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Vollansicht: moderne Gefechtshelme
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stillermitleser
Mittlerweile gibt es ja weltweit die verschiedensten Modelle an Gefechtshelmen. Bw-Gefechtshelm von Schuberth, MICH, ACH usw.
Jetzt würde mich persönlich interessieren nach welchen Vorstellungen bzw. Richtlinien diese verschiedene Modelle entwickelt wurde. Da ja ein paar der Modelle sich im Aussehen und der Handhabung deutlich unterscheiden.
Leider konnte ich durch meine, wahrscheinlich unzureichenden Suchmaschinenkenntnisse keine näheren Informationen dazu finden. Zwar weiß ich das die Firma Schuberth den Gefechtshelm der Bw herstellt, jedoch konnte ich keine Internetseite zu den technischen Hintergründen zu dem entsprechenden Helmmodell finden.
Besonders würde mich auch interessieren welche Helme damals in Konkurrenz zum aktuellen Bw-Helm standen und wie die zukünftige Entwicklung auf diesem Gebiet aussieht.

SoldierofFortune
Also mir gefiehl die Blechdose, die ich auf dem Kopf trug ganz gut. Immerhin konnte man darin sogar Wasser kochen.
Nite
Beim Bw-Gefechtshelm und anderen Helmen dieser Generation (z.B. der PASGT-Helm der Amerikaner) war noch allein der Schutzgedanke ausschlaggebend, während bei "moderneren" Designs (MICH, ACH, TC2001, FAST) einerseits verstärkt wert auf die Kompatibilität mit Sprechsätzen gelegt wird, andererseits versucht man die Helme leichter zu machen.


OpsCore FAST


MSA TC2000 MICH


MSA TC2001


Mk6A der Briten

Bei zukünftigen Entwicklungen geht man einerseits in Richtung modularer Ansätze (IdZ-ES, VOSS), andererseits spuken auch immer noch die Integral-Helme diverser IdZ- und FFW-Präsentationen/MockUps durch die Gegend.


GALEA des niederländischen VOSS-Programms


GALEA Prototyp



IdZ-ES
stillermitleser
Danke erstmal für die vielen interessanten Bilder!
Besonders den niederländischen GALEA-Helm finde ich sehr innovativ.
Wie werden eigentlich die verschiedenen Modula am Helm befestigt? Ist das ein Stecksystem mit einer art Dübel oder gibt es an der Innenseite Steckanschlüsse? Das ganze muß ja bei den verschiedensten Erschütterungen und unter allen klimatischen Bedingungen sicher am Helm bleiben ohne den Träger zu verletzen.
Gab es denn dameals, bei der Einführung bzw. beim Test des Bw-Gefechtshelms auch andere Modell die getestet wurden oder war von Anfang an klar das die Firma Schuberth den Zuschlage bekommen wird?
So viel ich mich erinnern kann, wurde hier im Forum schon geschrieben das einige MICH-Helme bei den Spezialkräften offiziell eingeführt worden sind.
Würde es nicht auch Sinn machen diese Helme auch für die Auslandskontingente zu beschaffen?
Stichwort verwendbarkeit von Sprechsätzen und System Soldat im Einsatz.
Leider habe ich bisher keine Internetseiten der entsprechenden Hersteller gefunden um mich genauer zu informieren. Hat jemand einen Tipp für mich?


P.S. Unterliegen diese Helme, ähnlich wie einige Taschenlampen Exportbeschränkungen?

Nite
ZITAT(stillermitleser @ 9. Sep 2009, 16:59) *
Danke erstmal für die vielen interessanten Bilder!
Besonders den niederländischen GALEA-Helm finde ich sehr innovativ.
Wie werden eigentlich die verschiedenen Modula am Helm befestigt? Ist das ein Stecksystem mit einer art Dübel oder gibt es an der Innenseite Steckanschlüsse? Das ganze muß ja bei den verschiedensten Erschütterungen und unter allen klimatischen Bedingungen sicher am Helm bleiben ohne den Träger zu verletzen.
Die Frage kann ich leider nicht beantworten, da mir weder Detailbilder noch eine genaue Beschriebung dieses Features bekannt sind.

So viel ich mich erinnern kann, wurde hier im Forum schon geschrieben das einige MICH-Helme bei den Spezialkräften offiziell eingeführt worden sind.
Sowohl MICH als auch TC2001 werden bei Sepzialkräften verwendet.


