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> Game of Thrones (Achtung SPOILER!), Theorien, Meinungen, Bemerkungen, Fragen (und SPOILER)
Glorfindel
Beitrag 27. Jul 2017, 19:22 | Beitrag #61
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Ich wollte mich tatsächlich nicht dem Vorwurf aussetzen eine Vergewaltigung zu verharmlosen. Ich habe sie damals beim Ansehen der 4. Staffel tatsächlich nicht als Vergewaltigung angesehen, heute deshalb die Szene nochmals angeschaut, entschieden es könnte eine Vergewaltigung sein (wobei beim zweiten Anschauen der Szene ich auch nicht mehr so sicher war). Man könnte die Szene imho durchaus auch so auslegen, dass es gar keine Vergewaltigung war, jedenfalls wenn man diese "No is No"-Debatte ausblendet. Da muss ich mich selber etwas rüffeln, zu sehr auf political correctness bedacht gewesen zu sein.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Glorfindel
Beitrag 27. Jul 2017, 19:53 | Beitrag #62
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...vielleicht sollte ich noch etwas zusätzlich dazu sagen. Das Verhalten von Personen in der fernen Vergangenheit und noch mehr das Verhalten von Personen in Fantasiewelten können nicht nach heutigen moralischen Richtlinien bewertet werden. Im Mittelalter und Altertum wurden permanent Leute umgebracht, gefoltert, vergewaltigt. Zum Teil war dies aus der damaligen Sicht auch nicht moralisch falsch. Im Mittelalter hat man zum Teil gefangene Gegner einfach umgebracht, zumindest die nichtadligen. Im Mittelalter und auch im Altertum vergewaltigten Soldaten, dass durften sie nach damaliger Auffassung auch. Wenn ich mich richtig entsinne, wurden die Töchter von Priamos nach der Eroberung Trojas zu Kriegsbeute, zumindest zum Teil wurden sie auch vergewaltigt.

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es in der Fernsehserie Rome eine Szene, wo Soldaten an einer Schäferin vorbeireiten, wobei Mark Anton die Gelegenheit nutz, um sich mit ihr kurz zu vergnügen. Aufregen muss man sich deswegen nicht. Wahrscheinlich war dies gar nicht so fern der Realität.


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vonFeilitzsch
Beitrag 27. Jul 2017, 21:49 | Beitrag #63
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https://www.youtube.com/watch?v=YHZIM-2dpJg

SPOILER(mehr oder weniger)!!!!
How The White Walkers Will Get Past The Wall | HUGE PLOT REVEAL | Game of Thrones Season 7 Theory

Kann den Channel generell nur empfehlen, bin immer wieder fasziniert, wie manchen Leuten Details auffallen.

 
Almeran
Beitrag 28. Jul 2017, 08:57 | Beitrag #64
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ZITAT(Glorfindel @ 27. Jul 2017, 20:22) *
Ich wollte mich tatsächlich nicht dem Vorwurf aussetzen eine Vergewaltigung zu verharmlosen. Ich habe sie damals beim Ansehen der 4. Staffel tatsächlich nicht als Vergewaltigung angesehen, heute deshalb die Szene nochmals angeschaut, entschieden es könnte eine Vergewaltigung sein (wobei beim zweiten Anschauen der Szene ich auch nicht mehr so sicher war). Man könnte die Szene imho durchaus auch so auslegen, dass es gar keine Vergewaltigung war, jedenfalls wenn man diese "No is No"-Debatte ausblendet. Da muss ich mich selber etwas rüffeln, zu sehr auf political correctness bedacht gewesen zu sein.

In bestehenden Beziehungen ist es mit "No means no" aber auch nicht getan, Sprichwort consensual non-consent. Vielleicht haben die beiden ein safe word - wäre nicht der krasseste Kink, den es in dieser Beziehung gibt. Passt auch zur Aussage des Regisseurs, dass aus der Situation und dem Machtkampf Erregung auf beiden Seiten entsteht. Vergewaltigungsfantasien gehören schließlich zu den häufigsten Sexfantasien - nein, das heißt nicht dass diese Menschen tatsächlich vergewaltigt werden oder Vergewaltiger sein wollen.



