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> Medienkritik, Wie Massenmedien uns beeinflussen (wollen?)
Crazy Butcher
Beitrag 8. Apr 2017, 14:40 | Beitrag #1
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Ich hoffe der Threadtitel lässt nicht den Eindruck entstehen, dass es sich um einen Verschwörungsthread geht. Das tut es nicht und ich bitte auch in die Richtung gehende Theorien hier nicht einzubringen bzw nicht zum Thema zu machen.
Ich denke jedoch, dass wir durchaus die Funktionsweisen und Motivationen in unserer Medienlandschaft beleuchten sollten. Gerade weil es sehr viele verschiedene unabhängige Medien gibt.
Gerne darf auch jeder berichten auf welche Art und aus welchen Quellen er sich informiert und warum er es so für sinnvoll hält. Das fördert evtl. auch das gegenseitige Verständnis, so dass wir uns in Zukunft nicht gleich an die Gurgel gehen. Es ist jeder eingeladen bisherige Vorurteile abzulegen und offen auf den anderen (gerne auch mit konstruktiver Kritik) zuzugehen.

Es gibt sicherlich eine Menge Punkte an denen man bei diesem Thema ansetzen kann. In den letzten Tagen war es bei mir die Berichterstattung über terroristische Anschläge. Ganz aktuell in Stockholm und St. Petersburg.
Nach meinem empfinden gibt es durchaus eine Tendenz deutlich zu machen, dass solche Anschläge immer weniger Eindruck auf die Zivilbevölkerung machen.
Gerne wird aber gerade in den ersten Stunden über Panik/Schock/Starre in den betroffenen Städten berichtet. Berichten jedoch einzelne Reporter vor Ort persönlich, also nicht im Rahmen einer "neutralen" Meldung, sondern mit eigenen Eindrücken, dann heißt es oft, dass es eben keine Panik gibt und die Menschen recht rational mit der Situation umgehen.
Als Beispiel auf Spon:
ZITAT
Die Bevölkerung Sankt Petersburgs wirkte auf uns, selbst am Tag des Anschlags, ähnlich ungerührt wie die Studentin, die uns abgeholt hatte. In den folgenden Tagen haben wir Menschen Kunstwerke bestaunen, lachen, feiern, diskutieren, arbeiten und spazieren gehen sehen. Wir haben mit unseren russischen Gastgebern Gespräche über Weltpolitik, Journalismus, Medien, Bildung und ganz Alltägliches geführt. Natürlich war der Anschlag nicht vergessen, aber er dominierte weder den Alltag noch das Denken der Menschen.

Ähnlich lässt sich das auf andere ähnliche Meldungen übertragen.
Die Panik spielt sich idR nur in unmittelbarer Nähe der Anschlagsorte ab. In der restlichen Stadt gehen die Menschen gewohnt ihren Tätigkeiten nach und lassen eben nicht alles stehen und liegen. Beim Lesen entsteht aber der Eindruck, dass sich alle gleich zu Hause verbarrikadieren.

Was mich zu der Frage führt was die Motivation hinter solchen Schlagzeilen ist. Ist es Effekthascherei? Vielleicht. Nur liest man solche Schlagzeilen auch in Medien, die eigtl. eher für Sachlichkeit bekannt sind. Ich sehe auch nicht, wie mich "Panik" oder "Schockstarre" in der Überschrift zum lesen animieren sollen. Entweder das Thema interessiert mich oder eben nicht.
Was ist euer Eindruck?

