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> U-Boote, Fragen zu U-Booten
Praetorian
Beitrag 16. Jul 2008, 15:52 | Beitrag #31
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ZITAT(olawo @ 16. Jul 2008, 16:50) *
Ist ja wohl auch etwas viel verlangt.

Nicht, wenn Sie konkrete Zahlen ohne Quellenangaben und Relativierung in den Raum werfen.


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olawo
Beitrag 16. Jul 2008, 15:56 | Beitrag #32
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Manöverbericht dürfen leider in solcheinem Medium wie diesem nicht abgedruckt werden.

Sicher hat es schon Zustände gegeben in dennen Überwasserfahrzeuge Uboote auf größerereichweiten dedktiert haben, aber das ist (gerade in Randmeeren wie Nord und Ostsee) doch eher selten der Fall.
 
Praetorian
Beitrag 16. Jul 2008, 16:01 | Beitrag #33
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ZITAT(olawo @ 16. Jul 2008, 16:56) *
Manöverbericht dürfen leider in solcheinem Medium wie diesem nicht abgedruckt werden.

Dann halten Sie sich als Geheimnisträger doch bitte mit solchen Informationen in diesem solcheinem Medium vornehm zurück.


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sdw
Beitrag 16. Jul 2008, 16:56 | Beitrag #34
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Wo sind diese "6.000m" denn jetzt geheim? confused.gif
Erzählt wird viel in der Bundeswehr und auch drumherum, was so damit zu tun hat. Und da wir hier ein öffentliches Forum sind, wird man hauptsächlich nur mit solchen Aussagen arbeiten können, ohne die kompletten Hintergründen zu kennen. Daß man es dann natürlich kritisch hinterfragen muß ist klar. Aber auch so etwas nähert eine Diskussion. Wenn jetzt schon solche Beiträge verboten sind, wie man sie früher noch viel häufiger gefunden hat, dann sollte man das Forum vielleicht dichtmachen. Denn nicht jeder besitzt Fachkompetenz in jedwedem Bereich.
Trotzdem steht es hier eigentlich jedem offen, mitzudiskutieren. Zumindest war das bisher der Fall...

Der Beitrag wurde von sdw bearbeitet: 16. Jul 2008, 16:57


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xena
Beitrag 16. Jul 2008, 17:36 | Beitrag #35
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Ach Leute, mal wieder typisch Deutsch. Solche Infos kursieren in Fachzeitschriften schon seit Jahrzehnten. Alle Welt weiß darüber bescheid, nur der Deutsche Michel ist seit ehedem der Dumme. rofl.gif

Ich weiß z.B. daß kleine aktive Sonare eine Reichweite um die 5 km haben, je nach Bedingungen und mittlere so runde 20km. Größere schaffen auch runde 40km, selten geht es aber regelmäßig über runde 60km hinaus und das schaffen auch nur die leistungsfähigsten. Natürlich alles Tiefensonare. Passive Schleppsonare haben es schon auf Reichweiten von mehreren Hundert km geschafft, kommt aber sehr selten vor. Das Meer ist sowas von unbeständig durch seinen Salzgehalt und den Konvergenzzonen, daß keine wirklich eindeutigen Aussagen gemacht werden können. Die 2km Ortungsreichweite die erwähnt wurde, muß allerdings unter sehr schlechten Bedingungen zustande gekommen sein, evtl in Küstennähe.

Werde ich jetzt standrechtlich erschoßen? lol.gif

Und überhaupt, seit wann wird denn hier gesiezt? eek.gif


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olawo
Beitrag 16. Jul 2008, 18:24 | Beitrag #36
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Xena, die zwei Kilometer beziehen sich auf eine ordntliche Ortung und Aufklärung mit aktivem Sonar. Die Reichweite der Sonars ist größer, aber ein klares lage Bild mit identifizierung eines Ubootes ist recht schwierig mit einem fest am Schiff montierten sonar.
Ein Schleppsonar das auf verschiedene Tiefen eingestellt werden kann ist da wesentlich besser. Fregatten ohne Schleppsonar brauchen einen Hubschrauber mit Dipsonar um ein Uboot ordentlich zu orten.
Bei Manövern in der Karibik ist es einem 206A gelungen selbst einem Hubschrauber der es bereits dedektiert hatte wider zu entwischen.
 
