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Schwabo Elite
ZITAT(Mitleser @ 13. Oct 2016, 00:51) *
Warum reden sie von Deutschland und Frankreich?


STOP! Hier wird geduzt.

SE Mod
Kameratt
Ein längeres Interview der DW mit dem ukrainischen Außenminister Pavlo Klimkin.

http://www.dw.com/en/conflict-zone-guest-p...ter/av-35964853
Kameratt
Ein Fackelmarsch "der Nation" gestern in Kiew.
https://www.youtube.com/watch?v=GUlxZWdhKrY
http://korrespondent.net/ukraine/3757739-a...y-vozle-lavry#1
ZITAT
Rechtsextreme begehen ukrainischen Feiertag mit Fackelmarsch durch Kiew
Mit einem Fackelzug durch Kiew haben Nationalisten den ukrainischen Feiertag “Tag der Verteidiger der Ukraine” begangen. Nach Polizeiangaben beteiligten sich mehrere tausend teils vermummte Anhänger rechtsextremer Vereinigungen an dem Marsch durch die Hauptstadt. Sie forderten von der Regierung unter anderem eine Absage an den Friedensplan mit prorussischen Separatisten in der umkämpften Ostukraine. Das 2015 geschlossene Minsker Abkommen sei eine “Kapitulation” gegenüber Moskau.

An dem Marsch nahmen auch Mitglieder der paramilitärischen Organisation “Regiment Asow” teil, die eine Partei gegründet hat. Zum Vorsitzenden der sogenannten Nationalkorps-Partei wurde der Ex-Asow-Kommandeur und Abgeordnete Andrej Bilezki gewählt. Als Ziel nannte die Partei die Rückeroberung der Separatistengebiete.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte 2014 den sowjetischen “Tag des Vaterlandsverteidigers” am 23. Februar als Zeichen des Bruchs mit Moskau umbenannt und auf den 14. Oktober verlegt. Nationalisten feiern dann die Gründung der Ukrainischen Aufstandsarmee von 1942.

http://de.euronews.com/2016/10/14/rechtsex...ws+-+news+-+de)


Die Beobachter-Mission der OSZE wurde wieder zum Ziel eines Angriffes in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk.
http://www.osce.org/ukraine-smm/274926
http://www.osce.org/ukraine-smm/263026
Seneca
Einer der bekanntesten (Kampf um Flughafen Donezk) und in Russland populärsten russischen Milizenführer im Donbass, Arsenij Pawlow, Rufname "Motorola" soll durch einen Sprengsatz, der im Aufzug seines Hauses versteckt war, getötet worden sein.
http://www.interfax.ru/world/532735
Der SPIEGEL berichtete über "Motorola" :
"Russlands Medien feiern ihn, Menschenrechtler werfen Arsenij Pawlow Kriegsverbrechen vor. Laut Amnesty International hat der Separatisten-Kommandeur eigenhändig Gefangene erschossen. Pawlow gilt als Symbol für die Verrohung des Konfliktes."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukra...-a-1035242.html
schießmuskel
Diese Volksrepubliken sind nichts weiter als failed states mit Warlords und Milizen von Moskaus Gnaden die sich mittlerweile gegenseitig über den Haufen schießen und wegsprengen .
live by the gun die by the gun Herr "Oberstleutnant ".
Glorfindel
...man könnte auch auf die Worte Jesu in Matthaeus Kapitel 26 Vers 52 verweisen.

_____________________


Völlig überraschend kommt dies nicht, nachdem bereits mehrere DNR und LNR-Führungsleute gewaltsam ums Leben gekommen sind.
Dave76
ZITAT
Ostukraine

Neue Kräfte gegen den postsowjetischen Sumpf

Sowjetische Mentalitäten und Strukturen prägen die Ostukraine. Doch trotz des Krieges weichen mancherorts die Bastionen der alten Eliten auf – infolge des Euromaidan.

Ein Gastbeitrag von Ralf Fücks
16. Oktober 2016


[...]

Solange es keine Verständigung über die Schrittfolge bei der Implementierung der Minsker Vereinbarungen gibt, werden sie ein potemkinsches Dorf bleiben. Keiner unserer Gesprächspartner auf der ukrainischen Seite vertraut darauf, dass Moskau bereit ist, seinen Zugriff auf den Donbass aufzugeben, wenn die Ukraine in Vorleistung geht. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: für den Kreml ist "Minsk" das Instrument, den dauerhaften Einfluss Russlands auf die ukrainische Innen- und Außenpolitik zu sichern. Eine politische Lösung des Konflikts wird es erst geben, wenn Putin von diesem Ziel abrückt. Die Nagelprobe dafür ist der Abzug russischer Truppen und Waffen. So lange muss der Westen den politischen und ökonomischen Druck auf Moskau aufrechterhalten. Wer die Sanktionen bedingungslos aufhebt, kommt einer politischen Lösung nicht näher, sondern gibt sie faktisch auf.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-10...komplettansicht
Kameratt
Die Trauerprozession in Donezk für den bei dem Anschlag getöteten Arsenij Pawlow.
https://www.youtube.com/watch?v=pY0IlLEaUf0
Glorfindel
Tatsächlich, eine interessante Idee.

__________________________________

ZITAT(Kameratt @ 19. Oct 2016, 16:09) *
Die Trauerprozession in Donezk für den bei dem Anschlag getöteten Arsenij Pawlow.
https://www.youtube.com/watch?v=pY0IlLEaUf0


Die britische Presse hält es für wenig wahrscheinlich, dass es Ukrainer waren:
Prominent rebel warlord Arseny 'Motorola' Pavlov dies in Donetsk blast
ZITAT
Observers say 33-year-old killed as result of either an internal feud or Russia removing ‘inconvenient’ separatist leaders in the field
(...)
“Motorola was very careful with his security, he was paranoid about his safety and that of his family,” a source close to the rebel leadership said. “So the idea you could do a sophisticated hit like that requiring such close access requires someone in the inner circle. The official version is pretty doubtful.”

A number of rebel leaders in east Ukraine have been assassinated in the past 18 months, with Ukrainian diversionary groups blamed except in once incident, which was declared a suicide. However, many believe that the deaths are the result either of internal feuds, or even of Russian security services attempting to remove “inconvenient” and uncontrollable figures from the field.


'Declaration of war' in Ukraine as pro-Russian rebel commander Arseniy 'Motorola' Pavlov is assassinated in Donetsk lift bombing
ZITAT
In the wake of Pavlov’s death, Aleksandr Zakharchenko, leader of the DNR, accused Kiev’s forces of breaking the ceasefire and warned that “no mercy will be given” to Ukrainian soldiers and intelligence officers.