Um auf die Anfangs erwähnten Quellen zurück zu kommen.
Wenn es bei mir schnell gehen soll und ich wissen will, OB in der Welt etwas los ist, schaue ich meißtens auf n-tv vorbei. Dort kann man die aktuell wichtigen Ereignisse auf die Schnelle sehen ohne richtig einsteigen zu müssen.
Ist etwas tatsächlich passiert und mich interessiert das WAS mehr Details, dann geht es weiter zu SpOn. Dort werden in der Regel die Ereignisse etwas näher betrachtet, ohne dass man großartig Zeit zum lesen braucht.
Wenn ich mehr Zeit habe, sind faz, Zeit und SZ meine Anlaufpunkte (auch ohne konkrete Ereignisse).
Wenn es um einfache stöbern geht, kann es auch mal die Welt sein, weil es dort auch speziell in Richtung (Militär)geschichte gehende Reihen gibt, die den ein oder anderen wenig beleuchteten Aspekt behandeln.
Last but not least auch gerne die NZZ. Wobei ich hier in erster Linie wegen fehlendem Bezug zu lokalen Themen seltener unterwegs bin. Wenn es um internationale Themen geht, spricht mich die Qualität der Berichterstattung durchaus an.

Englischsprachige Nachrichtenseiten lese ich eher selten, weil der Erkenntnisgewinn im Vergleich zu den zusätzlich (für die o.g. Medien) investierten Zeit eher gering ist.
Da müssen es schon spezielle Aspekte eines bestimmten Themas sein, die da beleuchtet werden und mich besonders interessieren.

Russischssprachige (Nachrichten)Medien konsumiere ich übrigens fast gar nicht. Die meißten von mir gelesenen Artikel von RT und Sputnik habe ich wahrscheinlich über Verlinkungen vom WHQ aus gesehen. Das sind zum Glück tatsächlich nicht viele.
korrespondent.net ist für mich aber eine gute, vergleichsweise neutrale Anlaufstelle für Meldungen aus der Ukraine.
Wenn, dann sind es auch hier eher spezielle Themen, die man im deutschsprachigen Bereich eher nicht beachtet.

Der Beitrag wurde von Crazy Butcher bearbeitet: 8. Apr 2017, 14:49


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SailorGN
Beitrag 17. Apr 2017, 11:56 | Beitrag #2
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Natürlich, wobei aber gerade die Springerpresse derart erratisch die eigene Meinung tlw. innerhalb von Tagen ändert, dass man daraus überhaupt keine wirkliche "Strategie" erkennen kann. Da gehts einmal proMerkel, dann wieder dagegen, dann wird ein anderer Politiker gehetzt, dann wieder Z-Prominenz gehypt... Bei denen hab ich das Gefühl es geht um Macht der Macht willen.


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Malefiz
Beitrag 18. Apr 2017, 17:55 | Beitrag #3
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ZITAT(SailorGN @ 17. Apr 2017, 12:56) *
Natürlich, wobei aber gerade die Springerpresse derart erratisch die eigene Meinung tlw. innerhalb von Tagen ändert, dass man daraus überhaupt keine wirkliche "Strategie" erkennen kann. Da gehts einmal proMerkel, dann wieder dagegen, dann wird ein anderer Politiker gehetzt, dann wieder Z-Prominenz gehypt... Bei denen hab ich das Gefühl es geht um Macht der Macht willen.


Tja, vielleicht liegt es daran, dass auch die Springerpresse kein (von wem auch immer) gesteuertes Propagandaorgan mit politischer Zielsetzung ist, sondern ein Medienkonzern, der in einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft Geld verdienen möchte. Dass Zeitungen und andere Medien politsch gefärbt schreiben ist ja nicht primär der Ausdruck einer Agenda, im Sinne davon dass die Redaktion politische Ziele verfolgt und dafür Menschen gewinnen möchte; sondern davon dass man sich eine gewisse Zielgruppe sucht und diese anspricht. Menschen kaufen eben lieber Medien die ihre eigene Meinung widerspiegeln, ist schlicht angenehmer zu lesen.
Die BILD macht das eben mit Effekthascherei und Ausnutzen der Sensationslüsternheit. Skandale verkaufen sich eben und die öffentliche Meinung ist auch nur ein Fähnchen im Wind (da in Wirklichkeit niemals homogen)

/E Ein schönes (sinngemäßes) Zitat in dem Zusammenhang: Man muss sich fragen ob es beängstigender ist, dass Verschwörungstheoretiker recht haben unddie Welt von grauen Herren hinter verschlossenen Türen ferngesteuert wird, oder ob es nicht viel schlimmer wäre, wenn es keinen allumfassenden Plan gibt, und die Welt einfach nur deshalb so scheiße, weil von Menschen die ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen wollen ist.