Würde es nicht auch Sinn machen diese Helme auch für die Auslandskontingente zu beschaffen?
Stichwort verwendbarkeit von Sprechsätzen und System Soldat im Einsatz.
Sinn machen würde es auf jeden Fall, zumindest einige wenige Teileinheiten haben diese auch dezentral beschafft.

Leider habe ich bisher keine Internetseiten der entsprechenden Hersteller gefunden um mich genauer zu informieren. Hat jemand einen Tipp für mich?
MSA Paraclete
OpsCore

TC2001 auf Diamondbacktacitcal

P.S. Unterliegen diese Helme, ähnlich wie einige Taschenlampen Exportbeschränkungen?
Ist mir nichts bekannt,
Ist mir nichts von bekannt, auch nicht bei Taschenlampen.

fett
stillermitleser
Danke für die Detailreichen und ausführlichen Erläuterungen sowie die Links xyxthumbs.gif
Die balistischen Daten sind sehr interessant:
TC 2001:
ZITAT
Ballistic Resistance
9mm, 124 grain, FMJ @ 1450 fps, backface < 12 mm
Fragmentation Resistance
2 grain RCC @ 4075 fps
4 grain RCC @ 3450 fps
16 grain RCC @ 2425 fps
64 grain RCC @ 1700 fps
17 grain FSP @ 2150 fps


MICH:
ZITAT
Ballistic Resistance: 9mm, 124 grain, FMJ @ 1450 fps, backface < 12 mm
Fragmentation Resistance: Minimum V-50 Performance ( MICH Specification)
2 grain RCC @ 4075 fps
4 grain RCC @ 3450 fps
16 grain RCC @ 2425 fps
64 grain RCC @ 1700 fps
17 grain FSP @ 2150 fps


OpsCORE:
Link zu den balistischen Daten

In wie fern sind denn die Werte des Gefechtshelm Bw vergleichbar? Zumindest von der Formgebung dürfte er mehr Schutz bieten als die obigen Modelle, jedoch dürfte er nicht so bequem sein. Gibt es denn auch ähnliche Entwicklungen in Osteuropa? Man sieht ja relativ selten z.B. russische Soldaten mit Helmen.

Praetorian
ZITAT(stillermitleser @ 9. Sep 2009, 19:02) *
In wie fern sind denn die Werte des Gefechtshelm Bw vergleichbar? Zumindest von der Formgebung dürfte er mehr Schutz bieten als die obigen Modelle, jedoch dürfte er nicht so bequem sein.

ZITAT
2.3 Ballistische Festigkeit

Der Helm muss folgende Forderungen erfüllen:

- Splitterfestigkeit Helmkalotte
Der V50-Wert der Splitterfestigkeit gegen das 1,1 g Splitterdarstellungsgeschoss
nach STANAG 2920 muss ≥ 620 m/s sein.

- Splitterfestigkeit Halteschraube
Die Splitterfestigkeit gegen das 1,1g Splitterdarstellungsgeschoss nach STANAG
2920 muss ≥ 620 m/s sein.

- Ausbeulung
Die dynamische Ausbeulung darf beim Beschuss mit dem
1,1 g Splitterdarstellungsgeschoss nach STANAG 2920 bei einer Auftreffgeschwindigkeit
von VZiel = 560 m/s ± 10 m/s den Wert von 20 mm nicht über- steigen.

- Parabellumfestigkeit
Durchschusssicherheit nach V50-Beschuß gegen 9 mm Parabellum Vollmantelrundkopf,
Weichkern (VMR/WK), 8 g Geschossmasse bei einer V3 = 410 m/s ± 10 m/s.
Beschussentfernung: 5 m
http://daten.bwb.org/AG-Bund/TL/Daten/84700004_7.pdf

Etwas Eigeninitiative beim Suchen wäre nicht verkehrt wink.gif
stillermitleser
Danke für den Link. Ich habe auch unter BwB gesucht, aber leider nur diese Seite gefunden-> Link confused.gif
Habe im professionellen Umgang mit Suchmaschinen leider nicht so die Erfahrung.
Praetorian
ZITAT(stillermitleser @ 9. Sep 2009, 19:25) *
Danke für den Link. Ich habe auch unter BwB gesucht, aber leider nur diese Seite gefunden-> Link confused.gif

