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SailorGN
ZITAT(Grenadier @ 8. Dec 2015, 20:31) *
Die USS Zumwalt läuft zu ersten Testläufen in den Atlantik aus:

http://www.welt.de/vermischtes/article1497...uperlative.html

Was für ein hässlicher Klops.


Ich find das Teil cool. Das gesamte Radom auf dem Aufbau ist vieleicht etwas überdimensioniert (von den optischen Proportionen her), aber ansonsten mal was neues. Die Seegängigkeit/Seegangsverhalten von dem Wavepiercer würd mich interessieren...
Schwabo Elite
Leider werden davon wohl kaum mehr gebaut. Schade, das wäre der richtige Zerstörer für das 21. Jahrhundert. Wenn schon Stealth, dann komplett.
Merowinger
Naja, sind zu teuer und können zu wenig. Zum Thema "tumble home" hull z.B. hier lesen. Es gibt nicht wenige Zweifel die dieses Design in Frage stellen. Das Vordeck dürfte auf jeden Fall gefährlicher sein als sonst schon.


ZITAT
There’s no requirement for stealth. If you’re operating a million-watt radar, the question might be: Why invest in this hull in the first place? And why suffer the peril of an inherently instable hull form?
[...]
But I’ve got to tell you, you take underwater damage with a hull like that and bad things will happen.”
[...]
The shape was popular among French naval designers in the late 19th and early 20th centuries, and a number of French and Russian battleships — short and fat, without any wave-piercing characteristics — were put into service. But several Russian battleships sank after being damaged by gunfire from Japanese ships in 1904 at the Battle of Tsushima, and a French battleship sank in 90 seconds after hitting a mine in World War I. All sank with serious loss of life. Both the French and Russians eventually dropped the hull form.
SailorGN
Super Argument, nach Tsushima hat man Mittelartillerie auch gehypt^^ und Minentreffer haben konventionelle Schiffe genausoschnell in den Tod gerissen. Dazwischen liegen Generationen von Entwürfen und insbesondere der interne Aufbau ist bei Treffern am Unterwasserschiff entscheidend. Nur wirds da ähnlich sein wie bei normalen Schiffen... Interessanter sind die vielfältigen Diskussionen über die aufrichtenden Momente der invertierten Überwasserschiffsform und die Konsequenzen eines "nassen" Vorschiffes. Über die "Segelfläche" müssen wir nicht reden biggrin.gif
Merowinger
Und hier geht es ziemlich ins Detail - bin da noch nicht durch...
Durga
ZITAT(Grenadier @ 8. Dec 2015, 20:31) *
Was für ein hässlicher Klops.


Ich war letztes Jahr in Bath und konnte zwei der Zumwalt aus etwas Entfernung betrachten.
Sind schon ganz beeindruckende Brocken insbesondere die "ungewöhnliche" Bauform.
Auf spiegel.de gibt es heute auch eine Bilderserie dazu.
SailorGN
@Merowinger: auf die Seite in ich auch gestoßen, finde sie aer etwas "wirr", was durch das Wissenschaftsenglish nicht zur Lesbarkeit beiträgt. Zwischenüberschriften und ein wenig Struktur täten da gut, die Verweise auf "Uralt-Kreuzer" der Russen finde ich jetzt nicht so nutzbringend.
Merowinger
Jo, wirr und augenkrebsverdächtig. Trotzdem schon interessant in dieser Zusammenstellung.
SailorGN
Danke an die Mods xyxthumbs.gif
Grenadier
Etwas zum Schmunzeln bringt mich dann das hier:
http://www.public.navy.mil/surfor/ddg1000/...px#.VngUMS6_cuU

Der Dienstposten passt zum Namen...oder umgekehrt wink.gif
SeaTiger
Mahlzeit,

kann mir Landratte mal jemand erklären, wie die Zumwalt auf fast 16.000 t Verdrängung kommt !?

So wie sie jetzt die Meere durchkreuzen wird, verfügt sie Bewaffnungsmäßig über 20x Vierfach-VLS-Zellen, 2x 155mm Geschützen und 2x 30mm Geschützen.
Nur mal so, weil jeder der 'merica-fuck-yeah-Boys (natürlich nicht hier auf WHQ) ja schon feuchte Höschen bekommen hat; von wegen RailGuns, Lasers und so...