Minfun
Beitrag 16. Jul 2008, 23:35 | Beitrag #37
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Bei Manövern haben unsere U-boote es scheinbar auch schonmal geschafft einen US Flugzeugträger vors Periskop zu bekommen. Und die F-15 Flotte wurden von den Indern übel zugerichtet. Bei Manövern können allehand Sachen passieren, ohne das sie besonders aussagekräftig werden, dies bitte beim hörensagen beachten.


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olawo
Beitrag 17. Jul 2008, 07:38 | Beitrag #38
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ZITAT(Minfun @ 16. Jul 2008, 23:35) *
Bei Manövern haben unsere U-boote es scheinbar auch schonmal geschafft einen US Flugzeugträger vors Periskop zu bekommen. Und die F-15 Flotte wurden von den Indern übel zugerichtet. Bei Manövern können allehand Sachen passieren, ohne das sie besonders aussagekräftig werden, dies bitte beim hörensagen beachten.



Das Foto des Flugzeugträgers durch das Periskop geschossen habe ich selber gesehen. Und das schönste war, der Admiral der das Komando über den Verband hatte war der sicheren Überzeugung, das nie ein Uboot auch nur in der Nähe seines Trägers war...

Bei Übungen vor der Croatischen Küste haben die Nato Verbündeten auch ihre Unfähigkeit bewiesen deutsche Uboote zu orten. Besonders die Amerikaner (sind halt mehr auf die Suche nach großen Atomubooten spezialisiert). Die einzigen die halbwegs mit ihrem Sonar umgehen können sind die Engländer..
 
xena
Beitrag 18. Jul 2008, 14:29 | Beitrag #39
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Auf solche Übungen würde ich mich aber auch nicht verlassen wollen. Im Ernstfall kann es ganz anders aussehen. Außerdem dürfte es für das U-Boot ein Himmelfahrtskommando sein, in dieser Situation noch Torpedos abzufeuern, dann dürfte es schnellstens lokalisiert werden.


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Wodka
Beitrag 18. Jul 2008, 15:41 | Beitrag #40
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ZITAT(xena @ 18. Jul 2008, 15:29) *
Auf solche Übungen würde ich mich aber auch nicht verlassen wollen. Im Ernstfall kann es ganz anders aussehen. Außerdem dürfte es für das U-Boot ein Himmelfahrtskommando sein, in dieser Situation noch Torpedos abzufeuern, dann dürfte es schnellstens lokalisiert werden.


Solche Himmelfahrtskommandos gab es aber im 2. Weltkrieg immer wieder und oft hat das Uboot sogar überlebt.
Für mich als Laien hat das Ubootfahren (im Krieg) ohnehin immer etwas von Selbstmord auf Raten wink.gif



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BigGrizzly
Beitrag 18. Jul 2008, 15:42 | Beitrag #41
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Gibts dazu eigentlich Annahmen/Berechnungen, wie realistisch es für ein U-Boot ist, anzugreifen und erfolgreich ablaufen zu können?
Wenn ich nach dem hier (und anderswo) gelesenen gehe, kann sich wohl ein (Diesel-) U-Boot als "Loch im Wasser" schon mal durchaus Nahe an ein potentielles Ziel pirschen. Aber was dann? Wenn die Torpedos "abgefeuert" werden, also mit Preßluft oder Wasser ausgestoßen werden, dürfte das schon mal etwas "Lärm" machen. Und dann laufen ja auch die Torpedos an.
Was dann?
6-8 Aale raus, Helm ab zum Gebet und auf die Versenkung warten? Oder hoffen, daß man (vor der "unvermeidlichen" Versenkung) wenigstens noch was trifft und das mitbekommt? Bzw daß man die Torpedos noch ins Ziel lenken kann?

Wie siehts aus mit der Reaktionsfähigkeit von U-Jägern und deren Wirkmitteln auf den entsprechenden Entfernungen?

