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> Superkavitierende Geschosse, Wirkung im, in das oder aus dem Wasser
PzArt
Beitrag 10. Jul 2020, 20:09 | Beitrag #1
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ZITAT(Praetorian @ 10. Jul 2020, 16:10) *
Die ESuT hat einen Artikel zum Sachstand Marinehubschrauber online gestellt. Grundsätzlich ein recht allgemeiner Überblick, mit ein paar interessanten Details:
  • Im losen Zusammenhang werden Industriekonzepte wie aus Sonarbojen-Dispensern ausstoßbare Minenjagd-UUV oder UAV sowie Munition in 12,7x99 mit superkavitierenden Geschossen zur Bekämpfung von Minen, UUV oder U-Booten vorgestellt
ESuT


Echt interessant. Und vor allem (noch) ohne Bezahlschranke.

Echt heiß finde ich ja die 12.7mm Superkavitationsmunition. Das kannte ich bisher nur von Torpedoentwicklungen. Super vorstellbar sicher bei der Abwehr von Torpedos (evtl. auch vom Schiff aus im Nächstbereich) oder bei der Jagd auf U-Boote in Sehrohrtiefe, die in Versuchung kommen mit sowas wie IDAS zu wirken.

Der Beitrag wurde von Praetorian bearbeitet: 11. Jul 2020, 15:55
 
Reitlehrer
Beitrag 10. Jul 2020, 22:31 | Beitrag #2
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Dann mal hier etwas zur Superkavitierenden Munition

https://dsgtec.com/cav-x/

Der Gesamtinhalt der Seite passt dann natürlich auch ins Infanterieforum
 
goschi
Beitrag 11. Jul 2020, 07:41 | Beitrag #3
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Hier ist noch ein Video, wo man die Munition im Einsatz sieht (zwar die handwaffen-Munition, die sichbar gerade Schusslinie ist trotzdem gut zu sehen):
https://www.youtube.com/watch?v=uvUez1X2f8c


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Tankcommander
Beitrag 11. Jul 2020, 09:57 | Beitrag #4
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ZITAT(goschi @ 11. Jul 2020, 08:41) *
Hier ist noch ein Video, wo man die Munition im Einsatz sieht (zwar die handwaffen-Munition, die sichbar gerade Schusslinie ist trotzdem gut zu sehen):
https://www.youtube.com/watch?v=uvUez1X2f8c


Mit welcher Waffe wurde da geschossen? das war jetzt bestimmt keine 12,7er.

Für Kampfschwimmer ist das interessant, aber zur ASW? Sind U-Boote nicht auch gepanzert?
 
KSK
Beitrag 11. Jul 2020, 10:02 | Beitrag #5
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ZITAT(Tankcommander @ 11. Jul 2020, 10:57) *
ZITAT(goschi @ 11. Jul 2020, 08:41) *
Hier ist noch ein Video, wo man die Munition im Einsatz sieht (zwar die handwaffen-Munition, die sichbar gerade Schusslinie ist trotzdem gut zu sehen):
https://www.youtube.com/watch?v=uvUez1X2f8c


Mit welcher Waffe wurde da geschossen? das war jetzt bestimmt keine 12,7er.

Für Kampfschwimmer ist das interessant, aber zur ASW? Sind U-Boote nicht auch gepanzert?

Sieht nach einem FN SCAR aus, also 5,56 oder 7,62. Sehe ich das richtig, dass die Poolwand nicht durchschlagen wird?

Vor allem interessant wäre auch das Verhalten beim schießen auf die Wasseroberfläche. Ich habe noch Schwierigkeiten mir den beworbenen Einsatzzweck, nämlich das schießen vom RHIB oder Hubschrauber ins Wasser vorzustellen. Ab welchem Winkel funktioniert das tatsächlich? Auf der Website steht, dass es ab 5 Grad keine Abpraller geben soll, aber das heißt ja noch lange nicht, dass das Geschoss (möglichst geradlinig) auch noch stabil bleibt.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
ede144
Beitrag 11. Jul 2020, 10:16 | Beitrag #6
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ZITAT(Tankcommander @ 11. Jul 2020, 10:57) *
ZITAT(goschi @ 11. Jul 2020, 08:41) *
Hier ist noch ein Video, wo man die Munition im Einsatz sieht (zwar die handwaffen-Munition, die sichbar gerade Schusslinie ist trotzdem gut zu sehen):
https://www.youtube.com/watch?v=uvUez1X2f8c


Mit welcher Waffe wurde da geschossen? das war jetzt bestimmt keine 12,7er.