He described Pavlov as a “close friend” and said his death amounted to “a declaration of war.”

Ukraine's former head of foreign intelligence, Mykola Malomuzh, claimed that Pavlov had been in “serious dispute” with other pro-Russian militants, adding that his death was either approved by Moscow or the result of a “domestic showdown”.



Dieser Anschlag scheint damit bereits bestehende Verschwörungstheorien zu befeuern, auch wenn natürlich nichts bewiesen ist. Ich habe bereits vor mehr als zwei Jahren geschrieben, dass es das Gerücht gebe, dass der russische Geheimdienst den Auftrag habe, die Führung der Seperatisten zu liquidieren.
ZITAT(Glorfindel @ 14. Aug 2014, 18:38) *
(...) die Ukrainer behaupten schon lange, dass der russische Geheimdienst den Auftrag hat, die Führung der Seperatisten zu liquidieren, sollte die Rebellion scheitern. (...)

Persönlich halte ich verschiedene Theorien für möglich. Vielleicht wird man auch nie herausfinden, wer all diese Leute umgebracht hat. Es ist auch möglich, dass nicht alle Todesfälle zusammenhängen und dass verschiedene Ursachen vorliegen.
Luzertof
Wichtig ist am Ende ja auch nur, dass sie sterben. Nicht nur durch wessen Hand oder wie.

Wenn es gar mehrere Spieler gibt, die da parallel werkeln, finde ich das umso besser. Im Idealfall dehnt sich das dann später weiter nach Russland selbst aus.
laveinebleu
Und was soll daran ideal sein?
Luzertof
Lernen durch Schmerzen - und in Konsequenz andere Länder in Ruhe lassen.
Kameratt
ZITAT(Glorfindel @ 19. Oct 2016, 18:01) *
Dieser Anschlag scheint damit bereits bestehende Verschwörungstheorien zu befeuern, auch wenn natürlich nichts bewiesen ist. Ich habe bereits vor mehr als zwei Jahren geschrieben, dass es das Gerücht gebe, dass der russische Geheimdienst den Auftrag habe, die Führung der Seperatisten zu liquidieren.

In diesem Fall hat die Theorie einen Haken. Im Gegensatz zu den anderen Akteuren hegte Pawlow keinerlei politische Ambitionen. Er war lediglich ein Autowäscher, der es als Soldat zum Bataillonskommandeur innerhalb einer hierarchischen Struktur geschafft hat. Nur sein Ruhm stach aus der Masse heraus. Im Gegensatz dazu befehligten die anderen Personen durchaus Verbände in Brigadestärke, die oftmals kritisch und sehr eigenständig ggü. der Führung von DNR/LNR in Erscheinung traten.
laveinebleu
@luzertof
Aha. Der Zynismus ist stark in dir heute. Und das dies der Effekt sein würde, wage ich zu bezweifeln.
Glorfindel
ZITAT(Kameratt @ 19. Oct 2016, 17:52) *
ZITAT(Glorfindel @ 19. Oct 2016, 18:01) *
Dieser Anschlag scheint damit bereits bestehende Verschwörungstheorien zu befeuern, auch wenn natürlich nichts bewiesen ist. Ich habe bereits vor mehr als zwei Jahren geschrieben, dass es das Gerücht gebe, dass der russische Geheimdienst den Auftrag habe, die Führung der Seperatisten zu liquidieren.

In diesem Fall hat die Theorie einen Haken. Im Gegensatz zu den anderen Akteuren hegte Pawlow keinerlei politische Ambitionen. Er war lediglich ein Autowäscher, der es als Soldat zum Bataillonskommandeur innerhalb einer hierarchischen Struktur geschafft hat. Nur sein Ruhm stach aus der Masse heraus. Im Gegensatz dazu befehligten die anderen Personen durchaus Verbände in Brigadestärke, die oftmals kritisch und sehr eigenständig ggü. der Führung von DNR/LNR in Erscheinung traten.

Ich vertrete ja nicht diese Theorie, sondern wollte nur sagen, dass es für nicht überraschend kommt, dass Führungsleute getötet werden. Aufgrund dessen, dass sich bewaffnete Gruppen und kriminelle Gruppen oft nicht unterscheiden lassen (dies gilt auch für die andere Seite), verwundert es nicht unbedingt, dass da immer wieder Leute eines gewaltsamen Todes sterben. Pawlow erinnerte etwas an einen Milizenführer zu Zeiten der Balkankriege. Er machte auch nicht unbedingt den Eindruck, super intelligent zu sein. Mal abgesehen vom Rachemotiv wäre er für mich deshalb auch nicht ein Hauptziel für den ukrainischen Geheimdienst, da er wohl nicht der Führungskopf ist, denn man ausschalten muss.
Merowinger
ZITAT(Kameratt @ 19. Oct 2016, 18:52) *
Nur sein Ruhm stach aus der Masse heraus.

Definiere Ruhm - besser kann man Parallelwelten kaum illustrieren. Wikipedia:
ZITAT
Nach Konflikten mit dem russischen Gesetz und drohendem Gefängnis soll er sich infolgedessen für den Kampf in der Ostukraine entschieden haben. [...] Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Pawlow und seiner Einheit „Sparta“ vor, in der Zweiten Schlacht um den Flughafen Donezk mehrere Kriegsverbrechen verübt zu haben. Darunter soll auch der Fall des ukrainischen Soldaten Ihor Branowyzkyj sein, der zuvor gefangen genommen worden war und am 21. Januar 2015 von Pawlow mit zwei Kopfschüssen ermordet worden sein soll. Pawlow selbst gab später in einem Interview mit ukrainischen Journalisten zu, mindestens 15 gefangene ukrainische Soldaten erschossen zu haben. Amnesty trug dazu in einem Bericht vom 22. Mai 2015 Beweise zusammen.
Kameratt
ZITAT(Merowinger @ 19. Oct 2016, 19:04) *
ZITAT(Kameratt @ 19. Oct 2016, 18:52) *
Nur sein Ruhm stach aus der Masse heraus.

Definiere Ruhm.