(Wie nah darf ein U-Boot ran, ohne sich selbst durch die eigene Torpedo-Explosion zu entfernen? Bringt ja auch nix, sich auf 2000m anzupirschen, aber dann nicht schießen zu können,. weil man selber durch die eigene Waffe Schaden nehmen würde)

Kurz:
Wie kann man sich einen (Diesel-)U-Bootangriff und die darauffolgenden Reaktionen vorstellen?
 
SailorGN
Beitrag 18. Jul 2008, 19:42 | Beitrag #42
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Punkt 1: Die Diskussion über Ortung ist hier irgendwie ziemlich nichtssagend: Weder Uboot- noch Sonartypen wurden genannt, keine Seegebiete, Jahres- und Tageszeiten erwähnt und die Wortwahl hinsichtlich "Identifizierung" ist schlichtweg falsch. Hydroakustik und Ubootortung lässt sich eben nicht auf "6000m" reduzieren, sondern ist bei weitem komplizierter. Von Sachen wie Aspektwinkel, Impulsart, -modulation und - dauer will ich erst gar nicht anfangen. Fakt ist: Es lässt sich in der UJagd keine pauschale Antwort geben.

Punkt 2: Ablauf eines Angriffs. Jeder Ubootkommandant wird versuchen, aus vorlichen Lagen anzugreifen, da er so mehr Reichweite mit dem Torpedo hat. Nach Klassifizierung der zu bekämpfenden Einheit wird der Torpedo geschossen, möglchst auf Entfernungen >10 km. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass der Abschuss geortet und als solcher erkannt wird. Desweiteren sollte der Treffpunkt mehrere tauisend Meter vom Boot entfernt liegen (dies sollten halbwegs moderne Schwergewichtstorpedos schaffen). Dadurch wird die Ortungswahrscheinlichkeit für das Uboot gesenkt, da das Gebiet mit dem möglichen Aufenthaltsort des Bootes mehrere Quadratkilometer groß wird.
Wurde das Uboot trotz dieser Maßnahmen entdeckt-> Helo mit Dippingsonar+Torpedo los, den Ort noch mal bestätigen und Waffe ins Wasser. Alternativ kann der Torpedo auch durch ASROC oder MILES verbracht werden.... Ein Uboot wird es IMMER vermeiden ein Eskort unter 5000m an sich ran zu lassen, weil: wegfahren kann es nicht und bei 5km kriegt jeder Ujagdtorpedo das Boot vom Eskort aus.


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BigGrizzly
Beitrag 19. Jul 2008, 16:04 | Beitrag #43
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Hmk. danke sailorGN.

Und wie ist dann das oft zitierte "U206a schleicht sich ganz nah an Flugzeugträger ran" zu bewerten?
In einem echten Einsatz, wäre der Träger doch im Verband unterwegs und weitläufig von Eskorten umgeben.
Wie sehen die Abstände aus? Wie kommt da ein U-Boot durch bzw vorbei, wenn es mindestens 5000m Abstand von einer Eskorte halten will? Oder gäbe es da evtl eine Art "abräumen"? Erst die Eskorten versenken, und dann das eigentliche Ziel?
 
spooky
Beitrag 19. Jul 2008, 17:16 | Beitrag #44
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wie bei allem gibt es auch hier eben vor- und nachteile.
weit vom ziel entfernt bleiben erhöht die eigene überlebenschance aber je dichter man rankommt desto höher ist die aussicht auf einen treffer.
letztlich ist das sowieso immer situationsbedingt denn an einen schnellen trägerverband wird ein ssk unter umständen garnicht nah genug ran kommen und so möglichweise auf max. entfernung feuern aber wenn das ssk in guter position liegt kann ich mir durchaus auch vorstellen den träger erst sehr nah rankommen zu lassen. und wenn man dann seine 6 oder 8 schussbereiten torpedos auf den träger und die nächsten eskorten verteilt wird da erstmal ein solches durcheinander entstehen in dem das ssk dann vielleicht auch wieder entkommen kann.
 