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Der Grad unserer Erregung wächst in umgekehrtem Verhältnis zu unserer Kenntnis der Tatsachen - je weniger wir wissen, desto aufgeregter werden wir.
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Dave76
Beitrag 28. Jul 2017, 09:06 | Beitrag #65
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Typisch, da werden in einer Serie Massen von Menschen (hauptsächlich Männer?) auf brutalste Weise ermordet, verwundet und gefoltert, aber die (mutmaßliche?) Vergewaltigung einer Frau sorgt für Aufruhr.

O tempora, o mores!


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Glorfindel
Beitrag 28. Jul 2017, 09:29 | Beitrag #66
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ZITAT(Dave76 @ 28. Jul 2017, 09:06) *
Typisch, da werden in einer Serie Massen von Menschen (hauptsächlich Männer?) auf brutalste Weise ermordet, verwundet und gefoltert, aber die (mutmaßliche?) Vergewaltigung einer Frau sorgt für Aufruhr.

O tempora, o mores!

Das wollte ich ja auch ansprechen, indem ich darauf hinwies, dass der Unrechtsgehalt, Bran, ein achtjähriges Kind, vom Turm zu werfen, massiv grösser ist, als die angebliche Vergewaltigung von Cersei, welche möglicherweise gar keine ist, weil Cersei möglicherweise einverstanden war. Um das herauszufinden, müsste man Cersei jedoch befragen. Im Moment gilt die Unschuldsvermutung für Jamie diesbezüglich.


Was das umbringen von Personen betrifft, so muss natürlich jeder Fall auch einzelnen betrachtet werden. Das z.B. Jamie die Wachen Neds töten liess, als er ihn verhaften liess,
kann ich irgendwo nachvollziehen. Catelyn Stark hat ihrerseits Jamies Bruder Tyrion gefangen genommen und droht ihm den Prozess zu machen. Damit hat sie den Casus Belli gesetzt, zumal der Vorwurf, Tyrion hätte auf Bran einen Mordanschlag verüben lassen, falsch ist.
Anders als das Töten von Adeligen, dürfte das Töten von Soldaten in einem solchen Fall in der Welt von Game of Thrones nicht unbedingt als grosses Unrecht angesehen werden.







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Glorfindel
Beitrag 28. Jul 2017, 09:34 | Beitrag #67
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...aus Sicht der Welt von Westeros dürfte im Übrigen der Umstand, dass Jamie als Ritter der Königsgarde mit der Königin ein Verhältnis hat, sein schlimmstes Verbrechen sein, da es Hochverrat ist und wohl mit einer sehr grausamen Strafe geahndet worden wäre, wenn es bekannt geworden wäre. Der irdische Leser, zumindest wenn er Europäer oder Amerikaner ist, wird dies anders sehen.


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mr.trigger
Beitrag 28. Jul 2017, 10:00 | Beitrag #68
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ZITAT(Dave76 @ 28. Jul 2017, 10:06) *
Typisch, da werden in einer Serie Massen von Menschen (hauptsächlich Männer?) auf brutalste Weise ermordet, verwundet und gefoltert, aber die (mutmaßliche?) Vergewaltigung einer Frau sorgt für Aufruhr.

Oder es hängt damit zusammen, dass die meisten Toten in der Serie einfach Redshirts sind zu denen die Seher keinen Bezug haben. Tode wichtiger Charaktere haben genauso Wellen geschlagen.

Carum est, quod rarum est. wink.gif


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There was a young man from Moldavia
Who couldn’t believe in the savior
So he erected instead, with himself at the head
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Dave76
Beitrag 28. Jul 2017, 10:58 | Beitrag #69
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ZITAT(mr.trigger @ 28. Jul 2017, 11:00) *
ZITAT(Dave76 @ 28. Jul 2017, 10:06) *
Typisch, da werden in einer Serie Massen von Menschen (hauptsächlich Männer?) auf brutalste Weise ermordet, verwundet und gefoltert, aber die (mutmaßliche?) Vergewaltigung einer Frau sorgt für Aufruhr.

