Hilfe - Suche - Mitglieder - Kalender
Vollansicht: Ukraine
WHQ Forum > Allgemein > Politik-und Geschichteforum
Seiten: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120, 121, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139, 140, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149, 150, 151, 152, 153, 154, 155, 156, 157, 158, 159, 160, 161, 162, 163, 164, 165, 166, 167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205, 206, 207, 208, 209
Luzertof
Wer hat denn da T-72B3 in Kohleminen gelagert? Oder BTR-82A? Weiß man das?
Nite
Das sind halt so die Sachen die man im Urlaub verliert. Kann ja mal vorkommen.
Kameratt
Die Verluste des russisch-"separatistischen"-Heeres müssen ungeheurlich sein. Vor einem Monat hatte man noch 700 Kampfpanzer, mittlerweile nur noch 390.

Btw. Es gab tatsächlich Waffenlager in den stillgelegten Kohleminen des Donbass. Ich denke mal u.a. deshalb hatten die Separatisten, vor allem am Anfang, noch ziemlich viele antiquierte Waffen wie SKS oder PTRD.
Scipio32
ZITAT(Kameratt @ 1. Apr 2017, 16:43) *
Die Verluste des russisch-"separatistischen"-Heeres müssen ungeheurlich sein. Vor einem Monat hatte man noch 700 Kampfpanzer, mittlerweile nur noch 390.

Btw. Es gab tatsächlich Waffenlager in den stillgelegten Kohleminen des Donbass. Ich denke mal u.a. deshalb hatten die Separatisten, vor allem am Anfang, noch ziemlich viele antiquierte Waffen wie SKS oder PTRD.


Mit Zahlen muss man im Krieg immer sehr vorsichtig sein, da wird gerne aufgeblasen. Aber ich vermute mal, dass ich damit bei euch eh offene Türen einrenne.
kato
ZITAT(Kameratt @ 1. Apr 2017, 16:43) *
Ich denke mal u.a. deshalb hatten die Separatisten, vor allem am Anfang, noch ziemlich viele antiquierte Waffen wie SKS oder PTRD.

Die ukrainische Armee hatte vor wenigen Jahren noch riesige Waffenlager mit Handfeuerwaffen der 40er und 50er Jahre, die als Depots aus Sowjetzeiten noch vorhanden waren und die man damals - mit mittelmäßigem Erfolg - versuchte zu verkaufen. Davon dürfte auch einiges im Donbass gelegen haben, ggf. auch in solchen Stollen; wenn ich mich richtig erinnere waren in der Liste unter anderem gut eine Million SKS - Kampfpanzer, Artillerie o.ä. waren da aber natürlich keine dabei.
Schwabo Elite
Hier ging's aber nicht um Handfeuerwaffen, sondern um schwerstes Gerät, das zum Teil so modern ist, dass es die Ukraine nie besaß. Vor allem Panzer, die erst nach dem Fall der UdSSR und der Unabhängigkeit der Ukraine in Russland beschafft worden waren.
SailorGN
Hatte die SU wirklich derartige Mengen noch über? Die DDR bspw. hat den ganzen Kram ab den 70igern als Entwiklungshilfe in der Dritten Welt (Äthiopien, Mosambique) verklappt. Die Su hat doch ähnliches zumindest in Angola getan (bezahlt mit Dollars, die aus dem Verkauf angolanischen Öls an den Westen).

Bei den Handwaffen ist die Lagerungsthese nachvollziehbar, in den ersten Wochen des Konflikts gabs ja die ganze Palette bei den Handwaffen (PM1910, sogar dt. WK-Waffen) zu sehen. Geschütze und Panzer kamen aber ausschliesslich von Denkmälern... wie der stolze IS2, der von seinem Sockel gebrummt ist. Aber schweres/komplexes Gerät wird man sicher nicht in Kohlestollen lagern, die Handwaffen kann man Verpackt runterschaffen, aber für Panzer/Ari sind die Aufzugsanlagen einfach falsch geschnitten.
Schwabo Elite
Und Kohlestollen sind nicht gerade gut als Langzeitlager. Die neigen dazu feucht zu sein und eher eng. Kalistollen würden noch eher Sinn ergeben.
kato
ZITAT(SailorGN @ 3. Apr 2017, 19:23) *
Hatte die SU wirklich derartige Mengen noch über?

