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> Funk und Fernmelde in modernen Armeen, Moderne FĂŒhrungsmittel aller Art und ihr Einsatz
Forodir
Beitrag 22. Nov 2020, 09:59 | Beitrag #1
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Ich wollte mal diesen sammel Thread aufmachen fĂŒr das Thema FĂŒhrungsmittel, und dabei nicht nur Funk, sondern auch solche Dinge wie FĂŒInfoSys oder vergleichbares.

Gerade in der Bw ist das Thema seit Jahren sehr zögerlich angegangen worden oder verstarb an finanzieller UnterernĂ€hrung. Aber auch andere Armeen haben neue Systeme oder fĂŒhren neue Systeme ein oder arbeiten im wilden Mischbetrieb.

Als Starter ein paar Neuigkeiten aus der Bw und verwandte Themen, die mir eingefallen sind, als ich in anderen Threads gelesen habe.

VHF/UHF fĂŒr die VJTF

SprechsÀtze funk

Pressemiteilung neue FunkgerÀte

Nutzung des TETRAPOĂ– systemes bei der Bw

Rhode und Schwarz fĂŒr die VJTF

aber auch das hier ist durchaus interessant da es tatsächlich häufig genutzt wird im täglichen Dienst.

Bw Messenger, endlich ersatz fĂŒr WhatsApp




An die Moderatoren: so richtig weiß ich nicht wohin ich das einstellen soll, wenn ihr einen besseren Platz habt bitte verschieben.


Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 22. Nov 2020, 10:02


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Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
 
Holzkopp
Beitrag 22. Nov 2020, 11:09 | Beitrag #2
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Bundeswehr als Mitnutzer des TETRA BOS Netzes mit bis zu 40.000 Teilnehmern

Der Beitrag wurde von Holzkopp bearbeitet: 22. Nov 2020, 11:09


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Das staendige Nachgeben der Klugen begruendet die Diktatur der Dummen.
 
ramke
Beitrag 22. Nov 2020, 12:21 | Beitrag #3
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Jemand ne Idee wie das mit der Haftung geregelt ist, wenn n Soldat so ein digi.funkgerÀt verliert? Jedes FunkgerÀt ist ja lizenziert oder verwechsel ich da was?


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...die Grundausbildung bereitet auf den Krieg vor,
die Truppenküche auf die Gefangenschaft.
 
Holzkopp
Beitrag 22. Nov 2020, 14:32 | Beitrag #4
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ZITAT(ramke @ 22. Nov 2020, 12:21) *
Jemand ne Idee wie das mit der Haftung geregelt ist, wenn n Soldat so ein digi.funkgerÀt verliert? Jedes FunkgerÀt ist ja lizenziert oder verwechsel ich da was?


Meinst du die TETRA GerÀte?

Wenn son Ding abhanden kommt gibts zwei Optionen:

1) Karte im Netz sperren. Die SIM Karte -wie bei jedem Handy- ist innerhalb von Minuten ĂŒber die zustĂ€ndige Leitstelle bzw. Servicepoint gesperert. Dann nimmt das EndgerĂ€t, in dem die Karte drin ist nicht mehr am Funkverkehr teil, sprich es bucht sich gar nicht mehr ins Netz ein. Die Karte könnte man theoretisch auch in ein anderes FunkgerĂ€t einlegen und damit am Funkverkehr teilnehmen, ohne das abhandengekommene GerĂ€t. Das verhindert man via Kartensperrung. Die Berechtigungen des Teilnehmers sind auch auf der Karte gespeichert, nicht im FunkgerĂ€t.

2) GerĂ€t im Netz sperren. Wenn ein EndgerĂ€t abhanden kommt kann man zuerst die Karte sperren (s.o.). Oder man macht das bewußt nicht sondern trackt das GerĂ€t. AnnĂ€hernd jedes BOS- TETRA- GerĂ€t hat ein GPS-Modul. Dann kommen freundliche Herren oder Damen und holen es wieder ab :-)
Wenn das nix bringt dann kann man das GerÀt selbst sperren, so das es auch mit einer anderen Karte im Netz nicht mehr funktioniert. Dazu braucht man die TEI, die TETRA Equipment Identity, die identifiziert das GerÀt eindeutig und kann im Netz identifiziert werden.

Somit kann man verhindern, dass mit abhanden gekommenen GerÀten oder Karten unberechtigt am Funkverkehr teilgenommen wird.

Und ja, jedes TETRA GerĂ€t im Netz muss dort vorher zentral berechtigt werden, auch jede TETRA Karte. Sonst bucht sich das GerĂ€t gar nicht ins BOS Netz ein. FĂŒr die, die das administrieren (auf Nutzerebene) ist das schon aufwĂ€ndig, da man wirklich jedes GerĂ€t mit zig Daten in einer langen Liste erfassen muss, die dann im System eingepflegt wird. Einfach FunkgerĂ€t kaufen und mitmachen ist nicht.