Oder es hängt damit zusammen, dass die meisten Toten in der Serie einfach Redshirts sind zu denen die Seher keinen Bezug haben. Tode wichtiger Charaktere haben genauso Wellen geschlagen.

Carum est, quod rarum est. wink.gif

Nein, es geht um diesen dämlichen bento-Artikel, in dem sich eine offensichtlich links-progressiv-feministisch bewegte Autorin ernsthaft darüber auslässt, dass in einer Fantasy-Serie, welche in einem mittelalterlichen Moralsetting angesiedelt ist, doch tatsächlich Chauvis (einer nimmt Frauen nicht ernst!), das altbewährte Patrichat, Kulturimperialismus [sic!] und Vergewaltigungen anzutreffen sind und, das dies die Charaktere doch tatsächlich zu 'komplexen Charakteren', welche aber als Vorbild nicht immer taugen, werden lässt. Welch Erkenntnis! Die ansonsten übliche Gewalt in dieser Serie scheint ihr aber nicht extra erwähnenswert. Der typische unlogische bento-Mist eben, wir sollten hier über so etwas gar nicht diskutieren.


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Glorfindel
Beitrag 28. Jul 2017, 11:08 | Beitrag #70
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ZITAT
Josefa Niedermaier

Wie man das als Durchschnittsmillennial so macht, studiert Josefa (noch) Irgendwas-mit-Medien. Sie schreibt ungern über trockene Theorie, dafür aber umso lieber über alles andere, vor allem Feminismus, Gesellschaft und Popkultur.

biggrin.gif
ZITAT
Daenerys Targaryen

Sie wird gefeiert als...

...die „Mother of Dragons“. Sie hat eine Armee. Sie hat einen Lover, lässt sich aber deshalb noch lange nicht die Aussicht auf eine taktische Ehe nehmen. Sie lässt sich nichts gefallen und wird bald Westeros quasi im Alleingang aufmischen. Slay, Queen D! Oder?

Problematisch ist das, weil...

... ihre Herrschaft nicht zuletzt auf Kulturimperialismus aufbaut, also dem vehementen Durchsetzen eigener Wertvorstellungen und Ansichten. Die Dothraki, die einen wesentlichen Teil ihrer Militärmacht bilden, bringt sie zum Beispiel in Staffel 6 auf ihre Seite, indem sie sich rücksichtslos über deren Kultur hinwegsetzt und den Tempel der Dosh Khaleen verbrennt.

rofl.gif

Es erinnert mich daran, dass Roger Willemsen das Buch Saturday von Ian McEwan schlecht fand, weil der Protagonist, welcher im Stau steckt, sich über eine Anti-Bush-Demonstration in London ärgert, weil diese den Stau verursacht hat.


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Schwabo Elite
Beitrag 28. Jul 2017, 12:18 | Beitrag #71
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ZITAT(Glorfindel @ 28. Jul 2017, 10:29) *
Anders als das Töten von Adeligen, dürfte das Töten von Soldaten in einem solchen Fall in der Welt von Game of Thrones nicht unbedingt als grosses Unrecht angesehen werden.

Das kommt sehr stark drauf an, an welchem Punkt vergleichbar mit unserer historischen Rechtsentwicklung Martin Westeros sieht. Prinzipiell ist jedes Töten erstmal ernstes Unrecht, weil das Töten von Menschen ein Angriff auf das Lebensrecht aller Menschen ist. Natürlich stehen Adlige höher in den Rechtsprivilegien, allein weil es eine Welt ist in der Adlige das Recht machen.

Aber in einer feudalen Welt wie ASoIaF/GoTh stehen Menschen in unmittelbaren rechtlichen und sozialen Beziehungen zueinander und auch jeweils zu Adligen. Und hier kann der Mord an Vasallen eines der sieben wichtigsten Fürsten ein Rechtsbruch sein, der zum Casus Belli reicht. Insbesondere, wenn der Mord in umfriedetem Gebiet, noch dazu unter Gastrecht passiert. Wenn ein Adliger Vasallen auf der Straße in der Wildnis töten würde, wäre das schon schlimm genug, immerhin ein direkter Angriff auf einen Standesgleichen und souveränen Adligen. Hier wäre aber möglicherweise Satisfaktion durch Kompensation möglich, klassischerweise ein Wergeld.