Für Kampfschwimmer ist das interessant, aber zur ASW? Sind U-Boote nicht auch gepanzert?


U-Boote sind nicht gepanzert, sie sollen sich ja auch nicht an der Oberfläche erwischen lassen. Aber gegen Minen ist das sehr interessant.
 
goschi
Beitrag 11. Jul 2020, 10:30 | Beitrag #7
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ZITAT(KSK @ 11. Jul 2020, 11:02) *
Sieht nach einem FN SCAR aus, also 5,56 oder 7,62. Sehe ich das richtig, dass die Poolwand nicht durchschlagen wird?

doch, man sieht zwischendurch immer mal wieder die Einschläge in den Wassertanks dahinter
(den Sinn von Wassertanks als ballistischer Schutz bei Munition, die explizit zum durchdringen von Wasser entwickelt wurde, will ich jetzt nichts sagen biggrin.gif )

und ja, dürften FN SCAR sein.

ZITAT(ede144 @ 11. Jul 2020, 11:16) *
U-Boote sind nicht gepanzert, sie sollen sich ja auch nicht an der Oberfläche erwischen lassen. Aber gegen Minen ist das sehr interessant.

U-Boote sind naturgemäss stark gepanzert, denn zum aushalten der extrem hohen Drücke bei maximaler tauchtiefe und der last durch die Druckwechsel benötigen sie hochfeste und zähe Stähle, in ziemlich dicker Ausführung, die dadurch automatisch auch eine ziemlich ordentliche ballistische Schutzwirkung bieten dürften.


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Reitlehrer
Beitrag 11. Jul 2020, 10:37 | Beitrag #8
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Die Website ist recht ausführlich. Man muss nur ein wenig suchen.

Angeboten wird Munition von 5,56 bis 12,7mm.

Angegeben werden Unterwasserlaufbahnen von bis zu 60m.

Sowie ein Test gegen zwei 1,0 cm Stahlplatten nach etwa 17m unter Wasser.

Es werden auch Vorgaben zu den Waffen gemacht z.B. Rohrlängen.


Zu den Verwendungszwecken wird unterschieden zwischen Schuss ins Wasser und aus dem Wasser heraus. Dazu gibt es auch jeweils spezielle Munition.

Beim Schuss in das Wasser hat man Einsatz gegen Kampfschwimmer, Minen, Torpedos oder auch Uboote im Sinn.

Beim Einsatz Uboote denke vor allem an Südkorea, die ja öfter mal ein Problem mit Nordkoreanischen Mini-Ubooten haben, oder den Einsatz gegen Uboote und Halbtaucher der Drogenschmuggler in Mittelamerika.
 
Racer
Beitrag 11. Jul 2020, 13:18 | Beitrag #9
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In den USA wurde 30mm supercavitierende Munition zur Zerstörung von Minen angedacht (RAMICS). Das ganze in einem weitreichenden Programm auch mit Lasern und anderen Kill Mechnismen kombiniert. Tests wurden mit einem H-60 gemacht der eine 30mm Kanone an Bord hatte. Schlussendlich wurde so ziemlich alles eingestampft, ausser die Unterwasser Effektoren. Grund: durch die Brechung der optischen Sichtlinie an der Waseroberfläche (+Wellen), war ein genaues Zielen kaum möglich.--------------------------------
"Internatinaler Flugköper" könnte auch NSM sein, der mit den U-Booten eingeführt wird.