Unter Vergabe - Technische Lieferbedingungen findet man auf der Seite eine Suchfunktion für alle öffentlichen TL.
Auf die TL direkt kam ich per Google-Suche nach Gefechtshelm Bundeswehr "m/s", dort ist sie noch auf der ersten Seite.
nickless
Eine interessante Nachricht zum Thema Helme ist auch, dass die US-Streitkräfte anscheinend an der Einführung eines neuen Gefechtshelms aus HDPE, der bisherige Helme aus Kevlar in der Schutzwirkung deutlich übertreffen soll:

Army’s new plastic helmet tops Kevlar ACH

Das Thema Gewicht wird passenderweise nicht erwähnt...
stillermitleser
Na mal abwarten was da raus kommt. Kann ich mir irgendwie schwer vorstellen wie das ganze realisiert werden soll. Aber wenn man bedenkt was der Gefechtshelm vor nicht einmal hundert jahren war und wo wir heute stehen...

@ Praetorian: Danke für die Google-Info xyxthumbs.gif
schleicher
es gibt zwei tendenzen (im vergleich neuer helm zum bestehenden ACH):

1. gleicher schutz, dafür leichter (beispiel FAST)
2. gleiches Gewicht, höherer Schutz (Beispiel ECH) enhanced combat helmet

ausserdem sind adaptionen und modularität "in"



es gibt diskussionen wer zuerst da war, GALEA oder OPSCORE. beide motzen über den anderen aber OPSCORE hat sein System schon vor Jahren auf der ShotShow als Prototyp vorgestellt. aber das ist wohl etwas wie das Huhn und das Ei. Im Rahmen der Modernisierung hat sich Hollands Armee wohl auf OPSCORE festgelegt und dann kam der eigene Entwurf nach. (so die version auf der DSEI diese Woche) Allerdings verstehe ich das die Niederländer Ihr Geld gerne im Landlassen wollen.
Dave76
ZITAT
GENTEX Awarded $1.8 Million Enhanced Combat Helmet (ECH) Contract by U.S. Marine Corps Systems Command (MARCORSYSCOM)



CARBONDALE, PA (July 22, 2009) - The U.S. Marine Corps Systems Command (MARCORSYSCOM) awarded GENTEX Corporation of Carbondale, PA a $1.8 million contract for the production of Developmental Test units for the Enhanced Combat Helmet (ECH) program.

The purpose of the accelerated ECH acquisition program is to develop the next generation combat helmet that will eventually replace the currently issued USMC Lightweight Helmet (LWH) and U.S. Army Advanced Combat Helmet (ACH). The ECH will maintain the current headborne weight while providing a 35% increase in ballistic protection against fragmentation. This dramatic performance increase provides a clear advantage over current combat helmets. The ECH must successfully pass a battery of ballistic, non-ballistic and user trials before being fielded to Soldiers and Marines.

The ECH program is an important step forward by the U.S. Government to enhance protective systems for our Warfighters. It will rapidly move advanced product development into field use in a very short period. The GENTEX ECH Team along with other established helmet producers have been involved in a number of efforts to address this urgent operational requirement for increased ballistic protection; having those efforts mature into a major Government initiative is very beneficial to the Warfighter.

GENTEX' ECH design incorporates advanced processing and material technologies including DSM Dyneema's latest unidirectional (UD) composite. DSM Dyneema is a technology leader in high performance materials and a valued member of the GENTEX ECH Team. The new materials and processing technologies pioneered by the ECH program will not only increase ballistic protection without compromising the integrity of the current helmets, but will also facilitate future advances in head protective systems.

[...]

Quelle
Nite
ZITAT

Revision MPAS – Modular Protection Attachment System


Revision’s Modular Protection Attachment System is a three part system that adds considerable protection to the face without compromising standard military accessory integration or adding huge amounts of weight. The first element of the system is the halo. It attaches to a standard ACH and adds a milspec, low profile NVG mount, Ops-Core side rails and a rear mounted anchor point for the mandible shroud. The halo weighs about 75g, that’s 15 grams more than a current NVG mount.

The second part is the dual hinged eye shield that drops down and protects the eyes and upper face. The dual hinge keeps the visor from sticking straight out when not in use. It also locks in two positions, one that allows air to escape through the top and a second, tightly sealed position.