Aber in Zeiten des Friedens, unter Gastrecht und durch einen direkten Familienangehörigen des Königs oder Regenten (der das Gastrecht gewährt), ist die Tötung von Vasallen kein normales Unrecht, sondern bricht auch sakrales Recht; denn auch diese Ebene spielt in das Gastrecht hinein. Hier wäre eine Verhandlung in der Septe von Baelor vor dem Septon durchaus gerechtfertigt gewesen. Lord Stark hätte sich aber vielleicht auch einfach das Recht auf Ausgleich nehmen dürfen, sprich Vasallen der Lannister töten dürfen. Wenn er den erneuten Bruch des Gastrechts hätte vermeiden wollen - also eine Deeskalation suchen wollen - wäre die Tötung von engen Verbündeten Jaimies außerhalb von Kings Landing sicher nicht völlig abwegig gewesen; auch wenn Haus Lannister das hätte beanstanden können. Aber das ist in mehrheitlich mündlichen Rechtstraditionen mit mangelhafter Gewaltenteilung ja immer das Problem.


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Glorfindel
Beitrag 28. Jul 2017, 14:13 | Beitrag #72
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Ich spielte eigentlich auf den Zwischenfall an, als Jamie in Reaktion auf die Festsetzung Tyrions durch Catelyn Stark mit Lennistersoldaten Ned gefangen nimmt und dabei anordnet, er wolle Ned lebend und die anderen könnten getötet werden. Ich glaube nicht, dass dies in Verletzung des Gastrechts erfolgte und falls ja, dann wäre es klar verdammenswert. Im Hoch- und Spätmittelalter wurden einfache Soldaten im Gegensatz zu Adeligen im Krieg kaum gefangen genommen, sondern einfach abgemurkst. Besonders empört hat man sich darüber afaik niemand.


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xena
Beitrag 28. Jul 2017, 17:34 | Beitrag #73
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Mord wurde vor der Aufklärung/Neuzeit doch eh kaum geahndet, außer jemand hat sich dafür eingesetzt, oder der Mörder war bekannt, wurde auf frischer Tat ertappt. Lustig finde ich bei solchen Historienschinken, oder auf solche basierend, immer die Rolle der Frauen. Tatsächlich hatten die damals rein gar nichts zu sagen und waren, bis auf sehr wenige Ausnahmen, nur Randfiguren, so wie heute im vorderen Orient. Es ist aber nicht machbar heute Filme zu machen, wo Frauen keine Rollen haben, also ist es immer ein Spagat zwischen Erwartung des Publikums, Frauenbild und historischer Plausibilität.


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Glorfindel
Beitrag 28. Jul 2017, 17:53 | Beitrag #74
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Das Mord nicht geahndet wird, würde ich jetzt nicht sagen. Das Mittelalter war jedoch eine sehr gewalttätige Zeit, das stimmt. Jedenfalls wurden sehr viele Leute hingerichtet, auch Frauen. Mord wurde schon geahndet, es gab aber lange Zeit keine professionelle Strafverfolgungsbehörde, was die gezielte Verfolgung von Straftaten natürlich schwierig macht. So wie ich das verstehe, ist Westeros, was das Justizsystem betrifft, ziemlich hinterherhinkend, da sehr vieles in den Händen der Lords liegt, welche zugleich Exekutive und Judikative sind, zum Teil auch Legislative.

Ich würde jetzt auch nicht zwingend sagen, dass Frauen gar keine Rolle spielten. Das kommt sowohl auf die Zeit wie auch auf die Kultur darauf an. In der Antike gab es z.B. immer wieder Herrscherinnen, ich möchte da an Kleopatra erinnern und auch bei den Römern, gab es immer wieder interessante Frauen. Da könnte man einige Aufzählen. Dagegen hatten im Alten Griechenland Frauen in aller Regel wirklich nichts zu sagen.


