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> 75 Milliarden Bundeswehr
Panzergrenadiern...
Beitrag 31. Dec 2016, 14:55 | Beitrag #1
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Grenadier
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Hallo, ich bin ein militärisch unwissender Neuling, der sich aber für Politik interessiert und gerne mehr erfahren möchte. Die Nato hat als Zielvorgabe für den Rüstungshaushalt 2% des BIPs ausgegeben, wir sind derzeit bei 1,19%. Das sind 40 Milliarden, 2% wären rund 75 Milliarden. Wie würde eine 75 Milliarden Bundeswehr aussehen?
 
goschi
Beitrag 31. Dec 2016, 15:15 | Beitrag #2
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Herr der Dunkelheit
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Thema ins (besser passende) PuG verschoben.


goschi (admin)


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
400plus
Beitrag 31. Dec 2016, 16:29 | Beitrag #3
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Mir sind dazu keine bisherigen Konzepte bekannt. Spekulieren würde ich aber mal auf: Von außen/auf dem Papier wahrscheinlich gar nicht so anders wie die jetzige, aber von innen hoffentlich etwas anders. Will sagen: Ich würde nicht davon ausgehen, dass Deutschland plötzlich 2 neue Panzerdivisionen aus dem Boden stampft, aber die bestehenden Verbände hoffentlich besser ausrüstet, bessere Klarstände erreicht usw. Beispiele für Baustellen, ich nehme einfach mal die Links von Wiegold:
Aufstockung der Munitionsvorräte - 14 Milliarden einmalig
Erhöhte Investitionen in die militärische Ausstattung der Truppe - 3-4 Milliarden pro Jahr (siehe dazu auch den Bericht zu den derzeitigen Klarständen: hier)
Darüber hinaus soll die BW auch nach derzeitigen Plänen etwas größer werden, wobei sie aber gegen einen generell sinkenden Trend ankämpft- und die Demographie ist natürlich auch nicht gerade des Rekrutierers Freund. Will sagen: Personalgewinnung und - erhaltung wird wahrscheinlich in Zukunft eher teurer als günstiger werden.

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 31. Dec 2016, 16:41
 
schießmuskel
Beitrag 31. Dec 2016, 18:02 | Beitrag #4
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Ich sehe das ähnlich, auch wenn das Volumen des Haushalts um gut 40% steigt, wird das Personal und Material vielleicht nur um 10% steigen.
Das Geld wird primär dafür verwendet erstmal die eklatantesten Löcher zu stopfen von persönlicher Ausrüstung bis zum Großgerät.
Dann können die Verbände vollausgestatet werden mit Material. Sprich Beschaffung von 400+ Pumas nach 2525, Aufrüstung der Leopard Flotte und Entwicklung des Nachfolgers. Reaktivierung von organischer Panzerartillerie auf Brigadeebene und MARS auf Divisionsebene. Ein neues FlaSys auf Boxer und oder Puma Fahrgestell. Beschaffung von 60-80 CH53 Nachfolgern. Man könnte auch mehr als nur 40 Tiger betreiben.

Für die Luftwaffe wären MLUs für alle Eurofighter drinne mit ggfs Nachrüstung von Piraten, conformal fuel tanks, Captor E, Thrust vectoring und volle A2G Fähigkeiten. Ausserdem die Entwicklung und Beschaffung von 80-100 Tornado Nachfolger ( allein dieses Vorhaben wird Unsummen verschlingen) Beschaffung von MEADS und eines weiteren Transporters und Unterhalt von mehr als 40 Atlas. Ausserdem Anschaffung eines neuen Strahltrainers.

Für die Marine könnten dann 8 UBoote Betrieben werden, die gesetzten 10 Korvetten und 13-15 Zerstörer der Klassen 124,125, MKS180 ggfs. Mehr als 6 MKS als Ersatz für die 123er . Neue Flottendienstboote, Orion Nachfolger und sogar 2 JSS.
Der Personalumfang kann dann bei 210K aktiven Soldaten liegen.