Der Beitrag wurde von Malefiz bearbeitet: 18. Apr 2017, 17:57


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Schneeball
Beitrag 20. Apr 2017, 12:58 | Beitrag #4
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ZITAT(Malefiz @ 18. Apr 2017, 18:55) *
Tja, vielleicht liegt es daran, dass auch die Springerpresse kein (von wem auch immer) gesteuertes Propagandaorgan mit politischer Zielsetzung ist, sondern ein Medienkonzern, der in einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft Geld verdienen möchte. Dass Zeitungen und andere Medien politsch gefärbt schreiben ist ja nicht primär der Ausdruck einer Agenda, im Sinne davon dass die Redaktion politische Ziele verfolgt und dafür Menschen gewinnen möchte; sondern davon dass man sich eine gewisse Zielgruppe sucht und diese anspricht.

Das wage ich zu bezweifeln, zumindest in einigen Themenfeldern. Hier jüngst ein Beispiel aus der Schweiz:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standa.../story/16588250

Man muss sich auch nur mal daran erinnern, was zB. während der Ukraine Krise so in den Leserforen los war. Hat darum zB. Spon ihr Narrativ verändert? Nein, sie haben einfach die Foren dicht gemacht.

Der Beitrag wurde von Schneeball bearbeitet: 20. Apr 2017, 13:00
 
Glorfindel
Beitrag 20. Apr 2017, 16:29 | Beitrag #5
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Betreffend NZZ: Natürlich verfolgt die NZZ eine politische Ziele und das ganz bewusst. Die Aufgabe der NZZ ist das Verbreiten von liberalem Gedankengut (und nicht etwa Gewinn zu erzielen). Die NZZ ist dabei allerdings Unabhängig. Oft werden zu wichtigen politischen Fragen auch Kommentare von Befürwortern und Gegner gedruckt. Das kann im Übrigen durchaus interessant sein, da man als unentschlossener nochmals die verschiedenen Argumente durchgehen kann bzw. auch die Argumente der Gegenseite anschaut. In der Schweiz findet zudem imho eine viel tiefere Diskussion über politische Sachfragen statt als in Deutschland, auch weil das Schweizer Volk regelmässig über spezifische Gesetze und Fragen an der Urne abstimmt. Den allermeisten Schweizer Stimmbürgern ist damit klar, dass Gesetze immer mit Vor- und Nachteilen verbunden sind, die es genau abzuwägen gibt, was nicht immer einfach ist.

NZZ-Leser wissen, dass die verschiedenen Ressorts bei der NZZ zum Teil etwas andere Meinungen vertreten, auch wenn alle grundsätzlich ein liberales Gedankengut vertreten. So ist der Wirtschaftsteil eher wirtschaftsliberal und die von der Wirtschaft haben zum Teil das Gefühl, die Bundeshausberichterstattung im Inlandsteil sei links (was aber wohl auch nicht ist). Die unterschiedlichen Auffassungen betreffen aber in der Regel nur wirtschaftliche Themen.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Schneeball
Beitrag 20. Apr 2017, 17:02 | Beitrag #6
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ZITAT(Glorfindel @ 20. Apr 2017, 17:29) *
Betreffend NZZ: Natürlich verfolgt die NZZ eine politische Ziele und das ganz bewusst. Die Aufgabe der NZZ ist das Verbreiten von liberalem Gedankengut (und nicht etwa Gewinn zu erzielen). Die NZZ ist dabei allerdings Unabhängig. Oft werden zu wichtigen politischen Fragen auch Kommentare von Befürwortern und Gegner gedruckt. Das kann im Übrigen durchaus interessant sein, da man als unentschlossener nochmals die verschiedenen Argumente durchgehen kann bzw. auch die Argumente der Gegenseite anschaut. In der Schweiz findet zudem imho eine viel tiefere Diskussion über politische Sachfragen statt als in Deutschland, auch weil das Schweizer Volk regelmässig über spezifische Gesetze und Fragen an der Urne abstimmt. Den allermeisten Schweizer Stimmbürgern ist damit klar, dass Gesetze immer mit Vor- und Nachteilen verbunden sind, die es genau abzuwägen gibt, was nicht immer einfach ist.


