bei einem Nachtmarsch gut sein? Zum Pizza bestellen???

Zum Unimog bestellen, wenn man dank Bw-Karte von 1976, seitdem fünfmal verlegten Feldwegen und nicht unbedingt ortskundigem Gruppenführer, 18 km von der Kaserne entfernt, 5 Kilometer außerhalb jeder Funkreichweite und Handy-Zelle nachts um 2:30 Uhr noch im Feld sitzt.


Wenn ich als Gruppenführer die nähere Umgebung meiner Kaserne nicht kenne, dann hab ich wohl nen Fehler gemacht (mal die Kameraden aussen vor, die nur zur AGA dort sind).

@KäptnBlaubär

Wundert mich bei deiner Kp damals net wink.gif.
kato
ZITAT(Panzermaus @ 31. May 2009, 23:47) *
Wenn ich als Gruppenführer die nähere Umgebung meiner Kaserne nicht kenne, dann hab ich wohl nen Fehler gemacht (mal die Kameraden aussen vor, die nur zur AGA dort sind).

Sicher. Allerdings muss man dazu sagen, daß wir schon das hellerleuchtete Wildparkstadion am Horizont sehen konnten - und die Kaserne war 35 km und vier Hügel von dem Stadion entfernt lol.gif
Und der Uffz war m.W. 6 Wochen vor der AGA frisch an den Standort versetzt (... der HGOA, der noch dabei war, kam erst 2 Wochen nach Beginn der AGA, weil unser Stamm in guten Teilen auf dem Balkan war).

Immerhin hats net geregnet. Und war warm. Und wir hätten "notfalls" die Zelte und Schlafsäcke dabei gehabt.
Styx
Vor allem mit Karte und Kompass sollte man sich eigentlich mit den oldschool Methoden heimnavigieren können, egal ob die Wege stimmen oder nicht, im Zweifelsfall muss man halt in den sauren Apfel beissen und nach Kompass marschieren.
goschi
also ich hab es im Kosovo geschafft mit alten Serbischen Karten Stand irgendwo in den 80ern nen be**** kleines Kaff irgendwo auf nem Hügel zu finden, auch wenn die Strassen nicht wirklich stimmten und mir das Gelände wirklich fremd war, Geländemerkmale + Kompass führen immer zum Ziel, so alt kann eine Karte nichtsein (oder entstanden seit den 70ern komplett neue Gebirgsmassive bei euch?)

GPS hatten wir damals nicht dabei, Funk/Telefon waren eh zu vergessen, who cares...

also um den Bogen zum Thread wieder zu finden, Satelittentelefon ist nun wahrlich unnötig, erst recht in der Heimat, die irgenwer immer grob kennt (und das nächste Dorf mit Telefonzelle auch nicht so weit weg sein kann)
kato
Haben wir dann auch schließlich gemacht. Bis wir an ner günstigen Stelle für eine Abholung (und mit Handy-Empfang) waren, da es sonst noch bald 2 Stunden zurück zur Kaserne gedauert hätte.

@goschi: Das nächste Dorf waren etwa weitere 4-5 Kilometer. Luftlinie. Der südliche Kraichgau ist erstaunlich leer.

Daß allerdings dabei der Rest des Zuges mit diversen Aufgaben wach gehalten auf uns warten durfte, war dann doch etwas Dummfick für die. Insbesondere da 3,5 Stunden nach unserer Ankunft schon wieder geweckt wurde (immerhin später als sonst).

Die monatlichen 20-km-Märsche nach der AGA im Kompanierahmen waren da irgendwie wesentlich besser organisiert.
Nite
ZITAT(goschi @ 1. Jun 2009, 00:13) *
also ich hab es im Kosovo geschafft mit alten Serbischen Karten Stand irgendwo in den 80ern nen be**** kleines Kaff irgendwo auf nem Hügel zu finden, auch wenn die Strassen nicht wirklich stimmten und mir das Gelände wirklich fremd war, Geländemerkmale + Kompass führen immer zum Ziel, so alt kann eine Karte nichtsein (oder entstanden seit den 70ern komplett neue Gebirgsmassive bei euch?)