Wenn wirklich dauerhaft über die kommenden 20-30 Jahre 75 Milliarden im Wehretat enthalten sind, wäre das alles umsetzbar.
Die Zeiten aber wo 3500 Kampfpanzer , 700 Kampfjets und 500k Soldaten in der BW dienen sind auch mit 75 Milliarden nicht mehr möglich.


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kato
Beitrag 31. Dec 2016, 21:16 | Beitrag #5
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ZITAT(schießmuskel @ 31. Dec 2016, 18:02) *
Tornado Nachfolger ( allein dieses Vorhaben wird Unsummen verschlingen)

Unsumme ist relativ. Von dem "Plus" dürften das wenns hoch kommt 3-4% sein - vom Investitionsziel immerhin um die 8%. Ist zwar ein ordentlicher Brocken (haushaltstechnisch vergleichbar EF oder Puma), aber nichts wirklich so absolut dominierendes. Bei dem Umfang haben wir dann aber bitte um 2035 rum - und das wäre vom Geld her auch nicht unrealistisch - optional-bemannte Stealth Bomber die mit AAR den gesamten EUBG-Einsatzraum und darüber hinaus von einer Basis in Deutschland mit demselben Einsatzspektrum wie Tornado heute (ihr wisst worauf ich anspiele) abdecken.

ZITAT(schießmuskel @ 31. Dec 2016, 18:02) *
Ausserdem Anschaffung eines neuen Strahltrainers.

Der scheiterte bisher aber weniger an Kosten und mehr daran dass die internationalen Partner immer mal wieder doch keine Lust haben. Oder die Luftwaffe keine Lust mehr hat.
 
xena
Beitrag 31. Dec 2016, 22:37 | Beitrag #6
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Da in den USA ausgebildet wird, wäre doch der gleiche Strahltrainer den die Amis verwenden von Vorteil. Also abwarten was sich dort tut und dann das gleiche beschaffen. Aber müssen wir das nicht sowieso, auch unabhängig der 2%? Denn wenn die Amis ihre Talon abschaffen und nur noch wir dort die alten Dinger haben, dann entfällt doch die ganze Unterstützungskette der Amis, an denen wir doch hängen. Wir müssen also mitziehen oder sehr tief in die Tasche greifen.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 31. Dec 2016, 22:39


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KSK
Beitrag 31. Dec 2016, 23:07 | Beitrag #7
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ZITAT(xena @ 31. Dec 2016, 22:37) *
Da in den USA ausgebildet wird, wäre doch der gleiche Strahltrainer den die Amis verwenden von Vorteil. Also abwarten was sich dort tut und dann das gleiche beschaffen.

Vor nicht allzu langer Zeit hieß es, dass künftig nicht mehr in den USA ausgebildet wird. Oder betraf das nur die Schulung auf Muster Eurofighter und die Grundschulung wird weiterhin in den USA gemacht?


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
kato
Beitrag 1. Jan 2017, 03:13 | Beitrag #8
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Aktuelle Umschichtung betrifft nicht die Grundschulung, nur die Schulung auf Muster Eurofighter bzw. Tornado. Basis für die Aufgabe des Trainings in den USA ist u.a. die aufgrund technischen Fortschritts verstärkte Möglichkeit "synthetisch", d.h. mit simuliertem Waffeneinsatz im Live-Flieger zu trainieren. Und es wurd schlicht zu teuer.

AEJPT ist zwar tot, wird aber von der EDA weiter verfolgt. Könnte man sich ganz im Sinne "der 27" und dem Framework-Nation-Gedöns genausogut dranhängen. Teurer als Sheppard sollte es auf jeden Fall nicht sein.
 
der_finne
Beitrag 1. Jan 2017, 14:15 | Beitrag #9
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Hier könnte es mal passen. Ich trage mich seit langem mit dem Gedanken unsere Tranche 1 Eurofighter zu "verschenken" (Baltikum/Polen/Rumänien) und dafür Tranche 3 zu beschaffen.
Hätte für alle Vorteile. Wir hätten Flugzeuge die man identisch warten/aufrüsten kann, die Balten (o.ä.) hätten einen sehr modernen Jet zum Spotpreis und der Russe wird zwar rummotzen aber da die Gen. 1 ja weniger zum Bodenangriff taugt kann man sich auf die defensive Flugabwehrrolle berufen.