Irgendwo hab ich die Liste noch (rtf-Dokument auf ukrainisch, Stand war 2009 oder so...), es handelte sich als größte Posten u.a. um rund 2,5 Millionen M91/30, eine halbe Million SKS und eine gute halbe Million Maschinenpistolen aus dem Krieg. Beute- und Lend-Lease-Waffen - z.B. mehrere 10.000 amerikanische Maschinenpistolen - waren als eher überraschende Posten auch dabei. Außer den Handfeuerwaffen waren im wesentlichen nur mechanische und elektronische Ersatzteile für Fahrzeuge und anderes auf der Liste, überwiegend sehr antiquiertes Zeug (50er/60er).
Berichte über entsprechende Lager in der Ukraine - und in der Nähe des umkämpften Gebiets - finden sich z.B. hier beim Guardian 2014. Die New York Times schätzte 2005 die Menge an in der Ukraine nach 1990 verbliebenen Waffen auf rund 7 Millionen Stück und erwähnt eine damalige Planung, die Bestände bis 2017 mit Unterstützung der NATO um 1,5 Millionen zu reduzieren. Laut NATO wurden bis 2011 rund 400.000 Handwaffen vernichtet, der Fokus danach sollte auf Munition und Minen liegen.

P.S.: Siehe Guardian-Artikel oben. Salzmine.
Schneeball
Die Ukraine hat vor dem Internationalen Gerichtshof mit ihrer Klage gegen Russland abgekackt:

http://www.icj-cij.org/docket/files/166/19394.pdf

Einzig der Punkt mit den Krimtataren wurde angenommen, für alles andere, wie zB. Unterstützung der Separatisten, fehlten die Beweise eek.gif
Nite
Du solltest den Text noch einmal aufmerksam lesen
schießmuskel
Wow das ist echt eine Überraschung. Wie kamen die Separatisten bloß zu Großgerät was nie im Inventar der Ukraine war?
Aber egal Hauptsache du kannst dich freuen, dass die Ukraine abgeckackt hat
Kameratt
ZITAT
OSZE-Mitarbeiter in der Ostukraine getötet

Ein Mitglied der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine ist im Osten des Landes getötet worden, eine Frau aus Deutschland wurde verletzt. Offenbar ist ihr Fahrzeug auf eine Mine gefahren.
Sonntag, 23.04.2017 14:02 Uhr

In der Ukraine ist erstmals ein OSZE-Beobachter beim Einsatz in dem Kriegsgebiet ums Leben gekommen. Zwei weitere Mitarbeiter seien verletzt worden, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Kiew mit.

Bei dem Toten handele es sich um einen Amerikaner, sagte ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums der Nachrichtenagentur dpa in Wien. Die verletzte Person sei eine Frau aus Deutschland. Die Agentur Tass meldetet unter Berufung auf OSZE-Kreise, die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich.
[...]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ostu...-a-1144440.html
Schneeball
ZITAT(schießmuskel @ 21. Apr 2017, 17:32) *
Wow das ist echt eine Überraschung. Wie kamen die Separatisten bloß zu Großgerät was nie im Inventar der Ukraine war?
Aber egal Hauptsache du kannst dich freuen, dass die Ukraine abgeckackt hat


Ich freue mich überhaupt nicht darüber. Es ist aber wohl so, dass die Unterstützung doch nicht so glaskar ist, wie hier immer getönt wird. Zumindest in den Bereichen, die Gegenstand der Klage waren. Wenn ich das Papier richtig verstanden habe, ist der IGH gerade nicht auf den Hauptvorwurf, die Unterstützung "illegaler bewaffneter Gruppen", aus Mangel an Beweisen eingetreten. Da fragt man sich doch, wie das sein kann, wenn die Unterstützung derart offensichtlich sein soll.

Aber vielleicht habe ich da auch etwas nicht richtig verstanden, in dem Fall bitte ich um Klarstellung.
Nite
ZITAT
'Supporting terrorism' rejected

The court's ruling Wednesday means the ICJ will make no immediate demand against Russia for violating the International Convention for the Suppression of Financing Terrorism, as Kyiv was seeking.