Also wie lassen sich die 16.000t erklären? Hat man auf der Zumwalt schon Raum und Gewicht für die System reserviert, die möglicherweise zukünftig hinzu kommen werden? Und da man zum damaligem Zeitpunkt noch nicht genau abschätzen konnte bzw. bis heute noch nicht kann, sind die Reserven üppig dimensioniert? Und damit das Seeverhalten gleich bleibt, ballastiert man das Schiff auch beim Einbau kleinerer und leichterer System wieder so auf dass Schwerpunkt/Verdrängung/etc. pp. konstant bleiben?

Schwabo Elite
Das Antriebs- und Energiesystem soll wohl eine ziemliche Revolution sein, frisst aber viel Platz. Ich nehme an, man hat in der Tat Energie- und Platzreserven für Waffen des zweiten Jahrhundertdrittels gelassen. Und ich weiß nicht, wieviel Platz die Ballasttanks brauchen, die man eingebaut hat, um die Zumwalt bei Nutzung der Artillerie stabil im Wasser zu halten. Ansonsten ist das Ding halt mal eben 180 m lang und produziert 78 MW Energie. Das ist etwa die Hälfte eines richtig großen Solarparks. Allerdings auch 1 MW weniger als die Arleigh Burke-Klasse. Das dürfte aber kaum vergleichbar sein, denn die werden soweit ich weiß direkt angetrieben von ihren Turbinen. Die Zumwalts poolen alle Generatoren und speisen damit glaube ich sowohl die Motoren und Propeller, wie auch das Bordnetz.
ede144
ZITAT(Schwabo Elite @ 23. Dec 2015, 15:01) *
Das Antriebs- und Energiesystem soll wohl eine ziemliche Revolution sein, frisst aber viel Platz. Ich nehme an, man hat in der Tat Energie- und Platzreserven für Waffen des zweiten Jahrhundertdrittels gelassen. Und ich weiß nicht, wieviel Platz die Ballasttanks brauchen, die man eingebaut hat, um die Zumwalt bei Nutzung der Artillerie stabil im Wasser zu halten. Ansonsten ist das Ding halt mal eben 180 m lang und produziert 78 MW Energie. Das ist etwa die Hälfte eines richtig großen Solarparks. Allerdings auch 1 MW weniger als die Arleigh Burke-Klasse. Das dürfte aber kaum vergleichbar sein, denn die werden soweit ich weiß direkt angetrieben von ihren Turbinen. Die Zumwalts poolen alle Generatoren und speisen damit glaube ich sowohl die Motoren und Propeller, wie auch das Bordnetz.


Ja die Zumwalts haben die 78 MW elektrische Energie zur Verfügung, die AB nur einen Teil davon. Das hat bei den Flight III schon dazu geführt, das man die Leistung der Radaranlagen nicht so erhöhen konnte wie man wollte.
Auch wenn der Antriebsmotor anscheinend nicht ganz das technische Neuland wurde, was man anfangs geplant hat. Deshalb wurde der Motor größer wie anfangs geplant.
Ich bin mal gespannt wie sich der tumbe home Rumpf bewähren wird. Die Form wurde ja im Prinzip früher auch schon genutzt.
SailorGN
Sowohl die VLS als auch die AGS sind an sich auch nicht klein. 80 Marschflugkörper wiegen auch was, bzw brauchen Raum. Die AGS allein wiegen jeweils über 100t, dazu kommen noch mehrere hundert Schuss (Granaten+Treibladungen). Dazu kommt der Bootshangar und der Helo-Hangar für 2 SH-60... Achja und grade gesehen, das Schiff hat neben dem komplett elektrischen System auch einen anderen Motor bekommen als geplant... ursprünglich war ein Permanentmagnetmotor gewollt, den hat man nicht fertigbekommen, weswegen man andere, weniger effiziente Motoren nehmen musste. Die haben nun mehr Gewicht.
Warhammer
Trotzdem sind das immer noch ca. 6.000 Tonnen mehr als eine Tico und die fährt mit 122x VLS, 2x4 Harpoon, 2x3 Torpedos, 2x 127mm, 2x Phalanx und 2x 25mm rum.

Natürlich sind die 155mm schwer und auch die VLS der Zumwalt sind IIRC länger, aber trotzdem sollten da erhebliche Reserven im Design sein. Zumal man ja auch die Radaranlage der Zumwalt abgspeckt hat.
SailorGN
Die To, Phalanx und 25mm bringen kein Gewicht. Insgesamt sind die Effektoren idR ein kleiner Anteil. Ich hab mal geschaut, die Turbinen sind auch nicht so schwer, aber was auffällt: Es gibt keine wirklichen Angaben zur Seeausdauer/Fahrbereich und damit auch keine Rückschlüsse auf die Bunkerkapazität... vieleicht liegen da ein paar Kilotonnen.
kato
Bzgl. Effektorengewicht: Die 122 Zellen Mk41 Mod 0 einer Tico wiegen beladen maximal 572t (aktuelle Mod 7 oder Mod 15 würden bis zu 30 Tonnen einsparen). Die 80 Zellen Mk57 der Zumwalt kommen beladen auf maximal 384t.