Ansonsten würde ich, wie hier auch schon erwähnt, in Ersatzteile, Munition und Infrastruktur investieren (IdZ für alle ist auch so n Punkt). Und mehr Boxer. Donar, Draco, AMOS und Lancemodule und ein Großteil der Engpässe währen Geschichte.
Anstatt einem multinationalem C-130 Programm in X-Jahren würde ich selber welche beschaffen-alternativ auch C-295.
Generell würde ich mal Geld ausgeben. Habe kürzlich ne Liste gesehen was unter vdL alles beschafft wurde (sehr wenig) und was alles offen ist (fast alles was so im Gespräch ist). Dann wird sich natürlich auch nichts ändern...
 
kato
Beitrag 1. Jan 2017, 14:27 | Beitrag #10
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ZITAT(der_finne @ 1. Jan 2017, 14:15) *
Tranche 1 Eurofighter zu "verschenken" (Baltikum/Polen/Rumänien)

Rumänien und Portugal setzen auf einen Ausbau ihrer F-16-Flotten (was auch Sinn macht, wenn man die grad erst eingekauft hat). Interessierter dürften da die Slowakei und Bulgarien als Ersatz MiG-29 sein.

Baltikum ist noch mal ne ganz andere Schiene, die wären bspw. mit den in Tschechien rumgammelnden L-159 vermutlich zum Einstieg besser bedient...

Der Beitrag wurde von kato bearbeitet: 1. Jan 2017, 14:28
 
PzBrig15
Beitrag 1. Jan 2017, 14:27 | Beitrag #11
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Zu den Kosten eines Strahltrainers. Europäische Staaten haben doch alle einen Bedarf an Nachwuchs. Da dürfte doch ein einheitlicher europäischer Strahltrainer machbar und effektiv sein, späterer tiefgründigere Schulungen werden dann sicher Simulatorgestützt und mit den Doppelsitzer der betreffenden Muster durchgeführt. Hier wird es zwar immer einen Interessenkonflikt zwischen Staaten geben die die US Muster befürworten und den anderen die europäische Muster bevorzugen.
 
der_finne
Beitrag 1. Jan 2017, 14:46 | Beitrag #12
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ZITAT(kato @ 1. Jan 2017, 14:27) *
ZITAT(der_finne @ 1. Jan 2017, 14:15) *
Tranche 1 Eurofighter zu "verschenken" (Baltikum/Polen/Rumänien)

Rumänien und Portugal setzen auf einen Ausbau ihrer F-16-Flotten (was auch Sinn macht, wenn man die grad erst eingekauft hat). Interessierter dürften da die Slowakei und Bulgarien als Ersatz MiG-29 sein.

Baltikum ist noch mal ne ganz andere Schiene, die wären bspw. mit den in Tschechien rumgammelnden L-159 vermutlich zum Einstieg besser bedient...


Du meinst Polen? Ich bin halt über das Baltikum drauf gekommen, da ja dort seit Jahren zwecks Luftraumkontrolle durchgewechselt wird (was in Sachen Training evtl. gar nicht so schlecht ist). Die müssten den EF nicht mal unbedingt selbst betreiben. Wir reden doch gerne über Europäische Kooperation also könnten wir auch Patennation spielen und, keine Ahnung, 60% des Unterhaltes (plus Ersatzteile zahlen). Piloten könnten (zum Teil zumindest) ja auch weiterhin von anderen EF Nationen gestellt werden.