"From the very start, there was an incorrect approach in determining the status of both the [self-proclaimed] LNR [Lugansk Peoples' Republic] and DNR [Donetsk Peoples' Republic] as terrorist groupings, but they are no Islamic State," said Kyiv's Institute of Global Strategies' Vadim Karasev. "They are rather classical separatist groupings."

While evidence has accumulated in reports of Russia's military support for the conflict, analysts and observers say calling it terrorism hampered Kyiv's case.

While the ICJ rejected provisional measures against Russia, it demanded Moscow ensure the rights of minority Tatars and Ukrainians in Russia-annexed Crimea and said Kyiv had a case showing otherwise.

VoA

400plus
ZITAT(Schneeball @ 24. Apr 2017, 07:08) *
Aber vielleicht habe ich da auch etwas nicht richtig verstanden, in dem Fall bitte ich um Klarstellung.


Hast du in der Tat nicht, siehe Nites Beitrag oder Russlands Argumente, insbesondere Ziffer 69ff. Selbst die Russen sagen nicht "wir haben kein Material geliefert", sondern "Die Konvention zur Bekämpfung der Finanzierung von Terrorismus ist nicht anwendbar, weil das, was da passiert, kein Terrorismus ist": (Hervorhebungen von mir)

"The Respondent points out that reports on human rights prepared by organizations such as the Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights (OHCHR), the OSCE and the International Committee of the Red Cross (ICRC) refer to the need to “respect international humanitarian law” and to “violations of the
[international humanitarian law] principles of distinction, proportionality and precaution”, but never characterize such acts as acts of terrorism.The Russian Federation states that incidents of attacks in residential areas are not plausibly governed by the ICSFT. [...] it has not been demonstrated that the armed groups in eastern Ukraine were engaging in acts of terrorism [...] [The Russian Federation] contends that there is no plausible allegation that it financed terrorism within the meaning of Article 2, paragraph 1, of the ICSFT. It recalls that Article 2 is concerned solely with funds supplied with the knowledge or intent that they are to be used for acts of terrorism, and that no evidence has been adduced that the Russian Federation purposefully provided funds for the commission of alleged terrorist acts."

Die Verteidigungsstrategie der Russen war also einfach, gar nicht über etwaige Lieferungen oder finanzielle Unterstützungen zu reden, sondern einfach klar zu machen, dass es sich hierbei nicht um Terrorismus handelt, was auch immer dort also passiert geht die ICSFT und ihre Organe nichts an.
Schneeball
ZITAT(400plus @ 24. Apr 2017, 11:55) *
ZITAT(Schneeball @ 24. Apr 2017, 07:08) *
Aber vielleicht habe ich da auch etwas nicht richtig verstanden, in dem Fall bitte ich um Klarstellung.


Hast du in der Tat nicht, siehe Nites Beitrag oder Russlands Argumente, insbesondere Ziffer 69ff. Selbst die Russen sagen nicht "wir haben kein Material geliefert", sondern "Die Konvention zur Bekämpfung der Finanzierung von Terrorismus ist nicht anwendbar, weil das, was da passiert, kein Terrorismus ist": (Hervorhebungen von mir)

"The Respondent points out that reports on human rights prepared by organizations such as the Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights (OHCHR), the OSCE and the International Committee of the Red Cross (ICRC) refer to the need to “respect international humanitarian law” and to “violations of the
[international humanitarian law] principles of distinction, proportionality and precaution”, but never characterize such acts as acts of terrorism.The Russian Federation states that incidents of attacks in residential areas are not plausibly governed by the ICSFT. [...] it has not been demonstrated that the armed groups in eastern Ukraine were engaging in acts of terrorism [...] [The Russian Federation] contends that there is no plausible allegation that it financed terrorism within the meaning of Article 2, paragraph 1, of the ICSFT. It recalls that Article 2 is concerned solely with funds supplied with the knowledge or intent that they are to be used for acts of terrorism, and that no evidence has been adduced that the Russian Federation purposefully provided funds for the commission of alleged terrorist acts."

Die Verteidigungsstrategie der Russen war also einfach, gar nicht über etwaige Lieferungen oder finanzielle Unterstützungen zu reden, sondern einfach klar zu machen, dass es sich hierbei nicht um Terrorismus handelt, was auch immer dort also passiert geht die ICSFT und ihre Organe nichts an.

