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> Indonesisches U-Boot vermisst, KRI Nanggala nďż˝rdlich Bali
Praetorian
Beitrag 21. Apr 2021, 12:46 | Beitrag #1
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Das indonesische U-Boot KRI Nanggala (Typ 209/1300, Indienststellung 1981) wird nördlich Bali vermisst, nachdem im Rahmen eines Manövers erwartete Funkkommunikation ausgeblieben ist. An Bord sollen sich 53 Besatzungsmitglieder befinden. Indonesien hat Singapur und Australien um Hilfe ersucht.

BBC

Edit:
Australien verfügt über eine zivil durch JFD Australia bereitgestellte Rettungskapazität mit einem DSRV (LR5) und einem ROV. In Singapur wird durch ST Marine im öffentlichen Auftrag ein dediziertes U-Rettungsschiff (MV Swift Rescue mit dem DSRV DSAR 6 und dem ROV Super Spartan) vorgehalten.

Der Beitrag wurde von Praetorian bearbeitet: 21. Apr 2021, 12:56


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Almeran
Beitrag 21. Apr 2021, 14:24 | Beitrag #2
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Hoffentlich finden die schnell was. Aber schön zu sehen, dass hier sofort internationale Hilfe angefordert wird.


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Liberalmeran.

Der Grad unserer Erregung wächst in umgekehrtem Verhältnis zu unserer Kenntnis der Tatsachen - je weniger wir wissen, desto aufgeregter werden wir.
- Bertrand Russell, Eroberung des Glücks
 
Praetorian
Beitrag 21. Apr 2021, 15:47 | Beitrag #3
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Zumindest MV Swift Rescue ist bestätigt von Singapur aus in Marsch Richtung Bali, wird aber bei 12 Knoten Höchstfahrt etwa 72 Stunden bis ins Suchgebiet benötigen.

Die australischen Kapazitäten haben kein festes Mutterschiff, vielmehr gibt es ein Verzeichnis mit geeigneten MOSHIPs in der Region, so dass LR5 und weiteres Gerät auf dem Luftweg verlegt und dann in relativer Nähe eingeschifft werden können. Bislang habe ich noch kein Indiz für eine solche Verlegung gefunden, es gibt auch noch keine auffälligen Flugbewegungen z.B. mit C-17 im Raum Fremantle, wo LR5 regulär vorgehalten wird.

Edit:
SUBMISS wurde heute Nacht um 02:37 UTC ausgelöst, ist also schon eine Weile am Laufen.

Der Beitrag wurde von Praetorian bearbeitet: 21. Apr 2021, 16:23


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Praetorian
Beitrag 22. Apr 2021, 07:59 | Beitrag #4
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Malaysia hat das U-Rettungsschiff MV Mega Bakti in Marsch gesetzt, allerdings hat es einen noch längeren Anmarschweg (ETA 25. April) als die gestern aus Singapur ausgelaufene Swift Rescue.
Mega Bakti verfügt "nur" über ein ROV, allerdings können mit diesem Versorgungsbehälter und bis zu gewissen Tiefen auch ein kontinuierlich arbeitendes Luftreinigungssystem an verunfallte U-Boote angedockt werden, um die Überlebenszeit der Besatzung zu verlängern, bis ein DSRV zur Verfügung steht oder ein freier Aufstieg versucht wird.

Derweil wurde im Bereich der vermuteten letzten Position der KRI Nanggala ein Ölteppich gesichtet. In dem Bereich gibt es einen Unterwassergraben mit Tiefen bis zu 900 Metern, dies läge deutlich außerhalb der für ein Typ 209 aus freien Quellen abzuleitenden Zerstörungstiefe.


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Praetorian
Beitrag 22. Apr 2021, 17:41 | Beitrag #5
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Aus Indien kommt jetzt auch noch die MV SCI Sabarmati mit einem der beiden indischen DSRV dazu, allerdings mit einem Anmarschweg von 2500 nm in 6-7 Tagen eher eine gut gemeinte Geste.

Gefunden hat man bislang nichts.


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Father Christmas
Beitrag 22. Apr 2021, 18:16 | Beitrag #6
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https://www.thejakartapost.com/news/2021/04...l-saturday.html

Die Sauerstoffreserven sollen bis zum 24.04., 03:00 Uhr Ortszeit (23.04., 22:00 Uhr MESZ) reichen.


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Für neuen Bildschirm, hier [ X ] Nagel einschlagen.

ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


#flapjackmafia
 
Praetorian
Beitrag 24. Apr 2021, 11:38 | Beitrag #7
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Die indonesische Marine hat Gegenstände aus dem Bootsinneren gefunden, darunter Ausstattung aus dem Torpedoraum, Schmiermittelbehälter und Gebetsteppiche. Damit muss eine Zerstörung des Bootes als sehr wahrscheinlich angenommen werden, der Vorgang wurde von SUBMISS auf SUBSUNK hochgestuft. Der angenommene Überlebenszeitraum von etwa 72 Stunden ab Unfallzeitpunkt ist verstrichen, allerdings galt der ohnehin nur für die normale Besatzungsstärke von 34 Mann, nicht für 53, die für diese Übung an Bord gewesen sein sollen.

Independent


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Grenadier
Beitrag 25. Apr 2021, 07:35 | Beitrag #8
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Mit dem Auffinden des Ölflecks war das eigentlich schon klar. Selbiger galt im 2. Wk als ziemlich sicheres Indiz dafür das gejagte U-Boot entweder schwer beschädigt zu haben (und es damit ggf. zum Auftauchen zu zwingen) oder es versenkt zu haben.

In jedem Fall traurig, wenn man sieht wie gezwungener MaĂźen das Leben von 53 Menschen auf einen Gebetsteppich oder eine Plastikflasche reduziert wird sad.gif
RIP.

Der Beitrag wurde von Grenadier bearbeitet: 25. Apr 2021, 07:40
 
SailorGN
Beitrag 25. Apr 2021, 11:32 | Beitrag #9
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Ölflecken sind kein Indiz auf Subsunk. Moderne Boote haben dutzende Dinge aussenbords, die über Öl angesteuert werden. Da gibts öfter Lecks und Ölverluste, weshalb auch auf Silikonöle zurückgegriffen wird (Umweltschutz).

Die anderen Gegenstände sind deutliches Indiz auf Subsunk. Dinge aus dem Druckkörper, insbesondere mehr oder weniger fest verbaute (Schmiermittelbehälter für Sehrohre oder Torpedoschutzverkleidungen) gehen nicht einfach so nach draußen. Auf 800+Meter Tiefe hat man auch wenige Chancen irgendwas anderes zu finden.

Ich hoffe fĂĽr die Submariners dort, dass es schnell ging sad.gif


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist.
 
400plus
Beitrag 25. Apr 2021, 12:12 | Beitrag #10
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Das Boot wurde inzwischen gefunden, die 53 Seeleute sind, wie leider erwartet, tot.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/vi...n-17311050.html
 
Praetorian
Beitrag 25. Apr 2021, 13:24 | Beitrag #11
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Auf einer PK wurden Unterwasseraufnahmen des Wracks gezeigt:

Youtube


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Merowinger
Beitrag 25. Apr 2021, 15:25 | Beitrag #12
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Was mich beeindruckt ist die Geschwindigkeit mit der Such– und Rettungsfahrzeuge an den Ort gebracht wurden. Hoffentlich dient das den Hinterbliebenen als Hilfe. Daneben fällt die Analogie zu Argentinien auf was die hohe Anzahl von Menschen an Bord anbetrifft die umgekommen sind.
 
Grenadier
Beitrag 25. Apr 2021, 19:48 | Beitrag #13
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ZITAT(SailorGN @ 25. Apr 2021, 12:32) *
Ölflecken sind kein Indiz auf Subsunk. Moderne Boote haben dutzende Dinge aussenbords, die über Öl angesteuert werden. Da gibts öfter Lecks und Ölverluste, weshalb auch auf Silikonöle zurückgegriffen wird (Umweltschutz).
...


Breiten sich bedingt durch Leckage oder Ölverluste Flecken entsprechend weiträumig aus, ist das definitiv kein "öfter" sondern wohl eher ein schwerwiegendes technisches Problem.
Ich persönlich bin von einem entsprechend großen Fleck ausgegangen (sonst wohl kaum erwähnenswert seitens der Marine). Und der wäre dann sehr wohl auch heute noch ein deutliches Indiz, insbesondere auch in Anbetracht der Wassertiefe, für den Verlust des Bootes.

Im 2. Wk. hatte es dann i.d.R. einen der großen Satteltanks erwischt und wenns die schon erwischt, lag wohl die Wabo oder der Hedgehog zu dicht am Boot. "Sicherer" waren Luftblasen oder eben auch Gegenstände aus dem Innern der Boote.


Die von dir angeführten Gegenstände die nun gefunden wurden, sind auch kein Indiz mehr, sondern vielmehr ein eindeutiger Beweis. Dazu kommen jetzt noch die Unterwasseraufnahmen.
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 16. May 2021 - 04:47