Der Beitrag wurde von der_finne bearbeitet: 1. Jan 2017, 15:04
 
xena
Beitrag 1. Jan 2017, 15:22 | Beitrag #13
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Was nützt einem ein europäisches Strahltrainerprogramm, wenn ein Teil der NATO Länder in den USA ausbildet und diese dort braucht, es aber in den USA eine völlig andere Unterstützungskette für andere Strahltrainer gibt? Man müsste sein eigenes Ding in den USA aufbauen. Derzeit ist man in den USA weil es billiger ist, weil man vieles mit den USA teilen kann. Wenn das Teilen weg fällt, dann kann man sich die USA auch sparen. Dann muss man erst mal für viel Geld in Europa ein Ausbildungszentrum aufbauen. Wenn erklärtes Ziel ist, von mir aus, aber ansonsten muss man wohl oder übel mit den USA mitziehen, um weiterhin seinen Kostenrahmen bei der Ausbildung einhalten zu können.


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KSK
Beitrag 1. Jan 2017, 16:36 | Beitrag #14
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ZITAT(xena @ 1. Jan 2017, 15:22) *
Was nützt einem ein europäisches Strahltrainerprogramm, wenn ein Teil der NATO Länder in den USA ausbildet und diese dort braucht, es aber in den USA eine völlig andere Unterstützungskette für andere Strahltrainer gibt? Man müsste sein eigenes Ding in den USA aufbauen. Derzeit ist man in den USA weil es billiger ist, weil man vieles mit den USA teilen kann. Wenn das Teilen weg fällt, dann kann man sich die USA auch sparen. Dann muss man erst mal für viel Geld in Europa ein Ausbildungszentrum aufbauen. Wenn erklärtes Ziel ist, von mir aus, aber ansonsten muss man wohl oder übel mit den USA mitziehen, um weiterhin seinen Kostenrahmen bei der Ausbildung einhalten zu können.

Du hörst dich an als würde ganz Europa in den USA ausbilden. Ist das so?
Wo bilden denn z.B. die Franzosen ihre Piloten aus?


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
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xena
Beitrag 1. Jan 2017, 17:38 | Beitrag #15
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Hä? mata.gif
Lies mal richtig! Ich stelle es in Frage, weil es jemand erwähnt!

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 1. Jan 2017, 17:39


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SailorGN
Beitrag 1. Jan 2017, 19:27 | Beitrag #16
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Wenn man mal Geld zur freien Verfügung hat, sollten 5-10 Mrd. in die Renovierung der Personalaltersstruktur und der Verwendungszweige der BS gehen. Dort könnte man langfristig am meisten für die BW rausholen: Reduzierung des Wasserkopfes, mehr "leistungsdruck" bzw. Auswahlmöglichkeit für BS und Verschlankung der Strukturen. Da mit jedem eingesparten A14er gleich auch ein Minimalunterbau wegfällt hat man flugs genug Dienstposten für 2-3 neue Battallione... zumindest für die Planstellen HptFw. aufwärts. Weiterhin sollte dringenst überlegt werden, in wie fern das Studienmodell noch aktuell ist... Ich meine damit kein Verzicht, sondern Verlagerung von "Frühststudium" auf Spätstudium. Damit würden bspw. OAs wieder aus der Praxis lernen und man hat "hintenraus" weniger Hauptleute/KaLeus, welche sich um ein paar KpCh Posten kloppen... die können die letzten 3 Jahre dann lieber auf die Uni... wo man auch in technisch/logistischen Zweigen ruhig mal ein paar MilFachOffze schicken kann (ich weiss, die erhalten Fachhochschulequivalent, aber wenn man die dann als richtige Spezis an nem Amt hat ist Theorie auch nicht übel).

In der Nachwuchsgewinnung kann man auch mal was investieren, wobei anscheinend "Die Rekruten" für gerade mal 8mio Gesamtbudget bereits signifikante Ergebnisse (in Form von mehr Interesse) zeigt. Wichtiger wäre eine Neugestaltung der ZAW und Weiterentwicklung von Weiterbildungsangeboten während der Dienstzeit... auch zum Preis von längeren Verpflichtungszeiten. Drittens muss die BW sich Gedanken machen, wie sie infrastrukturell ihre Leute hält, einfach neue Stuben sind da oldschool, freies Internet in den Kasernen wäre was... und Verbesserung der Mobilität mit Fernbussen und Mietwagen für Soldaten... oder auch Umzugshilfen.