Ah so, jetzt wird mir das klar! Die sagen, es sind Separatisten und keine Terroristen.
Luzertof
Nein, die sagen nur, dass es keine Terroristen sind.
Seneca
Die NZZ berichtet unter Bezug auf die "Novaya Gazeta" Neuigkeiten zum Abschuss von MH 17 über der Ostukraine:
ZITAT
Vieles spricht dafür: Der Afghanistan-Veteran Sergei Dubinski hat den Transport des Raketensystems koordiniert, das 2014 ein malaysisches Passagierflugzeug abschoss. Das bestätigt nun auch ein ehemaliger Dienstkamerad.


https://www.nzz.ch/international/mh17-katas...skau-ld.1288943
https://www.novayagazeta.ru/articles/2017/0...-hmuriy-s-voice
rekrats
Heute wurde ein Österreicher verhaftet der über Polen in die Ukraine ausreisen wollte.
Ihm werden Kriegsverbrechen (Ermordung von Gefangenen, Folter, Ermorden von Zivilisten usw.) vorgeworfen. Ort der Handlungen soll der Flughafen Donezk bzw. die Kampfhandlungen dort gewesen sein.

Es gab einen europäischen Haftbefehl der österreichischen Staatsanwaltschaft und bei einer der "neuen" Ausreisekontrollen wurde er überführt. Schön dass die Gesetze gegen den Terror wirken.
Er sollt auf der Seite des Regimes in Kiew an den Kämpfen beteiligt gewesen sein.

Spannen wird werden bei welchem der ukrainischen "Freiwilligenbattalione" er im Einsatz war denn teilweise wird ja behauptet dass dort nur die Ukrainische Armee im Einsatz war.

Quelle: http://orf.at/stories/2389519/
Kameratt
Ob die polnischen Grenzschützer ihn festgenommen hätten, wenn sie gewusst hätten, dass er - nicht wie in offizieller polnischer Stellungnahme verkündet - auf der Seite Kiews gekämpft hat? Naja wahrscheinlich schon, schließlich gab es in den vergangenen Tagen zwischen den beiden Staaten wieder politischen Zündstoff um die Denkmäler.

Was mich viel eher interessiert, ist der Umstand, weshalb der Österreicher denn genau ausgeliefert werden soll. Die Regierung in Kiew spricht zwar stets von einem Krieg mit Russland, deklariert den Kampfeinsatz im Osten des Landes allerdings auch als eine Antiterroroperation. Somit wäre es rein rechtlich gesehen eigentlich eine innere Angelegenheit der Ukraine, der es obliegt, die dabei begangenen Verbrechen zu verfolgen. Dass die Motivation dafür in den eigenen Reihen gering ist, dürfte nicht überraschen, das Engagement Österreichs hingegen schon.
SailorGN
a) Der Mann ist österreichischer Staatsbürger, womit er der österreichischen Justiz unterliegt. Gehen die Anzeigen in Österreich ein und sind sie nach lokalem Recht strafbar, dann muss die Justiz dort ermitteln. Ort des Verbrechens ist erstmal unerheblich.
b) Gibt es (zumindest in D) das weltrechtsprinzip, wonach schwere Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen unabhängig von Ort und Herkunft der Täter/Opfer/Kläger behandelt werden können. Auch dazu gibt es in D jetzt Verfahren, welche sich gegen geflüchtete Syrer richten, die mutmaßlich Teil des syrischen Geheimdienstes/Militärs waren... auch Verurteilungen in Abwesenheit sind möglich, womit die Einreise dieser Personen nach Europa unterbunden wird.
Schneeball
ZITAT(SailorGN @ 1. May 2017, 11:16) *
b) Gibt es (zumindest in D) das weltrechtsprinzip, wonach schwere Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen unabhängig von Ort und Herkunft der Täter/Opfer/Kläger behandelt werden können. Auch dazu gibt es in D jetzt Verfahren, welche sich gegen geflüchtete Syrer richten, die mutmaßlich Teil des syrischen Geheimdienstes/Militärs waren... auch Verurteilungen in Abwesenheit sind möglich, womit die Einreise dieser Personen nach Europa unterbunden wird.