Der Beitrag wurde von Racer bearbeitet: 11. Jul 2020, 13:18
 
ede144
Beitrag 11. Jul 2020, 15:05 | Beitrag #10
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ZITAT(goschi @ 11. Jul 2020, 11:30) *
ZITAT(KSK @ 11. Jul 2020, 11:02) *
Sieht nach einem FN SCAR aus, also 5,56 oder 7,62. Sehe ich das richtig, dass die Poolwand nicht durchschlagen wird?

doch, man sieht zwischendurch immer mal wieder die Einschläge in den Wassertanks dahinter
(den Sinn von Wassertanks als ballistischer Schutz bei Munition, die explizit zum durchdringen von Wasser entwickelt wurde, will ich jetzt nichts sagen biggrin.gif )

und ja, dürften FN SCAR sein.

ZITAT(ede144 @ 11. Jul 2020, 11:16) *
U-Boote sind nicht gepanzert, sie sollen sich ja auch nicht an der Oberfläche erwischen lassen. Aber gegen Minen ist das sehr interessant.

U-Boote sind naturgemäss stark gepanzert, denn zum aushalten der extrem hohen Drücke bei maximaler tauchtiefe und der last durch die Druckwechsel benötigen sie hochfeste und zähe Stähle, in ziemlich dicker Ausführung, die dadurch automatisch auch eine ziemlich ordentliche ballistische Schutzwirkung bieten dürften.


Wenn man die hochfesten Stähle der Hülle als Panzerung zählt, dann ja. Eine spezielle Panzerung haben sie allerdings nicht.
 
goschi
Beitrag 11. Jul 2020, 16:35 | Beitrag #11
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Der Punkt ist, mit einer 12.7x99mm Munition wirst du bei einem Uboot die Hülle kaum penetrieren, der Druckkörper hat die Wirkung einer Panzerung, ob er dafür gedacht ist, ist ja schlussendlich egal wink.gif


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
SailorGN
Beitrag 11. Jul 2020, 19:06 | Beitrag #12
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In der Regel sind auch noch Aussenhüllenelemente aus div. Verbundstoffen davor montiert, also wird man mit 12,7mm nicht wirklich Schaden anrichten. Viel interessanter ist sowas auf Ubooten zur To-Abwehr.


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
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peter
Beitrag 11. Jul 2020, 19:26 | Beitrag #13
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Naja, da müsste die effektive Reichweite noch um einiges steigen.
Ich schätze mal vorsichtig ab 40mm könnte man in Bereiche kommen, in denen ein Torpedo bekämpft und ggf gezündet werden kann ohne dass das Uboot allzusehr leidet.

Ist hier inzwischen etwas mehr zum technischen Stand der Russen bekannt?

Für Schüsse von einem Element ins andere wäre evtl ein elektronisch kompensierendes Visier zum Ausgleich der unterschiedlichen Brechungsindizes interessant...


mkg

peter


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"Was habt Ihr denn gedacht?"
 
PzArt
Beitrag 11. Jul 2020, 21:37 | Beitrag #14
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ZITAT(goschi @ 11. Jul 2020, 17:35) *
Der Punkt ist, mit einer 12.7x99mm Munition wirst du bei einem Uboot die Hülle kaum penetrieren, der Druckkörper hat die Wirkung einer Panzerung, ob er dafür gedacht ist, ist ja schlussendlich egal wink.gif


Das stimmt natürlich. Dann bräuchte es in der Tat ein größeres Kaliber. Sprich eine MK oder so was. Aber für Torpedoabwehr im Nächstbereich, gerade für Überwassereinheiten, sowie für kleine direkt unter der Oberfläche operierende Unterwasserdrohnen oder Minen denke ich nach wie vor optimal.
 
General Gauder
Beitrag 12. Jul 2020, 00:41 | Beitrag #15
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ZITAT(SailorGN @ 11. Jul 2020, 20:06) *
In der Regel sind auch noch Aussenhüllenelemente aus div. Verbundstoffen davor montiert, also wird man mit 12,7mm nicht wirklich Schaden anrichten. Viel interessanter ist sowas auf Ubooten zur To-Abwehr.