The third and final part of the system is one of three mandible guards. Revision offers a titanium wire mask for crowd control situations, and two ballistic versions with more or less cheek coverage that let the user choose between protection or weight. The ballistic mandible guard is rated the same or better than the ballistic rating for the ACH. No word on price, yet. Revision is looking to release the MPAS next year.












Quelle: MilitaryTimes


goschi
mit dem Stgw zu zielen dürfte damit ziemlich abenteuerlich werden.
aber hey, wenigstens kann man den selben Helm nutzen zum Motorradfahren, American Football spielen und auf dem Gefechtsfeld.
Nite
ZITAT(goschi @ 7. Oct 2009, 22:06) *
mit dem Stgw zu zielen dürfte damit ziemlich abenteuerlich werden.
aber hey, wenigstens kann man den selben Helm nutzen zum Motorradfahren, American Football spielen und auf dem Gefechtsfeld.

Ich denke auch das wird sich lösen lassen wenn man derartiges Einführt (ich denke da z.B: an die b&T MP5-Schulterstützen welche genau zu diesem Zweck von einigen Polizeiformationen verwendet werden)
Glorfindel
Aus verschiedenen Gründen würde es Sinn machen, einen Helmüberzug aus Stoff zu verwenden.
goschi
ZITAT(Nite @ 7. Oct 2009, 22:08) *
Ich denke auch das wird sich lösen lassen wenn man derartiges Einführt (ich denke da z.B: an die b&T MP5-Schulterstützen welche genau zu diesem Zweck von einigen Polizeiformationen verwendet werden)

natürlich lässt es sich lösen, aber gerade bei AR-15 Systemen mit der Schliessfeder im Kolben dürfte es schwerer werden und vor allem muss die Waffe eben an den Helm angepasst werden.
bei kleinen Polizeieinheiten ist das nicht das Problem, die haben idR ja eh genug verschiedenes Material angepasst an den jeweiligen Zweck, bei einer ganzen Armee dürfte es spannender werden, wie man das lösen will.

ZITAT(Glorfindel @ 7. Oct 2009, 22:14) *
Aus verschiedenen Gründen würde es Sinn machen, einen Helmüberzug aus Stoff zu verwenden.

wieso genau?
mir fällt nur jeweils passende Tarnbemalung ein (Winter, Sommer, Wüste, lilablümchentarn), in Zeiten in denen immer mehr das eine Muster für alles angepeilt wird, nimt dieser Punkt aber mMn. ab.
Glorfindel
ZITAT(goschi @ 7. Oct 2009, 21:18) *
wieso genau?
mir fällt nur jeweils passende Tarnbemalung ein (Winter, Sommer, Wüste, lilablümchentarn), in Zeiten in denen immer mehr das eine Muster für alles angepeilt wird, nimt dieser Punkt aber mMn. ab.

- Helm glänzt nicht in der Sonne
- Helm erhizt sich weniger in der Sonne
- besser Tarnung gegenüber RLV und WBG wg. modernen Tarndrucken
agdus
Die Universaltarnmuster sind meiner Meinung nach nur eine Komination der Nachteile da es kein Tarnmuster gibt/geben kann das alles gut abdeckt.
Es wird halt ne Modeerscheinung sein wie so vieles. Stoffbezüge haben für mich mehrere Vorteie. Zum einen schützen sie den Helm vor Verkratzen (er bleibt quasi Formaldiensttauglich) und glänzen weniger als (gängige) Kunststoffbeschichtungen. Wenn sich die Mode in bezug auf die Tarnfarben wieder ändert ist ein neuer bezug billiger als ein neuer Helm.

edit: zu langsam
SLAP
ZITAT(goschi @ 7. Oct 2009, 22:18) *
ZITAT(Nite @ 7. Oct 2009, 22:08) *
Ich denke auch das wird sich lösen lassen wenn man derartiges Einführt (ich denke da z.B: an die b&T MP5-Schulterstützen welche genau zu diesem Zweck von einigen Polizeiformationen verwendet werden)

natürlich lässt es sich lösen, aber gerade bei AR-15 Systemen mit der Schliessfeder im Kolben dürfte es schwerer werden und vor allem muss die Waffe eben an den Helm angepasst werden.
bei kleinen Polizeieinheiten ist das nicht das Problem, die haben idR ja eh genug verschiedenes Material angepasst an den jeweiligen Zweck, bei einer ganzen Armee dürfte es spannender werden, wie man das lösen will.
[...]