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400plus
Beitrag 28. Jul 2017, 18:24 | Beitrag #75
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Im Früh- und Hochmittelalter hätte die deutsche Geschichte noch Theophanu und Adelheid, die französische Eleonore von Aquitanien zu bieten.
 
400plus
Beitrag 28. Jul 2017, 18:37 | Beitrag #76
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ZITAT(xena @ 28. Jul 2017, 18:34) *
Es ist aber nicht machbar heute Filme zu machen, wo Frauen keine Rollen haben, also ist es immer ein Spagat zwischen Erwartung des Publikums, Frauenbild und historischer Plausibilität.


Wie man es NICHT macht, zeigt auf jeden Fall regelmäßig das ZDF mit seinen "Junge Frau setzt sich gegen alle Widrigkeiten des Hochmittelalters durch und wird XYZ"-Schmonzetten biggrin.gif
 
Malefiz
Beitrag 28. Jul 2017, 19:06 | Beitrag #77
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ZITAT(Dave76 @ 28. Jul 2017, 10:06) *
Typisch, da werden in einer Serie Massen von Menschen (hauptsächlich Männer?) auf brutalste Weise ermordet, verwundet und gefoltert, aber die (mutmaßliche?) Vergewaltigung einer Frau sorgt für Aufruhr.

O tempora, o mores!


Imo ging es bei der Aufregung nicht um die Vergewaltigung an sich (war ja weder die erste noch die letzte) sondern darum, dass ein neu geschaffenen Sympathieträger einer absoluten Anti Heldin Unrecht angetan hat. Das ging halt völlig gegen die Erwartungen. Sowas hatte man Jaime nicht (mehr) zugetraut.


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Beitrag 28. Jul 2017, 21:02 | Beitrag #78
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ZITAT(xena @ 28. Jul 2017, 18:34) *
Lustig finde ich bei solchen Historienschinken, oder auf solche basierend, immer die Rolle der Frauen. Tatsächlich hatten die damals rein gar nichts zu sagen und waren, bis auf sehr wenige Ausnahmen, nur Randfiguren, so wie heute im vorderen Orient.
Entschuldigung, aber das ist kompletter Blödsinn und ignoriert völlig die letzten 45 Jahre Geschlechter- und Frauengeschichte. In Europa (und darüber hinaus) waren Frauen in allen Bereichen tätig und wichtig, es wurde nur deutlich seltener als bei Männern darüber geschrieben. Aber es gibt nicht nur mächtige adlige Frauen, sondern in allen Epochen auch Frauen, die im Handwerk tätig waren - sogar je nach Zunft und Stadt Meisterbetriebe erben konnten - und Frauen waren vor allem in der Dienstleistungsbranche wichtige Akteure.

Die Idee, das Rollen eindeutig nach Geschlechtern geteilt waren in der Vormoderne, ist eine Erfindung des 19. und 20. Jahrhundert, als eben diese Rollen in Frage gestellt wurden. Es ist eigentlich eher umgekehrt: Die philosophische und politologisch-soziologische Beschäftigung mit "der Gesellschaft" führt eher zu einem Festklopfen von Rollen auf vermeintliche Idealtypen. Da folgt die Form der Norm, die konstruiert wird. Was stimmt ist, dass Frauen Zünfte und dergleichen nicht politisch nach außen vertreten konnten. Dazu wurde ein Vormund bestimmt, nicht selten Onkel, Brüder oder Söhne. Das ist im Prinzip gültig von der Antike bis ins 20. Jahrhundert und in der Tat eine Parallele zum heutigen Mittleren Osten. Im Übrigen sind auch da Frauen ökonomisch aktiv und keineswegs Randfiguren. Sie werden aber im Politischen marginalisiert. Wenn man mal von Extrmen wie Saudi-Arabien absieht.