Interessant, aber warum macht man davon nicht mehr gebrauch? Es rennen so einige Kriegsverbrecher frei herum, wo die Beweislast absolut erdrückend ist. Da könnte Deutschland endlich mal ein Zeichen setzen.
Seneca
Der Rat der Europäischen Union hat der Visabefreiung für ukrainische Staatsbürger zugestimmt. Weitere Abstimmungen sind nicht mehr nötig - die Unterzeichnung wird am 17.5. stattfinden.
https://www.tagesschau.de/ausland/euukraine...eiheit-101.html
Kameratt
ZITAT
Ukraine blocks popular social networks as part of sanctions on Russia

President’s decree prevents access to some of country’s most visited websites, sparking outcry from users

The Ukrainian president, Petro Poroshenko, has banned the country’s two most popular social networks, its most popular email service and one of its most widely used search engines as part of sanctions against Russian companies.

A decree by Poroshenko posted late on Monday expanded sanctions adopted over Russia’s annexation of Crimea and backing of separatists in eastern Ukraine to include 468 companies and 1,228 people. Among them were the Russian social networks VK and Odnoklassniki, the email service Mail.ru and the search engine company Yandex, all four of which are in the top 10 most popular sites in Ukraine, according to the web traffic data company Alexa. The decree requires internet providers to block access to the sites for three years.

Poroshenko’s decree also blocked the site of the Russian cybersecurity giant Kaspersky Labs and will ban several major Russian television channels and banks, as well as the popular business software developer 1C.
[...]

https://www.theguardian.com/world/2017/may/...remlin-role-war
Glorfindel
Habe nur darauf gewartet, dass Du mit dem kommst biggrin.gif
Kameratt
Warum auch nicht? Reiht sich das doch nahtlos in die bisherige ukrainische Politik ein.

Btw. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich herausgefunden habe, was mich an Deinem Avatar stört, aber nun weiß ich es. Das Gebiss der Katze ist absolut unnatürlich!
Dave76
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 18:06) *
Warum auch nicht? Reiht sich das doch nahtlos in die bisherige ukrainische Politik ein.

Und warum gibt es diese ukrainische Politik?
Madner Kami
ZITAT(Dave76 @ 18. May 2017, 19:03) *
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 18:06) *
Warum auch nicht? Reiht sich das doch nahtlos in die bisherige ukrainische Politik ein.

Und warum gibt es diese ukrainische Politik?


Weil alle Ukrainer mit nichtrussischer Herkunft, als NAZIS!!!111 geboren werden.
Kameratt
ZITAT(Dave76 @ 18. May 2017, 19:03) *
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 18:06) *
Warum auch nicht? Reiht sich das doch nahtlos in die bisherige ukrainische Politik ein.

Und warum gibt es diese ukrainische Politik?

Genauso whataboutistisch: Vermutlich aus dem gleichen Grund, warum es eine bestimmte russische Politik gibt.

Es ist aber durchaus interessant zu beobachten, dass die Sperrung der meistbesuchten Internetseiten des Landes, man muss sich nur vergegenwärtigen, dass in den genannten sozialen Netzwerken ca. 15 bis 20 Millionen Ukrainer aktiv sind, praktisch ohne Reaktion im WestenTM erfolgt ist. Man stelle sich nur vor, Russland würde damit anfangen Facebook, Google, Youtube (und SAP biggrin.gif ), BBC, DW, CNN usw. seiner Bevölkerung zu verwehren und erinnere sich an die "internationalen" Reaktionen auf die Gefängnisstrafe für Pussy-Riot-Aktivistinnen.
Das ukrainische Magazin Korrespondent verglich gestern den Maßnahmen-Katalog mit der Internet-Politik solcher Staaten wie VR China, Kuba, Nordkorea, Pakistan, Iran, Saudi-Arabien, Bahrain, Turkmenistan, Ägypten und Türkei und stellte seinen Lesern auch mehrere Möglichkeiten vor, wie man die Sperre mit ukrainischer IP umgehen kann.
http://korrespondent.net/ukraine/3852417-p...yruuit-sotssety
Kameratt
ZITAT(Madner Kami @ 18. May 2017, 20:25) *
ZITAT(Dave76 @ 18. May 2017, 19:03) *
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 18:06) *
Warum auch nicht? Reiht sich das doch nahtlos in die bisherige ukrainische Politik ein.

Und warum gibt es diese ukrainische Politik?


Weil alle Ukrainer mit nichtrussischer Herkunft, als NAZIS!!!111 geboren werden.