Bei AR-15 Systemen ginge das auch:
hmpf.gif
Bevor jemand fragt: Diese Waffen sind in Kalifornien legal.


Wenn die Schulterunterstützung zu weit von der Laufseelenachse entfernt ist, dürfte sich die Waffe (insbesondere bei Feuerstößen) schlechter kontrollieren lassen.
goschi
ich wusste, dass Bilder von kalifornischen ARs auftauchen biggrin.gif
SLAP
Dann darfst du so etwas auch nicht behaupten. biggrin.gif
goschi
doch, weil es immer noch nicht geht wink.gif
Nite meinte so etwas:


damit stört das helmvisier nicht beim Zielen, Nachteile sind dann wiederum der von dir genannte verlagerte Rückstoss, zum anderen kann man die Schulterstütze eben nicht mehr an die Backe anlegen, was verringerte Stabilität bedeutet.
bei deinen kalifornian-ARs stört die Schliessfeder, resp. ihr Gehäuse, weiterhin, denn dort wo die ist, ist sie einem mit dem Sturmtruppenhelm im Weg.
SLAP
HK ist es gelungen die "Röhre" deutlich zu kürzen. Würde das dann passen? rolleyes.gif

goschi
wenn man deutlich weiter hinten zielen würde, evtl. aber mMn ist sie immer noch störend.
aber das müsste man mal ganz pragmatisch austesten (wer besorgt den Motocrosshelm, wer das AR15 zum zerbasteln? biggrin.gif ) um eine wirkliche Antwort zu finden.

um zu verdeutlichen was ich meine:


dahin wo die Nase liegt reicht selbst bei der Hk-Variante schon das Schliessfedergehäuse hin, beim Soldaten kommt dann aber eben noch der Gesichtsschutz hin.

natürlich kann man all diese Probleme lösen (geschickter geformter Gesichtsschutz, einige kompromisse beim zielen, genau ausgeformte Schulterstütze, usw), ich meine nur, dass dieser Gesichtsschutz eben andere Probleme zu Tage bringt und diese wiederum eben bei einigen gewehren durch ihre Konstruktion schwerer zu lösen sind.
SLAP
Klarstellung: Ich finde den Helm bescheuert!
Es geht mir lediglich um die Machbarkeit.
goschi
die Idee hinter einem Vollschutzhelm finde ich prinzipiell begrüssenswert, aber die Form muss klar den Bedürfnissen angepasst werden, was eben u.a. die Waffe mit einbezieht.
solch klobige Brocken sind sicher keine Lösung.
Glorfindel
Es fragt sich allerdings schon, ob das AR15 der Weisheit letzter Schluss ist.
goschi
darüber kann man diskutieren, darum geht es mir aber nicht, denn tatsache ist nunmal, dass das AR15-System in vielen Streitkräften die Standardwaffe ist, zT auch erst seit neuem durch die ganzen neuen Waffen die auf diesem System aufbauen (Hk416, usw).
ergo muss Ausrüstung auch kompatibel dazu sein, denn nur wegen einem neuen helm wird kein land seine infanteriebewaffnung ändern.

nebst dem, das selbe problem (mit dem Vollschutzhelm) kriegen auch alle Länder mit Bullpup-Systemen, denn auch da kann man den kolben nicht einfach so aussparen/ummodelieren.
Almeran
Beschlägt sowas nicht auch sehr leicht?
stoenggi
Nicht zwangsläufig. Mir beschlägt z.B. der Eiskletterhelm mit ähnlicher Visierkonstruktion weniger als die Schutzbrille in der Armee. Wichtig ist immer, wie gross der Abstand zwischen Auge und Glas ist, bzw. wie gut eben dort die Luft zirkulieren kann. Beim ballistischen Schutz stossen wir dann auf ein Dilemma, da die Augen einerseits möglichst umfassend geschlossen werden sollen um das eindringen von Splittern zu minimieren, auf der anderen Seite muss genügend Belüftung vorhanden sein.
Bei Vollschutzmasken z.B. wird dann zusätzlich auch darauf geachtet, dass die Scheiben nicht mit der Ausatemluft (warm/feucht) beaufschlagt werden; dies liesse sich ggf. auch in einem solchen Helm ansatzweise realisieren (Atemluftlenkung).