SailorGN
Beitrag 20. Jul 2008, 13:26 | Beitrag #45
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Die Sache mit U206A an nem Träger war ne Übungskünstlichkeit. Zum einen musste das Boot nur mit einem "Buh, wir haben dich" rechnen und nicht mit nem Torpedo, zum anderen durfte es ja selbst keine Torpedos schiessen... musste für die Fotos also näher ran.

Bei drahtgelenkten Torpedos sieht es wie folgt aus: Man schiesst von Weitem in den Verband rein und nutzt den To als Sensor. Wenn man das richtige Ziel gefunden hat, lässt man den To angreifen... am besten mehrere Tos hintereinander, damit man zudrehende Eskorts gleich mit bekämpfen kann.


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wARLOCK
Beitrag 20. Jul 2008, 15:01 | Beitrag #46
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wie würde so ein pott (sagen wir mal nimitz) überhaupt auf ein bis zwei torpedotreffer reagieren?ich weiß wie akademisch diese frage ist aber zu welcher tendenz neigen die experten hier?


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nüchtern betrachtet, sah es besoffen besser aus
 
Minfun
Beitrag 20. Jul 2008, 15:10 | Beitrag #47
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Darauf wollt ich auch hinaus mit der Erwähnung des Trägerfoto. In einem normalen Trägerverband übernehmen normalerweise zwo SSN die weiträumige ASW Aufgabe. Dazu kommen noch Perry Fregatten mit guten ASW Fähigkeiten und die frühen Burkes schleppen noch das TACTAS Sonar mit. Obendrauf haben wir noch die LAMPS Helos, die ab dieses Jahr mit dem MH-60R eine neue Plattform bekommen und zumindest früher haben sich auch die S-3 auf ASW konzentriert.
Das ist schon eine Menge Holz, was aber verständlich ist, wenn man bedenkt dass im WWIII der größte Feind der Träger neben Langstreckenbomber die SSGN waren, die schon auf großer Entfernung ihre Marschflugkörper auf den Träger werfen konnten.
Und dann muss man den Trägerverband ersteinmal finden...
Natürlich ist heutzutage die Eskorte nicht mehr so dicht gestaffelt, vorallem da neben den Carrier Strike Groups auch die Expeditionary Strike Groups (Marine/Landungsschiffverband) mit Eskorten versorgt werden müssen.

ZITAT
wie würde so ein pott (sagen wir mal nimitz) überhaupt auf ein bis zwei torpedotreffer reagieren?ich weiß wie akademisch diese frage ist aber zu welcher tendenz neigen die experten hier?


Die Nimitzträger sind ein Kind des Kalten Krieges, die sind sehr robust gebaut. Man ging ja davon aus dass die Sovjets damals diesen Hochwertzielen ne Menge entgegenwerfen, darum würde ich sagen, 1-2 Torpedotreffen würden "nur" zu einem Missionkill reichen.

Der Beitrag wurde von Minfun bearbeitet: 20. Jul 2008, 15:12


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hanuta
Beitrag 20. Jul 2008, 15:28 | Beitrag #48
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ZITAT(Minfun @ 20. Jul 2008, 15:10) *
wenn man bedenkt dass im WWIII der größte Feind der Träger neben Langstreckenbomber die SSGN waren, die schon auf großer Entfernung ihre Marschflugkörper auf den Träger werfen konnten.


3. Weltkrieg? Haben wir was verpasst?

Zurück zum Thema, ich denke momentan würden zB die Amerikaner nie mit einem Angriff auf ihre Träger rechnen, ich habe das Gefühl die kommen sich Ihrer Sache ziemlich sicher vor.....zumindest in Bezug auf U-Boot Angriffe. Demgegenüber ist aber ein Verlust eines U-Bootes bei erfolgreichem Versenken eines Flugzeugträgers gering....50 Mann gegenüber ein par tausend....