ZITAT(SailorGN @ 23. Dec 2015, 18:25) *
Es gibt keine wirklichen Angaben zur Seeausdauer/Fahrbereich

Threshold 4500 nm
Objective 6000 nm

Siehe http://www.gao.gov/htext/d05752r.html

Was am Gewicht wohl hochgepumpt hat war das Integrated Power System, ebenso wuchs wohl vor allem das Integrated Deckhouse immer mehr. Und je mehr ich oben drauf steck desto mehr muss ich unten in die Breite gehen wenn ich nicht immer toplastiger bauen will.
SeaTiger
ZITAT(Merowinger @ 8. Dec 2015, 23:32) *
Und hier geht es ziemlich ins Detail - bin da noch nicht durch...

<<Hier ist ein Youtube-Video>> welches die Bewegtmaterial zum dem www.phisicalpsience.com-Bericht liefert.
SailorGN
Ich denke mal, dass gute 3000t Verdrängung auf Bunker zurückgehen. Nicht nur wegen des Fahrbereiches, sondern auch wegen den früheren Planungen hinsichtlich Railgun und der Komplettelektrifizierung. Der Strom muss ja irgendwo herkommen, was wiederum mehr Dieselbunker bedeutet.
Racer
Mit den angegebenen Reichweiten müssten ca. 1'600mt Treibstoff reichen.
Die Antriebseinheiten (ca. 450mt) dürften in Summe mit einem Plus von ca. 100mt schwerer gegenüber DDG-51 (ca. 350mt) sein.

Ich vermute dass neben den Wasserbunkern (um das Schiff tiefer zu legen, ca. 2'000mt?), sehr viel Raum- und Gewichtsreserve mitgegeben wurde.

Zudem dürften Forderungen der Seegängigkeit und der Schadensverträglichkeit ebenfalls einen hohen Gewichtstribut ergeben haben.
Reitlehrer
Die Frage ist, ob das Schiff überhaupt noch ein Zerstörer ist, oder doch eher ein Kreuzer.

Gewicht, Bewaffnung (155mm),Leistungsspektrum und Seeausdauer sprechen für eine Klassifizierung als Kreuzer.

Zerstörer haben ja mal als 350-500t Torpedobootzerstörer begonnen, die im Verband operierten.

Zumwalt ist aber eindeutig auch auf Einsätze als Einzelfahrer ausgelegt.


Außerdem vermute ich mal, das auch ein wenig Panzerung im Gewicht enthalten ist.
SailorGN
@Reitlehrer: Von der reinen Tonnage/Bewaffnungsfrage bei der Benennung hat man sich schon vor Jahrzehnten verabschiedet. Daher sagt das nicht viel aus, gem. der Tonnage wären die F-124 auch keine Fregatten mehr wink.gif Einzelfahrer sind die Zumwalts eher nicht, die Bewaffnung ist im Gegensatz zu den F-125 definitiv auf heiße Konflikte und See-Land-Kriegsführung ausgerichtet. Damit werden diese Schiffe bestimmt nicht allein vor irgendeiner feindlichen Küste rumeiern. Sie werden vielmehr in die US-Flotten eingespleisst, wo andere Schiffe die Verteidigung in den Bereichen AAW/ASW übernehmen.
Durga
ZITAT(Schwabo Elite @ 23. Dec 2015, 15:01) *
Das Antriebs- und Energiesystem soll wohl eine ziemliche Revolution sein, frisst aber viel Platz. Ich nehme an, man hat in der Tat Energie- und Platzreserven für Waffen des zweiten Jahrhundertdrittels gelassen. Und ich weiß nicht, wieviel Platz die Ballasttanks brauchen, die man eingebaut hat, um die Zumwalt bei Nutzung der Artillerie stabil im Wasser zu halten. Ansonsten ist das Ding halt mal eben 180 m lang und produziert 78 MW Energie. Das ist etwa die Hälfte eines richtig großen Solarparks. Allerdings auch 1 MW weniger als die Arleigh Burke-Klasse. Das dürfte aber kaum vergleichbar sein, denn die werden soweit ich weiß direkt angetrieben von ihren Turbinen. Die Zumwalts poolen alle Generatoren und speisen damit glaube ich sowohl die Motoren und Propeller, wie auch das Bordnetz.