Passend dazu: Die Meldung vor einer Stunde, dass die Verbandsabzeichen der 14. Waffen-SS-Division "Galizien" in der Ukraine nicht als extremistisch eingestuft werden können, da sie in dem entsprechenden Gesetz zum Verbot kommunistischer und nationalsozialistischer Symbole nicht aufgelistet sind.
http://translate.google.com/translate?hl=d...2&sandbox=1

Ein Jugendlicher in Lemberg wurde vor einer Woche hingegen zu 2,5 Jahren auf Bewährung verurteilt, weil er in Facebook kommunistische Symbole und Zitate Lenins geteilt hat.
http://translate.googleusercontent.com/tra...XlR0aI3YtozMQzg
Seneca
Ein angegriffener Staat wie die Ukraine hat jedes Recht Medien, die vom Angreifer direkt oder indirekt kontrolliert werden und zu propagandistischen Zwecken missbraucht werden, zu sperren.
Russische staatsnahe Medien spielen für ukrainische Oppositionelle sowieso keine Rolle. Wichtig sind da Espreso TV, pravda.com.ua, Kyiv Post u.s.w.
Kameratt
Was haben soziale Netzwerke, E-Mail-Dienste, Suchmaschinen und Bilanzierungssoftware mit russsischen Staatsmedien zu tun?
Madner Kami
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 23:47) *
Was haben soziale Netzwerke, E-Mail-Dienste, Suchmaschinen und Bilanzierungssoftware mit russsischen Staatsmedien zu tun?


Datamining und Cloudstorage in Russland.
Dave76
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 21:53) *
ZITAT(Dave76 @ 18. May 2017, 19:03) *
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 18:06) *
Warum auch nicht? Reiht sich das doch nahtlos in die bisherige ukrainische Politik ein.

Und warum gibt es diese ukrainische Politik?

Genauso whataboutistisch: Vermutlich aus dem gleichen Grund, warum es eine bestimmte russische Politik gibt.
[...]

Die Frage nach den Ursachen hat mit Whataboutism wenig zu tun, vielleicht kannst du ja mal einfach deine vermuteten Gründe für diese ukrainische Politik nennen, schließlich scheinst du dich ja seit Jahren hier intensiv mit dieser zu beschäftigen.
PilotPirx
Das Sperren von Kommunikationsplattformen/sozialen Netzwerken ist also mit unseren Werten doch unter gewissen Umständen vereinbar?
400plus
ZITAT(PilotPirx @ 19. May 2017, 10:12) *
Das Sperren von Kommunikationsplattformen/sozialen Netzwerken ist also mit unseren Werten doch unter gewissen Umständen vereinbar?


Jo.
schießmuskel
ZITAT(Dave76 @ 19. May 2017, 10:55) *
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 21:53) *
ZITAT(Dave76 @ 18. May 2017, 19:03) *
ZITAT(Kameratt @ 18. May 2017, 18:06) *
Warum auch nicht? Reiht sich das doch nahtlos in die bisherige ukrainische Politik ein.

Und warum gibt es diese ukrainische Politik?

Genauso whataboutistisch: Vermutlich aus dem gleichen Grund, warum es eine bestimmte russische Politik gibt.
[...]

Die Frage nach den Ursachen hat mit Whataboutism wenig zu tun, vielleicht kannst du ja mal einfach deine vermuteten Gründe für diese ukrainische Politik nennen, schließlich scheinst du dich ja seit Jahren hier intensiv mit dieser zu beschäftigen.

Ist doch müßig, dieser Thread wird primär von Kameratt dafür genutzt jede noch so kleine Meldung zu posten um zu zeigen wie korrupt, faschistisch, unfähig, arm , rückständig etc die Ukraine ist. Kein rational und freiheitlich denkender Mensch kann ernsthaft das gut heissen was Russland mit der Ukraine gemacht hat. Weder moralisch noch rechtlich. Die einzigen die Russland verteidigen sind die pseudopatrioten, Aluhüte und gekaufte Trolle und Persönlichkeiten wie Kujat und co.

Übel das der Generalinspekteur war und 4 Sterne General bei der Nato.
goschi
So Schluss JETZT!