Also ich habe im Kosovo ähnliche Erfahrungen gemacht. Man muss sich da unten nur von der europäischen Marotte nach dem Verkehrsnetz zu navigieren (nach dem Motto: 3 Abzweigung links, dann immer der hauptstraße folgen,...) lösen, denn das kann einem da unten wirklich in die Irre führen (oder Nachts auf den Hof von einem völlig verdutzten local weil man seine Zufahrt für die Haupstraße gehalten hat lol.gif )
goschi
ja, genau das ist das Problem, zu Fuss führt es einem dann mitten in der Nacht auch mitten in n tollwütiges Hunderudel biggrin.gif

aber wie geschrieben, nix was man mit etwas Geschick nicht verhindern oder zumindest ausbügeln kann ganz ohne GPS, Satelitten-Telefon oder gar einem supidollen Navi.
KanKpl
Aber wenn ich das hier so lese, kommen mir echt zweifel für was ihr überhaupt ne Uniform anzieht..... Ihr habt ne Waffe, wo ihr nicht mal damit geschossen habt? (Also ich mein jetzt den Bleiföhn den ihr immer rumschleppt) Ach ich hätte meine Soldaten sehen wollen, wenn sie ein Gewehr rumgeschleppt hätten wo sie wussten, dass es nicht wirklich funktioniert. mata.gif rofl.gif wallbash.gif
kato
Naja, ich hab auch nie die PzF 3 abgefeuert, die mir im Lkw als voll-inerte Üb-Version immer den Platz bei den Füßen weggenommen hat.
Und speziell das MG, das ich auf meinem LKW führen sollte, wurde auch nie abgefeuert (weil man für die MG-Ausbildung nun mal generell nur ne Handvoll mitnimmt) und lag die meiste Zeit zerlegt in der Waffenkammer.

Nach der AGA hatten wir eh so viel zuwenig Personal daß man sogar mit ner Defektquote von 30% (die lag bei uns aber eher noch bei nur 5%) noch alle Soldaten der Kompanie mit ihrer STAN hätte ausrüsten können. Und dabei noch einiges über gehabt hätte.
Astar
Ist private Ausruestung in dem Umfang ueberhaupt erlaubt?
Auf der Stube ist der Inhalt des "Zivil"rucksacks wahrscheinlich wurscht, aber im Biwak eine Stirnlampe ... gibts da keinen Anschiss? (unabhaengig davon, ob sie einen Rotlichtfilter hat, oder nicht)
Wayne
Bei uns wurde nur G36 (mit Verschluss zerlegen) und P8 ausgebildet, MG3 nur zerlegen und zusammen setzen, ohne jemals einen Schuss abzugeben. Da kommt man an in seine Teileinheit (PzTr) und wird schief angeguckt das man keine MG Ausbildung hatte. rolleyes.gif
ABC Maske wurde ebenfalls noch gelehrt (Munster Pflicht), aber nur einmal mit scharfen Filter und dies ein paar Runden im Gebäude hoch und runter. Wer einmal PA mitgemacht hat, wird dies lächerlich finden. Aber so Poncho und Maske anlegen in einer bestimmten Zeit wurde noch getrimmt, genauso intensives G36 zerlegen und zusammen setzen.
Nite
@Astar:
Umfang? Stirnlampen sind noch im absolut harmlosen Bereich.
Generell vom Vorgesetzten abhängig, allerdings stört sich in der Regel nicht einmal der größte 37/10-Bolschewist an kleinen Dingen wie z.B. Stirnlampen (natürlich sofern ihr Einsatz zweckmäßig ist). Insbesondere wenn derartige Gegenstände notwendig sind und es keine dienstlich gelieferte Alternative gibt.
Wayne
ZITAT(Astar @ 1. Jun 2009, 01:42) *
Ist private Ausruestung in dem Umfang ueberhaupt erlaubt?
Auf der Stube ist der Inhalt des "Zivil"rucksacks wahrscheinlich wurscht, aber im Biwak eine Stirnlampe ... gibts da keinen Anschiss? (unabhaengig davon, ob sie einen Rotlichtfilter hat, oder nicht)