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Beitrag 28. Jul 2017, 21:05 | Beitrag #79
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ZITAT(Glorfindel @ 28. Jul 2017, 18:53) *
Dagegen hatten im Alten Griechenland Frauen in aller Regel wirklich nichts zu sagen.
Stimmt so auch nicht. Kleopatra ist Griechin. Und wenn man sich Ilias und Odyssee durchliest, spielen Frauen eben doch eine zentrale Rolle. Ich verweise da mal auf die Kurse die wir in Hagen unterrichten zu Arbeit und Familie vor 1800: http://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/ba...01617/modul-g3/


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Dave76
Beitrag 29. Jul 2017, 08:40 | Beitrag #80
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ZITAT(Malefiz @ 28. Jul 2017, 20:06) *
ZITAT(Dave76 @ 28. Jul 2017, 10:06) *
Typisch, da werden in einer Serie Massen von Menschen (hauptsächlich Männer?) auf brutalste Weise ermordet, verwundet und gefoltert, aber die (mutmaßliche?) Vergewaltigung einer Frau sorgt für Aufruhr.

O tempora, o mores!


Imo ging es bei der Aufregung nicht um die Vergewaltigung an sich (war ja weder die erste noch die letzte) sondern darum, dass ein neu geschaffenen Sympathieträger einer absoluten Anti Heldin Unrecht angetan hat. Das ging halt völlig gegen die Erwartungen. Sowas hatte man Jaime nicht (mehr) zugetraut.

Scroll mal nach oben, Beitrag 69, meine Antwort an mr.trigger.


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Beitrag 10. Aug 2017, 08:22 | Beitrag #81
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Ich muss ja sagen, dass ich die Schlacht zwischen der Lannister-Armee und den Dothraki ziemlich lahm fand. Drache okay, aber dass ein Haufen Typen in Fellen auf Pferden in einen Schildwall einbricht... rolleyes.gif lol.gif


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ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
Glorfindel
Beitrag 10. Aug 2017, 09:36 | Beitrag #82
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Die sind aber nur in den Schildwall eingebrochen, weil sie über CAS verfügten. Die sollten dringend ihre Luftabwehrfähigkeiten vergrössern.


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Beitrag 10. Aug 2017, 11:13 | Beitrag #83
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ZITAT(Freestyler @ 10. Aug 2017, 09:22) *
Ich muss ja sagen, dass ich die Schlacht zwischen der Lannister-Armee und den Dothraki ziemlich lahm fand. Drache okay, aber dass ein Haufen Typen in Fellen auf Pferden in einen Schildwall einbricht... rolleyes.gif lol.gif


Ein Schildwall aus drei Reihen bricht gegen Pferde ohne weiteres. Der Effekt wird gezeigt: die ersten Pferde werden niedergemacht, aber im Großen und Ganzen ist die Masse der Pferde - und zwar rein physikalisch - zu groß um von drei Männern gehalten zu werden. Aus diesem Grund waren Linien in der Regel deutlich tiefer als drei Mann, die antike Phalanx ist zwischen 8 und 32 Mann stark, insbesondere im Kampf gegen Kavallerie, aber auch um andere Phalangen abhalten zu können; Tiefe gewinnt, weil man die vordere Reihe ersetzen oder auswechseln kann und tiefer gestaffelte Haufen mehr "drücken" (hier der Fachausdruck) können. Allein schon, um zu vermeiden, dass die Kavallerie über die volle Tiefe einfach hinwegspringen kann.

Im Übrigen fehlen den Lannistern alle wirklich sinnvollen Waffen gegen Kavallerieangriffe: es fehlen Stangenwaffen, um mehr Reichweite zu erzielen - Speere schaffen maximal einen Meter, wenn man sie auch noch in den Boden pflanzen will, und man kriegt nur ein Speer pro Glied auf Kampfentfernung - und es fehlen Barrikaden, Gräben und Spanische Reiter.

Der Kampf war gelaufen, bevor die Drachen kamen. Die Kavallerie griff den Hügel hinab auf eine dünne Linie unvorbereiteter Infanteristen ohne eigene Kavallerie zur Flankendeckung an. Außerdem war die Kavallerie in der Überzahl oder zumindest stark genug über die volle Breite der Linie einen tief gestaffelten - den Bildern nach mindestens fünf oder sechs Reiter stark - Angriff zu führen. Wenn die Dorthraki disziplinierter gewesen wären, hätte es im Übrigen gereicht mit 2/3 den Angriff zentral zu führen und je 1/6 für die Flanken zu brauchen. Bei einem Verhältnis nahe 1:1 hat Infanterie gegen Kavallerie keine Chance in offenem Gelände. Und wie der Lannister-General zu Jaime Lannister schon sagte: die Armee war zu weit auseinandergezogen, als dass sich Vorhut und Nachhut gegenseitig hätten zu Hilfe eilen können.