PS: Aber wie wäre ein Angriff mit vielen Schnellbooten (20-30 Stk), zumindest Kostengünstiger als U-Boote
 
Minfun
Beitrag 20. Jul 2008, 16:08 | Beitrag #49
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Trägerverband -> solange mit einen Träger nicht zB in einem Hafen oder ähnliches erwischt, sind Schnellboote schnell aufgeklärt und noch schneller versenkt. Wie willst du die Schnellboote in Reichweite bringen, ohne dass sie aufgeklärt werden? Und woher stammt dein Gefühl, dass sich die Amis sich zu sicher wären in Bezug auf U-boote? Natürlich ist die Bedrohung geringer als zu Zeiten des *imaginären* WKIII (jetzt nochmal scharf nachdenken wink.gif )


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SailorGN
Beitrag 20. Jul 2008, 17:13 | Beitrag #50
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Dass die Amis sich gerade NICHT sicher sind, was SSK-Angriffe auf Trägerkampfgruppen angeht sieht man an zwei Sachen: Der Versuch, deutsche Ubootwerften aufzukaufen (wobei sicher auch Renditegedanken dabei waren) und Leasing eines skandinavischen SSK (hab jetzt keine Lust zu suchen, ob Schwedisch oder Norwegisch) mit Sterlingmotor für Taktiktests an der Ostküste. Grund für diese Unsicherheit ist die Rückbesinnung auf Kriegsführung in Küstengebieten (wobei auch den FPBs sicher genug gedacht wird) und der weiten Verbreitung von kleineren Dieselelektrobooten (z.B Kilo, 209, frz. und britische Modelle).


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Havoc
Beitrag 20. Jul 2008, 17:32 | Beitrag #51
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Bei einem Manöver 2003 wurden zwei U.S. Atom-Uboote und ein Träger von drei australischen Ubooten der Collinsklasse "versenkt".
 
spooky
Beitrag 20. Jul 2008, 18:44 | Beitrag #52
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fakt ist, das die us-navy nach jahrelanger vernachlässigung ihrer asw-fähigkeiten die sache nun wieder ernster nimmt. übrigens hat man als neuen "übungsgegner" für einige monate ein italienisches u212 gewinnen können. was diese us-investment bank und dieses hdw geschäft aber mit der thematik zu tun hat ist mir nicht klar. abgesehen davon, das ich da selbst bei erfolgter industriespionage keinen unmittelbaren und großen nutzen für die us-navy erkennen kann sollte man für solche äußerungen zumindest einen begründeten verdacht haben.
 
SailorGN
Beitrag 20. Jul 2008, 19:51 | Beitrag #53
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Es wird wohl noch etwas stumpfe Polemik gestattet sein... Fakt ist, dass man neben der Industriespionage (und den daraus resultierenden Erkenntnissen) auch den Zugang/Export dieser Technologie kontrollieren kann. Für die USA kann dies schon ein gewichtiger Grund sein. Kann aber auch die gute alte Geldgier sein.


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seafox
Beitrag 21. Jul 2008, 00:42 | Beitrag #54
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ZITAT(sailorGN @ 20. Jul 2008, 16:13) *
Dass die Amis sich gerade NICHT sicher sind, was SSK-Angriffe auf Trägerkampfgruppen angeht sieht man an zwei Sachen: Der Versuch, deutsche Ubootwerften aufzukaufen (wobei sicher auch Renditegedanken dabei waren) und Leasing eines skandinavischen SSK (hab jetzt keine Lust zu suchen, ob Schwedisch oder Norwegisch) mit Sterlingmotor für Taktiktests an der Ostküste. Grund für diese Unsicherheit ist die Rückbesinnung auf Kriegsführung in Küstengebieten (wobei auch den FPBs sicher genug gedacht wird) und der weiten Verbreitung von kleineren Dieselelektrobooten (z.B Kilo, 209, frz. und britische Modelle).


Ist ein schwedisches U-Boot der GOTLAND-Klasse (Typ A19). In Europa besitzen nur die Schweden U-Boote mit Stirling-Motor. Weltweit darüber hinaus nur noch die Australier mit der COLLINS-Klasse (Typ schwed. A19) und die Japaner.
 
olawo
Beitrag 21. Jul 2008, 09:39 | Beitrag #55
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Collins Class ist kei A19 sondern ein völlig eigenständiger Entwurf. Sirling haben nur die Schweden und ein paar alte Boote die die Schweden umgerüstet haben mit einer zusätzlichen Sektion. Die Boote wurden Anfang der 2000der verkauft. Ich bin mir nicht sicher, meine nach Singapore.
 
olawo
Beitrag 21. Jul 2008, 09:55 | Beitrag #56
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Was die Thematik Träger versus Uboot betrifft, so haben die Amerikaner nach dem Manöver mit dem 206A ihre Aufmerksamkeit gegenüber konventionellen Ubooten deutlich gesteigert. Nicht umsonst wollten sie in Besitz der HDW und ihrer Technologie kommen...