Wie soll man sich das Vorstellen, bekommt das U-Boot dann an Bug und Heck eine Waffenstation um auf die Torpedos wirken zu können, das kann ich mir nicht vorstellen, zum einen weil die Waffe mit sicherheit nach einigen Wochen im Meer nicht mehr einsatzfähig ist und zum anderen weil es Hydrodynamisch nicht wirklich von Vorteil sein wird und warscheinlich aufgrund von starken verwirblungen viel Lärm erzeugen wird.


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PzArt
Beitrag 12. Jul 2020, 00:55 | Beitrag #16
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Auf U-Booten? Und dann auch noch auf Tiefe? Kann ich mir auch nicht vorstellen. Wenn dann auf Überwassereinheiten, wo man von oben ins Wasser wirken kann.
 
Havoc
Beitrag 12. Jul 2020, 08:23 | Beitrag #17
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Gegen Torpedos sehe ich generell ein Problem. Auf Grund geringen Reichweite der Munition im Wasser und der starken Sprengladung eines Torpedos oder Mine ist da meiner Meinung das Zeitfenster zwischen Zielerfassung und wirksamer Bekämpfung zu gering.
Aus meiner Sicht ist das fast nur Munition für bzw. gegen Kampfschwimmer.
 
SailorGN
Beitrag 12. Jul 2020, 11:56 | Beitrag #18
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Mal nachdenken, als konventionelle MK hat man natürlich Probleme, mit Druck, Seewasser, etc. In einem versiegelten, einschüssigen System (Laufbündel) hat man viele Probleme nicht. Auch kann man das hydrodynamisch verkleiden oder in der Verkleidung bspw. des Turms unterbingen.

Zur Wirkung: Leichtgewichttorpedos müssen aufgrund der kleinen Sprengladung Kontakt mit dem Rumpf des Ubootes haben... also müssen sie nah ran. Dagegen sind die TO selbst nicht gepanzert, Beschädigungen aka mission kill können das Uboot retten. Bei einem Kaliber 20mm+ könnte man sogar ne kleine Kontaktladung einbauen, welche die TO-Hülle aufreißt. Bei Schwergewichtstorpedos mit Magnetzünder könnte man über ferromagnetische Geschosse versuchen, eine Zündung durch beinahetreffer zu erreichen. Wenn dies 20 m vom Boot entfernt stattfindet kann es einen Sofortverlust verhindern (abhängig von der aktuellen Tauchtiefe).

Zur Sensorik: Es ist im Nah-/Nächstbereich leichter, einen aktiv pingenden und/oder schnellen To zu orten als einen Taucher mit Kreislaufgerät. Wenn es um Kampfschwimmerabwehr geht benötigt man derzeit noch aktive Sensorik, also Sonar... und wenn ich da die Leistung skalieren kann ist der Sensor auch Effektor^^ Ein Leichtgewichtstorpedo beginnt bereits mit Aktivsuche, sobald er im Wasser ist, das kann je nach vorheriger Ziellösung ein paar tausend Meter weit weg sein. Bei einem drahtgelenkten TO ist das in der Regel durch den Bediener zuschaltbar, aber auch da wird man den Aktivkanal schon hunderte Meter vor dem berechneten Treffpunkt zuschalten, damit er selbstständig Zieldaten einholt... in beiden Fällen hätte ein Abwehrsystem etliche Sekunden Zeit, die Bekämpfung einzuleiten. Bei einem KS sieht das anders aus... zumal die Karpfen nur zuschlagen werden, wenn das Ziel im Hafen oder vor Anker liegt. Da kann man deutlich andere Systeme billiger und effektiver haben... ne einfache Netzsperre macht denen schonmal Arbeit, dann gibts die schon genannten Aktivsysteme und sobald man ne ungefähre Position der KS hat ist man mit Beiboot plus 2-3 Handgranaten deutlich effizienter als mit Superspecialmunition plus Sturmgewehr, womit man zuvor extrem trainieren muss und man bei Nacht und brackigem Wasser die KS gar nicht sieht...