Und schon heutige gibt es hierzu einen Bericht auf marineforum.info
In der aktuellen Ausgabe der Wochenschau gibt es eine Äußerung des für die Überwasserstreitkräfte der US Navy zuständigen Admirals, dass Überlegungen anstehen, auf der Lyndon B Johnson
schon einen Railgun-Versuchsträger zu installieren um die Technoligie dort zu testen und nicht wie zunächste angedacht auf der Millinocket. Ein Vorteil der Lyndon B Johnson seien die großen Energiereserven.
SailorGN
Meines Wissens nach wurden die Zumwalts genau wegen diesen Perspektiven als vollelektrische Schiffe geplant/gebaut. Neben der reinen Verfügbarkeit der Energie als Elektrizität sind auch entsprechend ausgelegte Verteilsysteme (Leitungen, Umformer, etc) an Bord, womit die Einrüstung entsprechender Verbraucher einfacher wird. Ausserdem sollte auf den Zumwalts genug Volumen- und Stabilitätsreserve für den Einbau der Kondensatorbänke für die Railgun vorhanden sein.
Ta152
Die Kosten für die Geschosse des AGS sind wohl etwas aus dem Ruder gelaufen.

http://www.msn.com/en-us/money/companies/t...0XQS?li=BBnbfcL

1 Millionen Dollar pro 155mm Geschoss ist nicht gerade Kosteneffektiv...
Schwabo Elite
Ja, anscheind, weil man wesentlich weniger davon kaufen wird als gedacht.
SailorGN
Wenn man früher mit 32 Schiffen geplant hat, von denen nun 30 fehlen passiert sowas. Ich frage mich allerdings, ob man die Geschosse nicht mit "normalen" 155mm Geschützen der Army/des MC verschiessen könnte. Damit würde sich der Kreis der Kunden wieder deutlich erweitern und die Mumpeln würden billiger werden.
ede144
ZITAT(SailorGN @ 9. Nov 2016, 09:20) *
Wenn man früher mit 32 Schiffen geplant hat, von denen nun 30 fehlen passiert sowas. Ich frage mich allerdings, ob man die Geschosse nicht mit "normalen" 155mm Geschützen der Army/des MC verschiessen könnte. Damit würde sich der Kreis der Kunden wieder deutlich erweitern und die Mumpeln würden billiger werden.


Das war die usprüngliche Idee. Aber das geht mittlerweile anscheinend nicht mehr. Da ist ein Projekt technisch komplett aus dem Ruder gelaufen
xena
Welchen Sinn macht es eine 800.000 teure Mumpel zu verschießen, wenn eine Harpoon oder Tomahawk, mit der fünffachen Wirkung zum doppelten Preis es auch kann? Da stimmt das Preisverhältnis nicht mehr.
Warhammer
Es macht überhaupt keinen Sinn. Ein querschnittlicher Einsatz von modernen 127mm Geschützen mit Vulcano (oder vergleichbarer) Munition sowie ggfs. GMLRS für VLS hätte ungeheuer viel mehr für die Feuerunterstützung von See her gebracht als die beiden Pötte mit ihren unnützen 155mm Einzelstücken.

Und wahrscheinlich zu einem wesentlich geringeren Preis...
ede144
ZITAT(Warhammer @ 9. Nov 2016, 16:19) *
Es macht überhaupt keinen Sinn. Ein querschnittlicher Einsatz von modernen 127mm Geschützen mit Vulcano (oder vergleichbarer) Munition sowie ggfs. GMLRS für VLS hätte ungeheuer viel mehr für die Feuerunterstützung von See her gebracht als die beiden Pötte mit ihren unnützen 155mm Einzelstücken.

Und wahrscheinlich zu einem wesentlich geringeren Preis...

Die ursprüngliche Idee war ja billige, weil vorhandene Munition der Army zu verschießen. Dann hat halt jemand den Zug im Lauf geändert und nun geht das nicht mehr. Und weil man unbedingt die hohe Reichweite und hohe Payload haben wollte, ist man bei diesen "155mm Mini Raketen" ausgekommen.