Er hat an praktisch allen relevanten Schlachten teilgenommen und hat sich dabei als ein effektiver Kämpfer und Anführer erwiesen. Deswegen sind heute zwischen 10 und 50 tausend Menschen zu seiner Beerdigung gekommen. Nicht weil er ein Kriegsverbrecher war.
ZITAT(Glorfindel @ 19. Oct 2016, 19:03) *
Ich vertrete ja nicht diese Theorie, sondern wollte nur sagen, dass es für nicht überraschend kommt, dass Führungsleute getötet werden. Aufgrund dessen, dass sich bewaffnete Gruppen und kriminelle Gruppen oft nicht unterscheiden lassen (dies gilt auch für die andere Seite), verwundert es nicht unbedingt, dass da immer wieder Leute eines gewaltsamen Todes sterben. Pawlow erinnerte etwas an einen Milizenführer zu Zeiten der Balkankriege. Er machte auch nicht unbedingt den Eindruck, super intelligent zu sein. Mal abgesehen vom Rachemotiv wäre er für mich deshalb auch nicht ein Hauptziel für den ukrainischen Geheimdienst, da er wohl nicht der Führungskopf ist, denn man ausschalten muss.

Er war sicherlich nicht die intellektuelle Elite, jedoch anscheinend ein fähiger Militär und mit dem unterschiedlichen Vorzeichen eine wichtige Symbolfigur für beide Seiten. Als eine Person, die einen erheblichen Anteil an der Zerstörung des Mythos von "unbesiegbaren Cyborgs" hatte, kann ich mir durchaus vorstellen, dass er ein bedeutendes Ziel für den SBU darstellte.
schießmuskel
Erstens wurde der Mythos der Cyborgs nicht zerstört. Im Gegenteil, gelten sie aussserhalb von Russland als ein Paradebeispiel an Widerstandskraft und taktischem können. Sie haben dem Flughafen länger gehalten als es Menschenmöglich ist.
zweitens hat die Eroberung wenig mit Motorolas , Givis oder wie sich diese Verbrecher auch immer nennen mögen, Können zu tun. Das lag an einer Erdrückenden Überlegenheit an Mann und Material und Artillerie Dauerbeschuss. Mit diesen Mitteln kann ich auch einen Schimpansen zum Oberstleutnant machen und als stolzen Eroberer präsentieren.
Seneca
Nach Meinung des russischen Geheimdienstlers und zeitweiligen "Verteidigungsministers der Volksrepublik Donezk" Igor Girkin ("Strelkow") wurde "Motorola" nicht von fremden Kräften getötet.
ZITAT
Igor Strelkow, ebenfalls lange Feldkommandeur der prorussischen Rebellen in der Ostukraine, sieht hingegen die Täter in den eigenen Reihen. Niemand habe das Haus von Motorola betreten können, ohne dass die Sicherheitskräfte auf ihn aufmerksam geworden wären, zitiert das ukrainische Internetportal dialog.ua Strelkow.

https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5345817&s=Motorola/
Kameratt
ZITAT(schießmuskel @ 19. Oct 2016, 19:50) *
Erstens wurde der Mythos der Cyborgs nicht zerstört. Im Gegenteil, gelten sie aussserhalb von Russland als ein Paradebeispiel an Widerstandskraft und taktischem können. Sie haben dem Flughafen länger gehalten als es Menschenmöglich ist.
zweitens hat die Eroberung wenig mit Motorolas , Givis oder wie sich diese Verbrecher auch immer nennen mögen, Können zu tun. Das lag an einer Erdrückenden Überlegenheit an Mann und Material und Artillerie Dauerbeschuss. Mit diesen Mitteln kann ich auch einen Schimpansen zum Oberstleutnant machen und als stolzen Eroberer präsentieren.

Das ist eine ausgesprochen realitätfremde Sichtweise auf das Geschehen. Dass du immer noch daran festhälst, ist nach der Pathetik allerdings nicht wirklich überraschend. Wenn ich mich recht erinnere, hast du ja auch Islamisten mit Verbindungen zum IS glorifiziert, solange sie gegen die Separatisten kämpften. hmpf.gif
Tatsache ist jedoch, dass die ukrainischen Streitkräfe sich einer aus taktischer Sicht nahezu völlig sinnlosen, jedoch symbolträchtigen Schlacht um den Flughafen stellten und diese mit sehr hohen Verlusten, die in keinem Verhältnis zu dem erwarteten Nutzen standen, verloren haben.
Für seinen eigentlichen Zweck war der Flughafen nicht nutzbar (siehe Lugansk...) und als Brückenkopf für eine weitere Offensive gegen Donezk wiederum zu exponiert für das Feuer der Separatisten. Das Festkrallen in den Ruinen war keine Heldentat, sondern die logische Folge eines Fehlers. Jede Versorgungsfahrt einer Kolonne zu den Terminals glich einem Himmelfahrtskommando, bei dem auch dutzende ukrainische Soldaten ihr leben ließen oder in Gefangenschaft gerieten.
Konsequenterweise führte das Ganze dazu, dass die genannten Giwis und Motorolas eines Tages in das Terminalgebäude einmarschierten und dort seelenruhig eine Tonne Sprengstoff platzierten, deren Explosion das Ende des schon längere Zeit sich am retardierenden Moment befindlichen Heldenepos um die isolierten Cyborgs bedeutete.
schießmuskel
Tja, wenn der Flughafen so sinn- und nutzlos ist, frage ich mich warum die ganzen Nokias Givis monatelang versucht haben den zu erobern und hunderte dabei ins Gras beißen mussten.

Du kannst die Cyborgs und die ukrainusche Armee so viel durch den Dreck ziehen wie du willst, letztendlich haben sie Russland und Leuten wie dir gezeigt, dass sich Russland jeden m2 ukrainischen Boden blutig erkämpfen muss und Dank der Cyborgs und der anderen Soldaten und Freiwiligen wie Isa Munayev , ist der russischen Aggression Einhalt geboten worden und Novorossia ist nix weiter als ein kleiner Landstrich zwischen Donetsk, Luhansk und der russischen Grenze, den man getrost als failed State von Moskaus Gnaden bezeichnen indem sich die Warlords nun gegenseitig abschlachten.

So jetzt kannst du dich Ärgern. thefinger.gif
Crazy Butcher
Die Anzahl der von der OSZE beobachteten Verstöße hat sich mittlerweile zu (Un)gunsten der ukrainischen Armee verschoben.
http://www.faz.net/aktuell/politik/vor-spi...e-14487371.html
ZITAT
Die ukrainische Seite geht offensiver vor

Die ukrainische Seite hat deshalb offenbar ihr Herangehen verändert. Während eine Analyse der F.A.Z. über hundert Tage im Sommer noch ergab, dass die prorussischen Kämpfer den Waffenstillstand viel öfter brechen, als die Ukrainer, ist es im analysierten Zeitraum seit dem Beginn der „Entflechtung“ (22. September) und dem 14. Oktober umgekehrt gewesen. Die ukrainische Seite wurde – unter anderem von den drei Gefechtsfeldkameras der OSZE 1030 Mal eindeutig beim Feuern beobachtet, oder es wurden Einschläge im Separatistengebiet festgestellt – bei den von Russland unterstützten Kämpfern lag die Zahl der eindeutigen Verstöße dagegen nur bei 79.
Kameratt
ZITAT(schießmuskel @ 20. Oct 2016, 19:24) *
Tja, wenn der Flughafen so sinn- und nutzlos ist, frage ich mich warum die ganzen Nokias Givis monatelang versucht haben den zu erobern und hunderte dabei ins Gras beißen mussten.