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 10. Aug 2017, 11:27


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Beitrag 10. Aug 2017, 11:16 | Beitrag #84
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ZITAT(Glorfindel @ 10. Aug 2017, 10:36) *
Die sind aber nur in den Schildwall eingebrochen, weil sie über CAS verfügten. Die sollten dringend ihre Luftabwehrfähigkeiten vergrössern.


Entsprechende Torsionswaffen sind ja bereits im Kleinserieneinsatz. Man dürfte von Block 1-3 sprechen, im Übrigen ein möglicher game changer, weil Haus Targaryen nur maximal drei Drachen (und nicht einmal "Klapp-") an die Front führen kann. Einer nun mit Flak-Schaden.


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SailorGN
Beitrag 10. Aug 2017, 12:20 | Beitrag #85
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Die Frage ist nur, ob der derzeitige militärisch-industrielle Komplex der Lannister dazu noch in der Lage ist, besonders da der fähigste Manager in diesem Bereich für die Gegenseite arbeitet. Dazu kommt noch der scorched earth Effekt der Dothraki.


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Glorfindel
Beitrag 10. Aug 2017, 13:36 | Beitrag #86
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ZITAT
name='Schwabo Elite' post='1388727' date='10. Aug 2017, 11:13'](...)
Im Übrigen fehlen den Lannistern alle wirklich sinnvollen Waffen gegen Kavallerieangriffe: es fehlen Stangenwaffen, um mehr Reichweite zu erzielen - Speere schaffen maximal einen Meter, wenn man sie auch noch in den Boden pflanzen will, und man kriegt nur ein Speer pro Glied auf Kampfentfernung - und es fehlen Barrikaden, Gräben und Spanische Reiter.

Ich gebe Dir in der Analyse recht: Die Lennister waren völlig unvorbereitet, insbesondere die Aufklärung durch entsprechende Truppenteile (i.d.R. leichte Kavallerie, Plänker) und allgemein der Nachrichtendienst hat versagt, weil die Truppe im Marsch erwischt wurden. Deshalb hatten sie von Anfang an überhaupt keine Chance, weil sie nicht in der Lage waren, ihre Truppen rechtzeitig zusammen zu ziehen. Der Willen, die Wagen mit der Beute unbedingt zu schützen, tat dann das Übrige dazu. Die Mängel bei der Aufklärung muss man dem kommandierenden General Jamie Lannister ankreiden, zumal die Lannisters bereits einmal früher bei der Battle of the Camps von Robb Stark wegen mangelnder Aufklärung vernichtend geschlagen wurde. Vorliegend kommt noch erschwerend hinzu, dass Jamies Stellvertreter Randyll Tarly als einer der fähigsten Heerführer von ganz Westeros gilt. Jamie bleibt für mich deshalb ein mediokrer Heerführer, auch wenn er über Mut und gute taktische Kenntnisse verfügt. Mit der Grösse der Aufgabe scheint er aber an seine Grenzen zu kommen.
Was den Einsatz des Drachen betrifft, so war dieser sicherlich effektiv, er führte zudem dazu, dass die Moral der eigenen Truppen gestärkt wurde und die Moral des Gegners gebrochen, zumal es sich um eine Waffe oder sogar Waffensystem handelt, welches der Gegner in seiner praktischen Anwendung nur aus den Geschichtsbüchern kennt. Es hätte aber meiner Ansicht nach genügt, einen Einsatz zu fliegen und den Dothraki, welche sicherlich lange Zeit auf die Gelegenheit gewartet haben, sich zu beweisen, den Rest zu überlassen. Das Risiko, die politisch und militärisch wichtigste Anführerin, an vorderster Front einzusetzen, war imho an der Grenze des noch verantwortbaren. Ein Lucky Hit auf Daenerys könnte u.U. den sofortigen Sieg der Lannister bedeuten.
[/b]
ZITAT
Entsprechende Torsionswaffen sind ja bereits im Kleinserieneinsatz. Man dürfte von Block 1-3 sprechen, im Übrigen ein möglicher game changer, weil Haus Targaryen nur maximal drei Drachen (und nicht einmal "Klapp-") an die Front führen kann. Einer nun mit Flak-Schaden.