Insgesamt kann man mit einem Drittel des Mehrbetrages im Bereich Personal und Attraktivität durchaus was reißen... ein weiteres Drittel ginge (für mich) in den Mat-Erhalt und ein Drittel in die Neubeschaffung.


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PzArt
Beitrag 2. Jan 2017, 07:08 | Beitrag #17
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Ich denke auch das weitere Steigerungen des EPL 14 nur einen moderaten Aufwuchs im Personal zur Folge hat. Auf Heeresseite wäre die Wiederbefähigung der vorhandenen Struktur zum vollumfänglichen Gefecht
der Verbundenen Waffen (oder Kräfte, wie es wohl heute genannt wird) notwendig. Das hieße in der Tat eine Neuaufstellung der Heeresflugabwehr, welche auch nicht nur zum Abschuss von "großen Vögeln"
sondern auch kleinen Drohnen im Stande sein müsste. Wieder genügend Artillerie bereits auf Brigadeebene und Vollausstattung bei allen Verbänden, insbesondere der Kampftruppe.

Ein paar mehr schwimmende Einheiten bei der Marine (U-Boote, Korvetten, MKS180) wären wohl nötig eine und bestmögliche Befähigung des Eurofighter für die Luftwaffe, sowie die Nachfolgeplanung Tornado und
strategischer Luftabwehr.

Das alles dürfte bereits schon recht teuer werden, verbunden mit der nötigen Restrukturierung und Attraktivitätssteigerung im Personalbereich, so dass auch so bereits ein Großteil des finanziellen Zuwachses
verplant wäre, ohne neue Divisionen oder größere Einheiten neu auszuplanen.

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 2. Jan 2017, 07:08
 
400plus
Beitrag 2. Jan 2017, 11:00 | Beitrag #18
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ZITAT(PzArt @ 2. Jan 2017, 07:08) *
ohne neue Divisionen oder größere Einheiten neu auszuplanen.


Zumal ja allein schon der Wiederaufbau Heeresflugabwehr und ein organisches ArtBtl für jede Brigade (also das, was hier eigentlich alle wollen biggrin.gif ), mindestens 4 zusätzliche Bataillone+ eine Heeresflugabwehrschule erfordern würde (unter der Annahme von einem Flugabwehrbataillon pro Division und einem Bataillon Artillerie für jede mechanisierte Brigade). Raketenartillerie gesondert auf Divisionsebene oder stärkere Heeresflugabwehr würde das natürlich noch weiter steigern. Und U-Boote 7 und 8, die bereits anvisierten 5 Korvetten und ggfs. mehr MKS 180 wollen ja auch erst noch bemannt werden.

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 2. Jan 2017, 11:04
 
Forodir
Beitrag 2. Jan 2017, 13:31 | Beitrag #19
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Die Heeresflugabwehr würde ich dann aber auch mit einem Btl pro Brigade aufwerten, der Schutz vor Drohnen und Aufklärung wird meiner Einschätzung nach auf jeden Fall mehr Kräfte Binden es sei denn man möchte den Btl eine organische Flugabwehr mitgeben um sich in den Räumen selbst schützen zu können.


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kato
Beitrag 2. Jan 2017, 14:39 | Beitrag #20
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ZITAT(Forodir @ 2. Jan 2017, 13:31) *
einem Btl pro Brigade

Dann haben unsere Brigaden demnächst bald Divisionsstärke und jenseits 50% Kampfunterstützer- und Unterstützer-Anteil allein auf dieser strukturellen Ebene...
 
Forodir
Beitrag 2. Jan 2017, 14:53 | Beitrag #21
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Das der Unterstützer Anteil inzwischen immer größer wird ist eigentlich klar da die Brigaden immer mehr Aufgaben zu bewältigen haben da die Reaktionszeit kürzer und insgesamt der Eigenschutz deutlich umfangreicher geworden ist. Die Division wird nur soweit Truppen vorhalten zur Schwerpunktbildung, Führungsunterstützung, Logistik und Verteidigung des Luftraumes auf den höheren Layern.