Wenn sich alle - auch DU schießmuskel - zusammenreissen würden und nicht immer überall automatische Abwehrreflexe, dummen Whataboutismus (der geht in beide Richtungen) und sonstigen geistigen Dünnschiss und ideologische Grabenkämpfe von sich geben würde, könnte man in diesem Thread auch wieder sachlich diskutieren.

Denn unabhängig davon, dass in der Ukraine ein Krieg durch Russland geführt wird, ist es auch korrekt, dass in der Ukraine wahnsinnig viel schief läuft, einiges sogar noch schlimmer als früher und auch dies sollte man sachlich diskutieren können.
Deswegen muss man aber gleichzeitig nicht jeden Ladendiebstahl irgendwo in der Provinz aufblasen, man sollte sich schon auf relevantes und potentiell auch gleich argumentativ eingeordnete Nachrichten beschränken.


Also, ab jetzt: keine ideologischen Grabenkämpfe auf dem Niveau von Sandkastenstreits mehr, keinen Whataboutismus mehr, kein gegenseitiges anpflaumen mehr, keine Kleinkinderstreitereien mehr ("mimimi, er hat angefangen"), kein Kleinklein auf jeden kleinen Scheiss hinweisen, etc. DAS GILT FÜR BEIDE SEITEN!

Wer sich nicht daran hält, kriegt ab jetzt einfach direkt eine Woche Pause!


goschi (admin)
Seneca
Einer der vielen nicht umgesetzten Punkte des Minsker Abkommens ist der Austausch von Kriegsgefangenen , der kaum vorankommt. Sabine Adler, Osteuropa-Korrespondentin des DLF hat einen der wenigen entlassenen ukrainischen Kriegsgefangenen interviewt:
ZITAT
Wolodimir Schemtschugow hat jahrelang eine Getränkeverpackungsfabrik in Georgien geleitet, wollte mit seiner Familie gerade in die ukrainische Heimat zurückkehren. Statt den Umzug zu organisieren, gründete er einen Freiwilligenverband. "Ich kaufte mit meinem Geld russische Waffen, Munition, Sprengsätze - für den Kampf gegen die russische Okkupation."
Von April 2014 an, anderthalb Jahre lang, bis er am 29.September 2015 im wahrsten Sinne vermintes Gelände betrat. "Ich kam ins Lugansker Bezirkskrankenhaus, wo mich die Separatisten noch auf der Intensivstation verhörten. Zwischen den Operationen hielten sie mir die Pistole an den Kopf wie bei Scheinerschießungen. Sie fügten mir mit einem Messer Schnittverletzungen am Körper zu, spritzten mit irgendetwas in den Arm, angeblich Erreger von irgendwelchen Infektionskrankheiten. Ich sollte reden. Sie haben mich geschlagen, aber nicht sehr, und gefoltert."

http://www.deutschlandfunk.de/ukrainische-...ticle_id=386533
Nite
ZITAT
Masquerading as Reporter, Assassin Hunted Putin Foes in Ukraine
By ANDREW E. KRAMERJUNE 9, 2017

KIEV, Ukraine — Ukrainians have long struggled with fake news from Russia, but last week, they discovered something even more insidious: a fake journalist.

The man was tall and dapper. He wore a dark suit and spoke with a French accent. When he met politicians in Kiev, he introduced himself as Alex Werner, a reporter with the French newspaper Le Monde.

“He was elegant, calm and confident,” recalled Amina Okuyeva, who is a minor celebrity in Ukraine because she served with her husband as a volunteer soldier in the war against separatists in the eastern part of the country. Mr. Werner had interviewed her several times.

It was midway through one of those purported interviews, in a terrifying flash of gunpowder, that Mr. Werner’s true identity came to light: He was, in fact, a Chechen assassin, the Ukrainian authorities now say.

Under the guise of a journalist, the assassin, Artur Denisultanov-Kurmakayev, tried to murder Ms. Okuyeva and her husband, Adam Osmayev, Ukraine’s Interior Ministry said.

The plot went awry because Ms. Okuyeva was also armed, and the details of the attack and its aftermath are now shedding light on Kiev’s role as a testing ground for what Ukrainian officials say are hybrid war activities by Russia, including assassinations.

The attack was the third high-profile killing or attempted killing in Kiev that the Ukranian authorities have attributed to the Russian security services, but the first in which the accused killer impersonated a journalist.