Zur Haftung: ich kann nur was zur zivilen Seite sagen. Materiell ist das ĂŒberschaubar, so ein HandfunkgerĂ€t Typ Motorola MTP 6650 kosten netto aktuell 363 Euro (Warenkorb Hessen). Da ist ein aktuelles Smartphone teurer. Haftung regelt sich nach dem Dienstrecht bzw. der Arbeitnehmerhaftung, sprich fĂŒr leichte FahrlĂ€ssigkeit ("kann passieren") haftet die Einsatzkraft in der Regel nicht. Viel wichtiger ist das GerĂ€t wirklich zeitnah zu sperren.
Bei echtem Abhandenkommen ist der administrative Aufwand erheblich, inkl. Einpflegen in die Sachfahndung der Polizei mit den GerÀtedaten und die Vorgangsnummer dann an den zustÀndigen Servicepoint melden.
Ich muss keine Waffen verwalten, aber der ich vermute, der Aufwand ist Ă€hnlich hoch. SIM Karten mĂŒssen im Tresor gelagert werden oder gesprert werden, wenn sie die Dienststelle unbeaufsichtigt verlassen (Werkstattaufenthalt bei FahrzeugfunkgerĂ€ten)

Wir hatten hier im Rahnmen ZMZ auch schon Reservisten, denen hab ich die GerĂ€te einfach in die Hand gedrĂŒckt, dann haben sie mitgemacht. Wer fĂŒr die Bundesrepublik eine Kriegswaffe fĂŒhren darf ist fĂŒr mich auch zuverlĂ€ssig genug, ein BOS- FunkgerĂ€t zu fĂŒhren. Wir haben das pragmatisch gesehen.

...ich weiß zwar nicht ob das deine Frage war, aber das kann ich dazu beitragen :-)


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Panzermeyer
Beitrag 6. Dec 2020, 21:16 | Beitrag #5
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ZITAT
Oder man macht das bewußt nicht sondern trackt das GerĂ€t. AnnĂ€hernd jedes BOS- TETRA- GerĂ€t hat ein GPS-Modul. Dann kommen freundliche Herren oder Damen und holen es wieder ab :-)


Das unterliegt, zumindest in RLP, dem Richtervorbehalt. D.h. so einfach mal tracken ist nicht. Ich habe den ganzen Fackelzug in Sachen GerÀt abhandengekommen schon zweimal mitgemacht.


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Holzkopp
Beitrag 6. Dec 2020, 21:46 | Beitrag #6
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ZITAT(Panzermeyer @ 6. Dec 2020, 21:16) *
ZITAT
Oder man macht das bewußt nicht sondern trackt das GerĂ€t. AnnĂ€hernd jedes BOS- TETRA- GerĂ€t hat ein GPS-Modul. Dann kommen freundliche Herren oder Damen und holen es wieder ab :-)


Das unterliegt, zumindest in RLP, dem Richtervorbehalt. D.h. so einfach mal tracken ist nicht. Ich habe den ganzen Fackelzug in Sachen GerÀt abhandengekommen schon zweimal mitgemacht.


...was ja auch kein Problem ist wenn jemand einen Antrag stellt und den entsprechend begrĂŒndet. Die ganze TETRA Technik unterliegt dem Außenwirtschaftsgesetz, darf also nicht ohne behördliche Zustimmung aus der BRD verbracht werden, das dĂŒrfte durchaus ein Argument sein bei der Frage der VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit. (Gab hierzu in Herssen ne lange rechtliche Argumentation wie das wohl geht bei grenzĂŒberschreitenden EinsĂ€tzen. Muss man da das GerĂ€t ausbauen? Nacheile? Notfalleinsatz im Nachbarland?)

Am Rande, im rergulĂ€ren Diernstbetrieb ist Tracken rechtlich kein Problem wenn es der taktisch notwendigen Standortbestimmung des Einsatzmittels dient, dazu bestehen (ich bin hier in Hessen) entsprechende Rechtsgrundlagen insbesondere fĂŒr den Rettungsdienst und die Notrufaussendung.

Und ich nehme an, dass diese Entscheidungen regelmĂ€ĂŸig auf der Ebene der Autorisierten Stellen der BundeslĂ€nder getroffen werden, das macht ja nicht jede Leitstelle selbst. Ich hab nicht gefragt ob die Hessen das nutzen, bei uns waren mal zwei digitale MeldeempfĂ€nger weg, die haben eh kein GPS-Modul.



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Panzermeyer
Beitrag 8. Dec 2020, 10:58 | Beitrag #7
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ZITAT
Die ganze TETRA Technik unterliegt dem Außenwirtschaftsgesetz, darf also nicht ohne behördliche Zustimmung aus der BRD verbracht werden, das dĂŒrfte durchaus ein Argument sein bei der Frage der VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit.


Bei GerĂ€ten die eh aus dem Ausland (GB) kommen? Laut Aussage Autorisierte Stelle Digitalfunk RLP wird das Tracking nur bei Gefahr fĂŒr Leib und Leben vom Richter genehmigt.
Drunter macht man es (leider?) nicht.


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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 13. May 2021 - 16:37