Artega aus Delbrückin Uboot kann mit den modernen Sensoren passive auf über 20km Ziele aufklären (mit Towed area Sonar kann man noch viel weiter hören. Von vorne können moderne Torpedos über 20km abgestzt werden. Dieser Torpedo wird passive (also nur am Draht vom Boot gesteuert ins Zielgebiet also an den Gegner gebracht) und erst kurz vor dem Ziel das aktive Zielsonar des Torpedos aktiviert (oder wenn die Kabelverbindung unterbrochen wird)
Ubotte wie 212A stoßen ihre Torpedos gräuschlos mit Wasserschwall aus oder die Torpedos laufen selbständig aus dem Rohr (Dolphin klass) es gibt auch hydraulische Ausstßvorrichtungen für Mienen und Flugkörper ohne Eigenantrieb.

Die überlebens Chancen eines Ubootes sind deutlich höher als die eine Überwasser Schiffes.
Wenn IDAS (die Flugabwehrrakete die aus dem Torpedorohr verschossen wird) funktioniert ist das Uboot auch wehrhaft gegen seinen grösten Feind den Seeaufklährer (Flugzeug) und den Hubschrauber mit Dippsonar.
Erst eine deutlich überlegene (Anzahl) Flotte von Überwasserschiffen kann einem Uboot gefährlich werden.
Wobei Uboote mit großer Anzahl von Torpedoroohren deutlich im Vorteil sind.

Ein Trägerschiff, das zwei Torpedotreffer erhällt hat nicht nur einen Missionkill, sondern höchstens eine 5% überlebenschance. Da modenrn Torpedos nichtmehr nur löcher in die Außenhaut sprengen, sondern mit Hilfe der Druckwelle die Struktur des Schiffes brechen sind zwei Treffer an den richtigen Stellen absolut tödlich. Lediglich Treffer im Vorschiffsbereich wären erträglich.
Mittschiffs bricht das gesammte Schiff auseinander. Im Heck würden die Maschienenräume betroffen sein und somit würde das Schiff so stark geflutet, das es nicht zu retten wäre (beondern ohnen Maschinenleistung).
 
Tiger 2
Beitrag 21. Jul 2008, 16:41 | Beitrag #57
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Gestern kam ja bei Planetopia ein Bericht zur Ausbildung von U-boot Kommandanten in Deutschland (ich weiß die Quelle ist sehr fragwürdig wink.gif ).

Dort meinte der eine Ausbilder auch das man sehr stolz auf das theoretische Versenken des Flugzeugträgers bzw. von Schiffen anderer Staaten allgemein ist.
Dort wurde auch auf andere Sachen, wie die Torpedos die das Schiff zerbrechen kurz eingegangen.
Soweit mal ein kurzer Überblick und hier auch nochmal das Video.

Dazu hätte ich mal eine Frage.
Die Schüler mussten bei ihrer Abschlussprüfung die ganze Zeit auf Seerohrtiefe bleiben. Sprich es hatte den Anschein als ob das Seerohr permanent ausgefahren war. Ich dachte aber immer man nutzt das Seerohr nur für einen kurzen Überblick und lässt es nur max. 10-15 Sekunden am Stück über Wasser um nicht entdeckt zu werden.
Die Kameraleute und die Matrosen auf den Übungsschiffen hatten es auch oft im Blick und somit das Uboot geortet.

Was ist also die gängige Praxis, dass Sehrohr nur kurz draussen lassen oder einen längeren Zeitraum?
 