Du kannst die Cyborgs und die ukrainusche Armee so viel durch den Dreck ziehen wie du willst, letztendlich haben sie Russland und Leuten wie dir gezeigt, dass sich Russland jeden m2 ukrainischen Boden blutig erkämpfen muss und Dank der Cyborgs und der anderen Soldaten und Freiwiligen wie Isa Munayev , ist der russischen Aggression Einhalt geboten worden und Novorossia ist nix weiter als ein kleiner Landstrich zwischen Donetsk, Luhansk und der russischen Grenze, den man getrost als failed State von Moskaus Gnaden bezeichnen indem sich die Warlords nun gegenseitig abschlachten.

So jetzt kannst du dich Ärgern. thefinger.gif

Es mussten keine hunderte Separatisten dabei ins Gras beißen. Die Verluste an Mensch und Material auf ukrainischer Seite waren hingegen erheblich höher. Bis heute gelten mehrere ukrainische Kämpfer als vermisst, weil nach der Explosion ihre Leichen vermutlich nicht aus den Trümmern geborgen werden konnten. Der neue Mythos vom "totalen Kampf" um jeden Quadratmeter bis zum bitteren Ende erscheint ebenfalls wenig schlüssig, wenn man bedenkt, dass die ukrainische Armee mehrmals nur mit Hilfe der Separatisten und unter Vermittlung der OSZE ihre eingeschlossenen Truppen vor Ort versorgen und austauschen konnte, und auf diese Weise Munition und Fahrzeuge an Motorolas Checkpoints schmuggeln musste, weil sie sonst nicht am Zielort angelangt wären.
https://www.youtube.com/watch?v=WS8ui7N_-p0
https://www.youtube.com/watch?v=LEYBtnZcO-g

Auch die Ausführungen zu "Novorossia" kann man durchaus kritisch hinterfragen. Für ein Failed State ist die Region immer noch viel zu gut entwickelt, mit ca. 17000km² auch nicht nenneswert klein und dank russischer Freiwilliger und dem Eingreifen der russischen Armee konnten die Zerstörungen entlang der Trennlinie relativ eingegrenzt werden. Der wirtschaftliche Enwicklungsstand oder die demografische Lage dieser Gebiete ist dabei durchaus mit Staaten wie Moldawien, Georgien, Estland oder Lettland vergleichbar.

Im Übrigen überschätzt du die Responsivität meines Gemützustands auf deine Beiträge maßlos.

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Eine nennenswerte Klarstellung zum Minsk-Abkommen im Rahmen des gestrigen Treffens im "Normandie-Format":

ZITAT
[...]
Wer auf greifbare Ergebnisse erpicht ist, muss das Abkommen im Grunde als Fehlschlag ansehen. Die Waffenruhe, der erste von mehreren vereinbarten Schritten, wird immer wieder gebrochen. Die schweren Waffen, obwohl längst verboten, rollen von beiden Seiten irgendwie immer wieder an die Front vor.

Dieser Minsker Prozess ist deshalb so schwierig, weil das Abkommen in einer Kriegsphase geschlossen wurde, in der die Ukraine vor der entscheidenden Niederlage stand. Deshalb musste Petro Poroschenko akzeptieren, dass im Minsker Ablaufplan nach der Waffenruhe zunächst lauter ukrainische Zugeständnisse folgen, bevor die Russen ihren wesentlichen Beitrag leisten. Konkret: Erst muss es ein Wahlgesetz geben, muss sich die Ukraine durch Verfassungsänderungen dezentralisieren, sollen die Separatisten unter diesen neuen Bedingungen wählen. Dann erst müssen die Russen der Ukraine wieder die Kontrolle über ihre Ostgrenze zugestehen, über die bis dahin munter der Nachschub für Moskau-treuen Separatisten laufen kann. Kein Wunder, dass die Separatisten und die ukrainischen Streitkräfte die Waffenruhe brechen, die Ukrainer nach OSZE-Beobachtungen in jüngster Zeit sogar häufiger.
[...]
Der Sinn der Gespräche im "Normandie-Format" besteht so weniger darin, etwas langfristig Haltbares oder gar Frieden zwischen Moskau und Kiew zu erreichen. Entscheidend ist, den heißen Krieg, der 2015 in einer gefährlichen Niederlage der Ukraine zu enden drohte, einzufrieren. Dieser Krieg hätte das Land zum Kollaps führen können. Seine unangenehmen Ergebnisse werden so nicht umgekehrt. Wichtiger ist bisher nicht, was am Verhandlungstisch erreicht, sondern was verhindert wird. Das ist furchtbar unbefriedigend, aber besser als in Syrien.
[...]

http://www.zeit.de/politik/2016-10/wladimi...-ukraine-aleppo
Luzertof
Das Einzige, was Lettland, Estland, Moldawien, Georgien und das russische Besatzungsgebiet in der Ostukraine gemeinsam haben, ist die Möglichkeit weiterer russischer Aggressionen.

schießmuskel
Also die DNR Söldner lassen ukrainische Truppen, Munition und Nachschub durch, damit die Ukrainer sich auch schön weiter am Flughafen halten können und noch mehr Orks ins Jenseits befördern können.....richtige Strategen loser.gif

Ansonsten nehm ich das mit dem failed State zurück. Ich hatte ja keine Ahnung von den gewaltigen geographischen Dimensionen dieser Wirtschaftswunder Volksrepubliken.
Luzertof
Sei nicht so fies. Kameratt kommt aus Russland und findet es da super, für den wirkt selbst Dresden '45 wie eine blühende Landschaft zu der er aufschauen kann.
Praetorian
Ich glaube, hier muss demnächst mal wieder ein Thread Pause machen.
Ist es echt nicht mehr möglich, im Sandkasten zu spielen, ohne sich gegenseitig die Förmchen an den Kopf zu werfen?