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Col. Breytenbach
Beitrag 2. Jan 2017, 15:37 | Beitrag #22
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Warum überhaupt wieder eine "Heeresflugabwehr"? LeFlaRak und SchwFlaRak sind doch eh schon bei der Luftwaffe.


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PzArt
Beitrag 2. Jan 2017, 15:51 | Beitrag #23
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Aber in viel zu geringer Zahl und Dimension. Wenn ich einen Verband des Heeres zum vollumfänglichen Gefecht der verbundenen Waffen befähigen will benötigt dieser organisch einzugliedernde Luftabwehr, logischerweise am besten aus der eigenen Teilstreitkraft. Die LW kann mit ihren wenigen leichten Ozelots niemals auch nur eine Brigade gegen das Spektrum moderner Luftbedrohung im Nahbereich schützen. Dazu braucht man neben leichten Flugabwehrraketen zwingend auch Flak. Man denke hier nur an all die Drohnen die im modernen Gefecht da umherfliegen dürften. Und das ganze dann mobil auf Rad oder Kette, je nachdem ob leichter oder schwerer Verband. Die LW wäre zu so etwas derzeit nicht in der Lage.
 
SailorGN
Beitrag 2. Jan 2017, 16:51 | Beitrag #24
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Ein paar Worte zur Marine: Dort sind schon jetzt erste Maßnahmen ersichtlich, mehr als die jetzt angestrebten 8 Uboote braucht man nicht, bzw. wird arg schwer zu bemannen, weil freiwillig. Auch kommen noch ein paar Korvetten... Was man überdenken müsste, wären die Minenstreitkräfte, Landungs/amphibische Kräfte und Ersatz F123. Dazu mal ein durchdachtes FK-Konzept, inkl. nem Sub-FK.

Heeresflugabwehr macht zwar Sinn, aber warum nicht gleich mal überlegen, wie man die intregrierte Luftverteidigung TSK-übergreifend neu aufbaut? Gemeinsame FK für kurze/mittlere Distanzen, modulare "Kanonentürme" Für stationäre und mobile Anwendungen: Alle drei TSK können RohrFla und NahbereichsFK gebrauchen, warum also nicht gemeinsam planen?


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kato
Beitrag 2. Jan 2017, 17:11 | Beitrag #25
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ZITAT(PzArt @ 2. Jan 2017, 15:51) *
Die LW kann mit ihren wenigen leichten Ozelots niemals auch nur eine Brigade gegen das Spektrum moderner Luftbedrohung im Nahbereich schützen.

Die Ozelot - bzw. die gesamte Flugabwehrgruppe 61 samt MANTIS - werden übrigens eh demnächst der niederländischen Armee unterstellt, an die Seite der 13ten Flugabwehrbatterie (betreibt NASAMS II und Fennek SWP). Ggf. kann man da in dem Rahmen dann mit etwas Geld kooperativ was ordentliches draus entwickeln.
 
Forodir
Beitrag 2. Jan 2017, 19:33 | Beitrag #26
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Die Luftwaffe die Nahbereichs Flugabwehr zu geben war auch keine besonders gute Idee, genauso wie die Marine Fliegerei und jetzt teile der Heeresfliegerei, es ist auch eine Einstellungssache und da hat die Luftwaffe eigentlich genug eigene Aufträge, was daraus geworden ist sieht man ja.
Wenn man es zusammenlegen möchte dann kann man die Flugabwehr natürlich auch in die SKB verorten, dagegen spricht ja nichts. Aber es muss halt überhaupt erstmal wieder her, da die paar Systeme einfach nicht ausreichend sind für Operationen der Verbundenen Kräfte.