Zusätzlich helfen natürlich auch div. Sprays, die ein Beschlagen deutlich mindern.
Rapax
Da dieser Helm modular ausgelegt ist, ist es doch sicherlich sowieso nicht angedacht standardmäßig mit dieser Vollschutzversion rumzulaufen. Sowas macht doch am ehesten Sinn bei Geschützbedienern auf Fahrzeugen, die entsprechend exponiert sind und die sich eben keine Waffe an die Wange drücken müssen.
stoenggi
Naja, habe ich einen Helm mit diesen Möglichkeiten möchte ich ihn auch bei RIOT Einsätzen tragen können und da ist der Einsatz von (nicht lethalen) Schusswaffen definitv nicht auszuschliessen...
SLAP


Die NATO hat offenbar eine Studie zu diesem Thema (Anschlagart vs. Helm) durchgeführt. Ab Seite 27. Informationsgehalt ist jedoch sehr dürftig.

http://www.dtic.mil/ndia/2008Intl/Richter.pdf
Nite
You can't do science without a labcoat biggrin.gif
Panzermann
dito.gif rofl.gif

Trennung.



ZITAT(Nite @ 8. Sep 2009, 22:03) *

IdZ-ES

Gibt es von dem Helm auch Nacktfotos? Ist der Helm modular? Oder auch nur eine klassische einteilige Kalotte?
HK G36k-sd
Laut irgendeiner PDF zum IDZ-Es die hier mal gepostet wurde soll mann da auch alles mögliche Dranbasteln können.
Ich erinnere mich schwach an einen Vollgesichtsschutz Helmdisplay usw.
Ich guck mal ob ich besagte PDF noch mal finde.
Praetorian
Hier auf Seite 12 gibt es ein paar kleine Bilderchen.
stillermitleser
Wie sieht eigentlich die ENtwicklung im Russland aus?
Meines erachtens nach sieht man zwar recht wenige Russische Soldaten mir modernen Gefechtshelmen in den westlichen Medien.
Aber das ein oder andere Bild mit einem Helm der einem Motorradhelm ähnelt konnte ich doch mal erhaschen.
Panzermann
Im Fersehen meine Ich auch schonmal einen Kevlarhelm geshen zu haben, der kann aber auch auf eigeninitiative zurückgegangen sein. Aber die meisten rennen immernoich mit den alten Stahlpötten herum. Ansonsten kenne Ich nur die "Calimero" Helme, die mit den Titanplatten drin. Mit den Kunststoffen haben sie es ja bis heute nicht so in Rußland.
stillermitleser
Zu meinem obigen Beitrag:
dieser russische Visierhelm
dieses Derivat westlicher Helmformen
und dieser "Motorradhelm" sind die einzigen russischen Helmformen die ich aus der neueren Geschichte kenne, die wahrscheinlich aus Kevlar sind.
Kann mir jemand zu diesen Modellen etwas genaueres bezüglich verbreitung und Einführung sagen?
MiC
Ich werfe mal gerade schnell was in den Raum, ohne hier was gelesen zu haben:


Die Marine bekommt einen eigenen Helm. Bin im Moment im AZS (Ausbildungszentrum Schiffsicherung) in Neustadt und dort haben wir für die Ausbildung schon ganz normale Feuerwehrhelme. Den gibt es an Bord teilweise schon wo die neuen Nomex Brandabwehranzüge eingeführt sind. Aber die Helme werden von Wache zu Wache weitergereicht, sind also keine persönliche Ausrüstung. Im AZS haben mir jetzt nun schon viele Lehrer gesagt, dass "wir" einen eigene Helm bekommen, der auch schon getestet wird, weil der Gefechtshelm an Bord einfach völlig Banane ist.
Falls ich den Helm mal zu Gesicht bekomme (weiß nicht ob einfach der Feuerwehrhelm flächendeckend eingeführt wird) sag ich euch mal weiteres.
Praetorian
ZITAT(MiC @ 24. Oct 2009, 14:59) *
weil der Gefechtshelm an Bord einfach völlig Banane ist.

Die Splittergefährdung an Bord ist noch höher als an Land.
MiC
Ich wollte damit nicht sagen, dass man auf einen Helm verzichten sollte. Aber als Brandabwehtrupp passt der Gefechtshelm einfach kaum noch. Da st der Feuerwehrhelm um einiges angenehmen zu tragen, was ich übrigens im Moment praktisch jeden Tag tue. Desswegen bin ich auch gespannt ob ein "Feuerwehrhelm tmil" kommt.