Minen: Da geht man nicht mit Sturmgewehr ran, schon gar nicht, wenn die Ladung nur ein paar Meter unter Wasser wirkt. Selbst auf treibende Minen wirkt man mit einem Abstand von mehreren Hundert Metern und dann mit 7.62mm aufwärts. Das Projekt der USN mit 35mm vom Helo wurde gerade wegen der nötigen Abstände gewählt.


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General Gauder
Beitrag 12. Jul 2020, 12:00 | Beitrag #19
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OK und wie zielst du dann wenn das Ding starr im Turm sitzt? vor allem wenn man nur sehr wenige Schüsse zur Verfügung hat (Laufbündel) ich halte es für ziemlich unmöglich damit zu treffen.


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Merowinger
Beitrag 12. Jul 2020, 12:59 | Beitrag #20
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Ein U-Boot bräuchte wohl eher eine breit streuende kurze mehrläufige "Selbstschussanlage", vielleicht 2x seitlich nach achtern gerichtet. Einsatz auf kurzer Distanz wenn die Täuschkörper und der Anti-Torpedo-Torpedo nicht erfolgreich war - vielleicht auch im Zusammenspiel mit Täuschkörpern.

Sind auch leichte Aale fähig zum wake homing, und wird im Endanlauf immer aktiv geschaltet?

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 12. Jul 2020, 13:10
 
Tankcommander
Beitrag 12. Jul 2020, 13:12 | Beitrag #21
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Zum Minenräumen sollten bisherigen Methoden ausreichend sein, zum Mal der Heli die Minen auch noch anzielen muss.
Bei der Torpedoabwehr sehe ich das ähnlich .

Was mir aber gut vorstellen kann ist für Kampfschwimmer selber, die können dann aus dem Wasser heraus einen Wachposten oder so ausschalten, falls das Szenario so in der Realität eintreten würde.
 
Havoc
Beitrag 12. Jul 2020, 13:32 | Beitrag #22
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ZITAT(SailorGN @ 12. Jul 2020, 11:56) *
Mal nachdenken, als konventionelle MK hat man natürlich Probleme, mit Druck, Seewasser, etc. In einem versiegelten, einschüssigen System (Laufbündel) hat man viele Probleme nicht. Auch kann man das hydrodynamisch verkleiden oder in der Verkleidung bspw. des Turms unterbingen.

Zur Wirkung: Leichtgewichttorpedos müssen aufgrund der kleinen Sprengladung Kontakt mit dem Rumpf des Ubootes haben... also müssen sie nah ran. Dagegen sind die TO selbst nicht gepanzert, Beschädigungen aka mission kill können das Uboot retten. Bei einem Kaliber 20mm+ könnte man sogar ne kleine Kontaktladung einbauen, welche die TO-Hülle aufreißt. Bei Schwergewichtstorpedos mit Magnetzünder könnte man über ferromagnetische Geschosse versuchen, eine Zündung durch beinahetreffer zu erreichen. Wenn dies 20 m vom Boot entfernt stattfindet kann es einen Sofortverlust verhindern (abhängig von der aktuellen Tauchtiefe).

Zur Sensorik: Es ist im Nah-/Nächstbereich leichter, einen aktiv pingenden und/oder schnellen To zu orten als einen Taucher mit Kreislaufgerät. Wenn es um Kampfschwimmerabwehr geht benötigt man derzeit noch aktive Sensorik, also Sonar... und wenn ich da die Leistung skalieren kann ist der Sensor auch Effektor^^ Ein Leichtgewichtstorpedo beginnt bereits mit Aktivsuche, sobald er im Wasser ist, das kann je nach vorheriger Ziellösung ein paar tausend Meter weit weg sein. Bei einem drahtgelenkten TO ist das in der Regel durch den Bediener zuschaltbar, aber auch da wird man den Aktivkanal schon hunderte Meter vor dem berechneten Treffpunkt zuschalten, damit er selbstständig Zieldaten einholt... in beiden Fällen hätte ein Abwehrsystem etliche Sekunden Zeit, die Bekämpfung einzuleiten. Bei einem KS sieht das anders aus... zumal die Karpfen nur zuschlagen werden, wenn das Ziel im Hafen oder vor Anker liegt. Da kann man deutlich andere Systeme billiger und effektiver haben... ne einfache Netzsperre macht denen schonmal Arbeit, dann gibts die schon genannten Aktivsysteme und sobald man ne ungefähre Position der KS hat ist man mit Beiboot plus 2-3 Handgranaten deutlich effizienter als mit Superspecialmunition plus Sturmgewehr, womit man zuvor extrem trainieren muss und man bei Nacht und brackigem Wasser die KS gar nicht sieht...