In a statement published June 3, Le Monde said it “wants to stress that none of its journalists are in Ukraine at the moment and that its staff does not include an Alex Werner. Le Monde firmly condemns any impersonation of its journalists or of its title, for whatever purpose.”

[...]

New York Times
SailorGN
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Doch sehr parallel zur Ermordung Massuds durch die Taliban. Terroristen bleiben Terroristen, auch wenn sie im Kreml sitzen.
Crazy Butcher
Ab heute gilt in der EU übrigens Visumfreiheit für ukrainische Bürger smile.gif
Merowinger
Gut für Ukraine und EU! Visa braucht kein Mensch. Ich habe mich gerade durch ein Touristenvisum für Russland gekämpft: Kaufe eine Einladung, und beauftrage eine Agentur die dann eine Agentur beauftragt um den Antrag beim Konsulat einzureichen, da dort Publikumsverkehr nicht mehr möglich ist. Ein hübsches Verdienstmodell.
SailorGN
Irgendwie muss es doch weitergehen, wenn man keine deutsche Pflegeversicherung mehr abzocken kann... Arbeiten ist scheisse wink.gif
Alligator
ZITAT(Merowinger @ 11. Jun 2017, 14:12) *
Gut für Ukraine und EU! Visa braucht kein Mensch.

Die Anzahl der benötigten Dokumente, um in die EU einreisen zu dürfen, bleibt nahezu gleich, der Unterschied liegt darin, dass man für's Visum nichts mehr zahlen muss (was für die Menschen, die sich eine Reise in die EU leisten können, im Grunde irrelevant ist) und nicht mindestens eine Woche auf die Erteilung des (regulären) Visums warten muss (ist in 90 % der Fälle auch kein Problem, für ganz dringende Fälle gab's das Express-Visum).
ZITAT
Ich habe mich gerade durch ein Touristenvisum für Russland gekämpft: Kaufe eine Einladung, und beauftrage eine Agentur die dann eine Agentur beauftragt um den Antrag beim Konsulat einzureichen, da dort Publikumsverkehr nicht mehr möglich ist. Ein hübsches Verdienstmodell.

Man kann auch alles selber erledigen, dauert halt etwas länger. wink.gif Nur das Generalkonsulat in München würde ich, wenn es geht, stets meiden, lieber das Ganze in Frankfurt am Main erleidigen lassen. Kleiner Tipp am Rande, wenn es die erste Reise dorthin ist: nimm unbedingt eine Büroklammer ins Flugzeug mit! biggrin.gif
Merowinger
Büroklammer? Jetzt werde ich neugierig. Als inoffizielles Wappen von TdM?
Alligator
ZITAT(Merowinger @ 12. Jun 2017, 15:06) *
Büroklammer? Jetzt werde ich neugierig. Als inoffizielles Wappen von TdM?

Ich war schon seit über 10 Jahren nicht mehr dort, deswegen kann es sein, dass meine Info bereits veraltet ist, da aber die Weißrussen praktisch das gleiche System immer noch verwenden, würde es mich nicht überraschen, dass die Russen ebenfalls gleich verfahren: Man bekommt im Flugzeug, normalerweise, einen Zettel, der aus zwei Teilen besteht. Den füllt man aus und eine Hälfte bekommt der Grenzbeamte, die andere Hälfte behält man bis man wieder ausreist und gibt sie ebenfalls dem Grenzbeamten (oder es kann sein, dass es nur ein Zettel ist, ist aber im Prinzip egal, der wird auf jeden Fall vom Beamten gestempelt). Die Konsistenz dieses Zettels gleicht einem Klopapierblatt, sprich, er ist sehr leicht zu beschädigen und noch leichter ist es ihn zu verlieren. Ohne diesen Zettel wird es zu massiven Problemen bei der Ausreise kommen, deswegen empfehle ich, ihn mit einer Büroklammer im Reisepass zu befestigen, damit er nicht verloren geht.
Merowinger
Ja, diese "Migrationskarte" (?) sollte es noch immer geben, sie zu verlieren ist in der Tat nicht klug. Daher: Gekauft, Büroklammer kommt mit, danke. :-)
Dieses ist eine vereinfachte Darstellung unseres Foreninhaltes. Um die detaillierte Vollansicht mit Formatierung und Bildern zu betrachten, bitte hier klicken.
Invision Power Board © 2001-2020 Invision Power Services, Inc.