Zumindest in der AGA würde ich Privatanschaffung erstmal weg lassen .. gabs damals bei uns so einige Streitigkeiten, selbst wenn du anstatt des Klappmessers ein Schweizer Taschenmesser bevorzugst, auch wenn das andere am Mann ist. Ausbilder neigen da sehr pingelig zu sein, obwohl sich jeder von ihnen auch anderst kleidet.
goschi
ZITAT(Wayne @ 1. Jun 2009, 01:47) *
selbst wenn du anstatt des Klappmessers ein Schweizer Taschenmesser bevorzugst, auch wenn das andere am Mann ist.

mittlerweile habt ihr doch alle ein schweizer Armeetaschenmesser wink.gif
Nite
Nicht alle wink.gif
Aber prinzipiell hast du recht, an dem neuen Victorinox ist eigentlich nichts auszusetzen.
SoldierofFortune
Jetzt stellt sich mir die Frage, was intensives zerlegen und zusammensetzen eines G36 bedeutet! Wenn ich dann auch noch lese, dass beim MG zwar das zerlegen und zusammensetzen aber nicht der scharfe Schuss geübt wird, kommt mir das blanke Entsetzen.
Da ich auch schon oft davon gehört habe, dass in vielen ausbildenden Einheiten ein Mangel an Ausbildern vorherscht, wird mein Entsetzen auch noch größer. Vor allem, bei nem 100.000-Mann-Heer!

Wenn vor 15 Jahren der statische Schuss auf 300 m geübt wurde, ist das wohl richtig. Aber selbst damals oder auch vor 20 Jahren empfand ich das als zu wenig und die Ausbildung, die die Unteroffiziere bekommen haben als das Mindestmaß, dass der normale Rekrut bekommen sollte. Immerhin war auch damals nicht jeder von Natur aus wissend, welches das Richtige Ende vom Gewehr ist.

Übrigens ist ein Knall nicht unbedingt oder ausschließlich ein Grund für ein Tinnitus. Die Gründe dafür sind so zahlreich (und unerforscht) wie Sterne am Nachthimmel zu sehen sind (unbewölkt!).

Ach, und wer sich bei einem Nachtmarsch verläuft, der braucht auch kein Handy mehr. Wenn er weiß, wo er ist, hat sich noch nicht verlaufen und wer es nicht weiß, kann auch keinem sagen, wo er abgeholt werden möchte. Da muss man halt mal die Arschbacken zusammenkneifen und weiterlaufen. Grad in Deutschland findet man irgenwo zufällig mal einen Ort oder ne Straße, die auf Zivilisation deutet.
Kleiner
ZITAT(Father Christmas @ 31. May 2009, 12:39) *
eigenes auto ? nein. viel spass, ist ein weiter weg vom bhf in die kaserne.
eine hiba gibt es in rheine auch nicht, befindet sich wohl aber im bau. üblicherweise fährt man wohl nach minden zur hiba.

aso.
rheine ist ein heersflugplatz, beheimatet das mtrsphbschrrgt 15 (mittleres Transporthubschrauberregiment). solltest du einen leichten schlaf haben, hast du an nachtflugtagen ein problem. das gibt sich aber nach ein paar monaten auf einem flugplatz schlafen.


mmh mit fahrrad auch schwer zu machen zum bahnhof? wollte nach der aga eigentlich heimscheißer werden. wohne in greven das sind mit dem zug 20 min.
was ist die hiba?
das mit dem schlaf wird nicht das problem. muss jetzt schon mit den hubis von den leben und den flugzeugen vom fmo wink.gif

sdw
ZITAT(KanKpl @ 1. Jun 2009, 00:52) *
Aber wenn ich das hier so lese, kommen mir echt zweifel für was ihr überhaupt ne Uniform anzieht..... Ihr habt ne Waffe, wo ihr nicht mal damit geschossen habt? (Also ich mein jetzt den Bleiföhn den ihr immer rumschleppt) Ach ich hätte meine Soldaten sehen wollen, wenn sie ein Gewehr rumgeschleppt hätten wo sie wussten, dass es nicht wirklich funktioniert. mata.gif rofl.gif wallbash.gif