Minen: Da geht man nicht mit Sturmgewehr ran, schon gar nicht, wenn die Ladung nur ein paar Meter unter Wasser wirkt. Selbst auf treibende Minen wirkt man mit einem Abstand von mehreren Hundert Metern und dann mit 7.62mm aufwärts. Das Projekt der USN mit 35mm vom Helo wurde gerade wegen der nötigen Abstände gewählt.


Und warum soll das jetzt besser sein als ein Anti-Torpedo-Torpedos wie SeaSpider? Dort ist es bereits eine technische Herausforderung einen Torpedo erfolgreich Abzufangen.
Wie soll ein Uboot, das sich wie der Torpedo dreidimensional bewegt, die Läufe schnell und präzise genug auf einen ankommenden Torpedo ausrichten?
Ansonsten scheint mir das Ausstoßen von Täuschkörpern, welche Zielsignale erzeugen, wie das CANTO von DCNS, erfolgversprechender.

Und zur CAVX gibt es folgende Beschreibung des Herstellers:

ZITAT
CAV-X - Supercavitating Ammunition
CAV-X Small Arms Ammunition.
Designed to satisfy the operational requirements of combat divers, this ammunition can be used by underwater reconnaissance and/or demolitions teams to engage enemy combatants from covered positions while under the water, thereby allowing operators to maintain the element of surprise by negating any requirement to breach the surface…..



 
SailorGN
Beitrag 13. Jul 2020, 10:56 | Beitrag #23
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@Mods: Bitte verlagern, ist schon reichlich OT

@all: Ich habe nie behauptet, dass superkavitierende Geschosse andere soft- und hardkillsysteme ersetzen soll. Im Gegenteil, es wäre höchstens ein "CIWS" in einem mehrstufigen System. Bei Softkill/Täuschern sollte bedacht werden, dass zumindest bei Schwergewichtstorpedos ein Bediener am anderen Ende sitzt. Daher ist ein erfolgreiches "Täuschen" ggü Schwergewichtsto unwahrscheinlicher. Auch sind die Laufprogramme auf Täuscher vorbereitet, damit sind Täuschkörper ohne Eigenbewegung eher nutzlos, da sie als Täuscher leicht erkannt werden.

@General: Wer hat gesagt, dass eine solche Anlage starr verbaut sein muss? Man kann Verkleidungsplatten auch beweglich bauen und ein "Werfersystem" ausfahren. Idealerweise dann, wenn man Indikation auf To im Wasser hat... dann weiss man auch, dass man erstmal größere Probleme als Signaturreduktion hat.

@Merowinger: Starr macht wenig Sinn, da man zu viele Geschosse bräuchte, um das wahrscheinliche Volumen abzudecken. Da lohnen sich eher Täuschkörperwerfer, also Softkill. Dass LW-To wake-homing können wäre mir neu und erscheint mir für die Ujagd eher weniger sinnvoll. Wakehoming beruht auf Kavitation, also Gasbläschenbildung in der Hecksee, je höher die Fahrt des Zieles, desdo ausgeprägter (und länger detektierbar) ist die Spur. Uboote kavitieren kaum, es bildet sich kein Blasenschleier, damit auch keine Möglichkeit für den aktiven Wakehomingsensor, eine Spur einzufangen. Mit Turbulenzsensorik könnte man was werden, allerdings habe ich keine Ahnung, wie ausgeprägt und dauerhaft eine Spur bei einem langsamfahrenden Uboot ist.