Praetorian
Beitrag 21. Jul 2008, 16:53 | Beitrag #58
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ZITAT(Tiger 2 @ 21. Jul 2008, 17:41) *
Die Schüler mussten bei ihrer Abschlussprüfung die ganze Zeit auf Seerohrtiefe bleiben.

Bei dem gezeigten Prüfungsabschnitt ging es lediglich um sicheres Navigieren - das Manövrieren des Bootes, Kollisionsverhütung etcpp


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seafox
Beitrag 21. Jul 2008, 17:06 | Beitrag #59
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ZITAT(olawo @ 21. Jul 2008, 08:39) *
Collins Class ist kei A19 sondern ein völlig eigenständiger Entwurf. Sirling haben nur die Schweden und ein paar alte Boote die die Schweden umgerüstet haben mit einer zusätzlichen Sektion. Die Boote wurden Anfang der 2000der verkauft. Ich bin mir nicht sicher, meine nach Singapore.


Dein Einwand stimmt nur teilweise. COLLINS ist ein aus dem A19 abgeleiteter Entwurf und nennt sich "Kockums AB 471". Beim Antrieb hast Du recht, COLLINS haben diesel-elektrischen Antrieb erhalten.
Die Japaner haben ein neues AIP angetriebenes U-Boot vom Typ 16SS entwickelt (Stirling-Motor) mit einer Verdrängung von ca. 2900t ü.W und ca. 4280t u.W.; gebaut werden die beiden U-Boote bei Mitsubishi in Kobe. Als erstes Boot lief im Mai 2008 die SORYU von Stapel. Indienststellung soll 2010 erfolgen:

Bild: http://i21.photobucket.com/albums/b292/barnybezel/U-BootS599SORYUTyp16SS_MitsubishiWe.jpg (Bild automatisch entfernt)

Singapur hat vier ex schwedische U-Boote erhalten: SJÖLEJONET= CONQUERER, SJÖORMEN= CENTURION, SJÖHUNDEN= CHIEFTAIN und SJÖBJÖRNEN= CHALLENGER. Die Boote wurden zwischen 1967–1968 gebaut. Der Transfer erfolgte zwischen 2002 und 2004. Alle vier Boote besitzen diesel-elektrischen Antrieb mit Pielstick-Dieselmotoren.
 
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Beitrag 21. Jul 2008, 18:34 | Beitrag #60
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Was tut ein modernes Großtorpedo einem Schiff an?

http://www.youtube.com/watch?v=7vaImLvZbPw
oder das...
http://www.youtube.com/watch?v=rdLHkqrwb7g...feature=related
oder
http://www.youtube.com/watch?v=XkUu2NR6t7M

Das waren allerdings nur "kleine" Pötte, Zerstörer oder Korvetten (ca. 2000 t oder kleiner).

Bei größeren Pötten sieht es nicht mehr ganz so vernichtend aus...
http://www.youtube.com/watch?v=mNdSdNHANxg

Flugzeugträger der Nimitz-Klasse sind zu groß, zu breit und zu träge, um in der Mitte durchgebrochen zu werden.
Allerdings reißen ein Torpedo sicherlich ein Loch mit 7-10 m Durchmesser, auf 20 m Durchmesser bricht Wasser ein und mit Pech werden die Decks bis Hangarboden zerfetzt.
Wenn alle Schotten dicht sind, bleibt der Kahn wohl über Wasser, heutzutage sind die Kriegsschiffe ja sehr kleinzellig unterteilt. Allerdings darf man dann wohl den Kahn in 3 Teile zersägen, das zerstörte 50 m Stück verschrotten und ein neues einbauen.
In dem Krieg erscheit der Träger also nicht mehr.

Und ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert, wenn ein Torpedo unter den Reaktoren hochgeht; mit Glück fallen die einfach unten raus...wenn man Pech hat, bleiben die im Trümmerhaufen unter dem Hangardeck stecken. Eine Notabschaltung funktioniert nur bis 50 g und ohne Kühlwasser...
Ich will es mir einfach nicht vorstellen.

Der Beitrag wurde von Nobody is perfect bearbeitet: 21. Jul 2008, 18:50


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"Ich habe den Krieg verhindern wollen"

Georg Elser
 
 
 

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