Dazu kann ich jetzt nur sagen, man sollte das jetzt nicht überbewerten. Hier werden gerade die gröbesten Mißstände in der AGA aufgezählt. Vieles wird nach diesen 3 Monaten noch ausgebügelt bzw. war gar nicht so schlimm. Also nicht meinen, daß ihr einfach mal nach Norden marschiert und da kommt keine Armee sondern nur ein Pseudo-bewaffnetes THW namens Bundeswehr... thefinger.gif
Mehr wenn ich wieder nüchtern bin.
KSK
ZITAT(Kleiner @ 1. Jun 2009, 03:22) *
was ist die hiba?


Hindernisbahn wink.gif
StellohfilmsVFX
ZITAT(Nite @ 1. Jun 2009, 02:02) *
Nicht alle wink.gif
Aber prinzipiell hast du recht, an dem neuen Victorinox ist eigentlich nichts auszusetzen.

Bei uns kam neulich das Verbot, dieses Messer im Dienst zu tragen.
Styx
Welches? Das dienstlich gelieferte BW-Stumpf?
Xizor
ZITAT(StellohfilmsVFX @ 1. Jun 2009, 07:36) *
Bei uns kam neulich das Verbot, dieses Messer im Dienst zu tragen.


Weswegen denn das? Bei uns wurde nur angeordnet, das Teil nach Dienst im Spind zu verschließen und nicht etwa mit nach Hause zu nehmen, wegen dem Waffengesetz (pöhses Einhandmesser rolleyes.gif )

Aber im Dienst ist das Waffengesetz doch scheißegal. mata.gif
StellohfilmsVFX
ZITAT(Styx @ 1. Jun 2009, 08:40) *
Welches? Das dienstlich gelieferte BW-Stumpf?

Ne, das dienstlich gelieferte BW-Scharf wink.gif
Wohl wegen der Einhandöffnung und dem Waffengesetz und so. Wir dürfen es nur im Einsatz nutzen... Und gerade da hab ich mir 2005 schon mit dem Teil voll in den Finger gesäbelt. Kann ja keiner ahnen, dass ein BW Taschenmesser auch mal scharf sein kann biggrin.gif
Reservist
ZITAT(Xizor @ 1. Jun 2009, 07:58) *
Aber im Dienst ist das Waffengesetz doch scheißegal. mata.gif


Grundsätzlich kann man das auch nicht so sagen, weil du nicht auf einmal im Dienst deine private Pistole führen kannst, aber in Bezug auf die Bw-Waffen/Ausrüstungsgegenstände ist das korrekt smile.gif
Xizor
ZITAT(Reservist @ 1. Jun 2009, 09:34) *
Grundsätzlich kann man das auch nicht so sagen, weil du nicht auf einmal im Dienst deine private Pistole führen kannst


Rein vom Waffengesetz her ginge das sogar. Es gibt darin eine Passage, dass es nicht auf die BW und einige Behörden (z.B. Polizei, Zoll) anzuwenden sei. Nur die Dienstvorschriften der BW schieben da einen Riegel vor.
kato
ZITAT(Nite @ 1. Jun 2009, 01:46) *
Generell vom Vorgesetzten abhängig, allerdings stört sich in der Regel nicht einmal der größte 37/10-Bolschewist an kleinen Dingen wie z.B. Stirnlampen (natürlich sofern ihr Einsatz zweckmäßig ist).

Bei uns gab es einen Gruppenführer, der störte sich bei seiner Gruppe an privat beschaffter Sonnencreme (bis der Zugführer "regulierend" eingegriffen hat) - weils die ja auch dienstlich geliefert gab. Der Mann hatte aber eh generell nen Schatten.
Bei uns hieß es fürs Biwak und für viele andere Sachen STAN-packen nach Kontrollzettel. Seitentaschen vom Rucksack (altes Modell) durften privat gefüllt werden, solange da noch u.a. das sechste Magazin (G3) mit rein passte.