Wie kommst du darauf, dass die NZZ unabhängig sein soll und keinen Gewinn erzielen will? Die NZZ Mediengruppe ist eine AG!

Liberales Gedankengut war mal, erstaunlich wie lange sich so ein Ruf hält.. gut, aus dem Ausland und einem kleinen zeitlichen Horizont mag das so sein. Eric Gujer ist ein liberalkonservativer Atlantiker, sieht die USA als unentbehrlichen Partner Europas und hielt Waffenlieferungen an die Ukraine für wünschenswert, also quasi ein "NATO-Versteher". Wenn du regelmässig seine Texte gelesen hast und mit der NZZ von vor 20 Jahren (so lange lese ich die NZZ schon) vergleichst, weisst du vermutlich was ich meine, das war früher nämlich anders. Die NZZ verliert auch jedes Jahr zuverlässig an Leser (mich haben sie vor 3 Jahren als Zahler verloren), weil die Menschen halt nicht dumm sind und den Gesinnungswandel mitbekommen und recht gut wissen, dass das Quatsch ist.


ZITAT(400plus @ 20. Apr 2017, 17:41) *
ZITAT(Glorfindel @ 20. Apr 2017, 17:29) *
NZZ-Leser wissen, dass die verschiedenen Ressorts bei der NZZ zum Teil etwas andere Meinungen vertreten, auch wenn alle grundsätzlich ein liberales Gedankengut vertreten. So ist der Wirtschaftsteil eher wirtschaftsliberal und die von der Wirtschaft haben zum Teil das Gefühl, die Bundeshausberichterstattung im Inlandsteil sei links (was aber wohl auch nicht ist). Die unterschiedlichen Auffassungen betreffen aber in der Regel nur wirtschaftliche Themen.


Solche Unterschiede gibt es z.B. bei der FAZ auch, da galt früher die Ausrichtung "Schwarz (Politik) - Rot (Feuilleton) - Gold (/Gelb-Wirtschaftsteil)".

Solche Pauschalisierungen sind generell dumm. Man schaue sich nur zB die Verwandlung von Frank Schirrmacher an, der leider viel zu früh von uns gegangen ist. Immerhin hat er vor seinem Tod noch seinen Irrtum bemerkt und eingestanden.

Der Beitrag wurde von Schneeball bearbeitet: 20. Apr 2017, 17:06
 
Glorfindel
Beitrag 20. Apr 2017, 17:37 | Beitrag #7
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ZITAT(Schneeball @ 20. Apr 2017, 17:02) *
ZITAT(Glorfindel @ 20. Apr 2017, 17:29) *
Betreffend NZZ: Natürlich verfolgt die NZZ eine politische Ziele und das ganz bewusst. Die Aufgabe der NZZ ist das Verbreiten von liberalem Gedankengut (und nicht etwa Gewinn zu erzielen). Die NZZ ist dabei allerdings Unabhängig. Oft werden zu wichtigen politischen Fragen auch Kommentare von Befürwortern und Gegner gedruckt. Das kann im Übrigen durchaus interessant sein, da man als unentschlossener nochmals die verschiedenen Argumente durchgehen kann bzw. auch die Argumente der Gegenseite anschaut. In der Schweiz findet zudem imho eine viel tiefere Diskussion über politische Sachfragen statt als in Deutschland, auch weil das Schweizer Volk regelmässig über spezifische Gesetze und Fragen an der Urne abstimmt. Den allermeisten Schweizer Stimmbürgern ist damit klar, dass Gesetze immer mit Vor- und Nachteilen verbunden sind, die es genau abzuwägen gibt, was nicht immer einfach ist.