-Mod
Seneca
Ich hatte die Gelegenheit mit einer Rentnerin zu sprechen, die aus dem Donbass zu ihren in Deutschland lebenden Verwandten geflohen ist. Sie hat noch Kontakt zu ein paar ehemaligen Nachbarn. Sie erzählte, dass insbesondere junge , leistungswillige Menschen im Donbass keine Zukunft sehen. Studieren oder arbeiten wollen diese jungen Menschen dort nicht, sie gehen ( seltener) nach Russland oder ( häufiger) in die freie Ukraine. Es verbleiben die alten Menschen und Unqualifizierte.
Kameratt
ZITAT(Crazy Butcher @ 20. Oct 2016, 20:30) *
Die Anzahl der von der OSZE beobachteten Verstöße hat sich mittlerweile zu (Un)gunsten der ukrainischen Armee verschoben.
http://www.faz.net/aktuell/politik/vor-spi...e-14487371.html


Viel interessanter fand ich die beiden Stellen:
ZITAT
Die Berichte, die nach einer von der F.A.Z. entwickelten Methodik ausgewertet worden sind, lassen, wie westliche Diplomaten aus mehreren Ländern der F.A.Z. bestätigten, erkennen, dass die Ukraine mittlerweile den von Russland unterstützten Kämpfern nicht mehr erlauben will, trotz eines seit mehr als zwei Jahre gültigen Waffenstillstands in kleinen Schritten immer weitere Territorien zu erobern – seit dem „Minsker Protokoll“ vom 5. September 2014 summieren sich die verlorenen Gebiete auf mehrere tausend Quadratkilometer.


1000km² entspricht bspw. 32x32km oder ca. 40% der Fläche Luxemburgs. Leider erwähnt der Artikel nicht genau, wo sich solche Verluste ergeben haben sollen. Bis auf Debalzewo im Februar 2015, erinnere ich mich an keine Ereignisse, bei denen die Gewinne einer Seite auch nur annähernd in dieser Größenordnung lagen. Meistens handelte es sich dabei um die Besetzung kleiner Dörfer im "grauen Bereich", entlang der Trennlinie, wobei die Ukraine da tatkräftig mitgewirkt hat.

Die zweite Stelle bezieht sich auf:
ZITAT
Die ukrainische Seite stellt diese Befunde allerdings in Frage.
[...]
Außerdem nutzten die Separatisten die „Taktik des beweglichen Mörsers“ – sie sickerten ins Regierungsgebiet ein, um von dort aus ihr eigenes Territorium zu beschießen, und zwar vorzugsweise, bevor die Patrouillen der OSZE eine bestimmte Ortschaft besuchten. Wenn dann die Beobachter dort Einschläge registrierten, würden die der ukrainischen Seite zugeschrieben.

rofl.gif
ZITAT(Luzertof @ 20. Oct 2016, 21:12) *
Das Einzige, was Lettland, Estland, Moldawien, Georgien und das russische Besatzungsgebiet in der Ostukraine gemeinsam haben, ist die Möglichkeit weiterer russischer Aggressionen.

Das ist natürlich eine rein subjektive Betrachtung. Davon abstrahiert ergibt sich schon ein etwas anderes Bild.

Bevölkerungszahl Georgien (ohne Abchasien und Südossetien): 3,7 Mio.
Moldawien (ohne Transnistrien): 2,9 Mio.
Estland: 1,3 Mio.
Lettland 2 Mio.
Litauen 2,9 Mio.
Auf dem von den Separatisten gehaltenem Gebiet der Ostukraine lebten vor dem Krieg ca. 3,7 Mio Menschen und die meisten Quellen gehen davon aus, dass nach den Fluchtbewegungen es heute immer noch 3 Mio. sind, wobei diese Zahl in den letzten Monaten wohl noch etwas wuchs, weil Flüchtlinge aus Russland auch zurückkehrten.

Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, gemessen nach der Kaufkraftparität, ergeben sich für Moldawien und 2015 ca. 5000 USD und für Georgien 9200 bis 9600 USD.
Ein entsprechender Wert für die Ukraine liegt bei 8000 USD, wobei der Donbass hierbei etwas über dem Landesdurchschnitt lag. Aufgrund des Krieges gab es auch hier sicherlich enorme Verluste, aber der absolute Stillstand herrscht dort nicht und die Größenordnung sollte klar sein.

Auch was die Fläche angeht, so liegen diese Gebiete z.B. zwischen Israel und dem Libanon oder zwischen Slowenien und Montenegro.

Jetzt, wo ich darüber nachdenke, fällt mir noch eine weitere Gemeinsamkeit auf. Lettland, Estland, Moldawien und Georgien haben sich von einem größeren Staat während einer Revolution abgespalten. Also genauso wie Teile des Donbass von der Ukraine.
ZITAT(Seneca @ 20. Oct 2016, 23:19) *
Ich hatte die Gelegenheit mit einer Rentnerin zu sprechen, die aus dem Donbass zu ihren in Deutschland lebenden Verwandten geflohen ist. Sie hat noch Kontakt zu ein paar ehemaligen Nachbarn. Sie erzählte, dass insbesondere junge , leistungswillige Menschen im Donbass keine Zukunft sehen. Studieren oder arbeiten wollen diese jungen Menschen dort nicht, sie gehen ( seltener) nach Russland oder ( häufiger) in die freie Ukraine. Es verbleiben die alten Menschen und Unqualifizierte.

Also in etwa das Gleiche wie in Moldawien, Lettland, Litauen oder auch der Restukraine?
Seneca
Ein weiteres Unglück für die Menschen im Donbass ist , dass viele von den aus dem Donbass Geflohenen ihr Geld in eine Wohnung oder Häuschen dort investiert hatten. Die Wohnungen sind aber faktisch unverkäuflich, kein Mensch investiert dort Geld in Immobilien, es stehen dort viele Wohnungen leer. Für die Exilanten ist das deshalb besonders tragisch, weil beispielsweise in beliebten Städten wie Kiew die Nachfrage nach Wohnungen groß und die Mieten deshalb relativ hoch sind.
Kameratt
Die ukrainische Oblast Dnipropetrowsk will in ihren Staatseinrichtungen "Patriotismus-Unterricht für Erwachsene" einführen. Dieser soll von Freiwilligen, Pädagogen und Künstlern vermittelt werden.
Bislang galt diese Form des Unterrichts lediglich für Kinder im Schulsystem. Nachdem es jedoch zu einem Handgemenge zwischen einer Frau und einem ukrainischen Militärangehörigen im Stadttheater von Dnepr (so der neue Name von Dnipropetrowsk) gekommen ist, sei der Regionalverwaltung klar geworden, dass auch Aufklärungsarbeit unter der erwachsenen Bevölkerung notwendig ist.
http://korrespondent.net/ukraine/3763074-n...tyzmu-vzroslykh
vonFeilitzsch
ZITAT(Kameratt @ 19. Oct 2016, 18:52) *
In diesem Fall hat die Theorie einen Haken. Im Gegensatz zu den anderen Akteuren hegte Pawlow keinerlei politische Ambitionen. Er war lediglich ein Autowäscher, der es als Soldat zum Bataillonskommandeur innerhalb einer hierarchischen Struktur geschafft hat. Nur sein Ruhm stach aus der Masse heraus. Im Gegensatz dazu befehligten die anderen Personen durchaus Verbände in Brigadestärke, die oftmals kritisch und sehr eigenständig ggü. der Führung von DNR/LNR in Erscheinung traten.