ZITAT(SoldierofFortune @ 1. Jun 2009, 02:58) *
Da ich auch schon oft davon gehört habe, dass in vielen ausbildenden Einheiten ein Mangel an Ausbildern vorherscht, wird mein Entsetzen auch noch größer. Vor allem, bei nem 100.000-Mann-Heer!

Wobei ich das bei der aktuellen Struktur verorten würde. Also den separaten AGA-Kompanien, im Gegensatz zu früher, wo die ausbildenden Kompanien eines Battalions durchwechselten (und man es immer noch geschafft hat, Einsatzkompanien zu stellen!).

ZITAT(SoldierofFortune @ 1. Jun 2009, 02:58) *
Wenn vor 15 Jahren der statische Schuss auf 300 m geübt wurde, ist das wohl richtig.

Sollte wohl eher heißen: Der Schuß aus statischer Position auf 100 bis 300 Meter unter wechselnden Außenbedingungen. Die Ziele sind ja nicht generell statisch. Und natürlich der nicht so statische Schuß der einen Wach-Übung. Aber stimmt schon, Sturmabwehrschießen oder schneller Deutschuß aus der Bewegung wurde schlicht nicht ausgebildet (auch wenn es Übungen dafür gab).
Desert Hawk
ZITAT(StellohfilmsVFX @ 1. Jun 2009, 09:33) *
ZITAT(Styx @ 1. Jun 2009, 08:40) *
Welches? Das dienstlich gelieferte BW-Stumpf?

Ne, das dienstlich gelieferte BW-Scharf wink.gif
Wohl wegen der Einhandöffnung und dem Waffengesetz und so. Wir dürfen es nur im Einsatz nutzen... Und gerade da hab ich mir 2005 schon mit dem Teil voll in den Finger gesäbelt. Kann ja keiner ahnen, dass ein BW Taschenmesser auch mal scharf sein kann biggrin.gif


Wer befiehlt denn so etwas? KpChef? Wahrscheinlich hat mal wieder ein Schlaumeier eine Gesetztesänderung falsch interpretiert... rolleyes.gif

Wenn demnächst alle Legalwaffen eingesammelt werden, dann werde ich auch befehlen, dass alle BW-Handfeuerwaffen nur im Einsatz aus der Waffenkammer genommen werden und im Dienst in Deutschland nicht mehr genutzt werden dürfen. rolleyes.gif
Styx
Leider haben die Leute die sowas befehlen die wilde Zeit Anfang der 90er in den neuen Bundesländern nicht miterlebt, sonst wären wir sie schon los. Die hätte instant der Schlag getroffen. biggrin.gif
Nite
ZITAT(Desert Hawk @ 1. Jun 2009, 13:11) *
ZITAT(StellohfilmsVFX @ 1. Jun 2009, 09:33) *
ZITAT(Styx @ 1. Jun 2009, 08:40) *
Welches? Das dienstlich gelieferte BW-Stumpf?

Ne, das dienstlich gelieferte BW-Scharf wink.gif
Wohl wegen der Einhandöffnung und dem Waffengesetz und so. Wir dürfen es nur im Einsatz nutzen... Und gerade da hab ich mir 2005 schon mit dem Teil voll in den Finger gesäbelt. Kann ja keiner ahnen, dass ein BW Taschenmesser auch mal scharf sein kann biggrin.gif


Wer befiehlt denn so etwas? KpChef? Wahrscheinlich hat mal wieder ein Schlaumeier eine Gesetztesänderung falsch interpretiert... rolleyes.gif


So wird es sein. Mich wollte auch neulich einer anmachen, weil mein CRKT ja angeblich verboten wäre. Als ich ihn aufgeklärt hate dass das WaffG in bezug auf Einhandmesser die Berufsausübung explizit als Ausnahme vorsieht war er plötzlich ganz still.
KäpnBlaubär
ZITAT(SoldierofFortune @ 1. Jun 2009, 02:58) *


Übrigens ist ein Knall nicht unbedingt oder ausschließlich ein Grund für ein Tinnitus. Die Gründe dafür sind so zahlreich (und unerforscht) wie Sterne am Nachthimmel zu sehen sind (unbewölkt!).