@Havoc: In der To-Abwehr im Nahbereich kann man die Eigenbewegung des Ubootes vernachlässigen, es sei denn man redet über ein SSN. Konventionelle Uboote bewegen sich selbst beim To-Ausweichen im Gegensatz zum Aal sehr behäbig, das kriegt ein modernes Gerät locker mit berechnet, zumal die Lenkdaten des Bootes vom Steuerstand direkt gefüttert werden können. "Besser" als dezidierte Anti-Torpedo-Torpedos ist allenfalls der Systemaufwand und die Munitionsstückkosten.


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Merowinger
Beitrag 13. Jul 2020, 13:08 | Beitrag #24
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Die Frage ist, ob man sich diesen zusätzlichen letzten CIWS layer leisten kann und will. Die Richtbarkeit kann nur deutlich eingeschränkt sein, ich sehe nicht dass dafür sails aufwendig umgebaut werden. Daher 2x nach achtern gerichtet, das eigene Kielwasser auslassend. Sofern in ca. einem Viertelkreis (und weniger) richtbar könnte ein einziger Lauf vielleicht genügen. Aber wie genau lassen sich sich Zieldaten generieren? Kadenz?

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 13. Jul 2020, 13:10
 
SailorGN
Beitrag 13. Jul 2020, 14:59 | Beitrag #25
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Der Turm besteht quasi nur aus Verkleidung, da geht einiges... allein der Landanschluss könnte bei 212 im Weg sein, aber da könnte man drüber/drunter bauen. Aufwendig ist das nicht wirklich, zumal man mit den Ausfahrgeräten+Zusätzen dort bereits Hydraulik hat. Die Genauigkeit der Zieldaten ist eine Sache, da kommt es auf die Genauigkeit der Einschreibungen an... im Nahbereich reicht meiner Meinung nach ein Schuss in die Peilung (also Peilung und Höhe), Entfernungsdaten sind ab bestimmten Pegeln (je näher der Sonarschwinger des To desdo lauter) eher Nebensache.


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Merowinger
Beitrag 13. Jul 2020, 15:09 | Beitrag #26
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Nächster Punkt: In welchen Wassertiefen funktionieren Munition und Waffe?
 
peter
Beitrag 13. Jul 2020, 21:09 | Beitrag #27
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ZITAT(Merowinger @ 13. Jul 2020, 16:09) *
Nächster Punkt: In welchen Wassertiefen funktionieren Munition und Waffe?


Das sind mindestens zwei sehr interessante Fragen smile.gif

Wenn man davon ausgeht, dass ein solches System bis ca. 800m Tauchtiefe wirken soll, stellen sich schon mindestens zwei Probleme:
- Soll der Hülseninhalt variabel druckbeaufschlagt werden um zu vermeiden, dass sich die Setztiefe des Projektils ändert?
- Bis zu was für einem Wasserdruck lässt sich die Gasblase um das Geschoss herum aufrecht erhalten?

mkg

peter


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"Was habt Ihr denn gedacht?"
 
SailorGN
Beitrag 13. Jul 2020, 21:30 | Beitrag #28
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Meine Meinung als Nicht-Ingenieur und Nicht-Hydrodynamiker, gezogen aus der Interpretation englischer Wiki-Einträge:

Mit steigendem Wasserdruck braucht man höhere Geschwindigkeiten, damit Superkavitation eintritt. Bis wohin die Waffe (also sicherer Verbleib und sichere Funktion) brauchbar ist, ist daher eher eine Frage der Spezifikation. Bei der Munition ist es schwieriger, da der Geschwindigkeitsbereich nur schwer dosierbar ist. Ist die Geschwindigkeit zu gering kavitiert das Projektil nicht. Was bei zu hoher Geschwindigkeit passiert, weiss ich nicht... vieleicht taumelt das Projektil und zerlegt sich selbst?


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist.
 
Merowinger
Beitrag 13. Jul 2020, 21:59 | Beitrag #29
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Wir können entspannt "nur" bis 300-400m fordern, denke ich. ;-)
 
Thomas
Beitrag 14. Jul 2020, 05:56 | Beitrag #30
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Claas Vortmann hat dazu eine sehr interessante Doktorarbeit geschrieben. Ist auch für den Laien verständlich. 2001 veröffentlicht.


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