Hier drängt sich zudem die Frage auf, ob die Penetrationsleistung des eingesetzten Geschützes genügt. Hier muss man die berühmt-berüchtigte Kaliberdiskussion führen. Möglich ist natürlich, dass allfällig stationäre Geschütze, z.B. auf den Festungsmauern von King's Landing schwerer sind als ein Geschütz, welches auf einem Feldzug mitgeführt wird.

Der Beitrag wurde von Glorfindel bearbeitet: 10. Aug 2017, 13:40


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
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Beitrag 10. Aug 2017, 14:20 | Beitrag #87
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ZITAT(Schwabo Elite @ 10. Aug 2017, 12:13) *
[...] Speere schaffen maximal einen Meter, wenn man sie auch noch in den Boden pflanzen will, [...]

Wenn ich das richtig gesehen habe, pflanzen sie die Speere aber nicht mal in den Boden, sondern halten sie am unteren Drittel mit beiden Händen und legen sie über das erste Glied. Da dann die 300-350 Kg, die so ein Pferd haben dürfte, abfangen halte ich für ambitioniert.

ZITAT(Glorfindel @ 10. Aug 2017, 14:36) *
Hier drängt sich zudem die Frage auf, ob die Penetrationsleistung des eingesetzten Geschützes genügt. Hier muss man die berühmt-berüchtigte Kaliberdiskussion führen. Möglich ist natürlich, dass allfällig stationäre Geschütze, z.B. auf den Festungsmauern von King's Landing schwerer sind als ein Geschütz, welches auf einem Feldzug mitgeführt wird.

Wäre hier nicht Kraft des Geschützes und Gewicht des Projektils die entscheidenden Größen? Durchmesser wäre imho da eher zweitrangig.


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Glorfindel
Beitrag 10. Aug 2017, 14:40 | Beitrag #88
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ZITAT(mr.trigger @ 10. Aug 2017, 14:20) *
(...)
ZITAT(Glorfindel @ 10. Aug 2017, 14:36) *
Hier drängt sich zudem die Frage auf, ob die Penetrationsleistung des eingesetzten Geschützes genügt. Hier muss man die berühmt-berüchtigte Kaliberdiskussion führen. Möglich ist natürlich, dass allfällig stationäre Geschütze, z.B. auf den Festungsmauern von King's Landing schwerer sind als ein Geschütz, welches auf einem Feldzug mitgeführt wird.

Wäre hier nicht Kraft des Geschützes und Gewicht des Projektils die entscheidenden Größen? Durchmesser wäre imho da eher zweitrangig.

Da hast Du wohl recht. Aber wenn man Geschwindigkeit und Gewicht des Geschosses vergrössern möchte, dann wird es wohl auf ein grösseres Geschoss hinauslaufen, welches dann wiederum aus Stabilitätsgründen auch ein grösseres Kaliber hat. Aber das Kaliber ist wohl tatsächlich eher sekundär, da es erst einmal darum geht, die Panzerung zu durchschlagen und erst dann in zweiter Linie darum, möglichst grossen Schaden anzurichten.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
SailorGN
Beitrag 10. Aug 2017, 16:11 | Beitrag #89
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Oder man ändert den Werkstoff, bspw hin zu einem Vollmetallpfeil. Dafür gibt es ja bereits historische Referenzen, welche auf die Vorteile von Vollmetallgeschossen zur Bekämpfung flugfähiger Panzerechsen hinweisen (vgl. Tolkien et al.).


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Beitrag 10. Aug 2017, 16:30 | Beitrag #90
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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


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