Mag sein, den hatte ich auch vorher schon (mir wurde nur nie gesagt das das ein Meldepflichtig ist) aber ich bin auch nicht scharf darauf es mit dem Knallen zu verschlimmern, rechne dem Antreten vor der Stube und allem was auf dem Flur Stattfindet aber mehr Schadenspotential an, denn das empfand ich immer als sehr laut (gemeint sind Ansprachen vom Zugführer, die für mich Sensiebelchen echt laut waren). Leider hätten die mir wohl die hölle heiß gemacht wenn ich da gehörschutz getragen hätte lol.gif

Naja jedenfalls lags bei mir ob ichs hätte melden wollen oder nicht und der ganze Dumfick hat mich dann endgültig davon überzeugt das es besser ist den Schleudersitz zu betätigen. Nicht das ich nicht das zeug zum besten besten Soldaten aller Zeiten gehabt hätte... lol.gif

@ topic

Mach dich auf lustige Geschichten gefasst und fang gar nicht erst an mit anderen die diese Urban Legends glauben über deren Wahrheitsgehalt zu diskutieren!
Panzerfuchs
ZITAT
Jetzt stellt sich mir die Frage, was intensives zerlegen und zusammensetzen eines G36 bedeutet! Wenn ich dann auch noch lese, dass beim MG zwar das zerlegen und zusammensetzen aber nicht der scharfe Schuss geübt wird, kommt mir das blanke Entsetzen.
Da ich auch schon oft davon gehört habe, dass in vielen ausbildenden Einheiten ein Mangel an Ausbildern vorherscht, wird mein Entsetzen auch noch größer. Vor allem, bei nem 100.000-Mann-Heer!


Ohne jetzt auf "früher war alles besser" zu machen mal ein paar Fakten :

Am Beispiel der Ausbildung bei meinem Eintritt 0.10.1979
Dies war der erste Duchgang für GWDL 15 Monate.
Ziel = der feldverwendungsfähige Soldat. xyxthumbs.gif

3 Monate AGA -> Auschließlich grüne Themen
3 Monate SGA -> Ausbildung am Panzer vorl. RS-ATN / MKF Führerschein
9 Monate -> Ausbildung in der Einsatzkompanie
Monat 1 - 3 Geräte- & Gefechtsausbildung & RS-ATN
Monat 4 - 6 Besatzungs / Zugausbildung
Monat 7 - 9 Zug / Kompanieausbildung

In der Regel hat jeder auf seinem Platz mit seinem Gerät mindestens alle Übungen zum Erlangen der Einsatzreife geschoßen.
Grp / Zg - Gefechtsschießen. Mit viel Glück und Shilo auch Kp- Gefechtsschießen.

Ebenfalls inbegriffen : freilaufende Übungen im in der Regel unbekannten Gelände. Immer wieder geil was da alles gelaufen ist. Mehrere Übungsplatzaufenthalte je nach Statonierungsort im Norden oder Süden der Republik.
Damals bestand noch die Change einen Wehrpflichtigen das Handwerkzeug halbwegs vernünftig beizubringen. lol.gif
Auch hatten wir im Bereich der Kdt vom OG / HG über den jungen Uffz / Stuffz bis zum Ausnahmefall Fw / OFw und ZgFhr OFw / HFw / Lt / Olt.

Zu meiner Zeit hatte jeder Soldat seine pers. Waffe mit er er auch schoß und deren Haltepunkt er jederzeit kennen mußte.
Das war z. B. nur ein Hobby unseres Kdr`s. War diese defekt, wurde sie schnellsten repariert und wieder benutzt.

Der Rest ist Geschichte. Reduzierung sowohl der Anzahl Soldaten, als auch der Dauer des Wehrdienstes.