Pawlow ("Motorola") erhielt in den westliche Medien erst eine gewisse Bekanntheit als das er sehr offen durch ihn verübte Kriegsverbrechen, die Hinrichtung ukrainischer Kriegsgefangener, bekannt gab. Lebt diser (vermutlich georgische) Rebellenkommandeur alias Givi eigentlich noch?
schießmuskel
Ja er lebt noch !! Wobei seine Halbwertszeit wahrscheinlich auch schon erreicht ist.
Seneca
Der ukrainische Journalist Roman Suschtschenko wurde wenige Stunden (!) nach seiner Ankunft in Moskau festgenommen, er habe zielgerichtet Informationen über die neue russische Nationalgarde gesammelt, so der Vorwurf des russischen FSB. Die Inhaftierung stößt auf scharfe Kritik: "Das Vorgehen verletzt internationale Regeln aufs Gröbste", sagt Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/russ...-a-1118412.html
Stefan Kotsch
Ich packs mal hier mit rein. Weil. Die Parallelen sind doch zu auffällig.

Der Botschafter Russlands in Serbien machte einige spekulative Äußerungen über eine Ausweisung von Russen aus Serbien. Schreibt die SNOB. aus Russland

Bereits einige Tage zuvor waren einige Russen aus Serbien ausgewiesen worden wegen einer Beteiligung an der Vorbereitung eines Angriffs auf das Parlament von Montenegro. Der Premierminister Serbiens Aleksandar Vucic sagte, dass diese Personen mit moderner Ausrüstung für die Überwachung des Premierministers von Montenegros Milo Djukanovic ausgestattet war und dass hinter ihnen "sehr ernsthafte, mächtige Kräfte " stehen. Mehrere Serben zusammen mit "Ausländern" wären bereit gewesen das Parlament Montenegros zu besetzen und das Feuer zu eröffnen auf Teilnehmer einer Kundgebung der Opposition. Der russische Sekretär des Sicherheitsrates Nikolai Patruschew kam extra nach Belgrad um doe Wogen zu glätten.
https://snob.ru/selected/entry/115695

Lokale serbische Medien berichteten, dass die Täter mit Kryptographie-Telefonen verbunden waren und qualitativ hochwertige Satellitenbilder mehrerer Objekte besaßen. Sie hätten buchstäblich jeden Schritt des Premierminister von Montenegro überwacht.
Nach dem Treffen erklärten Patruschew und Vucic: "Es wurde festgestellt, dass die Sicherheitskräfte Russlands und Serbiens erfolgreich zusammenarbeitet haben. Na dann ist ja alles gut.
https://snob.ru/selected/entry/115678

Heilige Sche...e, was war denn da wieder los? Sind etwa ein paar "Urlauber" durchgedreht? smokin.gif

Mal fix Google bemüht zu Montenegro:
"Seitdem sich Montenegro 2006 per Referendum von Serbien gelöst hat, verfolgt Podgorica eine Politik der europäischen und euro-atlantischen Integration. Bereits 2008 bewarb sich der noch junge Staat um den Beitritt zur EU, seit 2012 werden Beitrittsverhandlungen geführt. Sicherheitspolitisch hatte man seit Ende 2006 im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden mit dem Nordatlantikpakt kooperiert, einen Mitgliedschaftsaktionsplan ... setzte man seit 2009 um."
http://www.kas.de/wf/de/33.45330/
Montenegro ist also vom rechten Pfad abgekommen und will nicht nur in der EU, sondern auch in der NATO Mitglied werden.
Madner Kami
Antiverschwörungsverschwörungstheorie, die das ganze als Aktion der Marke Werwolf denunziert, weil kleine grüne Männchen aus Russland ein propagandistisches Hirngespeinst der antirussischen Neonazis in Europa sind in 3... 2... 1...
Scipio32
Ich hätte da auch mal eine Frage. Ich höre immer wieder, das in der Ukraine Faschisten übelster Sorte dir Macht übernommen hätten. Wisst ihr was darüber? Ich finde aus auf Seiten wie rt-deutsch nicht wirklich etwas darüber.
vonFeilitzsch
Das wurde hier, unter anderem, seit 327 Seiten diskutiert. RT Deutsch ist eine recht fragwürdige Quelle dafür.
Lies:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/russ...-a-1111722.html

vielleicht hilft dir dieser Artikel.
Scipio32
ZITAT(vonFeilitzsch @ 29. Oct 2016, 13:35) *
Das wurde hier, unter anderem, seit 327 Seiten diskutiert. RT Deutsch ist eine recht fragwürdige Quelle dafür.
Lies:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/russ...-a-1111722.html

vielleicht hilft dir dieser Artikel.


Ok, damit ist zumindest erst einmal geklärt, woher der Wind weht.
SailorGN
Das russische Spiel mit dem Begriff hat viele Facetten, die idR nicht mit der wissenschaftlichen Definition des Begriffes übereinstimmen, tlw. sogar konträr dagegen stehen. Wichtig zu wissen: Die Nutzung des Wortes soll insbesondere russische Medienkonsumenten auf mehreren Ebenen manipulieren: Erstens natürlich hinsichtlich der Dämonisierung des jeweiligen Gegners (der/die/das, was "faschistisch" genannt wurde), zweitens eine Brücke zum Kampf der SU gegen den Überfall des Dritten Reiches schlagen (da in Russland so ziemlich jede Familie in dieser Zeit durch den Krieg Mitglieder verloren hat eine emotionale Angelegenheit), drittens die Epik dieses Kampfes ins "Heute" herüberziehen und viertens (am wichtigsten) eine Rechtfertigung zur Bekämpfung des jeweiligen "Faschisten" durch Russland zu konstruieren.
Madner Kami
ZITAT(SailorGN @ 29. Oct 2016, 16:28) *
Das russische Spiel mit dem Begriff hat viele Facetten, die idR nicht mit der wissenschaftlichen Definition des Begriffes übereinstimmen, tlw. sogar konträr dagegen stehen. Wichtig zu wissen: Die Nutzung des Wortes soll insbesondere russische Medienkonsumenten auf mehreren Ebenen manipulieren: Erstens natürlich hinsichtlich der Dämonisierung des jeweiligen Gegners (der/die/das, was "faschistisch" genannt wurde), zweitens eine Brücke zum Kampf der SU gegen den Überfall des Dritten Reiches schlagen (da in Russland so ziemlich jede Familie in dieser Zeit durch den Krieg Mitglieder verloren hat eine emotionale Angelegenheit), drittens die Epik dieses Kampfes ins "Heute" herüberziehen und viertens (am wichtigsten) eine Rechtfertigung zur Bekämpfung des jeweiligen "Faschisten" durch Russland zu konstruieren.