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PzArt
Beitrag 2. Jan 2017, 19:46 | Beitrag #27
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Gemeinsam Entwickeln kann man natürlich. Da ist gar nichts gegen zu sagen. Früher hatten auch alle drei TSK gemeinsam ROLAND, Heer auf Kette, die anderen beiden auf Rad. Das war Sinnvoll. Aber für die Operation der verbundenen Kräfte muss auf jeden Fall etwas herbei, was man organisch in einen kämpfenden Verband bis zur Größe einer verstärkten Division eingliedern kann und was gegen das volle Spektrum aus der Luft voll wirksam ist, inklusive kleinerer Drohnen.
Und die Nahbereichsflugabwehr braucht eigentlich jeder, das gilt natürlich auch für wichtige Einrichtungen der Marine, der SKB und der LW. Evtl. geht da ja wirklich was mit NL zusammen. Aber die werden auch nie die Nahbereichsflugabwehr in solcher Menge aufbauen, so dass eine verstärkte Division geschützt werden kann. Da müssen wir schon auch selbst was auf die Beine stellen. Gemeinsam Entwickeln macht natürlich immer Sinn, wenn keiner dann plötzlich tausend Änderungswünsche hat.

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 2. Jan 2017, 19:47
 
400plus
Beitrag 3. Jan 2017, 12:47 | Beitrag #28
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ZITAT(kato @ 2. Jan 2017, 18:11) *
Die Ozelot - bzw. die gesamte Flugabwehrgruppe 61 samt MANTIS - werden übrigens eh demnächst der niederländischen Armee unterstellt, an die Seite der 13ten Flugabwehrbatterie (betreibt NASAMS II und Fennek SWP). Ggf. kann man da in dem Rahmen dann mit etwas Geld kooperativ was ordentliches draus entwickeln.


Steht bei den Holländern bald eine Nachfolge für die Stinger an? Falls ja kann man vllt auch gemeinsam an einem Nachfolger für die und Ozelot arbeiten?
 
SailorGN
Beitrag 3. Jan 2017, 13:32 | Beitrag #29
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Bei aller Spekulationsfreude hinsichtlich des Threadthemas finde ich, dass die materielle Seite überbewertet wird. Sicherlich gibt es dort auch Verbesserungsbedarf, aber zuerst sollte man doch darüber nachdenken, wie man die ganzen tollen Spielzeuge dauerhaft mit Besatzungen bestückt. Alle Wünsche auf der taktischen Ebene brauchen "Unmengen" an Mannschaften/Uffzen/FW... vieleicht noch ein paar L/OL... und die hat die BW einfach nicht. Durch die Kürzungen der letzten 20 Jahre sind vor allem diese Stellen wegrationalisiert worden, die Offz/StOffze dagegen geblieben. Hier muss man erstmal ansetzen, entkalken und Geld für die Nachwuchsgewinnung und Attraktivitätssteigerung der SaZ < 12 in die Hand nehmen.


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PzArt
Beitrag 3. Jan 2017, 13:44 | Beitrag #30
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Das stimmt natürlich. Deshalb reden wir ja auch hier nicht von der Aufstellung von neuen Brigaden/ Divisionen oder ganzen Flottillen. Aber heutzutage ist personaltechnisch mit Sicherheit auch schon ein neues Bataillon
oder eine neue Fregatte eine echte Herausforderung.
Im Prinzip würde ja eine Dienstpflicht oder eine modifizierte Wehrpflicht da wieder Sinn machen, aber ob wir uns solcher Träumereien noch hingeben sollen, ich weiß nicht. An die nötige Grundgesetzänderung hinsichtlich
einer allgemeinen Dienstpflicht traut sich noch nicht mal die GroKo bei satter Mehrheit.

Man muss bei der Einführung neuer Systeme dann sicher höheren Wert auf geringen Personalaufwand der Systeme achten. Das bringt aber natürlich wieder Nachteile, da man bei zu großer Automatisierung wieder von
stets funktionierender Technik abhängt. Und das kann bei intensiverem/ längerem Gefecht ja auch ausschlaggebend sein.

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 3. Jan 2017, 13:46
 
 
 

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