In der Praxis bedeutet dies, das Abstriche sowohl an der Qualität der Ausbildung als auch an der Quantität gemacht werden mußten, mit dem hier diskutierten Ergebnis. Das sich dies auch an dem Gerätschaften der Soldaten zeigt ist nur die konsequente Logik aus dieser Entwicklung und zeichnete sich zu meinem Ausscheiden als OFw 1991 bereits ab.
Bei verschiedenen Wehrübungen die ich in der zwischenzeit geleistet habe, mußte ich die Feststellung machen das es bedingt durch die gesunkenen zeitl. Vorgaben zu erschreckenden Ausbildungsdefizten bezogen auf "unsere" Ausbildung kommt.

MG-Schützen die sich beim Zerlegen des MG selbst verletzen sind da noch die harmlose Variante, früher hieß das Lernen durch Schmerzen. Viel schlimmer finde ich persönlich jedoch die geänderte Ausbildung im Bereich der Unteroffiziere / Feldwebel. Attraktivitätssteigerung durch Dienstgradinflation ist zwar ein Weg, doch meiner Meinung nach nur dann wenn die Qualität der Ausbildung erhalten bleibt. Die ist leider nicht der Fall, denn der junge Unteroffizier ist heute ja nicht mehr der Gruppenführer, sondern der Fw. Doch woher lernt er dies, ohne jemals praktische Erfahrung zu sammeln?

Der Grundwehrdienst heute beinhaltet nur noch die absolut notwendigen Basisfertigkeiten. Der Rest soll dann wohl im scharfen Einsatz, so er denn mal kommt gelernt werden.... hmpf.gif

Und btw.
Das Lösen des Verschlußes beim MG mit etwas Gewalt ist bei dieser "Präzisionswaffe" nicht das Problem lol.gif
Schlimmer ist wenn der Schütze einen Federbruch im Verschluß nicht bemerkt. Sofern er überhaupt weiß das es eine solche gibt. tock.gif
Nite
ZITAT(Panzerfuchs @ 1. Jun 2009, 14:39) *
Sofern er überhaupt weiß das es eine solche gibt. tock.gif

Klar weiß er das, handelt es sich hierbei doch um die NATO-Bremse wink.gif rolleyes.gif rofl.gif
Styx
@Panzerfuchs Zu meiner Zeit anfang der 90 sah der Grundwehrdienst von 12 Monaten für die meisten unserer Mannschaften wie folgt aus:
3 Mon AGA
Versetzung in die E-Kompanien
eventuell notwendige Ergänzungsausbildung (max 2 Wochen)
Führerschein (2 Wochen)
5 Mon Uffz-Blockausbildung
danach Eingliederung ins Schichtsystem
Urlaub und nen bissel rumlungern
Entlassung als Uffz.d.R.
Panzerfuchs
@Nite
Biste sichscha ??? Nach den Schilderungen und teils eigenen Erfahungen bin ich das nicht.

@Styx
Und wie sah die Uffz - Ausbildung aus ? Im Schichtsystem auch auf einer Uffz-Stelle gearbeitet ?
Styx
Das war der normale Uffz-Lehrgang das hiess nur Blockausbildung da es ein Lehrgang war und nicht geteilt in Uffz Teil1 (grüne) und Teil2 (Fachrichtung) wie sonst üblich. Sie haben dann den normalen Dienst wie die Uffze auch gemacht.
kato
W10, Antritt Juli '99:

2,5 Monate AGA+SWA
- Versetzung in Stammzüge/andere Kompanien
1,5 Monate SGA
- Festverteilung Gruppen
2,0 Monate "Vollausbildung" (Zug)
- Versetzung des Ausbildungspersonals Richtung Balkan
4,0 Monate BATD*, Wache und Hilfsausbilder und Ausrüstungssteller für Ausbildung Einsatzeinheiten spielen

*- am 4fachen des STAN-Materials
Panzerfuchs
Siehste Kato, das Leben kann manchmal Sch.... sein. lol.gif