Da war der Ansatz von Diehl und Oto Melara etwas kostengünstiger
Parsifal
Das ist vielleicht auch ein Indikator dafür dass sich Diehl und Oto Melara in diesem Technologiebereich länger bewegen. Man weiß was geht, was gehen kann und was sinnvoll und kundengerecht ist. Das ist allerdings nur eine Vermutung meinerseits. Ich kenne die US-Hersteller nicht wirklich und weiß ja auch nicht wie es zu diesen Anforderungen kam. Es ist aber gut dass andere diese Fehler machen und andere Länder davon dann kostenfrei lernen können wie man es nicht macht.
Warhammer
Und vielleicht auch der stärker vorhandene Kostendruck. Dem Zumwalt Kanonenprojekt hat man viel zu lange die Zügel gelassen und es mit ordentlich Mitteln bedacht.
Schwabo Elite
ZITAT(SailorGN @ 9. Nov 2016, 09:20) *
Ich frage mich allerdings, ob man die Geschosse nicht mit "normalen" 155mm Geschützen der Army/des MC verschiessen könnte. Damit würde sich der Kreis der Kunden wieder deutlich erweitern und die Mumpeln würden billiger werden.
Normale Munition ist halt weniger smart und genau. Die Zumwalt-Artillerie kann ihre volle Genauigkeit nur mit dieser Spezialmunition entwickeln. Es fragt sich aber, ob diese Genauigkeit nötig ist. Die Zumwalts sollten ja eigentlich mal Land(e)operationen unterstützen. Das wird wohl deutlich weniger kommen als geplant. Vor allem, wenn die USA sich nun stärker isolieren sollten.
kato
ZITAT(ede144 @ 9. Nov 2016, 17:23) *
Und weil man unbedingt die hohe Reichweite und hohe Payload haben wollte, ist man bei diesen "155mm Mini Raketen" ausgekommen.

"Mini" ist relativ.

Die 155mm LRLAP für AGS hat verschussbereit eine Gesamtlänge von rund 3,3m - gut 1m für die Kartusche, gut 1,3m für den Raketenmotor, 0,4m für den Sprengkopf und 0,5m für den Suchkopf vorne dran (reine Geschosslänge = 14,5 Kaliberlängen). "Normale" 155mm Artilleriemunition liegt im Bereich von max 4,0 Kaliberlängen, einige gelenkte (z.B. Excalibur) bei maximal ca 6,5 Kaliberlängen durchaus vergleichbar obigen 0,9m für Spreng- und Suchkopf der AGS.

Die - für Marineschnellfeuergeschütze eher normale - Kartusche für die Treibladung beim AGS machts übrigens als 1-zu-1-Übernahme für Landgeschütze eh eher inkompatibel.

ZITAT(SailorGN @ 9. Nov 2016, 09:20) *
Ich frage mich allerdings, ob man die Geschosse nicht mit "normalen" 155mm Geschützen der Army/des MC verschiessen könnte. Damit würde sich der Kreis der Kunden wieder deutlich erweitern und die Mumpeln würden billiger werden.

Prinzipiell wäre es wesentlich sinnvoller "normale", z.B. gelenkte 155mm Munition auf die Verschussweise der AGS zu adaptieren (sollte nicht so schwer sein) - wobei übrigens ein derartiger Einsatz nie für AGS vorgesehen war, man ist ja schließlich die Navy. Für eine LRLAP kann man immerhin 10-11 Excalibur kaufen...
Godfather_A
ZITAT
"Zumwalt" US-Zerstörer im Panama-Kanal stecken geblieben

Es ist der teuerste Zerstörer, den die amerikanische Navy je hatte. Doch im Panama-Kanal bekam die USS "Zumwalt" nun technische Probleme - und musste abgeschleppt werden.


Spiegel Online
Madner Kami
lol.gif
Arado-234
Wenn man sich blamieren kann, dann bitte auch richtig.