Wie kommst du darauf, dass die NZZ unabhängig sein soll und keinen Gewinn erzielen will? Die NZZ Mediengruppe ist eine AG!

Der Gesellschaftszweck der NZZ ist die Herausgabe der NZZ (und weiterer Medien) "als ein von Sonderinteressen unabhängiges politisches, wirtschaftliches und kulturelles Organ von hoher Qualität und freisinnig-demokratischer Grundhaltung“. Die NZZ-Mediengruppe ist nicht Gewinnstrebig, d.h. es ist nicht ihr oberstes Ziel für die Aktionäre Gewinn zu erwirtschaften, sondern, wenn sie Gewinn erwirtschaftet, dann darum, um den Erhalt der NZZ sicherzustellen. Die NZZ ist zudem für sich selber unabhängig, sie ist niemanden verpflichtet, niemand darf mehr als 1% der Aktien besitzen und die Eintragung von Aktionären im Aktienbuch (und somit deren Stimmrecht) kann durch den Verwaltungsrat verweigert werden, wenn diese z.B. die Unabhängigkeit oder die liberale Ausrichtung der Zeitung gefährden. Politisch stand und steht die NZZ klar der schweizerischen FDP nahe.

Richtig ist, dass die NZZ (meistens zumindest) die Ansicht vertritt, dass gegenüber Russland in der Ukraine eine harte Linie zu vertreten sei. Dabei wurde gerade auch die Politik der USA und der EU in dieser Frage kritisch hinterfragt. Das wurde im Übrigen meiner Ansicht nach sehr gut begründet.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Schneeball
Beitrag 21. Apr 2017, 08:23 | Beitrag #8
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ZITAT(Glorfindel @ 20. Apr 2017, 18:37) *
Richtig ist, dass die NZZ (meistens zumindest) die Ansicht vertritt, dass gegenüber Russland in der Ukraine eine harte Linie zu vertreten sei. Dabei wurde gerade auch die Politik der USA und der EU in dieser Frage kritisch hinterfragt. Das wurde im Übrigen meiner Ansicht nach sehr gut begründet.

Du liest nur ab und zu NZZ, stimmts? Ja, es gab diese kritischen Berichte, aber halt eben gefühlt im Verhältnis von 95% "westliches Narrativ" vs. 5% neutral. Vielleicht auch 90:10, ich hab nicht so genau nachgezählt. Es gab mal einen Blog der das getan hat und tatsächlich ein so hohes Missverhältnis gezählt hat. Link find ich leider grad nicht mehr.. Ganz auf der Linie des Tagis oder des SRF. Dabei sollte die Quote bei 50:50 liegen, wenn man als Medium ernst genommen werden will. Besser noch wäre es die Ideologie so weit wie möglich rauszulassen, ich möchte ordentlich aufbereitete und recherchierte Fakten, denken kann ich dann selber.
Auch in der NZZ bekommt man fast immer nur die Ideologie des Redakteurs an den Kopf geknallt, mMn einer der Hauptgründe, warum den klassischen Medien die Leser davon laufen. Es ist eines Informationsmediums unwürdig, wenn man grossmehrheitlich die Wahrheit verdrehen muss um nur ja nicht das eigenen Narrativ zu verlassen.

Der Beitrag wurde von Schneeball bearbeitet: 21. Apr 2017, 08:24
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 25. September 2020 - 04:36