Zu der Zeit habe ich mehrere WÜ gemacht und kenne daher die Probleme in den Einheiten die teilweise im Einsatz waren hmpf.gif
SoldierofFortune
Ich hatte das Glück, dass, trotz der standartmäßig nicht praxisgerechten Schießausbildung, trotzdem noch viel und umfangreich mit Handwafen zu schießen. Da denk ich mal, dass das weit mehr als im Druchschnitt war. Dies wiederum lag am Kompaniechef. Guterweise wurde auch darauf geachtet, dass man sein Handwerkszeug beherscht und zusätzlich wurde, trotz dass ich in einer Panzereinheit war, viel Wert darauf gelegt, dass man noch die Füße zur Fortbewegung schult. Allerdings waren bei mir auch noch 3 Monate AGA und § Monate SGA drin. Wärend der Uffz-Ausbildung wurde dann noch mal mehr gemacht. Wobei ich der Meinung bin, dass das, was bei der Uffz-Ausbildung gelehrt wurde, eigentlich das ist, was der Soldat als Minimum wissen und können sollte.
kato
Wir hatten nach besagter "Vollausbildung" noch zwei Fahnenjunker und unseren Oberleutnant im Zug. Das wars. Was darin resultierte, daß zwei andere Rekruten und ich morgens beim OLt antreten durften, um direkt die anstehenden Aufgaben und die 20 Hiwis unter uns zu verteilen.

Aber immerhin hat unser Kompaniechef noch geschaut, daß wir auch in diesen 4 Monaten etwas Abwechslung und neues reingekriegt haben. Den "Ausflug" nach Stetten oder Münsingen hat er zwar nie hingekriegt, aber die Hubschrauberflüge und ein MP-Schießen mit den Amis oder der Tagesausflug zum damals nagelneuen AGSHP waren schon was. Bei den zwei Wochen in Schwarzenborn Albaner mimen hab ich mich dann mit Verweis auf BFD verabschiedet.
Styx
Wobei mich meine letzte Wehrübung gelehrt hat das die Uffze heuzutage eh nur noch soviel können wie früher die OGs, Schnellbesohlungslehrgang sei Dank.
Naja was solls ich bin eh raus ich pass nicht mehr ins System, mittlerweile bin ich ausgeplant. thefinger.gif
SoldierofFortune
Wilkommen im Club Styx. Als ich da war, waren in der Kompanie zwischen 15 und 17 Unteroffiziere und 2 Offiziere in der Kompanie. Allerdings braucht man wohl bei ner Leo-Einheit eh mehr davon als bei der Infantrie
kato
Hmm, bei uns dürfte die STAN-Besetzung an Dienstgraden (ABCAbw) knapp höher gelegen haben. Aus dem Kopf heraus müßtens (offiziell) 3 Offze, 6-7 Uffze m.P. und 12 Uffze o.P. in der Kompanie gewesen sein.
Autolyse
ZITAT(SoldierofFortune @ 1. Jun 2009, 21:05) *
Ich hatte das Glück, dass, trotz der standartmäßig nicht praxisgerechten Schießausbildung, trotzdem noch viel und umfangreich mit Handwafen zu schießen. Da denk ich mal, dass das weit mehr als im Druchschnitt war. Dies wiederum lag am Kompaniechef. Guterweise wurde auch darauf geachtet, dass man sein Handwerkszeug beherscht und zusätzlich wurde, trotz dass ich in einer Panzereinheit war, viel Wert darauf gelegt, dass man noch die Füße zur Fortbewegung schult. Allerdings waren bei mir auch noch 3 Monate AGA und § Monate SGA drin. Wärend der Uffz-Ausbildung wurde dann noch mal mehr gemacht. Wobei ich der Meinung bin, dass das, was bei der Uffz-Ausbildung gelehrt wurde, eigentlich das ist, was der Soldat als Minimum wissen und können sollte.

Ich bin das Gegenbeispiel. Ich bin als SaZ 2 in der ganzen Dienstzeit nicht auf eine dreistellige Anzahl von Patronen im scharfen Schuss gekommen.
[Wer Verwendung und Verband errät bekommt nen virtuellen Keks.]
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