Wenn der Pott nicht mehr lauffähig zu bekommen wäre, was wäre das Schiff dann innerhalb des Panamakanals nach dem Seerecht?
Durga
Es ist anescheinend in einer amerikanischen Basis außerhalb des Kanals untergebracht.
SailorGN
@Arado: Es wäre ein manövrierunfähiges Schifffahrtshindernis^^ Da sowas aber in Kanälen wie Panama, Suez oder Nord-Ostsee nicht erwünscht ist, gibts dort genug Schlepper, die ein solches in einen Hafen verbringen.
Merowinger
Auch in anderen Ländern erhält die Marine Geschenke:
ZITAT
Israel hat bei drei hochmoderne, deutsche U-Boote bestellt - laut Medienberichten zufolge für rund 1,5 Milliarden Euro. Wegen dieses Geschäfts steht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu seit Tagen in der Kritik. Er soll das Geschäft gegen den ausdrücklichen Widerstand des Verteidigungsministeriums und an vielen Experten vorbei vorangetrieben haben.
Kettenklopper
Ich habe mal eine, eher allgemeine Frage, zum Bug.
Ich meine mich erinnern zu können das ich vor einiger Zeit mal beim eiligen überfliegen was dazu gesehen hatte, finde es aber nicht mehr.
Welchen Grund gibt es (mutmaßlich) für diesen falsch herum wirkenden Bug?
Was neues ist das ja nicht, gab es schonmal früher.
War das früher noch ein überbleibsel der Rammsporne? Wenn ja, was ist heute der Grund?
Die Amis werden ja sicher nicht planen mit diesem filigranen schwimmenden Computer andere Schiffe durch rammen zu versenken.

Mfg Kk
Praetorian
Hier geht es vorrangig um die Verringerung der Radarsignatur. Hier ist nicht nur der Bug an sich relevant, sondern die insgesamt nach innen geneigten Seitenwände. Damit sollen Winkelreflexion sowie Reflexionseffekte in Verbindung mit der Wasseroberfläche verhindert, sprich die in Richtung des ausstrahlenden Radargerätes reflektierte Leistung soll verringert werden.
400plus
Einen leicht "umgekehrten" Bug zumindest im Bereich der Wasserlinie gab es aber auch schon in der Dreadnought-Aera (z.B. HMS herself: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm...ile_drawing.png, und damals war Rammen auch schon nicht mehr angebracht. Gewisse schiffbauliche Vor- und Nachteile wird es also wahrscheinlich auch haben, oder?

Edit: Besseres Beispiel
General Gauder
ZITAT(400plus @ 29. Nov 2016, 18:23) *
Einen leicht "umgekehrten" Bug zumindest im Bereich der Wasserlinie gab es aber auch schon in der Dreadnought-Aera (z.B. HMS herself: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm...ile_drawing.png, und damals war Rammen auch schon nicht mehr angebracht. Gewisse schiffbauliche Vor- und Nachteile wird es also wahrscheinlich auch haben, oder?

Edit: Besseres Beispiel

Das war ein Rammsporn
xena
Das gab es aber auch schon vor der Dreadnought-Ära. Eigentlich seit es Panzerschiffe gab, die keine Segelunterstützung mehr hatten. Ich meine, dass das Rammen damals durchaus eine Option war, da die Stahlrümpfe nun stabiler waren als die früheren Holzschiffe. Und danach hat man es so gelassen, "weil man es schon immer so gemacht hat", bis einer auf den Gedanken kam, dass es anders doch besser ist und den Mut hatte es auch so auszuführen...
400plus
ZITAT(General Gauder @ 29. Nov 2016, 19:25) *
Das war ein Rammsporn


Bei der Dreadnought? confused.gif Bei den fruehen Panzerschiffen war Rammen ja eine Option- die CSS Virginia hat bei Hampton Roads 1862 ja auch die USS Cumberland durch Rammen versenkt. Da war der Rammsporn aber auch sehr deutlich: http://www.civilwar.org/battlefields/hampt...-of-the-css.jpg Aber bei der Dreadnought sehe ich da den Sporn nicht wirklich?
Praetorian
ZITAT(400plus @ 29. Nov 2016, 18:23) *
Gewisse schiffbauliche Vor- und Nachteile wird es also wahrscheinlich auch haben, oder?

Eine solche Rumpfform hat bezogen auf die Stabilität insbesondere im Havariefall eigentlich mehr Nachteile als Vorteile.

Rund um die Dreadnought-Ära waren die Hauptgründe für nach innen geneigten Rumpfseiten die Verringerung des Topplastigkeit durch Geschütze und Panzerung sowie die Vergrößerung des Freibords gegenüber senkrechten Rumpfseiten, so dass man das Überwasserschiff etwas flacher bauen konnte. Dazu kam bei stärkerer Ausprägung die Vergrößerung der effektiven Stärke der angewinkelten Panzerung und die Möglichkeit von Abprallern bei ungünstigen Auftreffwinkeln, zumindest zu Zeiten geringer Kampfentfernungen.
Kettenklopper
Okay, dann war im aktuellen Fall also die Tarnung wichtiger als "das Schiff" ansich.
Macht so gesehen ja auch sinn.
Danke für die Info.

Mfg Kk
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