Früher:
http://www.marine.de/fileserving/PortalFil...sitory=youatweb


Heute (mit entsprechendem Helm, aber ohne Atemschutzgerät)
http://www.marine.de/fileserving/PortalFil...sitory=youatweb
Dave76
ZITAT(stillermitleser @ 24. Oct 2009, 13:51) *
Zu meinem obigen Beitrag:
dieser russische Visierhelm
dieses Derivat westlicher Helmformen
und dieser "Motorradhelm" sind die einzigen russischen Helmformen die ich aus der neueren Geschichte kenne, die wahrscheinlich aus Kevlar sind.
Kann mir jemand zu diesen Modellen etwas genaueres bezüglich verbreitung und Einführung sagen?

1. und 3. Bild: K6 MASKA
2. Bild: Borit-M 6B7/6B26 oder P7

Einfach mal bei 'Nii Stali' schauen, die stellen 'ne Menge der russischen Helme her:

http://www.niistali.ru/pr_secure/shlem_en.htm
SLAP
Weitere russische Hersteller von Schutzausrüstung (jeweils auf die englisch-sprachige Seite mit den Helmen verlinkt):

CLASS
ARMOCOM
FORT
KIRASA

Edit: Auf den russischen Seiten sind teilweise mehr Produkte zu finden.
Alexander
ZITAT(MiC @ 24. Oct 2009, 14:10) *
Ich wollte damit nicht sagen, dass man auf einen Helm verzichten sollte. Aber als Brandabwehtrupp passt der Gefechtshelm einfach kaum noch. Da st der Feuerwehrhelm um einiges angenehmen zu tragen, was ich übrigens im Moment praktisch jeden Tag tue. Desswegen bin ich auch gespannt ob ein "Feuerwehrhelm tmil" kommt.


Es werden noch Verhandlungen geführt über SKuKdo und versch. Hersteller für einen neuen Helm für alle die im Brandschutz der Bw tätig sind.Einen Feuerwehrhelm tmil wird es definitiv nicht geben da mann hier auf die gültigen Normen im Bereich Feuerwehr gebunden ist.
Schliesslich sind ja auch schon die neuen MSGAuer eingeführt bzw. im Zulauf.
SilverCircle
Hey!
Bin neu hier im Forum und habe direkt eine Frage zum BW-Gefechtshelm:
der hat ja diese Notöffnung/Schnellverschluss mit der ich mir den Helm vom Kopf reißen kann.
Ich habe mich mit mehreren Kameraden darüber unterhalten und wir waren unterschiedlicher Meinung wozu das da ist.
Ich habe in meiner AGA gelernt, dass das Ganze dafür benutzt wird, um den Helm bei ABC-Alarm möglichst schnell abzubekommen.

Meine Kameraden meinten aber, das sei für den Fall vorgesehen, dass der Helm einen Treffer (Splitter oder Beschuss) abbekommt. Der Helm soll dem Soldaten dann vom Kopf fliegen und so verhindern, dass der Soldat sich das Genick bricht.
Anderer Erklärungsversuch war, um den Helm möglichst schnell abzubekommen, falls sich ein Stock oder Ast darunter verfangen hat.

Ich halte die beiden anderen Erklärungsversuche jedoch für unrealistisch (insbesondere die Verhinderung des Genickbruchs).
Was stimmt denn nun? Wofür ist der Schnellverschluss tatsächlich da?
Und vor allem: gibt es Quellen, die das belegen? (ich habe bereits in der ABC-Abwehr aller Truppen gesucht, aber nichts entsprechendes gefunden)

Wäre für Hilfe wirklich sehr dankbar!

Grüße
SilverCircle
sdw
ZITAT(MiC @ 24. Oct 2009, 14:10) *
Heute (mit entsprechendem Helm, aber ohne Atemschutzgerät)
http://www.marine.de/fileserving/PortalFil...sitory=youatweb


rofl.gif
Das ist genau das "gute Stück", welches in der modernen Feuerwehrwelt so langsam ausgemustert wird in dieser Form. Es gibt zwar einige Versuche die Form mit einem neuen Innenleben beizubehalten aber das scheint eher nicht angenommen zu werden. Es gibt ja auch genug Alternativen inzwischen.
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