Dazu sei aber fairerweise auch gesagt, dass es in der Ukraine einen deutlichen rechts-nationalen Ruck gegeben hat. Selbiger ist freilich auch zu erheblichen Teilen eine direkte Folge des russischen Einmarschs auf der Krim und in der Ostukraine, frei nach dem Motto, meines Feindes Feind, ist mein Freund. Die Ukraine war logischerweise für alle Hilfe dankbar und die Quelle relativ egal, mit entsprechenden Folgen. Dazu RT nach ihrer Sichtweise abzuscannen, ist dann freilich den Bock zum Gärtner zu machen.
Stefan Kotsch
ZITAT(Madner Kami @ 28. Oct 2016, 17:34) *
Dazu sei aber fairerweise auch gesagt, dass es in der Ukraine einen deutlichen rechts-nationalen Ruck gegeben hat.

Wenn rechts-nationaler Ruck bedeutet, dass der ukrainische Nationalismus erneut aufgeblüht ist, dann war der rechts-nationale Ruck in Russland um Größenordnungen stärker. Russland schwelgt ja im Moment geradezu selbstverliebt im Gefühl kurz vorm 2. Großen Vaterländischen Krieg zu stehen, umringt von Faschisten. Das gesamte Politikverständnis in Russland findet darin seine Nahrung. Die inhaltlich völlig verfehlte inflationäre Verwendung des Begriffs Faschismus ist Ausdruck der Nichtaufarbeitung der eigenen sowjetischen Geschichte. Das Eingeständnis nämlich das Faschismus und Kommunismus Geschwister sind fällt Russland so schwer wie den Türken ein Eingeständnis in der Armenienfrage.
Madner Kami
ZITAT(Stefan Kotsch @ 29. Oct 2016, 20:21) *
ZITAT(Madner Kami @ 28. Oct 2016, 17:34) *
Dazu sei aber fairerweise auch gesagt, dass es in der Ukraine einen deutlichen rechts-nationalen Ruck gegeben hat.

Wenn rechts-nationaler Ruck bedeutet, dass der ukrainische Nationalismus erneut aufgeblüht ist, dann war der rechts-nationale Ruck in Russland um Größenordnungen stärker. Russland schwelgt ja im Moment geradezu selbstverliebt im Gefühl kurz vorm 2. Großen Vaterländischen Krieg zu stehen, umringt von Faschisten. Das gesamte Politikverständnis in Russland findet darin seine Nahrung. Die inhaltlich völlig verfehlte inflationäre Verwendung des Begriffs Faschismus ist Ausdruck der Nichtaufarbeitung der eigenen sowjetischen Geschichte. Das Eingeständnis nämlich das Faschismus und Kommunismus Geschwister sind fällt Russland so schwer wie den Türken ein Eingeständnis in der Armenienfrage.


Ganz genau. Deswegen ist es ja gerade so unsinnig sich via russischer Propagandaschleudern über den "ukrainischen Faschismus" informieren zu wollen (Bock zum Gärtner), denn diese vertreten ja genau die Stoßrichtung in ihrem eigenen Land, die sie beim "Gegner" kritisieren.
Kameratt
ZITAT(Madner Kami @ 29. Oct 2016, 16:34) *
Dazu sei aber fairerweise auch gesagt, dass es in der Ukraine einen deutlichen rechts-nationalen Ruck gegeben hat. Selbiger ist freilich auch zu erheblichen Teilen eine direkte Folge des russischen Einmarschs auf der Krim und in der Ostukraine,

Diesen Rechtsruck hat es bereits mit dem Euromaidan gegeben und er war auch eines seiner erklärten Ziele. Eine große Mehrheit der Aktivisten, Steine- und MC-Werfer, die sich Straßenschlachten mit der Polizei lieferten, stammte aus rechten Gruppen. Der Maidan selbst war eine große Selbstdarstellungsbühne für solche Organisationen, die von der hiesigen Berichterstattung der Medien nahezu völlig ignoriert wurden. Der sogenannte Kommandant des Maidan, Andrij Parubij, war zuvor der Gründer der Sozial-Nationalen Partei und bekleidet seitdem wichtige politische Ämter.
schießmuskel
Richtig, der Rechtsruck kam schon vor Krim und Donbass und hat viel mit der russischen Bevormundung zu tun und vor allem mit dem gescheiterten Asoziierungsabkommen mit der EU. Dort ist die ukrainische Führung entgegen ihres Versprechens auf russichen Druck hin eingeknickt.

Es ist echt wie mit einem gewaltätigen EX, der auch 20 Jahre nach der Trennung immer noch meint über die Frau bestimmen zu können. Mit Psychoterror und mit blanker Gewalt wenn sie mit einem Anderen flirtet.
Nite
ZITAT(Kameratt @ 31. Oct 2016, 13:13) *
die von der hiesigen Berichterstattung der Medien nahezu völlig ignoriert wurden.

Ignoriert wenn man sämtliche Medien, von A wie ARD bis Z wie Zeit, ausblendet rolleyes.gif
Kameratt
ZITAT(Nite @ 31. Oct 2016, 13:33) *
ZITAT(Kameratt @ 31. Oct 2016, 13:13) *
die von der hiesigen Berichterstattung der Medien nahezu völlig ignoriert wurden.

Ignoriert wenn man sämtliche Medien, von A wie ARD bis Z wie Zeit, ausblendet rolleyes.gif

Naja, das war wohl ein Schuss in den Ofen.

Erstes Ergebnis: Ein Wikipedia-Eintrag zum Rechten Sektor.

Dann ein euphemistisch relativierender Zeit-Artikel, in dem Rechtsextreme unter dem Begriff "Patrioten" zusammengefasst werden.
ZITAT
[...]
Alle Demonstranten fordern Neuwahlen. Doch es gibt viele unterschiedliche Gruppierungen, die zusätzlich ganz eigene Interessen vertreten.

Die Patrioten: Die Anhänger der rechtsextremen Swoboda-Partei sind auf dem Maidan nicht in der Mehrzahl, bestimmen aber die Protestaktionen, weil sie wie in einer Armee der Opposition organisiert sind. Ein radikaler Teil der Swoboda-Anhänger ist der Rechte Sektor, eine Gruppe von jungen gewaltbereiten rechtsextremen Kämpfern, die mit selbstgebauten Waffen gegen die Sondereinsatzpolizisten vorgehen
[...]


Dann eine Seite mit dem Namen Was die Massenmedien verschweigen. Ich denke mal nicht, dass es selbst ein Massenmedium ist.

Dann die erste von mehreren Quellen (hier: ARD), die nach dem Maidan datiert ist.

Dann wieder ein relativierender Artikel der TAZ, der die Rolle der Rechtsextremen marginalisiert und ihre Erscheinung auf die Regierung selbst zurückführt.
ZITAT
„Nicht der Kern der Bewegung“
[...]Es handelt sich viel mehr um einen Bürgeraufstand gegen eine korrupte Regierung, die weiterhin mit allen Mitteln versucht, sich an der Macht zu halten, ohne auf die Interessen des Landes einzugehen. Die Betonung der Rolle rechtsradikaler terroristischer Elemente auf dem Maidan erfolgte allerdings gerade in den letzten Tagen auch explizit von russischer Seite, offenbar um die exzessive Gewalt gegen die Protestierenden zu rechtfertigen. Einer solchen Fehlinterpretation der Bewegung zu widersprechen war mein zentrales Anliegen.
[...]Durch die Gewalt von Seiten der Regierung sind die radikalen Elemente des Protests und die Gewaltbereitschaft generell gestärkt worden. Das ist jedoch vor allem eine Reaktion auf das Verhalten der Regierung und ihre Methoden zur Bekämpfung des Protests in den letzten Wochen und Monaten.[...]


Dann ein Artikel des Focus. Allerdings erst von 2015, als die Radikalen bereits zu einer Gefahr für die neue Regierung wurden. In diesem Fall hielt man sich bei der Wortwahl nicht mehr zurück:
Marsch auf Kiew! Ultrarechte Banden wollen Poroschenko stürzen

Dann eine Seite mit dem Namen Nachdenkseiten von 2015. Denke mal auch, dass es kein Massenmedium ist...

Dann auch ein Beitrag vom Deutschlandfunk, ebenfalls von 2015.

Dann ein Artikel der Springer-Medien zwei Wochen nach dem Maidan.

Und erst am Ende der Seite ein Beitrag auf Heise/Telepolis, die, wie gewohnt, nicht enttäuscht und das tatsächliche Bild der damaligen Berichterstattung zeichnet:
ZITAT
Wie rechts ist die Maidan-Bewegung?
Peter Nowak 24.02.2014
[...]
Tatsächlich war es doch so, dass ein Großteil der deutschen Politiker und Medien recht undifferenziert der Maidan-Bewegung Verdienste im Kampf gegen ein korruptes Regime attestierten und über die rechten Mitkämpfer schwiegen und hinwegsahen.

Weder Bundeskanzlerin Merkel noch Bundespräsident Gauck gingen darauf ein, als sie der Maidan-Bewegung bescheinigten, "unsere Werte" zu vertreten. Auch die grüne Europapolitikerin Rebecca Harms, die in den letzten Monaten häufig in der Ukraine weilte, erwähnte die rechten Mitstreiter mit keinem Wort.

Mit verlinkt ist zudem ein weiterer Artikel aus der tatsächlichen Zeit des Maidan.
ZITAT
Viel Verständnis für militante Rechte
Peter Nowak 22.01.2014
In den deutschen Medien wird viel Verständnis für rechte ukrainische Organisationen gezeigt, selbst wenn sie äußert gewalttätig auftreten
[...]
"Regierung holt Schläger nach Kiew"

Doch viele der Medien, die nach dem unfriedlichen Ende einer Demo in Hamburg eine harte Reaktion des Staates forderten, zeigten sich im Fall Ukraine sehr viel verständiger für den als gemäßigt konservativ geltenden Oppositionspolitiker Klitschko, dem gute Beziehungen zur CDU/CSU nachgesagt werden. Er machte im Wesentlichen die ukrainische Regierung für die Auseinandersetzung verantwortlich.

Klitschko beschuldigte die Regierung, Schläger nach Kiew mit der Anweisung zu randalieren gebracht zu haben; er lieferte allerdings dafür keinerlei Belege. Dafür haben Regierungsmitglieder zumindest in der Öffentlichkeit eher auf Deeskalation gesetzt und versucht, mit Teilen der Opposition ins Gespräch zu kommen. Die Taktik scheint aufzugehen.
[...]
Toleranz für militante Nationalisten

In deutschen Medien wird selten auf den politischen Kontext aufmerksam gemacht, in dem die Randalierer von Kiew stehen. Bei den jungen Männern, "die sich zur Gewalt provoziert fühlen", handelt es sich überwiegend um Angehörige der extremen ukrainischen Rechten. Manche bewegen sich im Umfeld der Swoboda-Bewegung, die sich offen in die Tradition der NS-Kollaborateure und Antisemiten stellen, die sich gemeinsam mit der deutschen Wehrmacht am Überfall auf die Sowjetunion beteiligten.
[...]
Nite
Alles andere als ein Schuss in den Ofen.
Wenn du die google Ergebnisse aufmerksam duchrgehst wirst du feststellen dass sämtliche relevanten Medien bereitss während dem Maidan darüber berichtet haben, womit sich deine Behauptung "von der hiesigen Berichterstattung ignoriert" schlicht und ergreifend als unwahr herausgestellt hat (was bei diesem "Argument" übrigens zu gefühlt 99% der Fall ist.
Madner Kami
ZITAT(Nite @ 31. Oct 2016, 17:32) *
Alles andere als ein Schuss in den Ofen.
Wenn du die google Ergebnisse aufmerksam duchrgehst wirst du feststellen dass sämtliche relevanten Medien bereitss während dem Maidan darüber berichtet haben, womit sich deine Behauptung "von der hiesigen Berichterstattung ignoriert" schlicht und ergreifend als unwahr herausgestellt hat (was bei diesem "Argument" übrigens zu gefühlt 99% der Fall ist.


Naja, dass Google die neuesten Ergebnisse auf der Startseite produziert, ist halt eine Wissenschaft und mehrere Seiten zurückzublättern, zu viel verlangt. Was immer der Narrative nützt...
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